Schon früh am Morgen geht es los: beim ADAC Mini Bike Cup treffen sich Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland und Europa auf den Rennstrecken. Neben Teilnehmern aus dem ADAC Hessen/Thüringen und dem ADAC Sachsen reisen die jungen Rennfahrer sogar aus den Niederlanden und der Ukraine an.
Internationale Nachwuchsförderung
Max Kumpf, stellvertretender Motorradreferent im ADAC Westfalen, misst der Nachwuchsförderung eine besondere Bedeutung bei. Mit dem Mini- und Pocketbikecup in Harsewinkel werden neue Maßstäbe in Punkto Jugendförderung gesetzt. Der ADAC Pocket Bike Cup und der ADAC Mini Bike Cup gehen bei zehn Veranstaltungen in ganz Deutschland an den Start.
Besonders erfreulich ist die Teilnahme von Rennfahrer Konstantyn Pisarev, der nach seiner Flucht aus der Ukraine mit seiner Familie nun Teil der ADAC-Familie ist. Seitdem ist der 34-Jährige Trainer im Northern Talent Cup, und auch sein Sohn dreht auf dem Pocketbike die Runden. Für Konstantyn ist es schön zu sehen, wie die Familientradition fortgeführt wird.
Der ADAC Mini Bike Cup
Der ADAC Mini Bike Cup wurde 1999 erstmalig deutschlandweit ausgetragen und hat sich seitdem einen guten Ruf als Karrieresprungbrett erarbeitet. Viele erfolgreiche Rennfahrer haben sich ihre Sporen im Mini Bike Cup verdient. Das Minibike ist nach dem Pocket Bike die nächstgrößere Rennsportklasse, in der sich interessierte Nachwuchsfahrer unter kontrollierten Bedingungen motorsportlich betätigen können.
Der ADAC richtet mit dem Minibike Cup die passende Rennserie aus. Gefahren wird in zwei Leistungsklassen, wobei in der Nachwuchsklasse Sportler mit Minibikeerfahrung aus der Einsteigerklasse starten, um eine größtmögliche Chancengleichheit zu gewährleisten.
Technische Details der Honda-Motorräder
Im ADAC Mini Bike Cup werden einheitliche Motorräder der Marke Honda eingesetzt. Hier sind einige technische Details:
- Leergewicht: 73.6 kg
- Motor: Luftgekühlter 4-Takt Einzylinder
- Hubraum: 100 cm³
- Leistung: 8.4 PS
- Getriebe: manuell 5-Gang
Neue Klasse mit Ohvale Mini Bike
Eine neue Klasse macht den ADAC Mini Bike Cup noch attraktiver. Im ADAC Mini Bike Cup ergänzt eine neue Klasse für ein Mini Bike des Herstellers Ohvale aus Italien die bestehenden Klassen. Eingesetzt wird das Mini Bike Ohvale GP-0 110 4S, das von einem 110ccm 4-Gang Viertaktmotor angetrieben wird und nicht nur mit seiner Technik, sondern auch mit attraktiven Anschaffungs- und Unterhaltskosten überzeugt. Ausgeschrieben ist das neue Angebot ab 2021 für alle interessierten Motorrad-Youngster der Jahrgänge 2006 bis 2012, auch internationale Fahrerinnen und Fahrer können an Rennen der Ohvale-Klasse im Rahmen der Veranstaltungen des ADAC Mini Bike Cup teilnehmen.
Veranstaltungen und Termine
Zehn gemeinsame Termine stehen für den ADAC Pocket Bike Cup und den ADAC Mini Bike Cup auf dem Programm. Auf einen zweitägigen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben am 17. /18. April 2021 folgen neun eintägige Events: Im Mai (1.5.) findet der Saisonstart in Bopfingen statt, Veranstaltungen in Faßberg (5.6.) und Templin (12.06.) folgen im Juni. Im Sommer stehen Rennen in Mülsen (3.7.), in Schlüsselfeld (24.7.), in Wittgenborn (7.8.) und das Auslandsrennen in Cheb (21.8.) in Tschechien an.
Einblicke in ein Rennwochenende
Am 17. Juli eroberten die Zweiräder die Kartbahn in Templin. Die Motorsportgemeinschaft Eberswalde, Ortsclub im ADAC Berlin-Brandenburg, veranstaltete den ADAC Mini Bike und Pocket Bike Cup. Rund 40 Nachwuchsrennfahrer aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Ukraine im Alter von 6 bis 14 Jahren konnten ihre Kräfte auf der Rennstrecke messen. Unter den Startern war der 9-jährige Berliner Nico Weiße, der in der Einsteigerklasse des Mini Bike Cups unter der Flagge des ADAC Berlin-Brandenburg fuhr.
Nico Weiße steht noch am Anfang einer möglichen Karriere als Motorradrennfahrer. Doch als Sohn des zweifachen DDR-Meisters Andreas Brandt kann er auf die Unterstützung eines Profis bauen. Der Spaß am Motorradfahren und an den Wettkämpfen stehen bei ihm und seiner Familie im Vordergrund. Anders als im Motocross-Bereich sind die Trainingsmöglichkeiten im Motorrad-Straßenrennsport begrenzt.
"Ich bin erstaunt über das hohe Niveau im gesamten Mini Bike Cup", berichtet Nicos Vater Andreas Brandt. Für das Motorradfahren brauchen die Piloten auch eine gute Kondition. Die holt sich Nico übrigens beim Fußballspielen, seinem zweiten Hobby, das er in einem Köpenicker Verein aktiv betreibt.
Der ADAC Pocket Bike Cup
Der ADAC Pocket Bike Cup ist die frühestmögliche Einstiegsklasse des ADAC in den Motorrad Straßenrennsport. Hier können junge Talente ab 6 Jahren mit dem Motorrad-Rennsport beginnen. Während der Saison werden zwischen 7 und 9 Veranstaltungen mit jeweils zwei Wertungsläufen durchgeführt. Am Anfang des Jahres findet ein Einführungslehrgang statt, bei dem die Fahrer auf die Saison vorbereitet werden. Gefahren wird im gesamten Bundesgebiet in der Regel auf Kartbahnen. Der ADAC Pocket Bike Cup findet im Rahmen des ADAC Mini Bike Cups statt.
Das Motorrad ist eine rund 4 PS starke Miniaturausgabe einer großen Rennmaschine, die für die kleinen Nachwuchspiloten besonders geeignet ist. Im ADAC Pocket Bike Cup sind nur Pocket Bikes des Herstellers POLINI zugelassen. Die Motorräder wiegen etwa 20 Kilogramm. Die Einschreibegebühr beinhaltet den Einführungslehrgang, alle Nenngelder zu den Veranstaltungen, sowie die gesamte und umfassende Betreuung während der Saison.
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