16 Zoll Motorradreifen Test & Vergleich: Alles, was Sie wissen müssen

Motorradreifen sind ein wichtiges Element der Fahrdynamik, aber gleichzeitig auch der Fahrsicherheit. Ihre Aufgabe ist es, Beschleunigungs- und Bremskräfte zu übertragen, zusätzlich auch die Seitenführung zu übermitteln.

Was sind 16 Zoll Motorradreifen?

Wer auf der Suche nach 16 Zoll Motorradreifen ist, der fährt in den meisten Fällen Roller, Mopeds oder Chopper. In 16 Zoll sind viele gängige Chopper Reifen und Rollerreifen-Profile verfügbar. 16 Zoll Motorradreifen sind leichter als Reifen mit größerem Durchmesser und fast gleicher Profilhöhe. Das ist ein Vorteil.

Sie zeichnen sich durch einen geringeren Rollwiderstand aus und garantieren dadurch eine schnelle Beschleunigung, Kraftstoffeffizienz und ein agileres Handling. Motorradreifen mit einem 16-Zoll Durchmesser verfügen meist über etwas mehr Profil. Die Seitenwände sind meist verstärkt, was zu einer besseren Dämpfung führt.

Typen von Motorradreifen

Grundsätzlich lassen sich Motorradreifen nach ihrer Bauart in drei Typen einteilen (UN/ECE-Regelung Nr. 75):

  • Diagonalreifen: Der Profi fürs Gelände. Diagonalreifen sind bis maximal 240 km/h einsetzbar. Am gebräuchlichsten und daher als Standardreifen zu bezeichnen ist der Diagonalreifen. Die Bezeichnung rührt von dem schräg zur Laufrichtung angeordneten Gewebelagen der Karkasse, also des tragenden Reifenunterbaus, her, deren Fäden vornehmlich aus Kunstfasern wie Ryan oder Nylon bestehen. Diagonalreifen besitzen aufgrund stabiler Seitenbereiche einen hohen Schlagschutz, weswegen sie häufig im Gelände Verwendung finden. Die einfache Konstruktion des Reifens lässt maximale eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h zu.
  • Radialreifen: Der Tempomacher. Radialreifen sind rein äußerlich an dem R in der Reifenkennung zu identifizieren. Der Radialreifen wiederum ist für hohe Geschwindigkeiten optimiert und sehr formstabil, was im direkten Vergleich mit einem Diagonalreifen besonders deutlich wird. So dehnt sich dieser bei über 200 km/h bis zu 2 Zentimeter im Durchmesser aus, während es bei einem Radialreifen nur wenige Millimeter sind. Möglich macht dies ein zusätzlicher, unterhalb der Lauffläche angebrachter Gürtel, der sich auch bei großen Fliehkräften nicht verformt und sich daher stabilisierend auswirkt. Außerdem sorgen Materialeinsparungen im Seitenbereich für eine geringere Erwärmung, was sich ebenfalls in Hochgeschwindigkeitsbereichen auszahlt. Beim Karkassenaufbau wiederum ist der Fadenverlauf im rechten Winkel zur Laufrichtung angebracht - daher die Bezeichnung „radial“. Radialreifen sind in der Reifenkennzeichnung am Buchstaben „R“ zu erkennen. Sie eignen sich vor allem für sportliche, leistungsstarke Motorräder und liegen immer mehr im Trend; die meisten aktuellen Bikes sind speziell für Radialreifen ausgelegt.
  • Diagonal-Gürtelreifen: Stabil bei hohem Tempo. Diagonal-Gürtelreifen (Bias-Belted) sind die Vorstufe der Radialreifen. Diagonal-Gürtelreifen stellen eine Zwischenstufe beziehungsweise eine Vorstufe zum Radialreifen dar. Wie bei diesen sorgt auch beim Diagonal-Gürtelreifen ein zusätzlicher Gürtel über der Lauffläche für ein Plus an Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten und Fliehkräften. Der Fadenverlauf des Karkassenmaterials ist jedoch diagonal angeordnet. Sowohl beim Diagonal-Gürtelreifen als auch beim Radialreifen bestehen die Gürtel meistens aus Kevlar. Zu erkennen sind Gürtelreifen am Buchstaben „B“ (bias-belted).

Reifentypen nach Einsatzzweck

Reifen für Motorräder lassen sich jedoch auch nach ihrem Einsatzzweck kategorisieren:

  • Sportreifen:
    • weicher Gummi - somit geringe Lebensdauer
    • sportlicher Einsatz auf der Straße
    • relativ hohe Betriebstemperatur
    • schwaches Profil
    • gute Haftung, vor allem auf trockener Fahrbahn
    • nicht besonders gut bei Regen geeignet
    • Empfohlene Bikes: Sporttourer, Supersportler
  • Tourenreifen:
    • harter Gummi - somit hohe Lebensdauer
    • Einsatz im Stadtverkehr, auf Touren oder auf Reisen
    • niedrige, dafür schnell erreichte Betriebstemperatur
    • gute Haftung
    • stark ausgeprägtes Profil
    • sicherer Einsatz auf nasser Fahrbahn
    • Empfohlene Bikes: Leichtkrafträder, Tourer, Naked Bikes
  • Enduroreifen (Mischreifen):
    • harter Gummi - somit hohe Lebensdauer
    • Einsatz auf der Straße und im Gelände, vor allem für lockeren Untergrund geeignet
    • gute Bodenhaftung
    • breites Profil, vor allem auf dem Hinterreifen
    • relativ niedrige Betriebstemperatur
    • Empfohlene Bikes: Reise-Enduros, Sport-Enduros
  • Rollerreifen:
    • spezielle Reifen für Scooter, Mopeds oder Vespa
    • unterscheiden sich in Cross-, City- und Straßenreifen

Empfehlenswerte Chopper und Cruiser Motorradreifen (16 Zoll)

Anbei eine Auflistung empfehlenswerter Chopper und Cruiser Motorradreifen, die es auch in 16 Zoll gibt. Die Auswahl beschränkt sich lediglich auf die Modelle, die zu unseren Favoriten gehören. Der Michelin Commander III ist einer der besten und beliebtesten Motorradreifen für Chopper. Vor allem bei der Nassperformance konnte er in diversen Tatberichten überzeugen. Auf Laufleistung ausgelegter Reifen für V-Twin und schwere Touren-Motorräder.

Empfehlenswerte Rollerreifen (16 Zoll)

Anbei eine Auflistung empfehlenswerter Rollerreifen, die es auch in 16 Zoll gibt. Die Auswahl beschränkt sich lediglich auf die Modelle, welche zu unseren Favoriten gehören. Der Pirelli Angel Scooter verbindet eine widerstandsfähige Struktur mit einem optimierten Profildesign für ein besonders breites Einsatzspektrum. MICHELIN Pilot Street eignet sich für Leichtkrafträder und Kleinmotorräder.

Testergebnisse und ihre Interpretation

Werden Reifen für Motorräder in großen Vergleichstests gegenübergestellt, achten die Tester meist auf folgende Kriterien: Fahrleistungen, Fahrstabilität, Handling, Abrollgeräusche oder Bremsverhalten. Natürlich werden die Pneus auch auf unterschiedlichen Untergründen gefahren. So wollen die Prüfer bewerten, wie die Reifen beispielsweise bei Schnee, Nässe oder trockener Fahrbahn reagieren.

Die abgegebenen Beurteilungen sollten Sie jedoch nicht als ganzheitlich geltend betrachten. Das Testurteil hängt immer von der gefahrenen Maschine ab. Handling und Lenkpräzision werden stark von der Fahrzeuggeometrie beeinflusst. Daher sind diese Prüfpunkte nicht allgemein übertragbar.

Testberichte im Überblick

8 Motorradreifen für Klassiker und Youngtimer im Test

Acht Motorradreifen der Dimensionen 100/90-18 und 120/90-18 für Youngtimer, Klassiker und solche, die es werden wollen, im Test auf sehr steilen, sehr kurvigen und manchmal auch sehr nassen Straßen.

Platz 1: Continental Road Attack 2 CR/Classic Attack

  • Gewicht: vorn 4,7 kg, hinten 6,5 kg
  • Herstellungsland: Deutschland
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Extrem handlich, tolles Feedback, viel Grip und hoher Komfort!
  • Nasstest: Eins-a-Handlichkeit und sattem Feedback.
  • Fazit: In Sachen Sportlichkeit und Sicherheit (vor allem bei Nässe) gibt es nichts Besseres.

Platz 2: Michelin Pilot Activ

  • Gewicht: vorn 4,9 kg, hinten 6,6 kg
  • Herstellungsland: Tschechien
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Neutral wie präzise ums Eck steuern lässt. Ebenfalls top: seine prima Rückmeldung.
  • Nasstest: Handlichkeit, auch das Grippolster in Kurven ist ausreichend.
  • Fazit: Ein Gummi für die Sportsfreunde in der Oldie-Liga.

Platz 3: Dunlop Arrowmax Streetsmart

  • Gewicht: vorn 5,0 kg, hinten 6,6 kg
  • Herstellungsland: Frankreich
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Unerschütterliche Ruhe.
  • Nasstest: Bester Diagonalreifen bei Regen!
  • Fazit: Wer einen tollen Regenreifen sucht, darf gern zum Dunlop greifen.

Platz 4: Bridgestone Battlax BT45

  • Gewicht: vorn 4,1 kg, hinten 6,2 kg
  • Herstellungsland: Japan
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Gute Handlichkeit.
  • Nasstest: Etwas schmaler Grenzbereich, wenig Traktion beim Beschleunigen und eine nur mäßige Rückmeldung.
  • Fazit: Bei Schönwetter auf der Landstraße zeigt der BT45 eindrucksvoll, dass er immer noch up to date ist.

Platz 4: Continental ContiGo!

  • Gewicht: vorn 4,6 kg, hinten 6,0 kg
  • Herstellungsland: Südkorea
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Stabilität, Komfort.
  • Nasstest: Klasse Rückmeldung für seine satten Haftreserven.
  • Fazit: Vor allem aber macht er auch bei Regen nicht schlapp.

Platz 6: Metzeler Sportec Klassik

  • Gewicht: vorn 5,1 kg, hinten 6,7 kg
  • Herstellungsland: Brasilien
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Seine Handlichkeit ist zu träge, sein Feedback für die vorhandenen Haftreserven zu trocken.
  • Nasstest: Sein schmaler Grenzbereich lässt bei Regen kein gutes Gefühl aufkommen.
  • Fazit: Auf der Landstraße bleibt er zu farblos, und im Nassen gerät er schnell ins Hintertreffen.

Platz 7: Pirelli Sport Demon

  • Gewicht: vorn 5,2 kg, hinten 6,5 kg
  • Herstellungsland: Brasilien
  • Bewertung Landstraße/Alltag: Trägem Einlenkverhalten, schlechter Rückmeldung, wenig Gripreserven.
  • Nasstest: Weite Bögen in Kurven, frühzeitiges Durchdrehen beim Beschleunigen, schmaler Grenzbereich, wenig Feedback.
  • Fazit: Auf der Test-Yamaha verliert der Pirelli durch seinen trägen Grundcharakter und schwachen Grip reichlich Punkte.

Scrambler Reifen 2025

Scrambler sind klassische (oder klassisch anmutende) Maschinen mit großem Hubraum, die sich sowohl für den Straßeneinsatz als auch leichtes Gelände eignen. Auf Scramblern werden daher oftmals Reifen gefahren, die ein straßenoptimiertes Stollenprofil aufweisen.

Empfehlenswerte Scrambler Reifen

  • Dunlop Mutant: Vielseitiger Motorradreifen mit ausgezeichneter Traktion und Haftung auf trockenen und nassen Straßen sowie auf lockerem Untergrund.
  • Bridgestone Scrambler AX41S: Robustes Profil für optimale Traktion auf unterschiedlichsten Untergründen, Langlebigkeit und Fahrstabilität auf asphaltierten Straßen.
  • Pirelli Scorpion Rally STR: Fortschrittliche Gummimischung für ausgezeichnete Traktion und Grip auf verschiedenen Untergründen, optimale Selbstreinigungsfunktion.
  • Heidenau K73: Robustes Profilmuster mit tiefen Rillen und aggressiven Stollen für hervorragende Traktion auf unbefestigten Straßen und leichten Offroad-Bedingungen.

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