Unfallursachen bei Motorradunfällen mit 18-jährigen Fahrern

Schwere Motorradunfälle mit jungen Fahrern sind leider keine Seltenheit. Eine Analyse verschiedener Unfälle in Deutschland zeigt, dass es oft eine Kombination aus riskantem Verhalten, mangelnder Erfahrung und nicht angepasster Geschwindigkeit ist, die zu diesen tragischen Ereignissen führt.

Unfälle und ihre Ursachen

Guldental (Kreis Bad Kreuznach)

Ein 18-jähriger Motorradfahrer ist bei Guldental (Kreis Bad Kreuznach) bei einem Überholmanöver frontal mit einem Auto zusammengestoßen. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei in Bad Kreuznach war der 18-jährige Motorradfahrer am späten Montagnachmittag auf der K48 bei Guldental unterwegs, als es zu dem schweren Unfall kam. Der junge Mann war mit seinem Motorrad auf gerader Strecke unterwegs und wollte einen Transporter überholen.

Dabei übersah er offenbar ein entgegenkommendes Auto und prallte frontal mit dem Wagen zusammen. Der 18-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Wahrscheinlich hatte er das Risiko unterschätzt.

Tramm und Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim)

Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen Tramm und Crivitz forderte am Donnerstagabend ein Todesopfer. Ein 18-jähriger Schweriner erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Am Donnerstagabend ereignete sich zwischen Tramm und Crivitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein schwerer Verkehrsunfall.

Ein 37-jähriger Mann aus Crivitz war mit seinem Motorrad in Richtung Crivitz unterwegs, als er in einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort traf er seitlich auf ein sogenanntes "Pocket-Bike", das von einem 18-jährigen Schweriner gelenkt wurde. Das nicht für den Straßenverkehr zugelassene Mini-Motorrad konnte dem Zusammenstoß nicht ausweichen.

Der 37-jährige Fahrer erlitt schwerste Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Helios-Klinikum Schwerin geflogen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit, der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 15.000 Euro. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft unterstützten Sachverständige der DEKRA die Unfallaufnahme. Die Landstraße blieb für etwa sechs Stunden voll gesperrt, wodurch es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam.

Rosenheim (Landkreis Altenkirchen)

Ein schwerer Unfall erschüttert den Landkreis Altenkirchen. Rosenheim. Ein 18-jähriger Motorradfahrer ist am Abend tödlich verunglückt, nachdem er bei Rosenheim im Landkreis Altenkirchen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Nach Angaben der Polizei geriet der junge Mann auf einer ansteigenden Straße ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab.

Dabei wurde er von seinem Motorrad geschleudert und stürzte. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der 18-Jährige noch an der Unfallstelle.

Heimbach (Kreis Birkenfeld)

Bei einem schweren Motorradunfall auf der L347 bei Heimbach im Kreis Birkenfeld ist der 18-jährige Fahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei Baumholder war der 18-Jährige am späten Freitagabend zwischen Heimbach und der Abfahrt Berglangenbach (beides Kreis Birkenfeld) mit dem Motorrad unterwegs. In einer lang gezogenen Linkskurve verlor er demnach die Kontrolle über die Maschine.

Warum, ist laut Polizei bislang nicht klar. Der Fahrer stürzte und prallte mit seinem Motorrad in die Leitplanke. Obwohl sofort Erstmaßnahmen zur Rettung eingeleitet wurden, verstarb der Motorradfahrer noch an der Unfallstelle. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen.

Braunschweig

Braunschweig. Ein 18-jähriger Motorradfahrer aus dem Landkreis Wolfenbüttel wurde am Dienstagabend bei einem Unfall in der Braunschweiger Innenstadt schwer verletzt. Laut einer Mitteilung der Polizei sei der Motorradfahrer einer Streifenbesatzung aufgrund seiner lauten Fahrweise aufgefallen.

Als die Beamten ihn auf der Münzstraße kontrollieren wollten, habe er beschleunigt und sei auf den Gehweg weitergefahren, auf dem sich auch Fußgänger befanden. Trotz eingeschaltetem Martinshorn habe der Motorradfahrer seine Fahrt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Casparistraße in Richtung Hagenmarkt und weiter über die Fallersleber Straße stadtauswärts fortgesetzt. Dabei habe er unter anderem eine "Rot"-zeigende Ampel am Hagenmarkt missachtet und andere Verkehrsteilnehmer trotz Gegenverkehr überholt.

Bereits jetzt hätten die nacheilenden Beamten den Abstand zum Motorradfahrer aufgrund dessen riskanter Fahrweise vergrößert. Die Innenstadt war zu diesem Zeitpunkt noch lebhaft frequentiert und der Verkehr zum Feierabend entsprechend dicht. Der Motorradfahrer sei schließlich auf die Wolfenbütteler Straße gefahren, wo er eine rote Ampel ignorierte. Ein Auto, das bei Grün auf die Straße einbog, habe den Zusammenstoß nicht verhindern können.

Der junge Mann wurde durch die Luft geschleudert und kam im Gleisbett der Straßenbahn zum Liegen. Die Polizei habe sofort Erste Hilfe geleistet, unterstützt von einem zufällig anwesenden Medizinstudenten und einem Arzt. Der Verletzte wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bislang würden keinerlei Anzeichen vorliegen, warum er sich einer polizeilichen Kontrolle entziehen wollte.

Rosenheim (Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain)

Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße L286 ist am Dienstagabend ein 18-jähriger Motorradfahrer aus der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain ums Leben gekommen, wie die Polizei mitteilt. Der junge Mann war gegen 18.20 Uhr aus Elkenroth kommend in Richtung Rosenheim unterwegs, als er in einer Senke aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Zweirad verlor.

Das Fahrzeug geriet ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab. Der Fahrer wurde vom Motorrad geschleudert und erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle verstarb.

Die L286 war während der Unfallaufnahme voll gesperrt. Neben der Polizei waren auch Rettungsdienst, Notarzt, Straßenmeisterei und Feuerwehr im Einsatz.

Bad Laasphe/Hesselbach

Nach dem Unfall Motorradunfall auf dem Armen Mann zwischen Bad Laasphe und Hesselbach am Samstagnachmittag gibt die Polizei Siegen-Wittgenstein neue Informationen heraus. Demnach stellte sich das Geschehen etwas anders dar, als vom 18-Jährigen geschildert. Nach Polizeiangaben fuhren gegen 16.48 Uhr drei jüngere Männer mit ihren Motorrädern auf der K 36. Auf der schmalen und kurvenreichen Straße geriet der an der Spitze fahrende 18-Jährige mit seiner 125er KTM im Verlauf einer Links-Rechts-Kurve nach links von der Fahrbahn.

Er prallte in die Leitplanke und wurde dann aufgrund der Wucht hoch geschleudert. Der 18-Jährige flog anschließend über die Leitplanke und schleuderte gegen einen Baum. Hier blieb er schwer verletzt liegen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Der 18-Jährige sagte nach Polizeiangaben zunächst, dass er vermutlich vor der Kurve über irgendwelche Gegenstände gefahren sei und dadurch die Kontrolle über seine Maschine verloren habe. Die Polizei dazu: „Dies konnte aber weder von den Zeugen bestätigt werden, noch konnten im Rahmen der Unfallaufnahme Gegenstände gesichtet werden.“

Ursache des Unfalls dürfte nach Auffassung der Ermittler eine nicht angepasste Geschwindigkeit gewesen sein. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 7000 Euro.

Die Ermittlungen der Polizei decken sich mit Schilderungen eines Augenzeugen in Hesselbach, der im SZ-Gespräch berichtet, „dass die drei schon durch die Tempo-30-Zone in Hesselbach geheizt sind, als gäbe es kein Morgen mehr“.

Zusammenfassende Tabelle der Unfallursachen

Unfallort Mögliche Unfallursachen
Guldental Fehlendes Risikobewusstsein beim Überholen
Tramm/Crivitz Fahren auf der Gegenfahrbahn, nicht zugelassenes Fahrzeug
Rosenheim (Altenkirchen) Kontrollverlust auf ansteigender Straße
Heimbach Kontrollverlust in Kurve (Ursache unklar)
Braunschweig Flucht vor Polizei, Missachtung von Verkehrsregeln, überhöhte Geschwindigkeit
Rosenheim (Betzdorf-Gebhardshain) Kontrollverlust in Senke (Ursache unklar)
Bad Laasphe/Hesselbach Nicht angepasste Geschwindigkeit in Kurve

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