E-Scooter Versicherung Vergleich: Alles, was Sie wissen müssen

E-Scooter sind aus deutschen Städten nicht mehr wegzudenken und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch kurze Unachtsamkeiten können schnell teuer werden - sei es bei einem Zusammenstoß mit einem Fußgänger, bei einem Autounfall oder einem selbstverschuldeten Sturz. Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Anzahl der E-Scooter-Unfälle Jahr für Jahr. 2023 registrierte die Polizei 9.425 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden, 14,1 Prozent mehr als noch im Jahr davor. 22 Personen starben, 1.220 Menschen wurden schwer verletzt. Deshalb gibt es in Deutschland eine Versicherungspflicht für E-Scooter - ohne darf man die Roller nicht auf öffentlichen Straßen fahren. Doch wie bei Autos gilt auch hier: Wer motorisiert am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen will, braucht den passenden Versicherungsschutz. Aber welche Versicherungsarten gibt es, worauf sollte man achten und welche Schäden sind abgedeckt?

Versicherungspflicht für E-Scooter in Deutschland

E-Scooter gelten laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) als Kraftfahrzeuge. Das heißt, sie unterliegen einer Versicherungspflicht, ähnlich wie Mopeds oder Mofas. Fehlt eine entsprechende Haftpflichtversicherung, darf der E-Scooter nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Die Versicherungspflicht gilt für E-Scooter, die bauartbedingt mindestens 6 km/h und maximal 20 km/h schnell fahren können. E-Scooter, die maximal 6 km/h fahren können, müssen hingegen nicht versichert werden. Außerdem muss der E-Scooter eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Einzelzulassung des Kraftfahrt-Bundesamtes haben.

Welche Versicherungen gibt es für E-Scooter?

In Deutschland ist für E-Scooter eine Haftpflichtversicherung Pflicht - ohne muss der Roller zu Hause bleiben. Die Kfz-Haftpflichtversicherung für E-Scooter ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie deckt die Schäden ab, die der Fahrer anderen Personen, Fahrzeugen oder Gegenständen zufügt. Um einen besseren Versicherungsschutz bei schweren Unfällen zu gewährleisten, bieten viele Versicherungen jedoch höhere Deckungssummen an. Die Teilkaskoversicherung für E-Scooter ist freiwillig. Sie bietet zusätzlichen Schutz für den eigenen E-Scooter. Eine Vollkaskoversicherung, wie man sie von Autos kennt, bieten Versicherer aktuell nicht an. Das heißt, selbst verschuldete Unfälle sind nicht abgedeckt.

Was kostet eine E-Scooter-Versicherung?

E-Scooter-Versicherungen sind in der Regel günstig: In unserem Vergleich lag die Haftpflichtversicherungsprämie, je nach Alter der Fahrer, zwischen 22 und 58 Euro pro Jahr. Die Prämie zahlt man für ein volles Versicherungsjahr. Ein Versicherungsjahr geht bei den E-Scootern von März bis Ende Februar des Folgejahres.

Quelle: Kaufkompass-Recherche. Stand: 23.

Leistungen der Haftpflichtversicherung

Haftpflichtschäden sind bis in Höhe von 100 Millionen Euro abgedeckt.

Leistungen der Teilkaskoversicherung

Wählt man die Teilkasko dazu, ist der E-Scooter auch bei Diebstahl, Brand oder bei Zusammenstößen mit Tieren jeglicher Art versichert. Die Selbstbeteiligung liegt dabei allerdings bei 150 Euro. War der E-Roller günstiger oder ist schon älter, dann lohnt sich die Teilkasko oftmals nicht.

E-Scooter-Versicherungen im Vergleich

Wir haben 15 E-Scooter-Versicherungen verglichen. Einige haben wir wegen zu hohen Kosten außen vor gelassen. Hier eine Auswahl:

HUK-Coburg E-Scooter-Versicherung

Unser Favorit ist die HUK-Coburg E-Scooter-Versicherung. Nach Abschluss der Versicherung und Zahlung der Jahresprämie verschickt die HUK-Coburg innerhalb von einer Woche die Versicherungsplakette. Alternativ kann man die Versicherungsplakette auch in einer Filiale der HUK-Coburg abholen. Bei Fragen zum Vertrag ist der Kundenservice Montag bis Freitag von 8 bis 21 Uhr sowie Samstag von 8 bis 14 Uhr telefonisch erreichbar.

Quelle: Kaufkompass-Recherche. Stand: 23.

DEVK E-Scooter-Versicherung

Haftpflichtschäden sind bei der DEVK bis in Höhe von 100 Millionen Euro abgedeckt. Wählt man die Teilkasko dazu, ist der E-Scooter auch bei Diebstahl oder Beschädigung abgesichert. Die Selbstbeteiligung liegt dafür bei 150 Euro. Mitversichert sind auch Kurzschlussschäden inklusive Folgeschäden bis zu 6.000 Euro. Nach Abschluss der Versicherung und Zahlung der Jahresprämie verschickt die DEVK innerhalb ca. zwei Wochen die Versicherungsplakette. Alternativ kann man die Versicherungsplakette auch in einer Filiale der DEVK abholen. Bei Fragen zum Vertrag ist der Kundenservice Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar.

Quelle: Kaufkompass-Recherche. Stand: 23.

WGV E-Scooter-Versicherung

Auch die WGV E-Scooter-Versicherung ist verhältnismäßig günstig. Die WGV E-Scooter-Versicherung punktet beim Preis und bei den Leistungen. Haftpflichtschäden sind bei der WGV bis in Höhe von 100 Millionen Euro abgedeckt. Wählt man die Teilkasko dazu, ist der E-Scooter auch bei Diebstahl oder Beschädigung abgesichert. Muss der Roller repariert werden, dann liegt die Selbstbeteiligung bei 150 Euro. Bei Diebstahl zahlt man 300 Euro - bei älteren Rollern lohnt sich deshalb eine Teilkasko oftmals nicht. Nach Abschluss der Versicherung und Zahlung der Jahresprämie verschickt die WGV innerhalb weniger Tage die Versicherungsplakette. Bei Fragen zum Vertrag ist der Kundenservice Montag bis Freitag von 7:45 bis 19 Uhr sowie Samstag von 9 bis 14 Uhr telefonisch erreichbar.

Quelle: Kaufkompass-Recherche. Stand: 23.

Weitere Anbieter

  • Debeka E-Scooter-Versicherung: Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung.
  • Gothaer E-Scooter-Versicherung: Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung.
  • Admiral Direkt E-Scooter-Versicherung: Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung.

Quelle: Kaufkompass-Recherche. Stand: 23.

Häufige Fragen zur E-Scooter-Versicherung

Wir haben die Fragen, die man uns am häufigsten stellt, zusammengetragen, um Ihnen hier einen einfachen Überblick zu geben und Ihre ersten Fragen zu beantworten.

Welche E-Scooter brauchen eine Versicherung?

Gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) werden E-Scooter als Kraftfahrzeuge eingestuft. Daher besteht eine Versicherungspflicht, vergleichbar mit der Regelung für Mopeds oder Mofas.

Was deckt die E-Scooter-Versicherung ab?

  • Personenschäden: Ein Zusammenstoß mit einem Passanten ist schnell passiert. Dies kann zu Schmerzensgeldforderungen führen oder auch zu Forderungen von Verdienstausfallzahlungen. Derartige Kosten werden von der E-Scooter-Versicherung übernommen.
  • Sachschäden
  • Akkuschäden

Was ist beim Abschluss einer E-Scooter-Versicherung zu beachten?

Wie auch bei einem herkömmlichen Kraftfahrzeug, also einem Auto oder einem Roller, muss auch ein Elektro-Scooter vorschriftsgemäß durch einen Haftpflichtversicherungsschutz abgesichert sein. Er fällt nämlich unter die Klasse der Elektrokleinstfahrzeuge. Eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) brauchst Du demnach auch, zudem darfst du deinen E-Scooter auf öffentlichen Straßen nicht schneller als 20 km/h bzw. 25 km/h fahren. Der Versicherungsschutz für einen Elektro-Scooter ähnelt einer normalen KFZ Versicherung, wie du sie vom Auto, Motorrad oder LKW kennst.

Wie finde ich den günstigsten Tarif?

Es gibt verschiedene Versicherer, die dir eine E-Scooter Haftpflicht und eine Teilkasko anbieten. Wir finden gemeinsam mit dir den passenden Versicherungsschutz. Bitte halte deine Papiere, wie die Betriebserlaubnis, bereit und nutze unseren Service.

Tabelle: Kostenbeispiele für E-Scooter Versicherungen

Tarif Fahrer über 23 Fahrer unter 23 Selbstbeteiligung
Haftpflicht 27,30 € jährlich 41,20 € jährlich -
Haftpflicht + Teilkasko 54,80 € jährlich 70,50 € jährlich 150 €

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