In der Welt der Mountainbikes stehen Fahrer oft vor der Entscheidung, ob sie ein Hardtail mit Starrgabel oder mit Federgabel bevorzugen sollen. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile von 29er Hardtail-Mountainbikes mit Starrgabeln, insbesondere im Vergleich zu Modellen mit Federgabeln.
Gewicht und Effizienz
Eins ist klar, eine Starrgabel wiegt deutlich weniger als eine typische Federgabel, insbesondere dann, wenn sie aus Carbon ist. 100 mm Federweg ist mit 1,4 kg im Vergleich zu einer Carbon-Starrgabel ein Schwergewicht. Die noshox Boost MTB Gabel bringt nur dezente 560 Gramm auf die Waage. Eine Gewichtsreduzierung zwischen 800 - 1800 Gramm ist absolut realistisch. Du kennst das Problem, spätestens, wenn du im Wiegetritt fährst oder in der Ebene auf dem großen Blatt richtig drückst, macht sich deine Federung bemerkbar. Gabel taucht ein wenig ein oder dein Bike schaukelt sich (etwas) auf. Faktoren. Aber egal wie gut, wie teuer, wie leicht deine Federgabel ist - etwas Eintauchen und Aufschaukeln bleibt im System.
Federgabel auch einen Teil der Energie, die eigentlich in Vortrieb also Geschwindigkeit umgesetzt werden sollte. Bei der Starrgabel entfällt dieser Effekt.
Wartung und Kosten
Eine vernünftige Federgabel ist nicht nur in der Anschaffung eine teure Sache, sondern auch dauerhaft recht kostspielig. alle 3-4 Jahr der große Gabelservice, natürlich abhängig von Kilometerleistung und Fahrweise, da kommen schon einige Euros zusammen. gepflegt sein will. Eine Starrgabel ist dem gegenüber quasi wartungsfrei bzw. anspruchslos. auch das gelegentliche Fetten des Lagersitzes kannst du auch ohne Schrauber-Abitur selbst machen.
Ein wichtiges Kriterium! Eine einfache Starrgabel aus Stahl kannst du für weit unter 100 € kaufen und selbst mit der teuersten Carbon-Gabel inkl. landest du bei max. 700€. Das ist ungefähr da, wo die Preisspanne für ordentliche Federgabeln anfängt. vernünftige Federgabel. Die ist dann aber schwer und eher Einstiegsniveau. Ganz zu schweigen von den Top-Modellen der bekannten Marken, bei denen Du locker die 2.000 € Grenze überschreitest.
Fahrverhalten und Komfort
Klare Sache, eine Starrgabel federt nicht. wird, dann ist eine gut getrimmte Federgabel in Sachen Federung und Komfort eindeutig im Vorteil. Ein schwieriges Kriterium, weil der Vergleich meines Erachtens hinkt. fährt sich anders, als eine Federgabel und hat ein anderes Fahrverhalten. Soviel ist klar, aber nicht jede Gabel der einen wie der anderen Gruppe hat das gleiche Fahrverhalten. Gabel-Eigenschaften, die das Fahrverhalten ebenfalls bestimmen. Die Federung ist definitiv ein wichtiges Kriterium, aber nicht das Einzige. allgemein das Cockpit-Setup sowie die Rahmengeometrie sind weitere Eigenschaften, die maßgeblichen Einfluss auf das Fahrverhalten haben.
Einsatzzweck und persönliche Präferenz
Jetzt wird es Ernst. Kriterium. Warum? weil Du aus bestimmten Gründen Kompromisse eingehen musst. in einem separaten Blog-Post). Die entscheidende Frage ist also: Was hast Du vor? Wie willst Du fahren, auf welchem Terrain, mit welchem Anspruch usw.? zum Einsatzzweck ausfällt, desto klarer kann eine Entscheidung für eine Starrgabel oder Federgabel ausfallen. Trainingsrunden über Feld- und Waldwege, die eventuell vorhandene Federgabel sowieso fast immer "gelocked"? Schau Dir die Bilder in der Starrgabel-Galerie an. Mit einer starren Carbon-Gabel hebst Du Dich definitiv von der Masse der Bikes ab. Starrgabeln (aus Stahl) begonnen hat, heute bist Du mit einer Carbongabel der Exot im Peloton und Fragen zu deiner Gabel sind keine Seltenheit.
Ästhetik
Lackierung oder Hightech Carbon-Optik auf der einen (Starrgabel-)Seite. Technisch ausgereift, komplex, metallisch, dynamisch, robust auf der anderen (Federgabel-)Seite.
Betrachtung des Tout Terrain Outback Xplore 29
Das Tout Terrain Outback Xplore gibt es als 275 Version mit Starrgabel (Carbon) und 27,5 Zoll/650B Rädern. Ich bin das Xplore 29 an die 300km im Test gefahren. Von der Geometrie her ist es ein normales MTB, mit einem heutzutage üblichen Lenkwinkel von 68 Grad und einer Stack to Reach Ratio von 1,46 in der Rahmengröße L. Der Rahmen ist natürlich auch was die Anschraubpunkte angeht gut auf ausgedehnte Touren vorbereitet. Vier Flaschenhalter gehen dran. Und er hat ein Systemgewicht von 130kg, was erstmal ausreichend ist.
Allerdings ist diese Federgabel so eine Sache, denn aus meiner Sicht ist sie nicht die richtige Wahl für ein Rad, dass für Touren konzipiert ist. Denn dafür braucht es aus meiner Sicht eine Gabel, die über einen Lock-Out verfügt. Damit kann man die Federung ausstellen, was auf Streckenpassagen von Vorteil ist, wo eine Federung einfach nicht gebraucht wird und sonst viel Kraft kostet.
Vergleich mit anderen Hardtails (Top 11 aus 2024)
Hier ist eine Übersicht über einige der Top-Hardtails aus 2024, die verschiedene Designphilosophien und Preisklassen repräsentieren:
- Canyon Exceed CF: Ein Race-Hardtail mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem Carbon-Rahmen.
- Bulls Black Adder: Entwickelt für Marathons und Etappenrennen, mit Fokus auf Komfort und geringem Gewicht.
- Cube Phenix: Ein modernes Racebike mit leichtem Carbon-Rahmen und elektronischer Schaltung.
- Trek Procaliber Gen 3: Mit "Isobow"-Technologie für mehr vertikale Nachgiebigkeit und 120-mm-Federgabel.
- Mondraker Podium: Mit einem der leichtesten Serien-Rahmen der Welt und einer traditionellen Cross-Country-Geometrie.
- Ghost Lector: Ein vielseitiges Hardtail, das sich sowohl auf der Rennstrecke als auch auf dem Trail wohlfühlt.
- Rose Bonero: Ein Alu-Hardtail mit 140-mm-Federweg und progressiver Geometrie für Trail-Spaß.
- Merida Big.Nine TR: Ein Down-Country-Hardtail mit 120-mm-Gabel und Vario-Sattelstütze.
- Scott Scale Gravel RC: Ein komplett starres Mountainbike für schnelle, technisch weniger anspruchsvolle Strecken.
- Bike Ahead The Frame: Ein Hardtail-Rahmen mit einem Gewicht von nur 795 g.
- Yeti ARC: Ein vielseitiges Hardtail mit 130-mm-Gabel und Vario-Sattelstütze für technische Trails.
VPace C4M 29er Rigidracer im Detail
Das VPace C4M ist ein leichtes Starrgabel-Hardtail, das durch sein geringes Gewicht von 8,19 kg beeindruckt. Es verfügt über eine Carbon-Starrgabel und hauseigene Anbauteile mit Leichtbau-Potential. Der Rahmen ist minimalistisch gehalten und verzichtet auf unnötigen Rahmenschutz. Das VPace C4M zeichnet sich durch seine Agilität und Beschleunigung aus, bietet aber wenig Komfort auf anspruchsvollem Gelände.
Ausstattung des VPace C4M:
- Gabel: VPace Carbon Starrgabel
- Schaltung: Sram GX Eagle, 1 x 12
- Bremsen: Magura MT8, 180 / 160 mm
- Laufräder: Duke Felgen, VPace Naben
- Reifen: Schwalbe Rocket Ron Evo Addix Speed Super Race TLE, 29 x 2,25”
Messwerte:
- Gesamtgewicht: 8,19 kg (ohne Pedale)
- Gewicht Laufräder: 3877 g
- Sitzkomfort: 7,87 mm
Das VPace C4M ist ideal für schnelle Runden im Dauer-Sprint und trainierte Sportler, die Kompromisslosigkeit lieben. Im Gelände profitiert es von seiner progressiven Geometrie, bietet aber kaum Komfort und verzeiht wenig Fehler.
Fazit
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