Kälte setzt auch Motorradbatterien zu. Startprobleme im Winter oder zu Saisonbeginn sind dann keine Seltenheit. Ein Batterieladegerät fürs Motorrad schafft Abhilfe.
Wir zeigen die besten Geräte.
Warum ein Motorrad-Batterieladegerät wichtig ist
Springt das Motorrad nach der Winterpause wieder an? Motorradfahren bei Regen, Schnee und Eis? Das ist für die meisten Biker:innen keine Option. Sie warten lieber auf den Frühling und stellen ihr Fahrzeug in der Zwischenzeit ab.
Die Winterpause kann sich allerdings negativ auf die Batterie auswirken.
Im schlimmsten Fall macht die Motorradbatterie beim nächsten Startversuch schlapp.
Die Batterie ist leer, außer Schieben oder Kickstarten geht nichts mehr!
Verhindern lässt sich das, indem man die Spannung der Batterie über den Winter mit einem Ladegerät aufrechterhält.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Ein bisschen Intelligenz schadet bekanntlich nie - auch nicht bei einem Ladegerät für Motorradbatterien. Gemeint ist in diesem Fall, dass das Batterieladegerät den Ladezustand selbständig erkennt und den Strom darauf abstimmt.
Im Gebrauch bedeutet das: Sobald die Batterie voll ist, wird automatisch von normalem Ladebetrieb auf Erhaltungsladung umgeschaltet.
Es empfiehlt sich, beim Kauf auch auf die richtige Spannung zu achten.
Üblich sind zwölf Volt, für ein Motorrad oder einen Roller können aber manchmal noch sechs Volt für den Akku nötig sein.
Ein Motorrad-Ladegerät muss einiges leisten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Neben der Betriebsspannung sind ein Kurzschluss- und Überlastungsschutz, eine automatische Abschaltung, eine Ladeerhaltung sowie ein Spritzwasserschutz wichtig.
Empfehlenswerte Batterieladegeräte für Motorräder
- CTEK MXS 5.0 Erhaltungsladegerät: Das Batterieladegerät 12 V von CTEK bietet alles, was ein intelligentes Ladegerät für Motorrad und Auto können sollte. Es hat einen Rekonditionierungsmodus für Batterien, die in einem schlechten Zustand oder tiefentladen sind. Ein spezielles Ladeprogramm für AGM-Batterien sorgt für eine schnellere Ladezeit und eine maximale Lebensdauer der Batterie. Die eingebaute Temperaturkompensation garantiert die effizienteste Ladung auch an heißen oder kalten Tagen.
- Bosch C3 intelligentes Batterieladegerät: Das automatische Batterieladegerät C3 von Bosch bietet einen Pkw- und Zweirad-Modus (12 V) für Blei-Säure-Batterien und Gel-Batterien (auch mit EFB-/AGM) sowie Zweirad-Modus (6 V). Dazu die Funktionen Erhaltungsladung, Impulsladung, Kurzschluss-/Verpolungs- und Thermoschutz. Das Ladegerät ist sehr bedienerfreundlich. Der Ladevorgang wird an den Zustand der Batterie angepasst und auf Knopfdruck gestartet. Die LED-Anzeige gibt Auskunft über den Ladezustand.
- Noco Genius10 Erhaltungsladegerät: Der Noco Genius10 ist ein 6-V- und 12-V-Batterieladegerät für alle Akkuarten.
- BMW Original-Motorrad-Batterieladegerät: Wer bei seinem BMW Motorrad Wert auf Original-Zubehör legt, greift zum BMW Motorrad-Ladegerät Plus. Das relativ teure Gerät lädt sowohl konventionelle Blei-Säure-Batterien als auch wartungsfreie Akkus (Gel/AGM) und original BMW-Motorrad-Lithium-Ionen-Starterbatterien. Das Anschließen geht komfortabel über die Motorradsteckdose oder ein Adapterkabel.
- Automatisches Motorrad-Batterieladegerät von Motopower: Der MP00205A 12 Volt von Motopower gehört zu den günstigsten Batterieladegeräten fürs Motorrad. Verstecken muss sich das intelligente Ladegerät trotzdem nicht. Es kann alle Arten von 12 V Blei-Säure-Batterien aufladen, einschließlich überfluteter oder versiegelter wartungsfreier Batterien (AGM & Gel). Das mikroprozessorgesteuerte Programm überwacht dabei den gesamten Ladevorgang und stoppt automatisch, wenn der Akku voll aufgeladen ist. Einer Überladung wird so entgegengewirkt.
- Victron Motorrad-Batterieladegerät mit Bluetooth: Victron bietet ein hocheffizientes "grünes" Gerät zum Laden für alle 12-V-Batterien, egal ob Motorrad oder Auto. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent erzeugt das Ladegerät drei- bis viermal weniger Abwärme als der übliche Industriestandard. Das Blue Power Ladegerät ist gegen Spritzwasser, Staub und Chemikalien geschützt und verfügt über mehrere Funktionen zur Verlängerung der Batterielebensdauer.
Wie lädt man eine Motorradbatterie richtig auf?
Die Motorradbatterie sollte zuerst ausgebaut, gereinigt und dann mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät verbunden werden.
Dann geht es folgendermaßen weiter:
- Ladegerät einstecken und Batterie anklemmen
- Einschalten und Spannung regulieren
- Ladevorgang checken
- Batterieladung kontrollieren
- Ladegerät abklemmen
Achtung: Das Ladegerät darf auf keinen Fall während des Ladevorgangs auf die Batterie gelegt werden!
Kann man ein Autobatterie-Ladegerät fürs Motorrad nutzen?
Grundsätzlich ist es möglich, ein Autobatterie-Ladegerät auch für Motorradbatterien zu verwenden.
Dafür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Entscheidend ist, dass das Ladegerät die für Motorräder üblichen Spannungen von 6 V oder 12 V unterstützt und über eine geeignete Ladecharakteristik für kleinere Batteriekapazitäten verfügt.
Viele Autobatterie-Ladegeräte sind auf größere Akkus ausgelegt und liefern entsprechend hohe Ladeströme, was bei kleinen Motorradakkus zu einer Überladung führen kann.
Empfehlenswert sind daher Modelle mit automatischer Ladeerkennung und Erhaltungsladefunktion, die sich flexibel an unterschiedliche Batterietypen anpassen.
Wie lange muss eine Motorradbatterie laden?
Die genaue Ladezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa dem Batterie-Typ, dem Ladestand, dem Alter des Akkus und der Kraft des Ladegeräts.
Im Schnitt kann man aber von etwa zwölf Stunden ausgehen, bis die Batterie wieder vollständig aufgeladen ist.
Wichtig: Das Ladegerät sollte nur so lange angeschlossen bleiben, wie zwingend nötig. Einzig mit einem Erhaltungsladegerät dürfen Motorradbatterien auch länger am Strom hängen, da der Akku zwar permanent geladen wird, sich das Gerät aber automatisch abstellt, sobald die volle Kapazität erreicht ist.
Wie oft soll man Motorradbatterien laden?
Sobald man weiß, dass das Motorrad eine Woche oder länger nicht benutzt wird, empfiehlt sich das Laden der Batterie.
Die Fahrzeugelektronik verbraucht auch im Stand ständig etwas Energie.
Dadurch entlädt sich die Batterie - wenn auch sehr langsam.
Wichtig: Frühzeitig laden! Ist die Batteriespannung einmal auf null gefallen, die Batterie also tiefentladen, kann der Akku Schäden davontragen. Im schlimmsten Fall ist die Batterie dann nur noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen.
Wer das Motorrad dagegen zu jeder Jahreszeit als Fortbewegungsmittel im Pendelverkehr nutzt, muss sich um den Batterieladestand insbesondere bei Langstrecken keine Sorgen machen. Hier wird die Batterie über die Lichtmaschine stetig vom Motorrad geladen. Hier könnte irgendwann das Batteriealter in die Quere kommen - dann empfiehlt sich aber ohnehin ein Batterie-Neukauf.
Wo kann man die Motorradbatterie laden?
Die meisten Motorradbatterien sind relativ leicht auszubauen.
Da ist es sinnvoll, den Akku vor der Winterpause zu demontieren, damit er im warmen Keller oder Haus überwintern kann.
Falls das nicht möglich oder gewünscht ist, kann er auch eingebaut bleiben.
In diesem Fall sollte man die Batterie aber, falls möglich, permanent an ein Erhaltungsladegerät anschließen oder, falls nicht möglich, einmal wöchentlich mehrere Stunden lang laden.
Ist eine "wartungsfreie" Motorradbatterie tatsächlich wartungsfrei?
Jein. Die Bezeichnung ist etwas irreführend und trifft nur bedingt zu. Als "wartungsfrei" wird eine Motorradbatterie bezeichnet, die komplett verschlossen und so konzipiert ist, dass ein Auffüllen von destilliertem Wasser nicht möglich ist. Ein Nachladen kann jedoch trotzdem erforderlich sein, etwa, wenn das Motorrad längere Zeit nicht bewegt wird. Dann ist es ratsam, den Akku an ein Erhaltungsladegerät zu klemmen.
Motorrad startet nicht: So den Motor mit Kickstarter oder per Anschieben starten
Kickstarter sind aus der Mode geraten. Falls man aber einen hat, kann man das Motorrad per kräftigem Tritt wieder zum Leben erwecken, wenn der Batterie der Saft ausgegangen ist.
Und so geht der Kickstart:
- Zündung an
- Position des Killschalters am Lenker prüfen
- Getriebe in den Leerlauf
- Choke (falls vorhanden) aktivieren
- Motorrad am besten auf den Seitenständer stellen
- Mit Schwung den Kickstarter niederdrücken
Das geht am besten nicht nur mit Muskelschmalz, sondern indem man sein Körpergewicht mit beinahe ausgestrecktem Bein auf den Kickhebel wirft. Manche Motorräder mit Kickstarter haben auch einen Dekompressionsmechanismus oder eine Anzeige für die Kolbenposition (nahe am oberen Totpunkt), um den Kickstart zu erleichtern.
Ganz ohne Kickstarter kann auch Anschieben helfen:
- Zündung an
- Position des Killschalters am Lenker prüfen
- Getriebe in den zweiten Gang
- Choke (falls vorhanden) aktivieren
- Nun am besten mit gezogener Kupplung ein Gefälle herunterrollen oder einen kräftigen Mitmenschen zum Anschieben ermuntern
- Bei ausreichender Geschwindigkeit (mindestens 10 km/h) auf dem Motorrad sitzend die Kupplung abrupt kommen lassen.
Falls das Hinterrad blockiert, das Ganze noch einmal mit höherer Geschwindigkeit und im dritten Gang probieren. Wenn der Motor anspringt, fährt man am besten gleich ein paar Kilometer mit erhöhter Drehzahl, um die Batterie zu laden. Ein anschließender Check mit einem Batterieprüfer kann nicht schaden. Wenn man ausschließen will, dass der Akku wieder einen Schwächeanfall erleidet, ist diese Prüfung sogar unverzichtbar. Falls der Motor allerdings immer noch nicht will, kann man auch zum Fremdstarten per Starthilfekabel oder Powerbank greifen.
Motorrad USB-Steckdose: Stromversorgung unterwegs sichern
In der heutigen Zeit ist eine USB-Steckdose am Motorrad fast unverzichtbar. Ob für Navigation, Musik oder das Aufladen von Geräten, die richtige Wahl kann kompliziert sein.
In diesem Artikel vergleichen wir verschiedene Typen von USB-Steckdosen für Motorräder, von der klassischen 12V-Variante bis zur modernen USB-C-Option. Wir geben Ihnen auch Tipps für den Einbau und die Sicherung Ihrer neuen Steckdose.
Wir stellen ihnen wie auch in anderen Motorrad USB-Steckdosen Test Artikeln die besten Dosen vor.
Warum eine USB-Steckdose am Motorrad?
In einer Zeit, in der fast jeder ein Smartphone besitzt und viele von uns auch andere elektronische Geräte wie GPS-Navigationsgeräte, Action-Kameras oder Bluetooth-Headsets nutzen, wird die Bedeutung einer zuverlässigen Stromquelle auf dem Motorrad immer größer.
- Bequemlichkeit: Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer langen Tour und Ihr Smartphone, das Sie für die Navigation nutzen, geht plötzlich aus. Oder Ihre Action-Kamera schaltet sich mitten in einer aufregenden Fahrt ab, weil der Akku leer ist.
- Notwendigkeit: In einigen Fällen kann eine USB-Steckdose sogar lebenswichtig sein. Wenn Sie sich in einer Notsituation befinden, ist ein aufgeladenes Smartphone unerlässlich, um Hilfe rufen zu können.
- Anwendungsfälle: Die USB-Steckdose am Motorrad ist nicht nur für Smartphones nützlich.
Insgesamt erhöht eine USB-Steckdose am Motorrad den Komfort und die Sicherheit Ihrer Fahrten erheblich.
Verschiedene Arten von USB-Steckdosen für Motorräder
Die Auswahl an USB-Steckdosen für Motorräder ist groß und variiert in Bezug auf Leistung, Design und zusätzliche Funktionen.
- Klassische 12V-USB-Steckdose: Dies ist die klassische und am weitesten verbreitete Art von USB-Steckdose für Motorräder.
- USB-C-Steckdose: USB-C ist der neueste Standard für USB-Verbindungen und bietet schnellere Ladezeiten sowie eine höhere Datenübertragungsrate.
- USB-Steckdose mit Zigarettenanzünder: Dieser spezielle Typ ist besonders vielseitig und robust. Er verfügt nicht nur über eine USB-Buchse, sondern auch über einen Zigarettenanzünder und ist wasserdicht.
- Doppel-USB-Steckdose: Für diejenigen, die mehrere Geräte gleichzeitig aufladen möchten, ist eine Doppel-USB-Steckdose die ideale Lösung.
- Mini-USB-Steckdose: Wenn der Platz am Motorrad begrenzt ist oder Sie eine unauffällige Lösung suchen, könnte eine Mini-USB-Steckdose die richtige Wahl sein.
Wichtige Faktoren beim Kauf
Bevor Sie eine Entscheidung treffen und eine USB-Steckdose für Ihr Motorrad kaufen, gibt es einige wichtige Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten.
- Installation: Die Installation einer USB-Steckdose kann je nach Modell und Motorradtyp variieren. Einige Modelle sind Plug-and-Play, während andere eine komplexere Installation erfordern könnten.
- Sicherheit: Sicherheit sollte immer oberste Priorität haben. Achten Sie darauf, dass die von Ihnen gewählte USB-Steckdose über eine eingebaute Sicherung verfügt.
- Kompatibilität: Nicht alle USB-Steckdosen sind mit allen Geräten oder Motorradmodellen kompatibel.
Installation einer USB-Steckdose
Nachdem Sie die perfekte USB-Steckdose für Ihr Motorrad ausgewählt haben, ist der nächste Schritt die Installation.
Obwohl einige Modelle eine einfache Plug-and-Play-Installation bieten, erfordern andere ein wenig mehr Fachwissen.
Stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Werkzeuge und Materialien zur Hand haben.
Position auswählen: Entscheiden Sie, wo die USB-Steckdose am besten positioniert werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Beim Kauf und der Installation einer USB-Steckdose für Ihr Motorrad können viele Fragen auftauchen.
- Die Installation eines Motorrad USB-Steckers ist in der Regel einfach und erfordert nur wenige Werkzeuge.
- Eine USB Steckdose 12V Motorrad ist die traditionelle Variante und bietet eine zuverlässige Stromquelle für USB-Geräte.
- Die meisten hochwertigen USB-Steckdosen für Motorräder verfügen über eine eingebaute Sicherung, die das System vor Überlastung schützt.
- Es ist ratsam, eine wasserdichte USB-Steckdose zu wählen, insbesondere wenn Sie häufig bei schlechtem Wetter fahren.
Motorradbatterie-Ladegeräte im Test: GTÜ-Vergleich
Wer sein Bike über den Winter einmottet, sollte die Batterie vor Tiefenentladung schützen.
GTÜ hat 15 Batterielader fürs Motorrad getestet.
Testergebnisse und Empfehlungen
Testsieger und somit laut GTÜ "sehr empfehlenswert" ist das Ladegerät CT5 Power Sport von CTEK. Es hat mehr als 450 von möglichen 500 Wertungspunkten erreicht. Vier weitere Geräte haben mit der Note "sehr empfehlenswert" abgeschnitten: Gysflash 6.12, Bosch C3, Kooroom TKB7 und Dino 12V/5A.
Im Mittelfeld und mit dem Urteil "empfehlenswert" reihen sich gleich sieben Ladegeräte ein. Darunter auch das DC3 von SHIDO, das mit 119,99 Euro das teuerste Produkt im Test ist und nur auf Platz 12 von 15 landet.
Nur bedingt empfehlenswert sind drei Ladegeräte, unter ihnen sind mit 24,99 Euro und 23,99 Euro die beiden günstigsten Tester. Alle drei schnitten so schlecht ab, weil es beim An- und Abklemmen im eingeschalteten Zustand zur Funkenbildung kam oder sich die Batterie in Kürze wieder entladen hatte, wenn das Ladegerät vom Stromnetz getrennt, aber weiterhin an der Batterie angeschlossen war.
Eine weitere Erkenntnis: Den Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton haben die Geräte von AEG und SHIDO nicht überstanden. Wer es also einmal fallen lassen sollte, hat dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein defektes Ladegerät. Eine positive Erkenntnis des Tests ist hingegen, dass alle Produkte in der Lage sind, selbst auf bis zu drei Volt tiefentladene Batterien wieder mit neuer Ladung zu versorgen. Nur bei hi-Q und Dino liegen diese Grenzen etwas höher, bei 4,5 und 6 Volt.
Testkriterien
Alle Ladegeräte mussten sich in 20 Disziplinen beweisen, zum Beispiel Lesbarkeit der Bedienungsanleitung, Kurzschlussfestigkeit, Preis und optischer Gesamteindruck.
Die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen wurden in den Kategorien "Sichtprüfung", "Bedienung", "Funktionsumfang", "Elektrische Prüfung" "Qualitätsprüfung" sowie "Kosten" zusammengefasst.
Das wichtigste Einzelkriterium war jedoch die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens: Erkennt das Ladegerät den geladenen Zustand einer Batterie und wechselt in den Erhaltungsmodus, um die Ladung aufrechtzuerhalten und den Akku zu schützen?
In der letzten Prüfung mussten alle Geräte einen Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton überleben. Nur wenn keine Beschädigung auftrat und das Ladegerät nach dem Fall noch uneingeschränkt funktionierte, gab es die volle Punktzahl.
MOTORRAD-Vergleichstest: 15 Batterieladegeräte im Detail
Moderne Motorrad-Starterbatterien brauchen moderne Ladetechnik: 15 Batterieladegeräte im Vergleichstest.
Platzierungen und Besonderheiten
MOTORRAD hat zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) ganze 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen.
Im Folgenden eine Übersicht der Platzierungen und Besonderheiten der getesteten Geräte:
| Platz | Produkt | Anbieter | Preis | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| 1 | CTEK CT5 Powersport | CTEK | 89,99 Euro | Für 12-Volt-Starterbatterien, Ladestrom max. 2,3 A, Gehäuseschutz IP65, CAN-Bus kompatibel |
| 2 | Gys Gysflash 6.12 | Gystech | 85,79 Euro | Für 12-Volt-Starterbatterien, Ladestrom max. 6 A, Gehäuseschutz IP65, CAN-Bus-kompatibel |
| 3 | Bosch C3 6V/12V | Bosch | 48,97 Euro | Für 6-Volt- und 12-Volt-Starterbatterien, Ladestrom max. 0,8 A/3,8 A, Gehäuseschutz IP65 |
| 4 | Pro Charger 4000 | Louis | 99,99 Euro | Für alle 12-Volt-Starterbatterien, Ladestrom max. 4 A, Gehäuseschutz IP65, CAN-Bus-kompatibel |
| 5 | Kooroom TKB7 6V/12V | Polo | 64,90 Euro | Für 6-Volt- und 12-Volt Starterbatterien, Ladestrom max. 0,8 A/3,8 A, Gehäuseschutz IP65 |
Testverfahren
Die GTÜ-Ingenieure unterziehen die Batterielader dabei aufwendigen elektrischen und qualitativen Prüfungen.
Außerdem erfolgen eine Sichtprüfung, die Bewertung der Bedienung und des Funktionsumfangs sowie eine Preis-Leistungs-Beurteilung.
Zusammen ergibt sich daraus der umfassende Leistungsvergleich.
Das wichtigste Einzelkriterium betrifft dabei die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens der Geräte.
Dabei geht es unter anderem darum, die Akkus behutsam bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen, eine Nachladephase einzuleiten und dann in einen Erhaltungsmodus zu wechseln, welcher die Batterie stets bei optimaler Leistungsfähigkeit hält. Techniker sprechen in diesem Zusammenhang vom IUoU-Ladeverfahren.
Motorradbatterie-Ladegeräte von Absaar
Absaar Ladegeräte erkennen eine Referenzspannung von 3V bei einer 6V Batterie und 7,4V bei einer 12V Batterie.
Liegt die tatsächliche Spannung der Batterie unter der Referenzspannung, so vermuten die Absaar Ladegeräte, dass die Batterie defekt ist.
Dann leuchtet eine durchgestrichene Batterie im Display.
Absaar empfiehlt 'Lithium-Ionen Akkus' bei nicht Gebrauch mindestens alle 3 Monate zu laden, da dann wie beim Smartphone-Akku kein Kapazitätsverlust entstehen kann.
Eine Art Memory Effekt also?
Konnten wir bisher nicht feststellen, soll nun aber auch nicht Absaar angekreidet werden.
Bei unserem Fuhrpark kam es öfter vor, das Motorräder mit modernen Lithium Batterien (LiFePo4) durch Standzeiten völlig entladen waren.
Das ist kein Wunder, bedenkt man die versteckten kleinen Verbraucher heutiger Motorräder, und dann den Fact, dass Lithium Batterien ihr geringes Gewicht auch dadurch machen, dass sie weniger Kapazität (in Amperestunden gemessen) haben, als die älteren Original Batterien.
Ergo: sind sie schneller völlig leer gesogen.
Sind für manche Ladegeräte ein Problem. Sie werden von vielen elektronischen Ladegeräten nicht erkannt oder als defekt abgelehnt.
Dann hilft nur Anschieben, überbrücken oder das kurzzeitige Anklemmen eines alten Ladegerätes, das einfach nur lädt.
Wenn man einer alten Bleibatterie ein letztes Mal etwas Leistung entlocken will, ist das oft die einzige Möglichkeit: Zuerst ein altes Ladegerät ohne Elektronik (Ist-Zustand-Messung) anklemmen, die Batterie damit auf einen Volt Wert bringen, dass sie von ‘intelligenten’ Ladegeräten erkannt wird, und dann ab ca. 3-4 Volt (bei 6 V Batterien oder eben erst 7 V bei 12 V Batterien) zu einem modernen Ladegerät wechseln.
Manchmal geht dann noch etwas. Bei Lithium- bzw. LiFePo4 Akkus trat das Problem nicht auf. Abgesehen davon, dass Lithium-Ladegeräte eine völlig andere, flachere Ladekurve haben, haben neuere LiFePo4 Batterien einen Tiefenladungsschutz (oder einen Abschalter), so dass sie nicht zu tief abstürzen.
Shido, Absaar oder alle speziellen Lithium Ladegeräte haben also einen sehr geringen unteren Spannungs-Wert, bei dem sie mit der Pflege beginnen können.
Läuft der Motor per Lithium Batterie erst mal (überbrücken, anschieben), ist selbige auch durch die Lichtmaschine ruck-zuck geladen.
Im Normalbetrieb braucht die Batterie eigentlich keine Ladung. Wir erinnern uns: der eigentliche Vorteil ist ihr hoher Starter-Strom und das auch bei geringerer Kapazität und leichterer Bauweise.
Trotzdem ist bei einigen LiFePo4Typen Vorsicht vor allem vor Überladung und Tiefentladung gegeben. Meist haben moderne Akkus aber in Form von Balancerschaltungen und Batteriemanagementsystemen Schutzschaltungen eingebaut.
- BA54: Das hat es noch nicht gegeben, ein Ladegerät, das ohne 220 V Steckdose auskommt. Konzipiert für Garagen ohne Strom. Als Stromquelle dient bei dem BA54 am besten eine Autobatterie (Quell-Batterie möglichst mit 50% mehr Kapazität), an die das Ladegerät an der einen Seite und die zu ladende Batterie auf der anderen Seite angeschlossen wird.
- BA201: für alle Motorrad Batterietypen, auch CAN-Bus geeignet, kann auch über Kfz-Stecker laden. Einfache LED’s zeigen an was Sache ist.
Weitere Ladegeräte im Überblick
- Shido Ladegerät DC3: wird zwischen 90 und 120€ gehandelt und hatte im nur im MOTORRAD Ladegeräte Test den Falltest nicht bestanden, was Shido / Afam aber nicht bestätigen kann: Bei 5000 verkauften Geräten keine Rückläufer. Bedienung mit Display, aber etwas langwierig. Man muss immer abwarten, bis die Laufschrift langsam durch das kleine Display gelaufen ist, dann lädt der DC3 aber auch alles, außer 6V Batterien. Erkennt tiefentladene Batterien ab 3V.
- Die Geräte der GSY Flash-Serie wie das 6.24 oder 6.12 sind sehr vielseitig und haben bei den 6.er Varianten den Vorteil, auch alte 6V Batterien zu laden. Ein Gerät für alles, außer Lithium (LifePo4).
- Das Absaar Lithium Ladegerät erkennt auch Spannungen unter 6V, kann dann aber bei einer tiefentladenen 12V Batterie nichts mehr retten. Im Display wurden dann Ladebewegungen angezeigt und manchmal kletterte dann auch die Spannung im Zehntelbereich, aber defekte Zellen konnte es dann auch nicht mehr regenerieren.
Empfehlungen
Fazit: Wir empfehlen CTEK, Absaar, BAAS, GYS und TecMate gleichermaßen. Shido wird in der Nachfolge-Generation interessanter (DC1 und DC4) weil es dort bei DC4 wieder die 6/12V Variante und ein Rettungsprogramm für tiefentladene LiFEPo 4 gibt. Einen Vorsprung hat wegen seiner Multifunktionalität hat die CTEK 5er Reihe (Testfunktionen) und das Absaar Ladegerät 4.0 Lithium, das auch am wenigsten (40€) kostet und ein nummerisches Display hat. Die Vertriebskanäle sind zwar auf Händler ausgerichtet, man wird aber per Webseite auf Vertriebsseiten verwiesen oder sucht bei Ebay.
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