ADFC App Radtouren Test: Alles, was Sie wissen müssen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

ADFC-Karten und Outdooractive-App

Die Outdooractive-App und die Outdooractive-Webseite haben jetzt mit den ADFC-Karten neue Inhalte erhalten - allerdings nur für Pro+-User. Sämtliche Karten dieser Serie sind jetzt digital über die Outdooractive-App oder die Outdooractive Webseite darstellbar und damit auch routingfähig.

Die Kombination aus ADFC-Karten und der Outdooractive-App bzw. -Webseite ist aus unserer Sicht sehr sinnvoll, denn die ADFC-Karten eignen sich aufgrund ihrer Übersichtlichkeit hervorragend zur Planung vom Mehrtagestouren und Tagesausflügen entlang von ausgeschilderten Radrouten. Über das Outdooractive-Routing (das zum Beispiel auch eine Streckenberechnung nach Radfernwegen ermöglicht) sind Strecken von A nach B schnell ausgerechnet. Änderungen können per Mausklick oder Fingertipp umgehend eingefügt werden - und das Ganze funktioniert auch auf der App unterwegs.

ADFC-Fahrradklima-Test

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet regelmäßig statt. Immer mehr Menschen nehmen an der Umfrage zum Fahrradklima in den Städten und Gemeinden teil und bewerten als Alltagsexpert:innen die Situation vor Ort.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

In der Umfrage werden rund 30 Fragen zum Radfahren gestellt. Gefragt wird beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden, ob man sich als Verkehrsteilnehmer:in ernst genommen fühlt und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt.

Das Dossier geht auf die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2022 und die der letzten Jahre ein.

Ergebnisse der vergangenen Jahre

  • ADFC-Fahrradklima-Test 2022: Das Ergebnis: In Deutschland ist das Klima fürs Fahrrad nur ausreichend. Mit einer Gesamtnote von 3,96 verschlechtert es sich leicht (2020: 3,93).
  • ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Zum neunten Mal fand die große Umfrage des ADFC zur Zufriedenheit der Radfahrenden in Deutschland statt. Mit knapp 230.000 Teilnehmer*innen gab es erneut einen Teilnahmerekord.
  • ADFC-Fahrradklima-Test 2018: Das Dossier zeigt die Ergebnisse und Hintergründe.
  • ADFC-Fahrradklima-Test 2016: 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben abgestimmt und die Fahrradfreundlichkeit in 539 Städten und Gemeinden bewertet.
  • ADFC-Fahrradklima-Test 2014: Am 19. Februar 2015 wurden je zwölf Städte als „Spitzenreiter“ und „Aufholer“ ausgezeichnet.
  • ADFC-Fahrradklima-Test 2012: Auch beim fünften ADFC-Fahrradklima-Test steht Münster bei den Städten über 200.000 Einwohnern ganz oben auf dem Treppchen.
  • ADFC-Fahrradklima-Test 2005: Fahrradfreundlichste Großstadt im Fahrradklima-Test 2005 ist Münster. Mit einer Durchschnittsnote von 2,05 ist die Stadt auch knapper Gesamtsieger.

ADFC-Fahrradklima-Test 2024

Macht das Radfahren vor Ort Spaß oder ist es stressig? Von September bis November 2024 konnten Radfahrer:innen in Deutschland per Fragebogen bewerten, wie die Fahrradfreundlichkeit in ihren Städten und Gemeinden ist. Alle Ergebnisse und die interaktive Karte sind auf der Ergebnisseite zu sehen.

Lebensnahe Rückmeldungen von Alltagsexpert:innen für Verkehrsplaner:innen und politisch Verantwortliche: Beim ADFC-Fahrradklima-Test bewerten die Teilnehmer:innen den Radverkehr vor Ort und geben nützliche Hinweise, die Kommunen gezielt für Verbesserungen in der Infrastruktur nutzen können. Die Ergebnisse helfen auch, die Erfolge der Radverkehrsförderung vor Ort zu bewerten.

Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests helfen Städten und Gemeinden dabei, ihre Fahrradfreundlichkeit zu bestimmen. Sie können so Vergleiche zu anderen Orten ziehen, ihre Stärken und Schwächen herausfinden und gezielte Maßnahmen ergreifen, um den Radverkehr vor Ort weiter zu stärken.

ADFC-Radkarten und Apps

Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Die ADFC-Radtourenkarte ist mit über zwei Millionen Exemplaren die meistverkaufte Fahrradkarte der Welt.

Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt.

Die Karten zeigen, wie die Wege beschaffen sind, die Höhe der Verkehrsbelastung und mit welchem Gelände zu rechnen ist. Vom ADFC empfohlene Radrouten sind extra hervorgehoben.

Alle ADFC-Karten gibt es auch als App für iPhone, iPad und Android-Smartphones und Tablets in den jeweiligen Stores. Die Karten werden als digitale Rasterkarten angezeigt samt der eigenen GPS-Position. Mit der App können gpx-Tracks aufgezeichnet und existierende Tracks geladen werden. Karte und App lassen sich gut parallel nutzen, da sie identisch aussehen.

Navigation und Tourenplanung

Apps wie Komoot oder ADFC Karten weisen auf allerhand Highlights am Streckenrand, sogenannte Points of Interest, hin. Oft liegen wahre Tourjuwelen nur wenige hundert Meter von der „Idealroute“ entfernt.

Längst sind Apps zur Tourenplanung weitaus mehr als reine Navigationsprogramme. Es entwickelten sich Trends und Vorbilder, die andere Nutzer inspirierten. Neben Strava bietet auch die größte europäische Outdoorplattform Komoot mit mittlerweile über 15 Millionen Benutzern eine stetig wachsende Community.

ADFC Mitgliedschaft

Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben.

Verkehrssicherheit

Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben.

Pedelecs und E-Bikes

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter.

Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.

Empfohlene Radtouren

Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

Radroutenplaner Bayern

Es gibt eine neue Radfahr-App für den Freistaat: den "Radroutenplaner Bayern", die Nachfolge-Version der 2020 veröffentlichten Bayern-Rad-App. Sie verfolgt ein Ziel: Alle 50.000 Kilometer Radwege im Freistaat sollen mit einem einfachen Werkzeug einfach gefunden und abgefahren werden können.

Die kostenlose App verfügt über eine umfangreiche Suchfunktion für Gastronomie, Fahrrad-Support und Übernachtungsmöglichkeiten. Zertifizierte Bed- & Bike-Gasthäuser können direkt angesteuert werden.

Der RadRoutenplaner Bayern bildet alle Radwanderwege des Landes von Aschaffenburg bis Berchtesgaden und von Lindau bis Hof ab. Die Strecken werden mit der Entfernung, einem Höhenprofil und einer durchschnittlichen Fahrzeit angegeben.

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