Auch wenn Motorräder mit Zweitaktmotor heute nur noch selten auf unseren Straßen anzutreffen sind, so ist dieses Verbrennungsprinzip bei Motorrollern und Mopeds immer noch recht weit verbreitet. Außerdem befeuern Zweitaktmotoren auch Kettensägen, Rasenmäher, Bootsmotoren oder Go-Karts. Wir bringen hier Licht ins Dunkel der Thematik und geben notwendige Hintergrundinformationen zu dem lebenswichtigen Schmierstoff. Außerdem verraten wir, worauf es beim Kauf von 2 Takt Öl ankommt.
Zweitaktmotoren und ihre Schmierung
Bei Zweitaktmotoren erfolgt die Zuführung des 2-Takt-Öls über zwei unterschiedliche Wege:
- Mischungsschmierung
- Getrenntschmierung
Mischungsschmierung
Bei der Mischungsschmierung wird das Motoröl einfach dem Kraftstoff direkt beigemengt. Lag das Mischungsverhältnis in den 1930er Jahren noch bei fetten 1:15, so hat sich dieses Verhältnis mit der Verwendung von Hochleistungsölen über Jahrzehnte hinweg auf gängige 1:50 bis zu 1:33 verringert.
Da die Mischungsschmierung keine technisch aufwändige Ölversorgung benötigt, setzten beispielsweise MZ und Simson aus der ehemaligen DDR dieses Verfahren bei ihren Motorrädern und Mopeds ein. Tankstellen boten damals den Kraftstoff als fertiges Zweitaktgemisch an.
Durch die Beimischung des 2-Takt-Öls in den Kraftstoff verbrennt auch ein gewisser Anteil des Schmierstoffes, erkennbar an der blauen Rauchwolke. Je kälter der Motor ist, umso mehr Öl im Kraftstoff verbrennt mit und bildet Ölkohle, die sich besonders im Auspuff sowie auf dem Kolben und im Zylinderkopf absetzt.
Bei der Mischungsschmierung ist daher das Mischungsverhältnis sehr wichtig. Ist das Zweitaktgemisch zu fett, also der Anteil des 2-Takt-Öls im Kraftstoff zu hoch, wird mehr Ölkohle gebildet.
Um euch dabei zu helfen das richtige Mischungsverhältnis zu finden, haben wir eine Zweitakt Mischtabelle erstellt. Der 2-Takt-Öl Rechner ermittelt jeweils die notwendige Menge 2-Takt-Öl in Relation zum Tankvolumen von 1 bis 20 Liter Kraftstoff.
Getrenntschmierung
Anders die Getrenntschmierung, bei welcher das benötigte 2-Takt-Öl in einem gesonderten Tank mitgeführt und nicht dem Kraftstoff beigemischt wird. Bei der Getrenntschmierung erfolgt die Ölversorgung entweder über den Ansaugtrakt oder als Direktschmierung über Ölleitungen zu den Schmierstellen. Bei beiden Verfahren sorgt eine Ölpumpe für die Zufuhr des 2-Takt-Öls.
Wie erwähnt, wird bei der Getrenntschmierung kein 2-Takt-Öl dem Kraftstoff beigemischt. Stattdessen wird das 2-Takt-Öl in den Ansaugtrakt oder als Direktschmierung zu den beweglichen Teilen im Motor mittels Ölpumpe gefördert.
Um den Ölverbrauch und die Verschmutzung der Zündkerzen so gering wie möglich zu halten, setzte Suzuki bei seinen Dreizylinder-Zweitaktmotoren auf eine Getrennt- und Direktschmierung mit Ölpumpe.
Suzukis patentiertes Verfahren „Crankshaft Cylinder Injection“ (CCI) verrät wohin die Reise geht. Bei diesem Prinzip der Frischölschmierung wird die Fördermenge der Pumpe von der Motordrehzahl und der Stellung der Drosselklappen beeinflusst. Der Motor erhält somit die notwendige Ölmenge je nach Betriebsbedingung last- und drehzahlabhängig.
Die vertikal sitzende Ölpumpe ist über ein Schneckenrad mit der Kickstarterhohlwelle verbunden, über die der Pumpenkolben vom Getriebe in eine drehzahlabhängige Rotationsbewegung versetzt wird. Das CCI-System arbeitet in Verbindung mit dem Spülsystem SRIS („Suzuki Recycle Injection System“) sehr effektiv.
Ein Überdruck in jeder Kurbelkammer zwingt Ölansammlungen am Boden des Kurbelgehäuses durch ein Rückschlagventil in den Ansaugtrakt (Spülkanal) des benachbarten Zylinders, wo diese dem verbrannten Gemisch zugesetzt werden.
Welches 2-Takt-Öl ist das richtige?
Ob Trabi, Motorrad-Oldie, Scooter oder Benzin-Kettensägen - 2-Takt-Öl findet noch immer in vielen Fahrzeugen und Geräten Verwendung. Wir verraten, worauf beim Schmierstoff-Kauf zu achten ist und stellen im Vergleich das beste Motoröl für Zweitakter vor. Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Ein 2-Takt-Motor benötigt spezielles 2-Takt-Öl.
Auch Roller, Rasenmäher, Außernbord-Motoren und Co. Wer gut schmiert, der fährt gut. Wer zu viel schmiert, rutscht aus. Diese Binsenweisheit trifft besonders auf Zweitaktmotoren zu. Entscheidend ist dabei nicht die Füllmenge, sondern die Schmierfähigkeit. Nur mit der optimalen Öl-Benzin-Mischung oder dem richtigen Öl bei Getrenntschmierung läuft der Motor zuverlässig und effizient.
Ob Motorroller, Motorsäge, Außenborder oder Zweitakt-Motorrad - für jeden Einsatzzweck gibt es das passende Motoröl.
Kund:innen können wählen zwischen:
- Vollsynthetischem 2-Takt-Öl
- Teilsynthetischem 2-Takt-Öl
- Mineralischem Zweitaktöl
Auch die Gebindegrößen variieren: von der 1-l-Flasche über den 3-l-Kanister bis hin zur 5-l-Vorratsflasche.
Was ist ein 2-Takt-Öl?
Ein 2-Takt-Motoröl wird bei jedem Verbrennungstakt mitverbrannt. Das unterscheidet es vom 4-Takt-Öl, das dauerhaft im Motor verbleibt. Zweitakter - etwa in Mopeds, Rollern, Kettensägen oder Außenbordmotoren - benötigen daher ein Öl, das sowohl gut schmiert als auch rückstandslos verbrennt.
Es gibt zwei Arten der Schmierung:
- Gemischschmierung: Benzin-Öl-Gemisch (z. B. 1:50) wird direkt getankt.
- Getrenntschmierung: Benzin und Öl werden separat eingefüllt und erst im Motor gemischt.
Ohne ausreichende Schmierung drohen Schäden an Kolben, Zylinder und Lagerstellen.
Die besten 2-Takt-Öle im Überblick
Die Auswahl an den verschiedenen Schmierstoffen ist groß. Fahrzeugbesitzer:innen sollten vor dem Kauf in der Bedienungsanleitung ihres Fahrzeugs oder Gerätes nachschauen, welches Schmiermittel der Hersteller vorschreibt. In der Anleitung stehen zwar keine Produktnamen, dafür aber Spezifikationen wie API-TA, API-TB, ISO-Norm, JASO-Norm oder TSC-1. Daran sollten sich Besitzer bei der Gemisch-Schmierung unbedingt halten, denn bei einem falschen Schmierstoff kann unter Umständen das Gerät Schaden nehmen.
Mineralisches 2-Takt-Öl
Ein mineralisches 2-Takt-Öl findet heute vorwiegend bei älteren Rollern, Mopeds oder Mofas Verwendung. Im Vergleich zu vollsynthetischem Öl und teilsynthetischem Öl liegt der Preis niedriger.
Als Preis-Leistungs-Sieger empfiehlt sich das Addinol Super Mix 405. Das rotgefärbte 2-Takt-Öl, legiert mit einem Additivpaket, besitzt die Spezifikationen und Freigaben: API TC, JASO FB, ISO-L-EGB, Husquarna 266 und ist auch für ältere Roller wie die legendäre Simson Schwalbe geeignet.
Synthetisches 2-Takt-Öl
Synthetische 2-Takt-Öle, auch vollsynthetische 2-Takt-Öle genannt, bestehen zum Großteil aus Syntheseöl und einem kleineren Anteil an Mineralöl zur Lösung der Additive im Öl. Synthetisches Öl besitzt bessere Fließeigenschaften, vor allem bei Kälte und im Kurzstreckenverkehr. Heißt: Es baut im Vergleich schneller einen Schmierfilm auf als ein mineralisches oder teilsynthetisches Öl, was wiederum den Verschleiß an den beweglichen Teilen im Motor verringert. Im Vergleich zu mineralischem und teilsynthetischem Öl liegt der Preis hoch.
Als gutes synthetisches Öl mit hohen Fließeigenschaften gilt das Castrol Power1 2T 10W40, das den Motor wirkungsvoll vor Verschleiß schützt.
Teilsynthetisches 2-Takt-Öl
Ein teilsynthetischer Schmierstoff besteht aus einer Mischung aus Mineralöl, Syntheseöl mit einem Anteil von mindestens zehn Prozent sowie Additiven. Es ist ein guter Kompromiss zwischen mineralischem und synthetischem 2-Takt-Öl.
Das teilsynthetische Öl Liqui Moly 2-Takt-Motoroel besteht aus mineralischen und synthetischen Grundölen mit speziellen Additiven. Das teilsynthetische Öl wurde auf den Einsatz von Maschinen mit Getrennt- oder Gemischschmierung abgestimmt und ist daher flexible einsetzbar.
Spezifikationen und Freigaben: ISO L-EGC, API TC, JASO FC, TISI (Thailand Int.
2-Takt-Motoröl für Roller
Für viele Rollermotoren reicht ein gutes teilsynthetisches Öl aus. Je nach Marke und Modell verlangt der Hersteller aber ein spezielles Motoröl für Roller. Auch besonders sportliche Rollerfahrer, die ihre Maschine stark belasten, sollten einen speziellen Schmierstoff für ihr 2-Takt-Maschine wählen. Auch Scooter mit Direkteinspritzung benötigen ein spezielles synthetisches 2-Takt-Öl für Roller.
2-Takt-Öl für Motorräder
Moderne Motorräder besitzen nur noch selten Zweitakt-Motoren, aber es gibt sie noch. Wie die legendäre Yamaha RD350, Spitzname "schwarze Witwe". Auch sie benötigt ein spezielles Zweitakt-Motorenöl, wie das Liqui Moly 1505 Motorbike 2T Synth Street Race mit hochwertigen Additiven für eine rückstandsfreie und saubere Verbrennung. Das Zweitaktöl hemmt außerdem den Verschleiß, schützt vor Korrosionen, ist thermisch stabil und lässt sich selbst mischen.
Spezielle 2-Takt-Öle für Kettensäge und Außenborder
Wer nach einem guten Öl speziell für den Einsatz in einer Kettensäge sucht, kann zum Stihl Öl für 2-Takt-Motoren greifen. Das Motoröl ist speziell für Stihl-Geräte entwickelt und kann so auch problemlos für benzinbetriebene Garten- und Handwerkergeräte mit Zweitakter verwendet werden. Das Mischverhältnis zu Benzin beträgt 1:50. Spezifikationen: JASO-FB, ISO-L-EGB.
Kettensägen benötigen daneben noch ein separates Kettenöl zur Pflege der Kette und der Führungsschienen. Hier empfiehlt sich etwa das mineralische Kettenöl mit Haftzusatz von SWS.
Unterschied zwischen 2-Takt- und 4-Takt-Öl
Der große Unterschied zwischen den Sorten liegt in der Zusammensetzung und im Einsatz. Während Zweitaktöle im Verbrennungstrakt verbrennen und damit mit wenigen ml pro 100 km verbraucht werden, bleiben 4-Takt-Öle bis zum Ölwechsel im Motor und sind auf lange Standzeit ausgelegt. Sie schmieren außerhalb des Verbrennungsraumes die beweglichen Teile und halten ihre Schmiereigenschaft hoch.
Je nach Marke, Modell und Verbrennungsart kann ein Longlife-Öl etwa 30.0000 bis 60.000 km im Motor bleiben, meist sind es um die vier Liter. Zweitaktöl ist eine bestimmte Art von Motoröl, welches so zusammengesetzt wurde, dass es innerhalb des Brennraums verbrannt wird. Zusammen mit Benzin entsteht das sogenannte Zweitaktgemisch.
Hochwertiges 2-Takt-Öl reduziert Verschleiß, minimiert Ablagerungen und sorgt für eine saubere Verbrennung. Ob Motorsäge, Roller oder Außenborder - 2-Takt-Motoren benötigen das richtige Öl für eine optimale Schmierung und lange Lebensdauer. 2-Takt-Motoren haben kein separates Schmierungssystem - das Öl wird dem Kraftstoff beigemischt und verbrennt mit.
Arten von 2-Takt-Öl
Nein, es gibt drei Arten: Zweitaktöl aus Erdöl, teilsynthetisches und vollsynthetisches Zweitaktöl. Schauen Sie in Ihrem Handbuch nach, welches 2-Takt-Öl Ihr Fahrzeug benötigt.
Wie mischt man 2-Takt-Öl richtig?
Das kommt drauf an: Grundsätzlich handelt es sich bei 2-Takt Ölen um speziell formulierte Öle, die für diesen Motortyp entwickelt wurden. Aber es gibt Unterschiede. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie füllen das 2-Takt-Öl direkt in den Takt ein (wobei es schwierig ist, das richtige Mischungsverhältnis zu treffen) oder Sie mischen in einem Messbecher 1 Teil Öl auf 50 Teile Benzin oder 1 Teil Öl auf 25 Teile Benzin. Moderner ist die Technik der „getrennt Schmierung“. Hier hat man einen separaten Öltank, in den man das 2-Takt-Öl einfüllt.
Bei 2-Takt Ölen handelt es sich um speziell formulierte Öle, die für diesen Motortyp entwickelt wurden. Schauen Sie in Ihrem Handbuch nach, welches 2-Takt-Öl Ihr Fahrzeug benötigt.
LIQUI MOLY 1029 Motoröl 2-Takt-Motoroil
2-Takt-Motoroil besteht aus ausgewählten mineralischen und synthetischen Grundölen mit speziellen Additiven, abgestimmt auf den Einsatz in 2-Takt-Motoren mit Getrennt- oder Gemischschmierung.
Einsatzgebiet
Für Getrennt- und Gemischschmierung in Motorrädern, Mopeds, Rasenmähern, Motorsägen und Notstromaggregaten. Mischungsverhältnis bis 1:50.
Anwendung
Bei Gemischschmierung Doseninhalt in den Kraftstofftank einfüllen - Kraftstoff, je nach Mischungsverhältnis, tanken - Vermischung erfolgt selbständig. Bei Getrenntschmierung Doseninhalt in den Öltank einfüllen.
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