Anleitung: ABUS Fahrradhelm Gurtband richtig einstellen

Ein gut sitzender Fahrradhelm ist entscheidend für die Sicherheit beim Radfahren. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie das Gurtband Ihres ABUS Fahrradhelms richtig einstellen und die passende Größe ermitteln.

Die richtige Größe finden

Kopfumfang messen

Um die passende Größe eines Fahrradhelms zu ermitteln, benötigen Sie Ihren Kopfumfang. Nehmen Sie entweder ein Maßband oder eine Schnur in Kombination mit einem Zollstock. Legen Sie das Maßband bzw. die Schnur um Ihren Kopf. Beginnen Sie das Ausmessen über einem Ihrer Ohren und wandern Sie von dort mit dem Band über Ihre Stirn, das andere Ohr und den Hinterkopf bis hin zum ersten Ohr.

Am Hinterkopf sollte Ihr Maßband knapp über den Schädelknochen verlaufen, auf der Stirn etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen. Wenn Sie das Band einmal um Ihren Kopf gelegt haben, markieren Sie mit einem Finger oder einem Stift, wo es sich überlappt. Dabei kann es hilfreich sein, sich vor einen Spiegel zu stellen. Sie können sich aber auch von einer anderen Person helfen lassen. Im Anschluss lesen Sie den Messwert einfach ab, oder legen Sie die Schnur an den Zollstock an.

Wenn Sie sich für einen Helm entschieden haben, der Ihren Ansprüchen entspricht, können Sie nun mit Ihrem Kopfumfang die passende Größe auswählen. Helmgrößen werden in den meisten Fällen in Bereichen angegeben, also zum Beispiel von 52 bis 58 Zentimetern.

Größentabellen der Hersteller

Die Hersteller von Fahrradhelmen nutzen zur Angabe der Helm-Größe ein Buchstabensystem meist von XS bis XL wie auch bei Modeherstellern. Jede dieser Größen liegt in einem bestimmten Zentimeter-Bereich, der sich auf Ihren Kopfumfang bezieht. Jedoch sind die Größen der Hersteller nicht genormt und unterscheiden sich je nach Marke und Modell. Hinzu kommt, dass viele dieser Helme mit einem Größenverstellsystem ausgestattet sind, das Ihnen ermöglicht Ihren Helm nochmal individuell an Ihren Kopf anzupassen.

Bei uns finden Sie die genauen Zentimeter-Bereich, für die sich die Größe eine Helm-Modells eignet, direkt auf den Produktseiten. Nichtsdestotrotz können Sie sich an den folgenden Richtwerten orientieren:

Fahrradhelm-Größe Kopfumfang
Größe XS 46 bis 51 cm
Größe S 51 bis 55 cm
Größe M 52 bis 57 cm
Größe L 56 bis 62 cm
Größe XL 61 bis 65 cm

Was tun bei Zwischengrößen?

Manchmal passiert es, dass Sie bei der Auswahl des passenden Helms vor dem Problem stehen, dass Ihr Kopfumfang genau zwischen zwei Helmgrößen liegt. In diesem Fall sollten Sie sich auf jeden Fall für die größere Helmgröße entscheiden. Dies vermeidet Druckstellen und verbessert damit den Tragekomfort. Außerdem können Sie bei kühlen Temperaturen noch eine Mütze unter den Helm ziehen.

Kinderhelm-Größe

Um den richtigen Fahrradhelm für Ihr Kind zu auszuwählen, benötigen Sie ebenfalls den Kopfumfang Ihres Sprösslings. Sie messen ihn genauso wie bei Ihnen, indem Sie ein Maßband oder eine Schnur um den Kopf legen. Auch hier sollten Sie das Maßband bei der Messung ein kleines Stück über den Augenbrauen sowie den Schädelknochen ansetzen. Kinder-Fahrradhelme sind erheblich kleiner als solche für Erwachsene. Je nach Alter und Haarpracht können dabei Größen ab 40 Zentimeter Kopfumfang herauskommen. Sie sollten in jedem Fall eine passende Größe auswählen und auf keinen Fall eine Nummer größer zum „Hineinwachsen“. Ein Fahrradhelm für Kinder schützt nur, wenn er wirklich passt.

Fullface-Helm

Die richtige Größe für einen Downhill- & Fullface-Helm auszuwählen ist etwas schwieriger, als für einen offenen Fahrradhelm. Grundsätzlich ist bei Fullface-Helmen auch der Kopfumfang der entscheidende Faktor bei der Größenauswahl. Hinzu kommen allerdings noch Aspekte wie Ihre Kopfform und die Dicke der Polsterung. Diese Eigenschaften lassen sich nicht immer anpassen.

Den Helm richtig einstellen

Je nach Helm können Sie dazu das Verstellsystem des Kopfrings, das Gurtband und den Kinnverschluss einstellen. Mit dem Verstellsystem am Kopfring passen Sie die Größe spezifisch an Ihren Kopf an. Öffnen Sie zuerst den Kopfring soweit es geht. Drehen Sie dazu die Einstellschraube, welche sich meistens am Hinterkopf befindet, ganz nach links. Setzen Sie den Helm dann auf Ihren Kopf und drehen Sie den Drehverschluss langsam wieder zu. Ideal eingestellt ist er, wenn Sie einen ganz leichten Druck an den Kontaktstellen spüren. Der Helm sollte dann kaum noch Bewegungsspielraum haben, wenn Sie den Kopf schütteln. Im Prinzip sollte er nicht zu locker und nicht zu fest sein. Wenn Sie Kopfschmerzen bekommen, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Helm zu eng sitzt. Rutscht er Ihnen beim Fahren ins Gesicht, ist er zu locker.

Das Gurtband sollten Sie ebenfalls nach dem Prinzip nicht zu locker und nicht zu fest einstellen. Ein wenig Platz zwischen Ihren Wangen und dem Gurtband sollte sein. Bei manchen Fahrradhelmen können Sie auch die Gurte um den Bereich der Ohren einstellen. Die Gurte sollten weiträumig um die Ohren verlaufen und weder das Ohrläppchen noch die Ohrmuschel berühren.

Die Einstellung des Gurtbandes am Fahrradhelm geht einher mit dem Einstellen des Kinnverschlusses. Nachdem Sie den Kinnverschluss geschlossen haben, sollte noch ungefähr ein bis zwei Finger zwischen Ihr Kinn und dem Verschluss passen.

ABUS Urban-i 3.0: Ein Beispiel

Der Abus Urban-i 3.0 ist als Stadthelm konzipiert und für den Einsatz im Alltag vorgesehen. Das integrierte rote Licht erhöht die Sichtbarkeit im Dunkeln. Die Verarbeitung der verschiedenen Materialien wirkt sauber, Produktionsrückstände, Spritz- oder Pressüberstände gibt es bei unserem Modell nicht. Das Fliegengitter ist gut integriert. Die Gurte sind sauber verarbeitet und machen einen soliden Eindruck. Der Magnetverschluss am Kinnriemen ist hochwertig verarbeitet und schließt beim Zusammenführen der beiden Elemente fast eigenständig. Der Abus Fahrradhelm kann für die Zwecke „Fahrradfahren“, „Skateborden“ und „Rollschuhfahren“ genutzt werden, so der Hinweis des Herstellers.

Nachdem wir uns die Bedienungsanleitung durchgelesen haben, möchten wir den Stadthelm jetzt auch auf dem Kopf testen. Das Stellrad am Hinterkopf drehen wir gegen den Uhrzeigersinn und öffnen somit die Größe bzw. den Helm. Damit auch verschiedene Kopfformen möglichst gut abgedeckt werden können, kann das Stellrad über ein Ratschensystem herausgezogen oder wieder in den Helm gedrückt werden. Auch besteht so die Möglichkeit, dass ein Zopf durch den hinteren Teil des Verschlusses gezogen werden kann. Sitzt der Helm horizontal auf dem Kopf, wird das Dreh- und Stellrad im Uhrzeigersinn gedreht. Der Innendurchmesser der Halterung verringert sich und der Helm wird langsam etwas strammer.

Der Kinnriemen kann sehr einfach eingestellt werden. Die Seitenteile haben kleine Schnellspanner/ Fixiereinheiten. Die Gurtverteiler können in der Höhe angepasst werden, indem die Fixiereinheit gelöst wird. Jetzt besteht die Möglichkeit, das „Dreieck“ über dem Ohr zu vergrößern oder zu verkleinern. Dazu wird der Fixierer entweder hoch oder herunter geschoben. Der Schließmechanismus am Kinn ist mittig zu positionieren. Der Kinngurt wird so eingestellt, dass dieser sitzt, aber nicht drückt.

Die Einstellmöglichkeit der Riemen sowie die Nutzung des Stellrads ist sehr einfach und der Fahrradhelm lässt sich gut auf die persönlichen Bedürfnisse einstellen. Der Verschluss schließt sehr einfach und kann ebenso problemlos geöffnet werden.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Helm richtig sitzt. Eigentlich sollte der Helm so sitzen, dass ein Dreieck um die Ohren entsteht. Das ist wichtig für den sicheren Sitz. Das heißt, diese "Klemme" muss direkt unter dem Ohr sitzen!

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