Die Wahl des richtigen Fahrrads ist entscheidend, da aktive Freizeitgestaltung und gesunde Bewegung für Kinder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ein 20-Zoll-Bike bietet die perfekte Balance zwischen Komfort, Sicherheit und Funktionalität für junge Fahranfänger. Da jedoch eine Vielzahl verfügbarer Modelle auf dem Markt existiert, wird die Entscheidung zu einer Herausforderung.
In der Regel sind 20-Zoll-Reifen die passende Größe für 6-Jährige. Zeit, einen Gang zuzulegen: 20-Zoll-Kinderfahrräder sind für viele die ersten mit echter Gangschaltung.
Unsere 5 Favoriten für 20 Zoll Kinderfahrräder
Hier sind einige der beliebtesten 20-Zoll-Kinderfahrräder:
- woom EXPLORE 4: Ein leichtes, sportliches Allround-Kinderfahrrad mit 20-Zoll-Rädern, gedacht für Kinder zwischen 6 und 8 Jahren (115-130 cm Körpergröße). Das Bike verfügt über eine 7-Gang-Schaltung, hydraulische Scheibenbremsen und All-Terrain-Reifen, die auf verschiedenen Untergründen für ein griffiges und sicheres Fahrgefühl sorgen. Der neu designte, ergonomische Sattel und die verstellbaren ergonomischen Griffe machen das sportliche Bike besonders komfortabel für lange Touren.
- Vorteile: gelungene neue Farben, kantiges „erwachseneres“ Design, hochwertige Komponenten, sportliche Radgeometrie
- ADAC Testsieger: Dieses Kinderfahrrad ist gemäß der Straßenverkehrsordnung vollständig ausgestattet und darüber hinaus auch gut bestückt. Die 3-Gang-Schaltung kommt von Shimano, der Rahmen aus Alu ermöglicht einen niedrigen Einstieg. Das Gewicht liegt mit 11,80 kg im mittleren Bereich. Der Testsieger mit Note 2,2 beim ADAC Kinderfahrradtest 2022 eignet sich für Kinder ab ca. 6 Jahren bzw. einer Schrittlänge von 53-65 cm / Körpergröße 122-141 cm.
- Vorteile: Testsieger beim ADAC-Kinderfahrradtest 2022 (Note 2,2), Gangwechsel auch ohne Treten bzw. im Stand möglich, Lenkerhöhe einfach einstellbar
- Nachteile: kein Schnellspanner zum Einstellen der Sattelhöhe, kein Freilauf - erschwert das Losfahren
- Preis-Leistungs-Tipp: Dieses 20-Zoll-Rad richtet sich an Mädchen im Alter von 6 bis 9 Jahren bzw. einer Körpergröße ab 115 cm. Es verfügt über V-Brake-Bremsen, Reflektoren, Schutzbleche und einen geschlossenen Kettenschutz. Damit ist es für die Straße ausgerüstet. Der höhenverstellbare Lenker und Sattel passen sich dem Wachstum an. Das Fahrrad ist mit 11,5 kg nicht allzu schwer und kommt zu 85 % vormontiert.
- Vorteile: Preis-Leistung top, alles dran, was man braucht, schöne Lackierung, solide Verarbeitung
- Nachteile: Montage mühsam, Bremsen müssen meist eingestellt werden, Komponenten könnten hochwertiger sein
- Klassiker von Puky: Alu-Kinderfahrrad bzw. Hardtail-Mountainbike von Puky mit 7 Gängen für Kinder ab etwa 6 Jahre bzw. einer Schrittlänge von 53-66 cm sowie einer Körpergröße von 120-142 cm.
- Vorteile: nur 7,9 kg Gewicht, Rahmengeometrie perfekt auf Kinder abgestimmt
- Premium-Fahrrad: Dieses „Belter“-Modell wiegt nur 8,0 kg, ist mit einem wartungsarmen Riemenantrieb und einer 4-fach Nabenschaltung ausgestattet und für Kinder ab ca. 5,5 bis 8 Jahre bzw. einer Innenbeinlänge von 52 cm empfehlenswert. Die Sitzhöhe kann zwischen 57,5 - 69 cm eingestellt werden.
- Vorteile: zählt zu den leichtesten 20-Zoll-Modellen: nur 8,0 kg Gewicht, wartungsarmer Riemenantrieb, generell hochwertige Verarbeitung
- Nachteile: während der Sommersaison immer wieder ausverkauft
Weitere gute 20 Zoll Kinderfahrräder ab ca. 6 Jahre
Modelle von Cube, Puky sowie auch Decathlon zählen laut Stiftung Warentest und ADAC zu den besten Kinderfahrrädern. Die derzeit beliebtesten Premium-Marken sind hingegen Early Rider und woom. Es gibt aber auch günstigere Alternativen.
Dipl.-Ing. Marcus Degen, Fahrradexperte und Geschäftsführer von velomotion, empfiehlt hier im Dad’s Life Interview: „Ein Kinderfahrrad sollte auf keinen Fall zu klein sein. Zu groß ist dann okay, wenn das Kind schon sehr gut Radfahren kann. Wichtig ist, dass die Füße auf den Boden langen, wenn das Rad steht und dass die Bremsen gut bedient werden können. Marken wie woom oder EARLY RIDER haben sich die Mühe gegeben, auf jedes Detail zu achten. Da sind die Pedale in der richtigen Größe, die Lenkergriffe auf Kinderhände ergonomisch angepasst, die Bremsgriffe für Kinderhände gut erreichbar - diese Dinge waren den anderen Herstellern früher egal.“
- sehr leichtes Mountainbike: Aluminium-Rahmen, Carbongabel und kindgerechte Bremshebeln mit geringer Fingerreichweite: Das „woom OFF 4“ 20 Zoll Mountainbike ist mit nur 7,8 kg ein ultraleichtes 20 Zoll-Mountainbike für Kinder ab sechs Jahren. Bei jedem Einzelteil wird hier auf hochwertiges Material und Verarbeitung geachtet. Sogar der Sattel ist speziell auf die Beckenknochen von Kindern angepasst. Der perfekte Einstieg ins Mountainbiken für Kinder ab 6 bis ca. 8 Jahren bzw. einer Körpergröße zwischen 118 und 130 cm.
- 2. Platz Stiftung Warentest: Dieses Kinderfahrrad überzeugt mit guten Fahreigenschaften, einer 6-Gang-Schaltung und einem sehr guten Licht (inkl. Standlicht hinten und vorne) - und dem niedrigsten Preis im Vergleich zu den anderen getesteten Kinderfahrrädern bei Stiftung Warentest 07/2022. Bei diesem Test im Jahr 2022 von ADAC bzw. Stiftung Warentest wurde das Bike mit Gesamtnote „gut“ bewertet - somit der 2. Platz (gemeinsam mit dem Modell von Cube) hinter dem Testsieger von Puky (nicht mehr erhältlich). Allerdings ist es mit 13,5 kg im Vergleich zu Kinderfahrrädern in Leichtbauweise deutlich schwerer.
- für Straße und Gelände: Dieses Kinderfahrrad kann dank der breiteren Reifen und dem kurzen Hinterbau auch im Gelände verwendet werden. Es ist mit einer extrem robusten Starrgabel ausgestattet - somit ein perfektes Allround-Kinderfahrrad für Straße und Gelände. Es wiegt nur 8,8 kg und ist mit einer Kettenschaltung mit 8 Gängen ausgestattet. Passend für Kinder ab ca. 5,5 bis 8 Jahre bzw. einer Innenbeinlänge von 54 cm empfehlenswert. Die Sitzhöhe kann zwischen 56 und 71 cm und somit die optimale Sitzposition eingestellt werden.
- sehr beliebt in Städten: Dieses 20″ Premium-Kinderfahrrad überzeugt mit einer leichtgängigen 8-Gang Schaltung (SRAM X4 per Drehgriff), dem hochwertigen Alurahmen und nicht zuletzt durch das geringe Gewicht von lediglich 7,8 kg. Das „woom 4“ eignet sich für Kinder im Alter zwischen 5 und 8 Jahren und belegte beim Test von Stiftung Warentest und ADAC 2022 in mehreren Kategorien den Spitzenplatz. Die Abwertung durch einen Riss der Tretkurbel beim Dauerbelastungstest konnte „woom“ durch eigene Erfahrungen nicht nachvollziehen.
Testsieger mit geprüfter Qualität
Unabhängige Verbraucherorganisationen, Testinstitute, Clubs und spezialisierte Fachmagazine testen Produkte in standardisierten Verfahren nach objektiven Kriterien.
Die deutsche Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC im Mai 2022 Kinderfahrräder in 20 Zoll getestet.
Die Testkriterien bei Stiftung Warentest/ADAC: Fahren (u.a. Fahreigenschaften und Fahrkomfort), Eignung für das Kind (u.a. Ergonomie), Handhabung (u.a. Montage und Gebrauchsanleitung), Sicherheit und Haltbarkeit (u.a. Verarbeitung, Bremsen, Belastbarkeit) sowie Schadstoffe. Beim Test von ÖKOTEST wurden ebenso diverse sicherheitstechnische Aspekte sowie auf Schadstoffe geprüft.
Ergebnis: Nur drei der zwölf Kinderfahrräder wurden beim Test von Stiftung Warentest und ADAC mit „gut“ bewertet. Bei den mit „mangelhaft“ bewerteten Modellen sorgte vor allem die Kategorie „Sicherheit und Haltbarkeit“ für Abwertungen. Auch das beliebte woom 4 wurde mit mangelhaft bewertet; Grund: Riss der Tretkurbel am Pedalgewinde in der Dauerprüfung. An den Testbedingungen gab es im Anschluss allerdings deutlichen Widerspruch seitens des Herstellers: Das Ergebnisse würden den bisherigen Erfahrungen bzw. anderen Tests von akkreditierten Instituten in Deutschland widersprechen. Beim Test von ÖKO-TEST im Jahr 2010 gab es nur ein Modell das mit Note „gut“ empfehlenswert ist.
Testergebnisse für 20 Zoll-Kinderfahrräder
| Testinstitut | Testsieger Kinderfahrräder |
|---|---|
| Stiftung Warentest / ADAC |
|
| ÖKO-TEST | kein Test von 20 Zoll-Kinderfahrrädern (nur 16 und 18 Zoll) |
Worauf musst du bei einem 20-Zoll-Kinderfahrrad achten?
Mit dem Schuleintritt, und somit für Kinder ab etwa 6 Jahren, passt für Kinder meist ein Fahrrad mit 20 Zoll, sofern das Kind nicht überdurchschnittlich groß oder klein ist. Neben der Größe ist aber auch das Design ein wichtiger Aspekt beim Kauf: Schließlich wollen Kinder ihr Fahrrad auch voller Stolz den Schulfreunden präsentieren können. Dennoch sollten Eltern auch die technischen Parameter im Blick haben - schließlich soll ein Fahrrad nicht nur optisch ansprechen, sondern auch sicher sein und verlässlich funktionieren.
Nicht zuletzt ist auch das Gewicht ein großes Thema bei Kinderfahrrädern: Möglichst leicht soll es natürlich sein, damit das Kind gut vorankommt. Deshalb haben die Premium-Hersteller in den letzten Jahren auf Leichtbauweise gesetzt - der Unterschied zu günstigen No-Name-Fahrrädern ist hier teils enorm. Aber: Ein gutes Kinderfahrrad nur am Gewicht aufzuhängen, greift zu kurz. Auch die Rahmengeometrie sowie der Abstand zwischen Pedalen und Boden spielt eine entscheidende Rolle - das Tretlager der Kurbel sollte bei Fahranfängern eher tief sitzen, damit ein sicheres und gutes Fahrgefühl entsteht.
Checkliste
- Fahrradgröße: Ein 20 Zoll-Fahrrad ist für Kinder mit einer Schrittlänge von ca. 50 cm bzw. einer Körpergröße ab 120 cm geeignet. Das entspricht Kinder im Alter ab etwa 6-7 Jahren. Entscheidend sind beim Kauf aber letztendlich die exakten Herstellerangaben zu Alter bzw. Körpergröße.
- Rahmen: Ein tiefer Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen enorm - ist aber bei größeren Kindern nicht besonders beliebt, weil die Form ein wenig an ein Damenfahrrad erinnert. Deshalb müssen die Eltern entscheiden: Kinder, die bereits sehr sicher unterwegs sind, brauchen nicht mehr zwingend einen tiefen Rahmen. Bei Anfängern sollte die Entscheidung aber noch in Richtung „Sicherheit“ gehen - was für einen tiefen Einstieg spricht.
- Gewicht: Ein geringes Gewicht ist bei Kinderfahrrädern nicht nur für Anfänger wichtig, auch geübte Radfahrer wollen beim Treten „vom Fleck“ kommen und nicht unnötigen Ballast stemmen. Ein 20-Zoll-Rad sollte wie auch andere Kinderfahrräder 1/3 bis maximal die Hälfte des Körpergewichtes wiegen- je leichter, desto besser! Ein durchschnittlich schweres, 7-jähriges Kind wiegt etwa 26 kg, womit ein Kinderfahrrad zwischen 8 und 12 kg wiegen sollte.
- Höheneinstellung: Der Sattel und der Lenker eines Kinderfahrrads sollten genügend Spielraum für die H...
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