Vielen Eltern stellt sich früher oder später die Frage, ob für Kinder eine Helmpflicht beim Radfahren besteht. Die jeweiligen Landesvorschriften unterscheiden sich enorm. Wir klären nachfolgend über die Rechtslage in Deutschland und anderen Ländern auf.
Besteht in Deutschland für Kinder Helmpflicht?
Eventuell möchten Sie Kinder auf Ihrem Rad mittransportieren oder Ihre Kleinen zum ersten Mal selbstständig mit einem Fahrrad fahren lassen. Wie es dabei in Deutschland mit der Helmpflicht für Kinder aussieht, ist schnell erklärt: In Deutschland schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) keine Helmpflicht für Fahrradfahrer - weder für Kinder noch für Erwachsene - vor. Eine Ausnahme gilt für Polizisten.
Die StVO sieht lediglich für Fahrer von Krafträdern, die schneller als 20 km/h fahren können, eine Helmpflicht vor. Gesetzeshüter sind hierzulande verpflichtet, während sie dienstlich auf dem Rad unterwegs sind, einen Schutzhelm zu tragen. Sie dürfen also selbst entscheiden, ob Sie und Ihre Kinder mit oder ohne Kopfschutz aufs Rad steigen.
Mit einem Helm auf dem Kopf sinkt das Risiko, bei einem Unfall eine schwere Kopfverletzung zu erleiden. Sinnvoll ist ein Schutzhelm - gerade für Kinder - aber in jedem Fall.
Fahrradfahren im Ausland: Hier besteht Helmpflicht für Groß und Klein
Anders als Deutschland verpflichten viele andere Länder Kinder und Jugendliche auf dem Rad einen Helm zu tragen. So hält es unter anderem auch unser Nachbar Österreich. Einige Länder sind beim Thema Helmpflicht besonders streng und schreiben auch Erwachsenen das Tragen eines Kopfschutzes auf dem Drahtesel vor.
Werden Sie beziehungsweise Ihre Kinder ohne Schutzhelm angehalten, wird dafür in manchen Regionen ein Bußgeld fällig - Schweden verlangt bis zu 55 Euro und Spanien kassiert bis zu 90 Euro ab.
Fahrradhelmpflicht in der Slowakei und Spanien: Diese Ausnahmen gelten
In der Slowakei und in Spanien gilt zum Teil eine Fahrradhelmpflicht für alle Altersklassen - und damit für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Von diesen strengen Vorschriften gibt es allerdings ein paar Ausnahmen, die Sie bei einem Urlaubsaufenthalt vor Ort, wie einer Fahrradtour, kennen sollten:
- Slowakei: Wer jünger als 15 und mit dem Rad unterwegs ist, muss in der Slowakei grundsätzlich einen Schutzhelm beim Radeln tragen.
- Spanien: Radfahrer unter 16 Jahren müssen in Spanien beim Radeln grundsätzlich einen Kopfschutz tragen. Die Helmpflicht in Spanien für Fahrradfahrer ab 16 Jahren entfällt jedoch, wenn Sie auf langen Steigungen fahren oder bei großer Hitze mit dem Rad unterwegs sind.
Ab welchem Alter ist ein Fahrradhelm sinnvoll?
Viele Kinder erlernen schon mit drei Jahren das Fahrradfahren. Sobald dein Kind zum ersten Mal auf dem Fahrrad sitzt oder auch nur Beifahrer im Kindersitz ist, sorgt ein Fahrradhelm für Schutz. Der Fahrradhelm schützt Kopf und Nacken im Fall eines Sturzes vor schweren Verletzungen.
Die meisten Kinderärzt*innen empfehlen die Mitnahme von Kindern im Hänger oder auf dem Kindersitz erst ab einem Alter von einem Jahr. Es gibt kein Alter, in dem oben „ohne okay" wäre. Die gängige Helmgröße beginnt ab einem Kopfumfang von 44 Zentimetern. Es ist schwierig, im Handel kleinere Helme zu finden.
Um maximale Sicherheit zu gewährleisten, ist ein passgenauer Helm wichtig. Verzichte zum Schutz auf das Radfahren, wenn sich für die Größe deines Kindes noch kein sicherer Schutzhelm findet.
Ein Helm beim Fahrradfahren ist eine wirkungsvolle Maßnahme und sollte schon auf dem Übungsrad zum Einsatz kommen. Unabhängig von einer Pflicht ist es deine Aufgabe als Elternteil, dein Kind vor Gefahren so gut es geht zu schützen. Ein Sturz kann in jedem Alter passieren und ohne Helm können erhebliche Verletzungen entstehen.
Brauchen Kinder auch im Kindersitz einen Helm?
In einem speziellen Fahrradsitz kannst du deinen Nachwuchs schon viel früher mitnehmen. Voraussetzung ist, dass du mindestens 16 Jahre alt bist und das der Fahrradsitz nach DIN EN 14344 geprüft wurde. Achte hier auf die Prüfziffer DIN EN 1078, um deinem Kind den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Selbst wenn dein Kind nur Mitfahrer*in ist, sorgt ein zusätzlicher Helm für Sicherheit.
Bei einem Mitfahrerhelm für sehr kleine Kinder ist es wichtig, dass er über den Schläfenbereich, den Hinterkopf und die Stirn gezogen wird. So schützt er rundum, selbst wenn dein Kind noch gar nicht selbst fährt.
Helm im Fahrradanhänger: Vorschriften und Tipps für Eltern
Der Fahrradanhänger gilt als eine der sichersten Transportmöglichkeiten für Kinder ab sechs Monaten. Obwohl nicht überall eine Helmpflicht besteht, wird das Tragen eines Helms im Fahrradanhänger dringend empfohlen.
Derzeit besteht in Deutschland keine gesetzlich vorgeschriebene Helmpflicht für Radfahrer. Der Gesetzgeber setzt hier auf die Eigenverantwortung der Eltern. In Österreich müssen Kinder unter 12 Jahren laut der österreichischen Fahrradverordnung einen Helm tragen (Radhelmpflicht). Das gilt unabhängig davon, ob sie selbst fahren oder im Fahrradanhänger bzw.
Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in der Schweiz keine gesetzliche Helmpflicht für Fahrradfahrer, einschließlich Kinder im Fahrradanhänger. Die Aufsichtsperson ist verantwortlich dafür, dass das Kind den Helm trägt.
Helm im Fahrradanhänger: Verantwortung der Eltern
Der Fahrradanhänger ist ein beliebtes Transportmittel für Kinder, da er im Alltag besonders praktisch und insgesamt sehr sicher ist. Obwohl nicht überall eine Helmpflicht besteht, wird dringend empfohlen, dass Kinder im Fahrradanhänger einen Helm tragen. Ein Helm verteilt die Aufprallkraft auf eine größere Fläche, wodurch nicht eine einzelne Stelle stark belastet wird.
Unsere Fahrradanhänger bieten Deinem Kind durch zahlreiche Features die größtmögliche Sicherheit. Beispielsweise sorgen die besondere Geometrie unserer Kinderfahrradanhänger und der tiefe Schwerpunkt für maximale Stabilität. Unsere innovativen und patentierten Kopfprotektoren bieten optimalen Schutz, indem sie im Falle eines Umkippens für einen lebenswichtigen Sicherheitsabstand zwischen dem Kopf Deines Kindes und dem Boden sorgen.
Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt, empfehlen wir das Tragen eines Helmes im Fahrradanhänger daher zu 100 Prozent. Der Sicherheit Deines Kindes zuliebe! Kinder, die selbstständig sitzen können, sollten einen Helm im Fahrradanhänger tragen.
Ihr Köpfchen kann mit einem Helm nicht gut aufliegen, somit wird die Nackenmuskulatur überstrapaziert.
Fahrradhelm im Anhänger: Was beim Kauf zu beachten ist
Damit der Fahrradhelm den Kopf Deines Kindes im Falle eines Sturzes optimal vor Verletzungen schützt, gilt es beim Kauf einige wichtige Punkte zu beachten. Dabei spielt auch der Tragekomfort eine große Rolle.
Die Passform des Helms ist entscheidend. Der Helm muss gut sitzen und darf nicht verrutschen, um optimalen Schutz zu gewährleisten. Er sollte eng anliegen, aber nicht drücken, damit keine Kopfschmerzen entstehen. Der Helm sollte mittig auf dem Kopf Deines Kindes sitzen und die Hälfte der Stirn bedecken, um den Ober- und Hinterkopf sowie die Schläfen zu schützen.
Zusätzlich sollte der Helm fest sitzen und nicht über die Stirn oder in den Nacken rutschen. Kinder sollten daher unbedingt beim Kauf des Helmes dabei sein, damit die richtige Passform garantiert ist und Dein Kind den Helm gerne trägt. Zusätzlich kann es das Aussehen des Helmes mitbestimmen - ein wichtiger Punkt für Kinder, damit sie den Helm auch tragen wollen.
Wichtig: Helme solltest Du niemals gebraucht kaufen! ADAC- und TÜV-Tests empfehlen zudem, den Helm alle fünf Jahre zu ersetzen. Die Helmform sollte hinten möglichst abgeflacht sein, damit die Beweglichkeit Deines Kindes nicht beeinträchtigt wird und der Kopf bequem angelehnt werden kann. Eine angenehme Polsterung im Inneren des Helmes schützt den Kopf Deines Kindes zusätzlich vor Druckstellen und erhöht Den Tragekomfort.
Der Helm sollte rundum mit Reflektoren und LED-Beleuchtung ausgestattet sein, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Helle, auffällige Farben und Designs machen den Helm nicht nur attraktiver für Dein Kind. Sie verbessern auch die Sichtbarkeit und verhindern übermäßiges Aufheizen durch Sonnenstrahlen.
Wichtig: Gehe auch Du stets als gutes Vorbild voran und trage selbst immer einen Helm! Sicherheit ist eines der zentralen Themen im Straßenverkehr.
Helmpflicht per Gesetz: Ja oder nein?
In Deutschland gibt es keine Helmpflicht auf dem Fahrrad. Besonders Fahrzeuge, die keinen umschließenden Fahrgastraum haben, müssen anders für Sicherheit sorgen. Airbags und meist auch Sicherheitsgurte sind in der Regel nicht möglich bzw. würden wirkungslos bleiben. Um dennoch ein gewisses Maß an Sicherheit zu gewährleisten, wurde die Helmpflicht per Gesetz eingeführt.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist § 21a der Straßenverkehrsordnung (StVO). Auf Motorrädern, Trikes, Quads und einigen E-Bikes muss demnach immer ein Helm aufgesetzt werden. Explizit mit einer Schutzhelmpflicht belegt sind also Krafträder und offene Fahrzeuge, die schneller als 20 km/h fahren können.
Im benannten Paragraphen ist zudem bestimmt, dass ein Schutzhelm dann zu tragen ist, wenn die Fahrzeuge keine Möglichkeit zum Anschnallen bieten. Dies beantwortet dann auch die Fragen, ob eine Helmpflicht im Cabrio besteht. Wichtig ist zudem auch, dass nicht nur Fahrer einen Helm tragen müssen, sondern auch etwaige Mitfahrer.
In diesem Fall gilt die Helmpflicht explizit auch für Kinder, wenn diese beispielsweise im Beiwagen oder auf dem Quad mitfahren.
Gibt es Ausnahmen von der Helmpflicht? Ist eine Befreiung unter Umständen möglich?
Bestehen außerordentliche Gründe, dass ein Helm nicht getragen werden kann, ist eine Befreiung von der Helmpflicht eine Option. Dies wird jedoch immer für den jeweiligen Einzelfall entschieden. Liegen zum Beispiel gesundheitliche Gründe vor, muss dies durch ein Gutachten bzw. durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden.
Allerdings kommt hier die gängige Rechtsprechung zum Tragen, wonach durch den Helm Ohren, Stirn und Nacken geschützt sein müssen. Per Gesetz ist ein geeigneter Helm vorgeschrieben, was einen solchen ausmacht, ist jedoch in der StVO nicht festgehalten.
Auch von Bedeutung in diesem Zusammenhang ist die ECE-Norm 22-05, welche in vielen Ländern der Europäischen Union den gesetzlichen Standard für geeignete Helme darstellt. In Deutschland ist das entsprechende Prüfsiegel nicht vorgeschrieben, allerdings wird empfohlen, dass Helme den Vorgaben der Norm entsprechen sollten. Da diese Vorschriften in anderen Ländern per Gesetz erfüllt sein müssen, können Fahrten mit Helmen ohne entsprechendes Prüfsiegel im Ausland zu Bußgeldern führen.
Nur mit Helm? Was ist beim Radfahren vorgeschrieben?
Ob Radfahrer in Bezug auf die Helmpflicht pro oder contra sind, hat in Deutschland rechtlich keine Auswirkungen. Eine Pflicht, auf dem Rad einen Helm zu tragen, gibt es hier nicht. Auf dem Rad entscheidet jeder selbst, ob der Kopf per Helm geschützt wird oder nicht.
Achtung: Auch bei bestimmten Pedelecs ist ein Helm Pflicht. Das S-Pedelec, welches bis zu 45 km/h schnell werden kann, erfüllt die Voraussetzungen aus § 21a StVO. Somit gilt auch auf diesem eine Helmpflicht.
Anders können die Regelungen zum Beispiel im Urlaub aussehen, denn in einigen Ländern ist auch auf dem Fahrrad eine Helmpflicht zu beachten. Ob dies für Erwachsene oder nur für Kinder gilt, sollten Reisende vorab klären.
Ohne Helm unterwegs?
Wer mit einem Fahrzeug fährt, für das eine Helmpflicht zu beachten ist, jedoch keinen Helm trägt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Helmpflicht zu missachten, bedeutet in Deutschland ein Verwarngeld von 15 Euro. Werden allerdings Kinder ohne Helm mitgenommen, erhöht sich der Betrag auf 60 Euro und ein Punkt in Flensburg wird ebenfalls eingetragen.
So kann Fahrern durchaus eine Mitschuld an einem Unfall eingeräumt werden, wenn sie fahrlässig oder vorsätzlich ohne vorgeschriebenen Helm unterwegs waren. Die Missachtung der Helmpflicht ist auch in Bezug auf den Versicherungsschutz von Bedeutung. Versicherungen können die Zahlungen teilweise oder ganz verweigern bzw. den Versicherten in Regress nehmen.
Eine Helmpflicht fürs Fahrrad? Das müssen Sie wissen
Das Tragen eines Helmes ist in Deutschland keine Pflicht, doch gilt eine grundsätzliche Empfehlung für Radfahrer, einen Fahrradhelm aufzusetzen, wenn sie im Straßenverkehr fahren. Laut einer Statistik der Datenbank der Unfallforschung der Versicherer, führen Unfälle in 46 Prozent der Fälle zu Kopfverletzungen, wenn der Radfahrer einen Helm trug.
Statistiken zeigen auf, dass die Anzahl an Verletzungen bei Radfahrern in anderen Ländern zurückgehen nach der Einführung einer Helmpflicht fürs Fahrrad. Rein sozialwirtschaftlich betrachtet wäre eine Fahrradhelmpflicht laut Experten nicht sinnvoll.
Verschiedene Studien zeigen auf, dass weniger Menschen nach der Einführung einer Helmpflicht für Fahrradfahrer auf das Rad steigen. Die Zahlen variieren zwischen 10 Prozent und 40 Prozent weniger Radler. Für diese Menschen entfallen die positiven Wirkungen des Radfahrens - etwa die Bewegung.
Aus diesem Grund könnte sich deren Risikobereitschaft erhöhen. Mit einem Helm auf dem Kopf könnten sich viele Radfahrer deutlich sicherer und geschützter fühlen.
Gilt eine Helmpflicht fürs Fahrrad in Italien?
In vielen Ländern gilt eine Helmpflicht fürs Fahrrad. Kinder werden meist besonders geschützt. Spanien (außerhalb geschlossener Ortschaften.
Jung oder alt: Wer trägt einen Helm?
Die Helmtragequote lag 2022 bei 40,3 Prozent. Dabei war sie bei Pedelecfahrern mit 60,1 Prozent deutlich höher als bei konventionellen Radfahrerinnen und -fahrern (34 Prozent). Am höchsten - 81,3 Prozent - war sie 2022 bei den Jüngsten, nämlich bei Kindern von sechs bis zehn Jahren.
Bei einem Unfall trägt er oder sie ohne Schutzhelm daher kein Mitverschulden an einer Kopfverletzung. Mit 31,2 Prozent liegt die Gruppe der 17- bis 21-Jährigen in der Statistik ganz hinten. Bei der Ausübung ihres Sports in der Freizeit und im Rahmen von Wettkämpfen wird dringend geraten, einen Helm zu tragen.
Keine gesetzliche Helmpflicht besteht auch für Pedelecs bis 25 km/h. Schnelle Pedelecs bis 45 km/h gelten als Kraftfahrzeuge und dürfen nur mit einem geeigneten Helm gefahren werden. Auch für E-Bikes, die ohne Tretunterstützung diese Geschwindigkeiten erreichen können, gilt eine gesetzliche Helmpflicht.
In Spanien besteht sie außerhalb geschlossener Ortschaften für alle. Nur in einer Handvoll Staaten weltweit existiert eine Helmpflicht für Radfahrende jeden Alters, die auch kontrolliert wird. In weiteren Ländern, darunter Österreich, Tschechien, Kroatien und Schweden, müssen Kinder und Jugendliche grundsätzlich einen Fahrradhelm tragen. Dabei variiert die Altersgrenze von Land zu Land.
Nach dieser Studie war bei einem Viertel aller Fahrradunfälle der Kopf betroffen, und Helme konnten 20 Prozent der leichten und 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen verhindern. Nach einer Studie im International Journal of Epidemiology von 2019 ging die Zahl tödlicher Unfälle von Radfahrern deutlich zurück. Pionier war Australien, in dessen Bundesstaaten und Territorien die Verpflichtung zum Tragen eines Helms zwischen 1990 und 1992 eingeführt wurde.
Als Fazit der zahlreichen Crashversuche stellte sie fest, dass richtig getragene Fahrradhelme das Risiko schwerer Kopfverletzungen bei einem Unfall - sowohl mit einem Unfallgegner als auch bei einem Sturz ohne Fremdbeteiligung - deutlich reduzieren. Die Dekra Fahrzeugtechnik testete und bewertete 2020 das Nutzenpotenzial von Fahrradhelmen in realen Unfallszenarien.
Tipps zum Helmkauf und zum Tragen
Die wichtigste Empfehlung ist, auch für jede noch so kurze Strecke auf dem Rad einen Helm zu tragen. Dass der Helm den geltenden Anforderungen genügt, zeigt das CE-Kennzeichen als Mindestanforderung. Vor dem Kauf sollte man ihn unbedingt anprobieren.
Der Helm sollte mit einer LED-Beleuchtung und reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen ausgestattet sein. Noch besser wird die Sichtbarkeit mit einem hellen Design in auffälligen Farben.
Beim aufgesetzten Helm sollen sie vor und hinter dem Ohr vorbeilaufen. Vor dem Aufsetzen ist darauf zu achten, dass die Riemen nicht verdreht sind. Das Kinnriemenschloss darf bei straff gespanntem Riemen nicht direkt auf dem Unterkieferknochen aufliegen, sondern unter dem Kinn.
Bei geschlossenem Kinnriemen darf er sich nicht verschieben lassen. Der Helm soll mittig auf dem Kopf sitzen und die Hälfte der Stirn bedecken. Der TÜV empfiehlt ebenso wie der ADAC, einen Helm nach fünf Jahren auszumustern.
Eltern sind oft unsicher, ob ihre Kinder beim Fahrradfahren einen Schutzhelm tragen müssen. Wie sieht hier die rechtliche Situation aus? Dies erfahren Sie in dem folgenden Beitrag. Beim Thema Helmpflicht für Radfahrer sind die Ansichten geteilt.
Dies muss sich allerdings aus konkreten Umfragen ergeben. Auf jeden Fall sollten Eltern bei Fahrten ins Ausland aufpassen. Hier kann unter Umständen das Tragen eines Schutzhelms beim Radfahren vorgeschrieben sein. Das gilt vor allem bei Kindern. Ein Fahrradhelm muss dem Kind richtig passen und es muss wissen, wie es den Helm richtig aufsetzt und schließt.
Ein Helm kann aber trotzdem sinnvoll sein, um den Kopf bei einem Sturz vor Verletzungen zu schützen. Dafür muss er aber richtig getragen werden. In Deutschland gibt es keine Helmpflicht auf dem Fahrrad - weder für Erwachsene, noch für Kinder.
Er darf weder wackeln, noch sollte er über die Stirn oder in den Nacken rutschen. Um den individuell passenden Fahrradhelm zu finden, sollte das Kind in jedem Fall beim Kauf dabei sein. Fakt ist: Nicht jedes Helmmodell passt zu jeder Kopfform.Damit ein Fahrradhelm den Kopf beim Sturz vor Verletzungen schützen kann, muss er richtig passen und korrekt aufgesetzt werden.
Den Helm richtig aufsetzen. Außerdem wird ein Fahrradhelm, der dem Kind nicht nur passt, sondern auch optisch gefällt, eher getragen. Eltern sind Vorbilder: Tragen sie selbst einen Helm auf dem Rad, werden es auch ihre Kinder freiwillig tun.
Der Helm sollte fest auf dem Kopf des Kindes sitzen, aber nicht drücken. Dazu darf es aber nicht zu stramm angezogen werden, weil das Kopfschmerzen verursachen kann. Dazu wird der Helm fixiert. Mit dem Verstellsystem im Nacken.
Es dürfen nur dünne Mützen verwendet werden. Trägt das Kind eine Mütze unter dem Helm, muss der Gurt angepasst werden. Dicker Wollmützen verhindern, dass der Helm nah genug am Kopf sitzt. Er kann dann leicht verrutschen.
Qualität und Haltbarkeit des Fahrradhelms prüfen
In jedem Helm sollte das Herstellungsdatum vermerkt sein. Kunststoffe altern, daher sollten Helme nach etwa fünf Jahren ausgetauscht werden. Von Sonderangeboten ohne Herstellerdatum sollte man lieber die Finger lassen. Außerdem sollte der Helm das GS-Zeichen tragen.
Ohne Fahrradhelm auf den Spielplatz spielen
Beim Klettern und Toben auf dem Spielplatz können sie aber gefährlich werden. Wenn Kinder auf dem Spielplatz spielen, sollten sie den Helm abnehmen. Im Straßenverkehr können Fahrradhelme Kinderköpfe bei einem Sturz vor Verletzungen schützen.
Auch die Haltegurte des Helms können an engen Stellen oder Seilknoten hängen bleiben und zur Strangulationsgefahr werden. Klettergerüste sind so konstruiert, dass zwischen den Sprossen immer ein Kinderkopf unbehindert hindurchrutschen kann. Trägt ein Kind aber einen Fahrradhelm, bleibt es unweigerlich in der Konstruktion hängen und kann sich dabei schwer verletzen.
Fahrradhelme sind immer ein Kompromiss zwischen optimaler Schutzwirkung und Belüftung sowie geringem Gewicht, damit der Tragkomfort möglichst hoch ist. Zudem können spielende Kinder mit Fahrradhelm an engen Einstiegen und Durchlaufbarrieren beispielsweise an Kletter- und Rutschgeräten, mit dem Helm so heftig anstoßen, dass sie sich schwere Genickverletzungen zuziehen. Fahrradhelme nur fürs Radfahren nutzen.
Sie sind so konstruiert, dass sie den Kopf bei fahrradtypischen Stürzen schützen sollen. Daher überdecken Fahrradhelme die obere Schädelhälfte und können durch einen gewissen Überstand im Stirnbereich auch das Gesicht teilweise vor Verletzungen schützen. Im Seiten- und Hinterkopfbereich ist kein ausgeprägter Schutz vorhanden, weil an diesen Stellen weniger mit typischen Verletzungen gerechnet wird. Fahrradhelme eignen sich deshalb nicht als Kopfschutz beim Reiten, Inlineskaten oder anderen Sportarten. Bei Stürzen vom Fahrrad ist die Bewegung in erster Linie nach vorne gerichtet.
Verletzungsrisiko beim Inlineskaten mit Fahrradhelm
Ein guter Inlineskating-Helm ist um den Hinterkopf herumgeschlossen und hat nicht die für Fahrradhelme oft typische aerodynamisch spitz zulaufende Form. Beim Inlineskaten ist die Gefahr besonders hoch, nach hinten zu fallen. Ein Fahrradhelm würde hier die gleichen Gefahren bergen wie beim Inlineskaten.
Auch ein Sturz nach hinten kann niemals ausgeschlossen werden. Stürze vom Pferd erfolgen oft seitlich, wenn das Pferd eine schnelle Ausweichbewegung vollführt. Eine ähnliche Gefahr besteht, wenn man Fahrradhelme beim Reiten verwendet.
Bei Ausritten ins Gelände könnten Baumzweige in den Lüftungsschlitzen des Fahrradhelmes hängen bleiben und Reiter:innen vom Pferd ziehen oder so aus dem Gleichgewicht bringen, dass sie stürzen. Außerdem ist ein Fahrradhelm in seiner Leichtbauweise nicht geeignet, den Schlag eines Pferdehufes abzuwehren. Bei einem Sturz kann dies jedoch lebenswichtig sein.
Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter.
Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten.
Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind - rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
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