Das erste Fahrrad für Kinder ist ein Meilenstein für den Nachwuchs und die Eltern. Dank Laufrädern gelingt der Umstieg aufs erste richtige Fahrrad mit Pedalen und Bremsen heutzutage deutlich schneller und einfacher. Doch wann ist es Zeit, die ersten Radfahrversuche zu unternehmen? Und mit welchem Fahrrad schaffen es Kleinkinder am besten?
Altersempfehlung und Entwicklungsstand
Wann ein Kind bereit ist fürs Radfahren, lässt sich nicht pauschal am Alter festmachen. Viel wichtiger als das Alter ist der Entwicklungsstand des Kindes. Wenn der Nachwuchs vom Laufradfahren bereits einen guten Gleichgewichtssinn mitbringt, sicher lenken kann sowie groß und kräftig genug ist, kann sich das Kleinkind auch schon mit 2,5 Jahren auf das erste Fahrrad setzen. Spätzünder finden vielleicht erst mit fünf Jahren Gefallen am ersten Fahrrad und steigen direkt mit einem 16 Zoll Bike ein.
Häufig steigen die Kleinen mit einem Alter von drei bis vier Jahren vom Laufrad aufs Fahrrad um. Allerdings meist nicht von heute auf morgen. Oft nutzen die Kinder das bekannte Laufrad, auf dem sie sicher unterwegs sind, weiter und wechseln nur gelegentlich auf das neue, noch unbekannte Fahrrad. In der Regel packen Kinder ab drei Jahren es von der Motorik her Fahrrad zu fahren. Allerdings müssen sie es dann auch wollen. Unser Tipp: Es macht kein Sinn ein Kind auf ein Fahrrad zu zwingen, nur weil es drei Jahre alt ist. Wenn ein entsprechendes Bike in der Wohnung rum steht, wird es irgendwann von selbst loslegen wollen.
Damit ein Kind Spaß an einem Laufrad entwickelt, sollte es gewisse motorische Fähigkeiten beherrschen. Dazu gehören: sicher laufen können, sich mit beiden Füßen abstoßen, gleichzeitig lenken und die Aufmerksamkeit dorthin richten, wo man hinfährt. Diese Fähigkeiten kann Dein Kind noch vor der Anschaffung eines Laufrads mit anderen Kinderfahrzeugen erlernen. Am besten eignen sich dafür vergleichsweise kippstabile Zweispurfahrzeuge, auch bekannt als Rutscher. Mit ihnen können schon Einjährige lernen, einfache Bewegungen wie das Abstoßen vom Boden zu komplexen Abläufen zusammenzufügen - eine Grundvoraussetzung für Spaß auf dem Laufrad. Experten raten, alle Stufen der kindlichen Entwicklung zu absolvieren und das nächste Fahrzeug erst dann zu wählen, wenn ein Kind die vorhergehende Stufe ausgiebig üben und erfahren konnte.
Objektive Kriterien: Schritthöhe
Es gibt aber auch objektive Daten, die eine Antwort darauf geben, ab wann ein Laufrad infrage kommt. Die wichtigste Kennzahl ist die Schritthöhe Deines Kindes. Die kleinsten PUKY-Laufräder eignen sich ab einer Schritthöhe von 30 Zentimetern. Dank eines höhenverstellbaren Sattels und höhenverstellbaren Lenkers wachsen die kleinen Flitzer ein Stück weit mit.
Das erste Fahrrad: Größe und Gewicht
Das erste Fahrrad für Kinder muss nicht unbedingt eins in der kleinsten verfügbaren Radgröße - also 12 Zoll - sein. Grundsätzlich sollte das Entscheidungskriterium die Innenbeinlänge des Kindes sein, wie bei allen Kinderfahrrädern. Hier haben wir einen ausführlichen Artikel, der beschreibt wie man die richte Größe für das erste Kinderfahrrad findet.
Auch wenn bei Kinderfahrrädern in 16 Zoll die Auswahl an guten, leichten Modellen deutlich größer als beispielsweise bei 14-Zoll-Kidsbikes ist, lohnt es sich Bikes aus dieser Nische anzusehen. Bei der Zwischengröße 14 Zoll bietet der Kinderfahrradmarkt nur ein beschränktes Angebot. 12-Zoll-Fahrräder kann man nur bis zu einer Körpergröße von etwa 100 Zentimetern fahren, und oftmals entpuppen sich die angebotenen Modelle eher als Spielzeug wie als richtiges Fahrrad. Sie sind für viele drei-jährige Mädchen und Jungen auch schnell zu klein. Gute, leichte Kinderfahrrad-Modelle in 16 Zoll mit tiefem Rahmen bieten beispielsweise Woom, Pyrobikes und Kubikes an. Gerade während dem Umstieg nutzen Kinder das Laufrad und das erste Fahrrad noch parallel. Mit kleinen 14 oder 12 Zoll Kinderrädern sind erste Fahrversuche ab ca. 2,5 Jahren möglich.
Das Gewicht bleibt vor allem beim ersten Fahrrad eines der wichtigsten Kaufkriterien. Gute 14 Zoll Bikes sollten unter 6,5 Kilo wiegen. Wer gleich mit einem 16 Zoll Bike einsteigt, sollte darauf achten, dass es leichter als 7,5 Kilo ist. Beim ersten Fahrrad für Drei-Jährige oder Vier-Jährige kannst du auf zusätzliche Ausstattung wie Gepäckträger, Licht oder Körbchen verzichten. Denn dieses Zubehör macht Kidsbikes schwer und kostet Geld. Lässt man diese Sachen weg, landet man automatisch bei Rädern, die landläufig als Mountainbikes bezeichnet werden.
Investiere dein Budget lieber in ein leichtes Kinderfahrrad mit kindgerechten Teilen und guter Qualität. Denn Schaltung, Licht oder andere Extras sind für den Spaß am Radfahren mit drei bis fünf Jahren überflüssig. Wenn dir neue, hochwertige Kinderfahrräder zu teuer sind, schau mal nach gebrauchten.
Stützräder und Rücktrittbremse: Was ist sinnvoll?
Stützräder sollen bei den ersten Radfahrversuchen helfen - so zumindest die weit verbreitete Meinung. Doch diese Annahme ist falsch, deshalb raten wir von Stützen am Hinterrad ab - ganz egal ob das Kinderfahrrad 12, 14 oder 16 Zoll Räder hat. Denn die Stützräder am ersten Fahrrad machen den Gleichgewichtssinn der Kinder hinfällig, da sie das Fahrrad zum Dreirad machen. Dabei kennen und können Kinder das Ausbalancieren längst vom Laufradfahren. Ein weiterer Nachteil der Stützräder ist, dass sie das natürliche Fahrverhalten des Fahrrads verändern. Kinderfahrräder mit Stützen reagieren beim Einlenken in Kurven anders (und unnatürlicher) als ohne.
Dass Kinderfahrräder unbedingt eine Rücktrittbremse haben sollten, ist ein Gerücht. Wir raten auch beim ersten Fahrrad von Rücktritt ab. Warum? Erstens sind Rücktrittnaben schwerer als zwei Handbremsen (V-Brakes). Zweitens weil die Kinder bei der nächsten Größe sowieso auf zwei Handbremsen umsteigen. Der dritte Nachteil von Rücktritt: Es schränkt die Fahrrad-Anfänger bei ihren Bremsmanövern ein, da man nur in zwei Pedalstellungen wirklich zuverlässig und schnell zum Stehen kommt. Auch das Anfahren, das Kindern anfangs oft schwerfällt, ist ohne Rücktrittbremse praktischer, da man die Kurbeln im Stand einfacher in die richtige Position drehen kann.
Die richtige Wahl: Laufrad oder Fahrrad?
Kinder freuen sich bereits beim ersten Fahrrad über ein leichtes, kindgerechtes Modell. In der Regel ist ein Mountainbike vor allem für die ersten Fahrversuche im Alter von 2,5 bis vier Jahren die beste Wahl. Etwas mehr Geld zu investieren, lohnt sich. Denn so haben Kinder nach dem Umstieg vom Laufrad direkt Spaß am Radfahren. Bei der Radgröße gilt: Nicht raten, sondern Körpergröße und Innenbeinlänge messen. Manche haben bereits mit drei Jahren die Größe für ein 16 Zoll Bike. Andere sind noch besser auf einem 14 Zoll Bike aufgehoben. Wenn dein Kind sicher Roller oder Laufrad fährt und das Gleichgewicht schon gut halten kann, ist das Fahrrad an der Reihe. Und das geht dann fast von allein. Lass Stützräder am besten ganz weg!
In Deutschland haben bereits mehr als 90 Prozent der Vierjährigen ein Fahrrad. Allerdings sagen Entwicklungspsychologen, dass Kinder in diesem Alter noch nicht alles können, was man zum Radfahren braucht: Gleichzeitig treten, lenken, bei hoher Geschwindigkeit schnell reagieren, bremsen, wahrnehmen, was seitlich passiert, und dabei nach vorne schauen - auch ältere Grundschulkinder schaffen das manchmal im Straßenverkehr noch nicht.
Sicherheitsaspekte
Die Grundregel: Egal wie alt ein Kind ist und wie kurz die Strecke: Rad fahren immer nur mit Helm! Selbst auf sicherem Terrain sollte ein Kleinkind mit dem Laufrad nie ohne Helm unterwegs sein. Denn nur so vermeidet ihr bei euren Kindern schwere Kopfverletzungen, wenn sie doch mal unglücklich hinfallen. Gerade am Anfang empfiehlt es sich, wenn eure Kinder mit dem Lauflernrad nur auf ebenen Flächen fahren üben. Für die ersten Versuche bieten sich Orte fern von Straßen und Gewässern an. Am besten sucht ihr euch einen Park mit geteerten Wegen. An manchen Orten gibt es sogar bestimmte Übungsplätze, wo ihr in Ruhe euren Rhythmus finden könnt. Am Anfang können Eltern noch neben dem Kinderlaufrad herlaufen und im Notfall eingreifen, sollte der Nachwuchs doch mal zu viel Geschwindigkeit aufnehmen. Denn gerade bei den ersten Versuchen muss das Kind noch ein Gefühl fürs Gleichgewicht und vor allem auch das Bremsen mit den Füßen finden.
Worauf Eltern beim Kauf achten sollten
Es gibt beim Kauf tatsächlich einiges zu beachten. Das fängt bei simplen Fragen an, wie: Ist der Sattel höhenverstellbar? Bis hin zu: Wie hat das Kinderlaufrad XY im Test der Stiftung Warentest abgeschlossen? Hier kommen die wichtigsten Punkte:
- Einstiegshöhe: Die sollte für Anfänger:innen ganz klar so niedrig wie möglich liegen und Kindern so einen tiefen Einstieg ermöglichen. Manche Lauflernräder haben erst gar keine Mittelstange, und falls sie doch eine haben, dann sollte sie so tief gebogen sein, dass die Kinder leicht über sie steigen können, ohne hängenzubleiben.
- Gewicht und Lenkung: Euer Kind muss sein neues Kinderlaufrad vor allem selbstständig manövrieren können. Ist das Laufrad zu schwer oder die Lenkung zu steif, dann macht das Ganze gleich keinen Spaß mehr. Deshalb lohnt sich ein Test im Geschäft. Da kann euer Kind direkt ausprobieren, ob es das Laufrad aufrecht gerade halten kann und wie es mit der Lenkung klarkommt.
- Höhenverstellbarer Lenker und Sattel: Viele Laufräder werden von ihren Herstellern nicht für ein bestimmtes Alter empfohlen, sondern für einen Zeitraum. Oft liegt dieser bei zwei bis fünf Jahren. Damit dies auch realistisch ist und das Lauflernrad mit den Kindern mitwächst, sollten sowohl Sattel als auch Lenker höhenverstellbar sein. Übrigens: Die Zollangabe hilft bei der richtigen Auswahl der Laufradgröße eher wenig! Ausschlaggebend ist die Größe des Kindes oder vielmehr dessen Beinlänge im Verhältnis zur Sattelhöhe. Manche Hersteller geben die Höhenverhältnisse in Zentimetern auf ihren Webseiten an, andere nicht. Wer sich mit der Höhe unsicher ist, schaut sich die Modelle am besten vor Ort in einem Geschäft an. Da kann euer Kind sein bevorzugtes Laufrad dann auch direkt Probe fahren.
- Trittbrett in der Mitte: Bei ihrem Test von Laufrädern hat die Stiftung Warentest festgestellt, dass die Kinder aus ihrer Testgruppe Räder mit einem Trittbrett in der Mitte bevorzugt haben. Grund war wohl, dass sie in Zeiten, in denen sie nicht aktiv Anschwung geben mussten, ihre Füße bequem darauf abstellen konnten. Bei Laufrädern ohne Trittbrett hängen die Füße der Kinder in solchen Situationen dann nämlich einfach in der Luft.
- Bremse, ja oder nein?: Im gleichen Test wurde auch festgestellt, dass Laufräder OHNE Bremse sicherer waren als solche mit. Grund dafür war wohl, dass gerade Kleinkinder oft noch kein Gefühl für das Bremsen hatten und es deshalb leichter zu Stürzen kam. Tatsächlich haben die meisten Laufräder auch noch gar keine Bremsen.
- Radständer, ja oder nein?: Radständer sind bei Fahrrädern kaum wegzudenken. Bei Kinderlaufrädern sind sie aber eher überflüssig, wenn nicht sogar eine Stolperfalle. Die meisten Hersteller verzichten bei Laufrädern ohnehin auf Ständer.
- CE-Kennzeichnung versus GS-Zeichen: Beim Kauf lohnt es sich auch darauf zu achten, ob ein Lauflernrad mit einer CE-Kennzeichnung oder dem GS-Zeichen versehen ist. Spielzeug ohne eine CE-Kennung ist in Deutschland verboten. Es entspricht dann nicht den Mindestanforderungen der EU-Richtlinien. Das Bundesinstitut für Risikobewertung kritisiert allerdings, dass die Grenzwerte bezüglich der Schadstoffbelastungen hier noch viel zu hoch angelegt sind. Das GS-Zeichen ist das deutsche Qualitätssiegel für Produkte und unterliegt strengeren Anforderungen als den EU-Vorgaben. Aber auch hier bemängeln Verbraucherschützer immer noch zu hohe Grenzwerte.
Schadstoffbelastung
Die Schadstoffbelastung in Lenker und Sattel ist so ein kritischer Punkt in der Bewertung der Räder, weil sie direkt mit der Haut des Kindes in Berührung kommen. "Akut giftig sind die gefundenen Mengen nicht. Die Substanzen können aber langfristig im Organismus wirken, wenn die Kleinen sie über die Haut aufnehmen", erklärt Stiftung Warentest. In einigen der getesteten Räder wurde das Flammschutzmittel TCPP (das im Verdacht steht, Krebs zu erregen) sowie verschiedene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. Einige von ihnen können ebenfalls Krebs erzeugen, andere das Erbgut schädigen. Deshalb lohnt es sich zu überprüfen, wie die Laufräder abgeschnitten haben.
Obwohl Laufräder für die motorische Entwicklung von Kindern unbedingt zu empfehlen sind, schneiden viele Modelle miserabel ab.
Die folgenden drei Lauflernräder erhielten die Note "gut“ der Stiftung Warentest im Jahr 2018 und sind auch 2021 noch zu empfehlen:
- Puky Laufrad LR1 (Testsieger) - Vorsicht: ein anderes Puky-Modell hat den Test nicht bestanden
- BTwin Runride 100
- Kettler Speedy
Auch 2021 waren die Ergebnisse des Tests ernüchternd. Zehn der getesteten 13 Lauflernräder fielen aufgrund von zu hoher Schadstoffbelastung durch. Nur zwei der getesteten Laufräder schnitten mit der Note "gut" ab:
- Puky LR Light (Note 2,0): Testsieger 12/2021
- Early Rider Superply Bonsai 12“ (Note 2,2); Achtung: Bei diesem Laufrad handelt es sich laut Hersteller um ein Auslaufmodell.
Mit den oben beschriebenen Punkten könnt ihr zum größten Teil (abgesehen von der Schadstoffbelastung) selbst checken, ob ein Rad für euer Kind geeignet ist oder eher nicht.
Laufrad oder Dreirad?
Gleichzeitig sieht er Gefahrenquellen für Kleinkinder eher beim Dreirad. Das erklärt der Mediziner so: "Das kreisförmige, ungewohnte Treten beim Dreirad erfordert erhöhte Aufmerksamkeit, erschwert das Lenken und die stetige Orientierung in Fahrtrichtung mehr als die dem Kind bekannten Schrittbewegungen beim Laufrad, welche Zweijährige gerade perfektionieren.
Am Ende entwickelt sich jedes Kind nämlich in seinem eigenen Tempo - und das ist auch gut so.
Vorteile des Laufrads
Ein Laufrad bietet einige Vorteile für die Entwicklung des Kindes. René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) sagt: "Kinder lernen auf Laufrädern das Gleichgewicht zu halten, trainieren ihre Koordination und Muskulatur und entwickeln ein Gefühl für die Geschwindigkeit. Das hilft später beim Radfahren lernen."
Laufräder fördern die Koordinationsfähigkeit, lenken überschüssige Energien der Kinder in sinnvolle Bahnen und helfen beim Lernen grundsätzlicher Verkehrsregeln. "Mit dem Laufrad wird zusätzlich der Gleichgewichtssinn ständig trainiert und verbessert“, so Dr. med. Jörg Schriever, Unfallbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gegenüber "Kinder-und Jugendärzte im Netz".
Alter und die PUKY-Empfehlung
Zwar geben wir für PUKY-Laufräder eine Altersempfehlung. Sie lautet bei unseren Modellen der kleinsten Größe „ab zwei Jahre“. Noch wichtiger ist aber Deine Einschätzung als Mutter oder Vater. Eltern können in der Regel sehr gut beurteilen, wie weit ihr Kind kognitiv und motorisch entwickelt ist.
PUKY Laufräder sind die ideale Ergänzung zum klassischen Roller und die perfekte Vorstufe zum ersten Kinderfahrrad. Mit tiefem Einstieg und kindgerechter Ergonomie bieten sie optimalen Komfort und Sicherheit. Die speziellen, ergonomisch geformten Laufradsättel unterstützen die natürlichen Laufbewegungen der Kinder. Dank des höhenverstellbaren Lenkers und Sattels lassen sich die Laufräder individuell anpassen, sodass sie über Jahre hinweg Spaß an Bewegung und Fahrzeug garantieren. Mit einem PUKY Laufrad entdecken Kinder ab etwa 2 Jahren spielerisch die Welt der Bewegung. Unsere Laufräder fördern Gleichgewicht, Koordination und Selbstvertrauen - und bereiten optimal auf das spätere Fahrradfahren vor.
Ein Laufrad ist in der Regel ab einem Alter von 1,5 bis 2 Jahren sinnvoll - vorausgesetzt, das Kind kann sicher stehen und laufen. PUKY Laufräder wie das Modell LR M eignen sich ab einem Alter von etwa 2 Jahren. Für größere Kinder ab 2,5 oder 3 Jahren gibt es passende Modelle wie das LR L, LR LIGHT oder LR XL. Mit dem Laufrad kann begonnen werden, sobald das Kind sicher und selbstständig laufen kann. Dies ist meist zwischen 18 und 24 Monaten der Fall. Für Kinder ab etwa 2 Jahren empfehlen sich Laufräder mit 10-Zoll- oder kleinen 12-Zoll-Rädern.
Für 2-Jährige eignen sich das PUKY LR M oder das PUKY NEXT 12 besonders gut. Beide Modelle sind leicht, ergonomisch und mit kindgerechten Komponenten ausgestattet. Je nach Modell und Größe des Kindes kann ein PUKY Laufrad etwa 2 bis 4 Jahre lang genutzt werden. Das PUKY LR M ist ideal für Kinder ab 2 Jahren. Das LR L, LR LIGHT oder PUKY NEXT 12 sind perfekt ab ca. 2,5 Jahren. Größere Kinder ab 3 Jahren fahren ideal mit dem LR XL oder dem LR TRAIL PRO. Die Modelle unterscheiden sich in Größe, Gewicht, Material und Ausstattung. Das LR M ist besonders leicht und kompakt. Das LR LIGHT überzeugt durch ein geringes Gewicht bei großer Stabilität. Das PUKY NEXT wächst mit dem Kind mit, und das LR TRAIL PRO ist für den sportlichen Einsatz gedacht.
Materialien und Bereifung
Ob man sich für die Materialien Holz (Birken-/Buchensperrholz, z.B. die LikeaBike Laufräder von Kokua), Metall, (z.B. von Puky) oder Kunststoff (GFK-Polyamid bei FirstBike Laufrädern von Coertech) entscheidet, ist eine Frage von Haltbarkeit/Langlebigkeit, dem Gewicht und schließlich vom Geschmack bzw. Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass alle von uns geführten Laufräder eine so lange Lebensdauer haben, dass sie auch zwei Kindergenerationen überstehen.
Beim Gewicht sind die Unterschiede größer. Während das Puky-Modell LR1 aus Stahl mit knapp 5 kg daherkommmt, wiegt das größenvergleichbare Modell aus Holz von kokua nur gute 3 kg (Spoky). Zweifellos sind leichtere Laufräder für die Kleinen besser zu halten, zu heben und damit auch leichter zu beherrschen.
Angeboten werden Schaum-, Polyurethan (PU) bzw. Vollgummibereifung sowie Luftbereifung. Nicht luftbereifte Modelle federn relativ hart ab und eignen sich eigentlich nur für sehr glatten Untergrund oder die (große) Wohnung. Die mittlerweile sehr viel verbreitetere Luftbereifung federt sehr viel weicher ab, hat mehr Griff und eignet sich daher wesentlich besser für alltägliche Fahrten auf unterschiedlichen Untergründen.
Lenkeinschlagsbegrenzung und Handbremse
Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Lenkeinschlagsbegrenzung. Die Meinungen über Sinn, Unsinn oder sogar Gefahr einer Lenkeinschlagsbegrenzung gehen weit auseinander. Beispielsweise hat sich Puky ganz bewußt gegen eine Begrenzung entschieden, da sie der Meinung sind, dass die Verletzungsgefahr durch Fallen auf das Lenkerende geringer ist. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, daß beide Prognosen für die Praxis nicht wirklich relevant sind. Stürze und leichte Unfälle sind ganz normal und keine der beiden Varianten ist, aus unserer Sicht, eine reale Gefahr für ernsthafte Verletzungen.
Einige Laufräder sind mit Handbremse ausgestattet oder nachrüstbar. In der Regel sind Kleinkinder zwischen 2 und 3 Jahren noch gar nicht in der Lage eine Handbremse zu betätigen. Erst ab einem Alter der Kinder von 3 Jahren kann über die Handbremse als ergänzende Ausstattung nachgedacht werden. Insbesondere bei häufigen Fahrten auf leicht abschüssigem Gelände und als unmittelbare Vorbereitung auf die Handbremse am Fahrrad, kann die Bremse am Hinterrad(!) des Laufrades ein sinnvoller Zusatz sein.
Zubehör
Da das Laufrad nicht nur Fortbewegungsmittel sondern auch Spielzeug für die Kinder ist, lohnt es sich, bei den einzelnen Laufrädern einmal nach Zubehör zu schauen. Ein Helm, Schuhe und reflektierende Elemente am Laufrad sind wichtig für die Sicherheit des Kindes.
Wo darf das Kind fahren?
Seid ihr jünger als 8 Jahre alt, müsst ihr auf dem Gehweg fahren. Zwischen 8 und 10 Jahren dürft ihr auf der Straße oder auf dem Gehweg fahren und ab 10 müsst ihr auf der Straße fahren.
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