Shimano Nexus Premium 8-Gang Nabenschaltung (SG-8R36) im Test

Das Foto zeigt die Shimano 8-Gang Nabenschaltung Nexus Premium. Bringen wir mal Licht in den Dschungel der Shimano Nabenschaltungen, die sich schon spürbar voneinander unterscheiden, vor allem in der Qualität für Viel- und Schnellfahrer-Innen. Es gibt noch die Nexus Standardvariante ohne den ehemals roten Streifen, Alfine 8-Gang, Alfine 11 Gang, Nexus mit Rücktritt oder für Roller- oder V-Brakes und eine diffuse Serienstreuung mit verschiedensten Qualitätsaussagen im Netz.

Egal welche an Shimano Nabenschaltung eingebaut ist, der Radhändler wird sie Ihnen als problemlos, pflegeleicht und völlig komfortabel unterjubeln. Millionenfach verkauft, Sie können eigentlich damit gar keinen Fehler machen. Das wird er oder sie sagen. Sie wollen einen Rücktritt wie 1980? Mit der Shimano Nexus kein Problem, das Modell gibt es sogar mit Rücktritt.

Probleme und Qualitätsunterschiede

Leider ist genau diese Version recht anfällig, man hört oft Klagen in den Fahrradforen: „Die Nabe mit Rücktritt hielt keine 500 Kilometer“, „China-Schrott durch billige Produktion“, usw. … glaube ich persönlich alles. Die Qualität der Naben hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Viele ehrliche Radhändler bestätigen, dass die Naben ganz unterschiedlich leicht laufen und bestreiten nicht, dass es bei Shimano zeitweise „Problemnaben“ gab bzw. immer noch gibt.

Das Ganze ist für Omas Stadtrad auch gar nicht so relevant, denn die 8-Gang Nexus wird bei der typischen Zielgruppe „Anspruchslos 50+“ über 200 km im Jahr sehr wahrscheinlich halten. Probleme gibt es vor allem, wenn ein Rad wirklich sportlich gefahren wird.

Erfahrungen mit der Nexus Premium und Standard Version

2005 kaufte ich ein Stevens City-Flyer mit einer Shimano Nexus 8-Gang Premium Nabenschaltung und bin bis heute begeistert. Die Nabe hat bei mir ca. 18.000 km gehalten, danach habe ich das innere Getriebe einfach komplett ausgetauscht, weil es teigiger wurde. Der 4. Gang ging immer etwas schwerer als alle anderen und knackt häufig, aber ansonsten eine sehr zuverlässige und unkomplizierte Schaltung, mit der ich jetzt noch gerne fahre. Das ist die Shimano Nexus Premium-Freilauf-Version ohne Rücktritt, äußerlich erkennbar am roten Streifen. Vor 15 Jahren sehr gut.

2011 kaufte ich ein Dahon Bullhead Faltrad (zum ersten und letzten Mal ein Rad aus dem Internet) mit einer Shimano Nexus 8-Gang Standard Nabenschaltung und war von der Schaltung enttäuscht. Im Gegensatz zur Premium-Version fehlen der optisch identischen Nabe (äußerlich ohne roten Streifen) die leichtgängigen Nadellager. Diese wurden durch billige Gleitlager ersetzt und erzeugen ca. 2-3% mehr innere Reibung. Dies ist z.B. spürbar an den Pedalen, die sich im Freilauf beim Rollen ständig mitdrehen wollen. Mehr noch, mein vierter Gang machte Geräusche und rubbelte spürbar. Ich schickte das Hinterrad ein, es wurde auf Kulanz repariert. Zurück kam ein neu abgeschmiertes Hinterrad, dass vor allem bei Kälte durch eine Fettfüllung noch schwerer rollte als vorher. Das bemerkte ich aber zu spät, denn die Geräusche waren erstmal weg.

Im Frühjahr 2014 brachte ich das Rad dann zu einem Fahrradhändler mit der Bitte, alles Fett zu entfernen, nachzusehen und die Nabe zu ölen. Das Ergebnis war so lala… zwar besser als vorher, aber dafür waren die Geräusche im vierten Gang wieder da. Das ganze Roll- und Freilaufgefühl war ganz weit entfernt, von der Qualität der Premium-Nabe aus meinem Stevens Cityflyer. Eine weitere Anfrage 2015, was ein ganz neues 20″ Hinterrad mit einer neuen Shimano Nexus Premium Nabe kosten würde: Unglaubliche 380-420,- EUR! Mehr als die Hälfte des ganzen Faltrads. Ich fragte deshalb danach, weil die 28-Loch Shimano Nabe meines Dahon Fahrrads mittlerweile nicht mehr lieferbar ist und ich im Internet keine passende Nexus-Nabe mit 28 Löchern mehr finde. Auch nicht, wenn ich das Hinterrad selbst neu einspeiche. So muss ich mir wohl oder übel eine neue 36-Loch-Felge und neue Speichen kaufen, um mir selbst ein 20″ Nexus- Premium 8-Gang Hinterrad einzuspeichen.

Alternativen: Alfine Naben

Sehen wir uns neben der Shimano Nexus die Alfine-Nabe näher an. Sie sieht hochwertiger aus, ist aber gegenüber der Nexus vielleicht nur einfach schwarz lackiert. Hier gibt es keine Premiumversion mehr, dafür aber eine 11-Gang Alfine Nabe, die sehr viel teurer als die 8-Gang Alfine ist. Laut Fachhändler sollen beide Alfine-Versionen besser laufen, als die günstigeren Nexus-Varianten, die Shimano mittlerweile ebenfalls auf Wunsch in Schwarz (-matt) lackiert.

Den roten Streifen der älteren Nexus-Premiumversion gibt es seit 2014 nicht mehr. Die Shimano Naben können jetzt nur noch über die aufgedruckte Serien-Nr. erkannt werden. Es ist von Shimano nie genau gesagt worden, wie sich die Alfine- und Nexus Premium- Nabe voneinander unterscheiden. Zwei klare Unterschiede werden gern unter den Tisch gekehrt: Die Alfinenabe konnte auch vor ein paar Jahren schon mit einer Scheibenbremsaufnahme geliefert werden, das gab es bei der Nexus früher nicht - jetzt aber schon (Stand Februar 2025). Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden.

Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann. Was sich nach einem kleinen Detail anhört, ist bei der günstigeren Nexus besser gelöst: Man bremst an einer roten Ampel aus hoher Geschwindigkeit ab und kann mit einem Drehschalter mit einer mühelosen Bewegung vom 8. in den 1. Gang schalten. Das ist ein echter Vorteil.

Die Tücken der 11-Gang Alfine

3 Gänge mehr spreizen den Wirkungsgrad einer Nabe natürlich immens, aber es gibt leider eine kleine Tücke: Die 3 Gänge liegen alle über dem 5. Gang. Der fünfte Gang ist aber bei Shimano der Beste, weil er als einziger ohne Getriebe-Übersetzung auskommt und die Kraft vom Kettenblatt fast 1:1 auf das Hinterrad überträgt. Im Normalfall sind Nabenschaltungen also so konstruiert, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit möglichst in einem 1:1 Gang ohne Getriebe gefahren werden kann.

Die 11-Gang Alfine-Version verschenkt dadurch meiner Ansicht nach ihr eigentliches Potenzial, denn Ihre zusätzlichen 3 Gänge liegen alle über dem reibungsarmen 5. Gang der Nexus-Naben. Heißt auf Deutsch: Der ehemals leichte, fünfte Gang fehlt bei der Alfine 11. Ich fahre mit der 11-Gang-Alfine also im 6. oder 7. Gang von 11 Gängen und muss ständig das Planetengetriebe mit all den Reibungsverlusten bewegen. Die alte Nexus im 5. Gang (also 1:1 ohne Zahnrädchen übersetzt) läuft da sicherlich einen Tick leichter. Das wäre aber gegenüber der 11-Gang-Alfine ein übereiltes Urteil, denn diese läuft zusätzlich in einem permanenten Ölbad statt in zähmen Fett.

Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8. Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen.

Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad. Details zur Wartung der Shimano Nexus gibt es hier. Die Ölfüllung der Alfine 11-Gang ist theoretisch sehr reizvoll. Praktisch (er)fuhr ich bei einer Probefahrt auf einem teurem Cannondale BadBoy mit Shimano 11-Gang Alfine allerdings, dass sich auch hier die Pedalen im Freilauf gerne mitdrehen wollen, weil die innere Reibung der Nabe wohl doch relativ hoch ist. Bei einer Kettenschaltung passiert das jedenfalls nicht.

Effizienz und Alternativen

Ein durchschnittlicher Radfahrer erzeugt auf einer Tour ca. 120 - 140 Watt. Eine Getriebenabe verschwendet durch die innere Reibung abhängig vom jeweilig eingelegten Gang zwischen 5 - 9 Watt. Die edle Rohloff Speedhub bremst im Gegensatz zu Nexus, Alfine und Co nur halb so stark. Außerdem hat sie eine Zulassung für Tandems, auch das fehlt den Shimano Naben. Die Rohloff Getriebenaben sind für mich persönlich der beste Kompromiss zwischen Wartungsfreiheit & Leichtläufigkeit an einem schnellen Rad für weite Touren.

Die 2018 vorgestellte Inter 5E-Nabe von Shimano wurde speziell für E-Bikes bzw. Pedelecs entworfen. Da acht oder gar 11 Gänge bei zusätzlicher Motorunterstützung von vielen E-BikerInnen mit etwas Routine gern einfach überschaltet werden (z.B. 1, 3, 5 = 25 km/h), wurde diese Nabe zugunsten einer größeren Haltbarkeit mittels stabilerem Planetengetriebe mit nur fünf statt acht Gängen auf satte 60 Newtonmeter statt auf 50 Nm ausgelegt. Die unteren Gänge wurden reduziert und weisen bei einer Übersetzungsbandbreite von 263% höhere Gangsprünge auf.

Zahnräder, Lagerungen und Schaltservoteile sind weniger kleinteilig und konnten naturgemäß stabiler ausgelegt werden. Damit verträgt die Schaltung dauerhaft auch stärkere Motoren wie z.B. den hauseigenen Shimano Steps E6100 Antrieb. Dieser soll besonders gut mit der Inter 5E Nabe harmonieren, da beide Komponenten zusammen mit dem Bordcomputer eine intelligente Einheit bilden, die die Schaltvorgänge bei kräftiger Motorunterstützung aktiv mitgestaltet. Zielgruppe sind interessanterweise City- und Trekkingbikes, also bezahlbare Massenprodukte (Straßenpreis ab ca.

Sogar eine elektronische DI2-Version ist erhältlich, die Schaltvorgänge sogar vollautomatisch durchführt. Diese breite Auslegungs-Strategie kann selbstverständlich auch an sportlicheren Rädern sehr gut funktionieren, wie uns die Nexus 8 Premium und Alfine 11 jahrelang bewiesen haben. Wartungsarmut und lange Haltbarkeit lassen den 4-8 Prozent geringeren Wirkungsgrad im Vergleich zur Kettenschaltung gerade bei ambitionierten Pendlern, Commuterbikes und VielfahreInnen mit kräftigen Beinen gut verschmerzen, weil der Antrieb unauffällig jahrelang seinen Dienst tut.

Wartung und Pflege

Wird die Getriebeeinheit wie von Shimano empfohlen in Öl getaucht, werden die Geräusche meist zurück gehen. Die Nabe schaltet sich danach angeblich wieder leichter und präziser. Ein Anfahren am Berg in hohen Gängen in den Pedalen stehend mit viel Kraft ist unbedingt zu vermeiden, die Mitnehmer / Achsnasen durch das hohe Drehmoment sonst abbrechen können. Die Anzugsdrehmomente der Achmuttern samt der Montage der geriffelten Scheiben im Ausfallende sind zu beachten. Die Achse muss sonst ungewöhnliche Drehmomente aufnehmen, für die Sie nicht konstruiert wurde.

Die meisten Shimano Naben verschleißen im Alltag immer noch durch eindringende Feuchtigkeit und Schmutz. Falls Wasser eingedrungen ist, rostet die Nabe von innen bis sie schrottreif ist, wenn sie nicht demontiert und getrocknet wird. Deshalb benötigt die Nabe regelmäßig ein Öl-Tauchbad: Dabei werden alte Metall-Partikel herausgespült u. Defekte Nexus 8 Nabe mit gebrochenem Lagerkäfig: Diese Nabe ist über 12.000 Kilometer überhaupt nicht gewartet worden. Das Rad wurde oft im Regen geparkt und regelmäßig im Winter gefahren.

Nexus 8 vs. Alfine: Unterschiede

Es gibt die Nexus 8 und Nexus 8 Premium. Premium hatte als Erkennungsmerkmal mal einen roten Ring und läuft leichter, da Nadellager statt Gleitlager verwendet werden. Beide Nexus-Naben haben keine Perma-Ölfüllung. Alfine 8 und Alfine 11 sind oft besser verarbeitet. Die 8er Alfine ist wahrscheinlich nur eine schöner designte Nexus 8 Premium in besserer Fertigungsqualität. Die 11er Alfine kostet gleich 200-300,- EUR mehr, hat drei Gänge mehr nach oben und läuft im Ölbad. Alle vier Shimano-Naben laufen im 5.

Für die meisten Freizeit-Radler ist es sicherlich sinnvoll die Übersetzung einer Nabenschaltung leicht in Richtung Bergsteigefähigkeit zu ändern, indem man das hintere Ritzel tauscht (1-2 Zähne mehr), da die theoretische Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 24 km/h oder schneller kaum erreicht wird. Ich schätze sie liegt bei ca.

Häufige Probleme und Lösungen

Zweimaliger Defekt der Hinterachsnabe innerhalb von 15 Monaten: Ein stark rasselndes Geräusch im Freilauf bei jedem Gang war der Grund für den Gang in die Werkstatt. Die Diagnose war jedesmal starker Rost an der Nabe mit erforderlichem Austausch. Das Rad steht gewöhnlich in der Garage und erlebt Wasser nur bei den wenigen Regenfahrten. EINGEDRUNGENES WASSER FÜHRT ZU KORROSION (ROST). BITTE WARTUNGSINTERVALL BEI EINER GETRIEBENABE BEACHTEN.

Da kann man natürlich feiner abstufen. Leider macht die Schaltung von Shimano nur Probleme. Sie schleift, vor allem im 5 Gang und auch die anderen Gänge funktionieren nicht reibungslos. Der Händler hat schon mehrfach nachgestellt, hat alles nichts gebracht.

Nach dem Einbau treten nun allerdings häufig schnarrende Geräusche auf, so als zögen 15 bis 20 Kettenglieder über eine scharfe Kante eines Bleches. Feinjustierungen habe ich mehrfach vorgenommen (im 4.

Man sollte nach dem Schalten darauf achten das der Gang gut einrastet. Wenn man den Drehgriff zwischen 2 Stufen fästhält kann es zu knacken und unsauberem Lauf kommen. Sonst habe keine Probleme.

Schon nach kurzer Zeit gab es Knacken und gefährliche Leertritte. Inzwischen tritt das Problem zum dritten Mal auf (bisher jedesmal Garantie).

Einziger Vorfall: Jüngst passierte es, dass (nach einer Fahrt einen Berg hinunter) die Kupplung des Getriebes nicht mehr griff: Das Ritzel drehte durch, wenn auch mit leeeeichtem Widerstand, so dass man praktisch nicht mehr fahren konnte, oder nur im Oma-Schrittempo. Ich habe die Nabe auseinandergebaut, um den Fehler zu finden (ich dachte, eine Klinkenkupplung sei defekt, vielleicht mit verharztem Fett verklebt, merkte dann aber, dass gar keine Klinkenkupplung vorhanden ist sondern eben eine Rollenkupplung). Demontage bis zu dem Zustand, in dem man das Getriebe ins Öl-Tauchbad geben würde für eine neue Ölung, dann wieder - ohne neue Ölung! - Zusammenbau, und vorher noch an den drei Plastikringen gerüttelt, welche die Rollen der drei Rollenkupplungen halten, und das Problem war gelöst. Nun bin ich natürlich gespannt, wie oft so etwas noch passiert. Möglicherweise hätte sich das Problem auch durch ein paar herzhafte Tritte gegen die Nabe lösen lassen...?

Leider ist meine Shimano 8 Gang total geschrottet. Ich fahre diese Schaltung seit genau einem Jahr und habe ca. 4600 km damit abgespult. Bei der letzten Ausfahrt ging auf einmal kein Treten, egal welcher Gang gewählt wurde. Ich konnte das Rad nur mehr nach vorne schieben. Es hat ständig Probleme im 6. Gang gegeben. Das Pedal ist immer wieder mit einem mehr oder wenig lautem Geräusch ca. 1/4 Umdrehung leer durchgegangen. Die wiederholte Reklamation beim Händler stieß auf Unverständnis und es wurde immer wieder die Gangjustierung eingestellt. Es wurde mir versichert das es eigentlich kein Problem gibt.

Ein teurer Shimano 8 Gang Schrott zum Abgewöhnen. Habe seit 2 Jahren ein Stevens Rad mit Shimano Nexus 8-Gang Schaltung und Rücktritt. Seither war das Rad mindestens 5mal in der Reparatur, weil die Schaltung im 5. und später auch im 4., manchmal im 6. Gang, nicht funktioniert. Gefährliches Durchtreten ist an der Tagesordnung und bringt mich immer wieder in heikle Situationen. Sie ist alle 100 km verstellt und und und. Der Händler tut so, als sei das normal?! Der Radhersteller reagierte auf mein Anschreiben nicht. Ich hasse das Rad mittlerweile. Eingebaut in ein Gazelle Hollandrad. Gekauft im Frühjahr 2015. Nach 1 Woche die ersten Probleme (s. Überschrift), aber nur im 5. Gang. Anscheinend greift der Gang nicht richtig, das Problem tritt beim Losfahren auf, vor dem Stehenbleiben zurückschalten in den 5., bei Losfahren immer wieder mal Krachen. Durchrutschen, wohl eine Kombi aus "Gang greift nicht" und starker Belastung beim Losfahren. Unglauben beim Händler, ich sei der Einzige. Ständiges Einstellen der Schaltung, Austausch des Schaltkabels, Probleme dann auch im 6. Gang, dann endlich nach Monaten Austausch auf das Vorgängermodell, nach 1 Woche die gleichen Probleme.

Ich kenne das Problem gut. In meinem Tandem ist eine Shimano Nexus Standard eingebaut, ständig krachte es: 4. Gang / 5. Das Problem war aber nicht die richtige Einstellung der farbigen Justier-Markierungen im vierten Gang, da war alles immer korrekt. Das Problem war bei mir ein in Schlangenlinien verlegter no-name dickerer Bowdenzug, der dazu noch mit vielen kleinen Kurven verlegt, genauso, wie man nur ein Stromkabel verlegen darf. Ich habe dann einen dünneren original Bowden Zug möglichst gradlinig eingebaut, und schalte auch öfter einmal einen Gang zu weit herunter und ziehe dann wieder einen Gang hoch - um den Bowdenzug immer gut unter Spannung zu haben. Das ist reine Gewohnheitssache, eigentlich kann ich jetzt mit der Schaltung gut leben und überlege, ob ich auf die Premium-Schaltung mit Nadellagern und Rücktritt umsteige wegen des besseren Wirkungsgrades und der Möglichkeit einer Notbremsung, wenn mal eine der beiden hydraulischen Bremsen ausfallen sollte am Berg.

Vor 2 Wochen habe ich ein E-bike der Marke Sinus BC 55 gekauft. Mit dem Rad und dem eingebauten Bosch-Motor bin ich sehr zufrieden. Die Shimano Nexus 8-Gang Schaltung zeigt jedoch von Anfang an die gleichen hier bei den Kommentaren aufgezei...

Umbau auf Premium-Version

Der Umbau einer Shimano Nexus 8-Gang Standard Nabe auf die leichtgängigere Premium-Version ist relativ einfach möglich, ohne den Nabenkörper aus dem Hinterrad aus- und wieder einzuspeichen. Fahrradhändler empfehlen bei Nabenschaltungs-Reparaturen aus „wirtschaftlichen Gründen“ gern sofort ein komplett neues Hinterrad mit einer neuen, bereits eingespeichten Shimano Nexus-Nabe. Leider haben die Händler sogar in vielen Fällen Recht, denn eine gezielte Reparatur der Schaltungs-Innereien nach zigtausend Kilometern ist nur etwas für echte Experten. Was aber funktioniert, ist die Getriebeeinheit der Nexus 8-Gang Schaltung komplett zu tauschen, wenn die Nabe noch nicht stark verschlissen ist.

Dadurch spart man sich ein neues Hinterrad, oder kann die Shimano Standard Nexus 8-Gang Schaltung durch die Premium-Version austauschen. Dies bringt je nach gewähltem Gang einen höheren Wirkungsgrad von 3-6%, da die einzelnen Gangzahnräder des Planetengetriebes der Nexus Premium Version mit leichtgängigen Nadellagern laufen, während die leider immer noch verkaufte Standardversion mit erheblich schwergängigeren Gleitlagern läuft. Im Fahrrad-Alltag ist das ein deutlich spürbarer Unterschied, vor allem für Schnell- und Tourenfahrer. Mein Dahon Bullhead mit defekter Nexus Standard -8-Gang Nabenschaltung.

Es gab noch ein paar Ungereimtheiten beim Tausch der Getriebeeinenheit meiner vier Jahre alten Nexus Inter-8 (SG-8R31) gegen die bessere Premium-Nabe SG-8R36, die in den alten Nabenkörper SG-8R31 eingebaut werden sollte. Die neue Shimano Nexus Premium Getriebeeinheit wird in die alte Standard Nabe eingesetzt, die nun leicht mit Nadellagern läuft. Kurz und schmerzlos: Der Umbau der Nexus Getriebeeinheiten in den gleichen Nabenkörper hat super geklappt. Das Ergebnis ist genauso wie ich es mir vorgestellt hatte: Das Faltrad läuft leichter und geräuschlos. Das Treten erfordert mit der neuen Nexus Premium spürbar weniger Kraft, bei einer Testfahrt mit dem Faltrad habe ich heute trotz der 20 Zoll Räder bergab relativ mühelos 55 km/h erreicht. Der Schaltbowdenzug musste noch etwas nachgestellt werden. Die gelben Punkte stehen nun fluchtend genau übereinander.

Und last but not least: Auch bei dieser Hochzeit von älterer Nexus-Nabe und der neuere Premium-Getriebeeinheit knackt der vierte Gang gern wieder fröhlich vor sich hin. Offensichtlich muss das bei Shimano 8-Gang Nabenschaltungen so sein. Selbst die Shimano Alfine ist davon heute noch nicht wirklich befreit. Aber was solls, damit kann ich sehr gut leben.

Achtung: Ich kann natürlich nicht garantieren, dass dieser Wechsel in allen Kombinationsmöglichkeiten der Nexus 8-Gang Familie funktioniert. Es gibt z.B. Nachtrag im Sommer 2018: Der Austausch des Nabenkörpers in meinem alten Stevens Cityflyer Baujahr 2005 (Nexus SG-8R25) gegen einen moderneren Nexus-Nabenkörper (SG-8R36) von 2012 war nicht möglich, obwohl der Nabenkörper perfekt in die Nabentrommel passte. Sie war beim ersten Tritt sofort zerstört….

Sicherlich taugt diese Umbauanleitung ebenfalls für alle Radfahrer-Innen, die Ihre Nabe einfach nur reparieren lassen möchten, statt gleich ein neues Hinterrad zu kaufen. Rückblickend würde ich im Vergleich zu der Premium Version nie wieder eine Shimano Standard-Nexus-Schaltung kaufen. Die Nexus Standard Inter-8 läuft einfach erheblich schlechter und schadet dem Image von Shimano als Hersteller von guten Nabenschaltungen!

Tabellarische Übersicht der Shimano Nexus 8-Gang Nabenmodelle

Modell Eigenschaften
SG-8R20, SG-8R22, SG-8R31 Einfache Lager
SG-8R25, SG-8R27, SG-8R45 Nadellager
SG-8R30, SG-8R31, SG-8R35, SG-C6000 Einfache Lager, Rollengesperre an der linken Seite
SG-8R36, SG-8R55, SG-8R56, SG-C6010, SG-C6060 Nadellager

Zusätzliche Informationen

  • Anleitung zur Wartung der Nexus-8-Nabe.
  • Eine gute Übersicht deutschsprachiger Montageanleitungen zur Shimano Nexus- und Alfine Schaltung.
  • Shimano Techniktipps, Aufbau und Funktion, Fehlerbehebungsanleitungen, usw.

Die Premiumversion der Nexus 8-Gang Schaltung passt in den Nabenkörper der Nexus Standardnabe und kann problemlos getauscht oder repariert werden.

Einstellen des Lagerspiels der Shimano 8-Gang Nabenschaltung nach dem Austausch der Nexus-Getriebeeinheit.

Die Nexus Premium 8-Gang Nabe ist meines Erachtens nach besser als ihr Ruf. Sie knackt zwar gern im 4. Gang, aber tut trotzdem problemlos Ihren Dienst seit über 13 Jahren (oder 15.000 km) in meinem Stevens Cityflyer. An meinem Dahon Bullhead Faltrad hatte die Nexus Inter-8 Standardschaltung dagegen seit der Auslieferung 2011 eine Macke. Schleif- und Mahlgeräusche, ein kraftzehrender vierter Gang und eine Tretkurbel, die sich im Freilauf immer gern kraftvoll mitdrehen wollte, statt frei zu laufen waren eine Enttäuschung über Shimanos 8-Gang Nexus Schaltungen.

Einen ausführlichen Artikel zur eigenen Wartung und Schmierung der Nexus 8 finden Sie hier. Außerdem waren die Schleifgeräusche noch da. Das Dahon Bullhead wurde von mir kaum noch gefahren, obwohl es bis auf die Schaltung ein super Faltrad fürs Geld ist! Der superstabile Diamantrahmen samt komfortabler Ergonomie ist einzigartig unter Falträdern.

In meiner Nachbarschaft machte 2015 zu dieser Zeit gerade ein neuer Radladen auf: VELOTOP. Ich sprach mit dem Geschäftsführer Andreas Beusker über mein Problem - verständnisvoll räumte er ein, dass man evtl. die Getriebeeinheit der Nexus Naben von Standard auf Premium tauschen könnte, aber es sei halt ein Experiment. Nach Rücksprache mit seinem Techniker Felix und Shimano machte er mir ein faires Angebot auf meine Verantwortung, falls der Umbau der Schaltungseinheit doch nicht klappen sollte.

Ich möchte Andreas und Felix ganz herzlich für die Reparatur der Nabe und die Fotos danken, die sie netterweise beim Umbau auf Nexus Premium in der Werkstatt bei VELOTOP in Bielefeld gemacht haben. Sicherlich taugt diese Umbauanleitung ebenfalls für alle Radfahrer-Innen, die Ihre Nabe einfach nur reparieren lassen möchten, statt gleich ein neues Hinterrad zu kaufen.

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