Die Nachricht sorgte für Aufruhr in den sozialen Medien: In der Vorbereitungsphase der Survival-Show "7 vs. Wild" soll es zu einem Vorfall zwischen dem Tierfilmer Andreas Kieling und der Reisebloggerin Ann-Kathrin Bendixen, bekannt als "Affe auf Bike", gekommen sein. Der 63-jährige Kieling wurde noch vor dem Start der Show herausgeworfen.
Der Vorfall und die Reaktionen
Zunächst gaben die Macher der Show lediglich bekannt, dass es sich um Grenzüberschreitungen gegenüber Bendixen gehandelt habe. Nun hat Showgründer Fritz Meinecke in einem Youtube-Livestream Details der Vorwürfe geäußert und die Vorwürfe konkretisiert. Demnach habe Kieling bei einem Busstopp verschiedene Kandidatinnen zu einem Tanz aufgefordert. Zunächst Hannah Assil, die er mehrfach zu sich gezogen haben soll, obwohl diese signalisiert habe, dass sie dies nicht wolle.
Dann habe er Bendixen auf die improvisierte Tanzfläche gebeten. Bendixen und Kieling hätten „wie auf einer Hochzeit“ getanzt, also in einer Standardtanzposition, bei der der eine Arm auf dem Rücken den Gegenübers liegt. Doch dann habe sich die Situation verschärft. Der 64-jährige Tierfilmer habe Bendixen an sich gedrückt und sehr schnell seine Hand absichtsvoll auf den Po der 23-Jährigen gedrückt, so die Vorwürfe weiter. „Ganz wichtig: Wir reden nicht davon, dass die Hand so ein bisschen leicht runtergerutscht ist. Sondern da wurde richtig zugelangt, gepackt, gedrückt“, erklärt Fritz Meinecke in dem Livestream.
Bendixen sagte bereits bei Bekanntwerden der Vorwürfe in einer Instagram-Story, dass es sich bei einem Vorfall um eine für sie „sehr unangenehme Grenzüberschreitung“ gehandelt habe. „Andreas hat sich anschließend für den Vorfall bei mir entschuldigt. Damit ist das Thema für mich aktuell abgehakt“, schrieb Teilnehmerin Ann-Kathrin Bendixen alias „Affe auf Bike“ in ihrer Instagramstory.
Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte Kielings Anwalt Dirk Giesen am Donnerstag: „Wir weisen die ebenso haltlosen als auch unbestimmten Vorwürfe gegen meinen Mandanten zurück. Es hat zu keinem Zeitpunkt Grenzüberschreitungen oder Übergriffigkeiten meines Mandanten gegeben.“
Giesen weiter: „Mein Mandant hat während eines Busstopps auf dem Weg zu den Dreharbeiten im Gastrobereich einer Tankstelle im Großraum Vancouver - wie einige andere Tanzpaare auch - mit Ann-Kathrin Bendixen getanzt. In Vorfreude auf die Produktion war die Stimmung ausgelassen. Das Geschehen auf der Tanzfläche wurde von ca. 10 Personen, die auch zur Produktion gehörten, beobachtet.“
Für den 63-Jährigen sei die Sache nun aber auch abgehakt. „Zwischen beiden besteht Einigkeit, dass der Sachverhalt erledigt ist“, betonte sein Rechtsbeistand. Das Gleiche hatte auch Ann-Kathrin Bendixen auf Instagram bestätigt.
Ann-Kathrin Bendixen: "Affe auf Bike"
Bekannt wird Ann-Kathrin Bendixen aber als Reisebloggerin "Affe auf Bike". Die 25-Jährige nennt sich in den sozialen Medien "Affe auf Bike" und nimmt ihre Follower per Instagram und Youtube regelmäßig mit auf ihre Motorradtouren durch die ganze Welt.
Nun machen sie und Kelly den gemeinsamen Podcast "Schnack auf Achse" (hier auf RTL+), in dem Bendixen nun offen darüber spricht, wie gefährlich ihre Motorrad-Abenteuer waren - und sind. "Alles, was man sich im Kopf ausmalt, passiert einem als Frau beim Reisen", lautet ihr bitteres Fazit.
In den Anfangszeiten ihres "Affe auf Bike"-Blogs sei sie zunächst allein unterwegs gewesen und Opfer sexueller Übergriffe geworden, so die 25-Jährige. So habe es beispielsweise eine Situation gegeben, in der sie mit zwei Männern in deren Camper gestiegen sei, obwohl ihr Bauchgefühl ihr davon abgeraten habe. Einer der Männer habe sich dann plötzlich "nackt an ihr gerieben". "Ich habe ihn getreten, mich gewehrt", beschreibt Bendixen die Situation. Der andere Mann habe daraufhin gesagt: "Wir lassen sie gehen, bevor es zum Äußeren kommt." Man habe ihr noch Geld zustecken wollen, "als wäre ich eine Nutte", erinnert sich die Reisebloggerin.
Aus diesem Vorfall habe sie allerdings gelernt und treffe nun entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, wenn sie allein unterwegs sei. So packe sie nun nicht mehr nur Bärenspray ein, um sich in Kanada oder Alaska gegen tierische Angriffe zu wehren, sondern wappne sich auch gegen potenzielle Übergriffe menschlicher Natur. Ein Messer gehöre daher inzwischen zu ihrer Grundausstattung.
Hassnachrichten und Solidarität
Affe auf Bike war nach dem Kieling-Vorfall bei 7 vs. Wild einer Menge Hass im Netz ausgesetzt. In einer Talkshow äußert sie sich jetzt zu der Situation. Für sie war besonders die Zeit nach der Bekanntmachung „unfassbar schrecklich“. Wie sie verrät, musste sie täglich mit Nachrichten wie „Du scheiß Feministin“ oder „Du bist eh zu hässlich“ kämpfen. Obwohl sich Affe auf Bike als starke Person sieht, offenbart sie den Zuschauern, dass sie dieser Vorfall „kaputt“ gemacht hat.
Es wurde besonders die Thematik behandelt, dass die Hassnachrichten stoppten, als Fritz Meinecke ein Statement zu der Situation abgab. „Es war wirklich plötzlich von ‚Ich hasse die Alte‘ hin zu ‚Oh du tust mir so leid‘.“ Auch die Moderatorin Aminata Belli fasst den Umstand passend zusammen: „Es ist halt so wahnsinnig schlimm, dass du einen Mann brauchst, der das bestätigt, damit dir andere Männer glauben.“
Fans stehen ihr bei: Auch wenn viele Nutzer lieber Hass verbreiten, stehen ihr ihre Fans bei.
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