Actimover Fahrrad 20 Zoll Test: Was Eltern beim Kauf beachten sollten

Beim Kauf eines 20-Zoll-Kinderfahrrads gibt es einiges zu beachten. Diese Fahrräder sind in der Regel für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren mit einer Körpergröße von 115 bis 130 Zentimetern geeignet. Doch auf diese Größen- und Altersempfehlungen allein sollte man sich beim Kinderfahrrad-Kauf nicht verlassen. Am Ende ist die Innenbeinlänge des Kindes entscheidend, ob ihm schon ein 20 Zoll Fahrrad passt oder nicht. Hier gilt als Richtwert für diese Radgröße 53-62 Zentimeter. Anders als bei kleineren Kinder ist es ab einer Laufradgröße von 20 Zoll wichtig, dass sich die Sattelhöhe so einstellen lässt, dass Kinder ergonomisch perfekt in die Pedale treten können.

Worauf es beim Kauf ankommt

Ein Kinderfahrrad sollte leicht, sicher zu bedienen und günstig sein. Für Kinder im Grundschulalter spielt das Fahrrad eine wichtige Rolle, mit dem sie endlich selbst zum Sportplatz oder zur Schule fahren können. Doch was macht ein gutes 20-Zoll-Kinderfahrrad aus?

Federgabel ja oder nein?

20 Zoll ist die erste Kinderfahrrad-Größe, bei der es Mountainbike-Modelle mit Federgabel gibt. Kinder-Mountainbikes mit Federgabeln sind nicht nur deutlich teurer als Modelle mit Starrgabeln, sondern auch 1-1,5 Kilo schwerer. Breite Reifen mit wenig Luftdruck bieten genug Dämpfung für Kinder-Bikes, deren Fahrer meist 18-25 Kilogramm wiegen. Nur wenn das Kinder-Mountainbike im schweren Gelände und meist auf Trails gefahren wird, macht eine Federgabel Sinn. Allerdings nur eine gute Federgabel, die das 20 Zoll Mountainbike dann aber 1000 Euro und mehr kosten lässt. Im 20 Zoll Bereich sollte man bewusst auf eine Federgabel verzichten.

Schaltung und Kurbellänge

Bei 20 Zoll Bikes kommen Kinder erstmals mit einer Schaltung in Kontakt. Das erhöht den Aktionsradius des Nachwuchses. Wichtig dabein ist, dass die Schaltung, wie hier beim Supurb Bo20 nur einen Schalthebel hat. Im 20 Zoll Segment gibt es fast kein Kinderfahrrad mehr ohne Gangschaltung. Wichtiger als die Anzahl der Gänge der Kettenschaltung (meist sind es 7-10 Gänge) ist die Übersetzungsbandbreite der Antriebs. Da bei 20 Zoll Bikes meist Kurbeln mit einem Ketteblatt verbaut sind, sorgt eine möglichst breit abgestufte Kassette für eine große Bandbreite. Wir empfehlen bei 20 Zoll eine Bandbreite von mindestens 290 %, eine Gangspreizung von über 350 % ist sehr gut. Außerdem muss die Kurbellänge zur Körpergröße passen. Bei 20 Zoll Kinderfahrrädern empfehlen wir maximal 140 Millimeter lange Kurbeln - besser noch kürzer. Alles über 140 Millimeter macht die Tretbewegung unangenehm für die Kinder.

Bremsen und Reifen

Bei den Bremsen am 20 Zoll-Mountainbike gilt: Je sportlicher Kinderbikes genutzt werden, desto eher machen hydraulische Scheibenbremsen Sinn. Soll das Rad günstiger und leichter sein, kannst du auch zu Felgenbremsen (V-Brakes) greifen. Derselbe Grundsatz gilt für die Reifen: Je sportlicher und im mehr Gelände gefahren wird, desto breiter und ein gröberes Profil sollten sie beim 20 Zoll-MTB haben.

Testergebnisse und Empfehlungen

Insgesamt haben wir von kids-bike-test.com mehr als 110 Kinderfahrräder in 20 Zoll mit unserem objektiven Testsystem bewertet. Billig-Bikes und Discounter-Fahrräder wirst du bei uns nicht finden, denn nur mit leichten, guten Modellen haben Kinder Spaß am Fahrradfahren - egal ob auf der Straße oder im Gelände. Bereits wer weniger als 500 Euro investiert, bekommt einige sehr gute, leichte 20 Zoll Kinder-Bikes. Die besten Modelle für Mädchen und Jungen in der 20-Zoll-Liga bauen Kinderfahrrad-Spezialisten wie Trek, Eightshot oder Cube. Nimmt man für ein Kinder-Mountainbike bis zu 700 Euro in die Hand, bekommt man schon richtige Geländeflitzer mit Scheibenbremsen, breiten Stollenreifen und guten Schaltungen. Etwa 1000 Euro muss man für gute 20 Zoll Kinder Mountainbikes mit Federgabel - z.B. das Supurb BO20, Propain Dreckspatz oder V-Pace Max20 - investieren. Bei superleichten 20 Zoll Hardtails im Luxus-Segment kommen Carbon-Starrgabeln das Gewicht. Eine weitere Option für extremes Gelände und Bikeparks sind Kinder-MTB-Fullys in 20 Zoll. Mindestens 1450 Euro muss man für gute Modelle wie das Propain Frechdax ausgeben.

Die Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC Kinderfahrräder der Größe 20 Zoll untersucht. Unter den Test-Fahrrädern befanden sich vor allem Modelle beliebter Marken wie Puky, Woom, Pegasus oder Cube. Die getesteten Räder kosten zwischen etwa 270 und 575 Euro. Insgesamt vergaben die Tester:innen nur für drei der untersuchten Kinderfahrräder das Qualitätsurteil "Gut". Mit einem Notendurchschnitt von 2,2 überzeugte vor allem das Puky-Kinderrad Skyride 20-3 Alu Light. Auch die Schadstoff- und Sicherheitsprüfung überstand das Puky-Rad souverän. Mit rund 270 Euro war das Decathlon-Kinderrad mit Abstand das günstigste im Test. Überzeugen konnte das günstige Kinderfahrrad mit guten Fahreigenschaften und einer sehr guten Bewertung im Bereich Sicherheit und Haltbarkeit (1,4).

Allerdings traten wiederholt Risse an der Tretkurbel auf, weshalb das Woom im ADAC Urteil abgewertet wurde.Bei sieben Fahrrädern wurden auch Schadstoffe im Sattel festgestellt. Meistens handelte es sich um den Weichmacher DPHP (kurz für Dipropylheptylphthalat), der Kunststoffen zugesetzt wird, um diese elastisch zu machen. Der Weichmacher DPHP schädigte in Tierversuchen Schilddrüse und Hypophyse. Ein Verbot gibt es bisher nicht, das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt aber, ihn nicht einzusetzen.

Checkliste für den Kauf

Damit dein Kind viel Spaß mit seinem neuen 24 Zoll Fahrrad hat und stets sicher unterwegs ist, solltest du Folgendes beim Kauf beachten:

  • Passende Größe wählen
  • Auf hohe Qualität achten
  • Robuste Bauweise ist wichtig
  • Rad sollte über alle sicherheitsrelevanten Teile verfügen

Bekannte Mängel

Es gibt auch Kritikpunkte an einigen Modellen. Das Rad hat aber zwei ganz entscheidende Schwachpunkte. Erstens die Bremse vorn, zu der muss ich nichts weiter sagen, und zweitens die Federgabel Modell 'Federgabel'. Ich weiß nun nicht, wie sie zur Zeit federt, befürchte aber, sie federt andauernd aber wenn wirklich ein Bordstein kommt, schlägt sie durch. Schlimmer ist, dass die Führungen ausschlagen. Dann fängt das ganze Ding an zu wackeln. Bremsen vorn willst du dann nicht mehr. Brauchbare Ersatzgabeln sind teuer. Schließlich ist die 21-Gang-Schaltung zu bemängeln. Nicht wegen der Gänge sondern wegen der bei 7-fach hinten verbauten Technik. Die Rad-Achsen können brechen. Verbiegen tun sie sich fast immer. Ersatzachsen sind billig, der Austausch aber nicht einfach.

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