AGM Motorradbatterie: Vorteile und Nachteile

Als Motorradbatterie werden meist Blei-Säure-Akkus als Nass-, versiegelte Gel- oder auch AGM-Batterien eingesetzt. Moderne Motorradbatterien sind schon seit längerer Zeit für 12V-Bordnetze konzipiert. Allerdings kann bei älteren Fahrzeugen auch eine 6V-Batterie zum Einsatz kommen.

Was ist eine AGM-Batterie?

Die Abkürzung AGM bei Batterien steht für "Absorbent Glass Mat" und bedeutet soviel wie "aufsaugendes Glasvlies". Bei diesem Batterietyp ist im Gegensatz zur Standard-Nassbatterie die Batteriesäure in einem Vlies als Gel gebunden, was die AGM-Batterie praktisch auslaufsicher und ausgasungsdicht macht.

Vorteile der AGM Motorradbatterie

  • Hohe Kaltströme
  • Hohe Zyklen- und Rüttelfestigkeit
  • Absolut Wartungsfrei
  • Speziell für Motorräder mit hohem Energiebedarf entwickelt

Die AGM-Batterie im Vergleich zu anderen Batterietypen

Es gibt sehr viele verschiedene Batteriearten. Wirklich relevant für die Anwendung als Bootsbatterie sind allerdings nur wenige. Wir können Ihnen zwei verschiedene Batteriearten empfehlen, die derzeit am häufigsten auf Booten verwendet werden. Sie alle haben eins gemein: sie sind absolut wartungsfrei, auslauf- und handhabungssicher. Abgesehen davon können sie lageunabhängig eingebaut werden.

Blei-Säure-Batterie

Die Blei-Säure Batterie gilt als Klassiker unter den Motorradbatterien und hat ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Allerdings muss diese Art von Batterie selber mit Säure befüllt werden. Im Regelfall werden die Blei-Säure-Motorradbatterien trocken vorgeladen mit einem separatem Säurepack geliefert. Aufgrund der verwendeten und schon seit langem genutzen Technologie verfügen diese Batterien über eine sehr gute Kaltstartleistung und sind meist wartungsfrei. Sollte trotzdem etwas Wasser verdunsten muss dieses ggf. nachgefüllt werden.

Wichtig: Eine Blei-Säure Motorradbatterie sollte niemals tiefentladen werden! Sollte das Motorrad über länger Zeit, z.B. über den Winter, nicht gefahren werden, sollte die Batterie unbedingt abgeklemmt und herausgenommen werden.

Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung 2019/1148 im Februar 2021 ist die Abgabe von Schwefelsäure in einer Konzentration von über 15% nur noch mit Sondergenehmigung erlaubt. Da Batteriesäure ca. 37,5% Schwefelsäure enthält, darf diese nicht mehr verkauft und verschickt werden. Eine Ausnahme hat der Gesetzgeber nur gestattet, wenn diese sich bereits in der Batterie befindet und diese fest verschlossen und versiegelt ist. Aus diesem Grunde werden bei uns im Hause alle Batterien nach Eingang der Bestellung von unserem Fachpersonal frisch befüllt, nach dem ersten Entgasen verschlossen und versiegelt.

Da auch die Entgasungsöffnung mit einem Stopfen verschlossen werden muss, verzichten wir aus Sicherheitsgründen auf das erste Aufladen hier vor Ort. So ist ebenfalls ein schneller Versand (i.d.R. am selben Tag) gewährleistet. Bei Ihnen angekommen, brauchen Sie die Batterie nur noch auszupacken, den Verschlussstopfen der Entgasung an der Seite zu entfernen und die Batterie zum ersten Mal komplett zu laden. Sie sparen sich somit das umständliche und nicht ganz ungefährliche Befüllen mit der Batteriesäure und erhalten trotzdem eine frische neue Batterie.

Gel-Batterie

Bei einer Gel-Batterie wird die flüssige Batteriesäure in einen dauerhaft Gelförmigen, fast festen Zustand überführt. Gel Motorradbatterien eignen sich besonders für den harten Dauereinsatz z.B. im Motocrossbereich. Sie sind extrem robust und können durch die Gelfüllung in allen Lagen montiert werden. Selbst wenn das Gehäuse der Batterie zerstört worden ist, läuft dieser Batterietyp nicht aus. Gegenüber Tiefentladung (>50%) reagiert die Gelbatterie verhältnismäßig unempfindlich. Auch größere Hitze macht ihr nichts aus.

Lithium-Batterie

Lithium Batterien haben einen gewaltigen Vorteil gegenüber allen anderen Motorrad-Starterbatterien: Sie sind extrem leicht. Konkret heißt das, das eine Lithium Batterie ca. zwei Drittel leichter ist als ein vergleichbarer Akku. Bei Renn- und Sportfahrern sind die Lithium-Leichtgewichte daher im Moment schwer angesagt - denn leichter lässt sich Gewicht nicht einsparen.

Bei Lithium-Ionen-Akkus, welche im Motorradbereich eingesetzt werden, handelt es sich um sogenannte Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4). Diese gelten, im Gegensatz zu anderen Lithium-Batterien, als ausgesprochen sicher. Neben dem niedrigen Gewicht der Batterie haben sie noch weitere Vorteile: so können Lithium-Motorradbatterien in jeder beliebigen Position eingebaut werden, da keine Säure enthalten ist. Weiterhin lassen sie sich in kürzester Zeit aufladen und vertragen sehr hohe Ladeströme. Die Selbstentladung ist gering was zu einer hohen Lebensdauer führt.

AGM vs. Lithium

In diesem Artikel geht es um Lithium- und AGM-Batterien - Was ist besser? Lithium vs. Besonders für Vielfahrer und für Gewerbetreibende sollte eine Lithium-Ionen-Batterie stets die erste Wahl sein. Wir nutzen hauptsächlich nicht brennbare Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Die Lithium Batterie eignet sich ideal, wenn Sie wenig Platz an Bord haben und nicht unnötig viel Gewicht zuladen wollen.

AGM Batterien sind zwar etwas günstiger, dafür deutlich schwerer und bei weitem nicht so langlebig. Wenn sie nicht so häufig fahren (<20 Mal pro Jahr) und Sie das zusätzliche Gewicht auf dem Boot nicht stört, können sie getrost auf eine günstigere AGM Batterie zurückgreifen. Dies empfiehlt sich besonders bei kleineren Motoren und wenn sie generell nicht viel Gesamtkapazität benötigen. Wichtig ist, dass Sie für E-Motoren eine Traktionsbatterie nutzen.

AGM- und Gel-Batterien

AGM- und Gel-Batterien sind Weiterentwicklungen des klassischen Bleiakkumulators. Der klassische Bleiakku wird auch als Blei-Säure-Batterie bezeichnet und hat die Nachteile einer kurzen Lebensdauer und einer hohen Pflegeintensität.

AGM steht für "Absorbent Glass Mat" und ist eine Art von Batterie, die eine spezielle Konstruktion verwendet, um eine effiziente Elektrolyt-Absorption und -Verbreitung zu ermöglichen. Eine Gel-Batterie gehört zu den Arten von Batterie, die eine Elektrolytlösung in Form von Gel verwenden, um die chemischen Reaktionen zu kontrollieren, die Strom erzeugen.

Die Unterschiede zwischen dem klassischen Bleiakku sowie AGM und Gel bestehen in der Art des Elektrolyten. Die verschlossene Bauform führt zu den Vorteilen der AGM- und Gel-Batterien.

Die entscheidende Eigenschaft von Blei-Batterien ist, dass diese kurzzeitig hohe elektrische Ströme von 100 bis 1.000 A liefern können. Um den Start des Verbrennungsmotors zu ermöglichen, braucht es die besagte Stromstärke von 100 bis 1.000 A - wie viel genau erforderlich ist, hängt von dem jeweiligen Fahrzeug und dessen Motor ab. Diese Angaben sind lediglich pauschale Einschätzungen, doch verschaffen Ihnen immerhin einen ersten Eindruck.

Der Grund dafür, weswegen die Blei-Batterien in der Anschaffung so preiswert sind, führt uns direkt zum Kernthema unseres Blogbeitrags: Blei-Batterien haben eine kurze Lebensdauer, die sich bei Starterbatterien beispielsweise auf vier bis fünf Jahre beläuft. Bei der AGM-Batterie und bei der Blei-Gel-Batterie fällt diese Lebensdauer länger aus, doch im Vergleich zu Lithium-Eisenphosphat-Akkus ist sie nach wie vor deutlich geringer.

Letztlich kombinieren AGM- oder Gel-Batterien den zentralen Vorteil der klassischen Bleiakkus, nämlich die geringen Anschaffungskosten, mit den Vorteilen der höheren Lebensdauer und der geringeren Pflegebedürftigkeit von Lithium-Batterien.

Vorteile von Blei-Gel-Batterien

Die Vorteile von Blei-Gel-Batterien bestehen zum einen in der Unempfindlichkeit gegenüber Vibrationen und Stößen. Zum anderen ist die generelle Sicherheit bei der Nutzung und Lagerung der Gel-Batterie höher. Zu verdanken sind diese Vorteile der besonderen Konstruktion der Gel-Batterie. Wie bei Nass-Batterien - so nennt man Batterien mit einem flüssigen Elektrolyten - befindet sich auch bei einer Gel-Batterie der Elektrolyt zwischen den Elektroden. Allerdings ist der Elektrolyt nicht flüssig, sondern weist eine gelartige Konsistenz auf, die für diesen Batterietypen letztlich sogar namensgebend ist.

Durch die festen Elektrolyten kommt es bei Gel-Akkus zu keiner Umschichtung der Säure, die der Hauptgrund für die kurze Lebensdauer eines klassischen Blei-Akkus ist.

Nachteile von Gel-Batterien

  • Niedriger Ladestrom: Der Ladestrom für Gel-Batterien sollte niedriger sein als für herkömmliche Batterien.
  • Blei-Gel-Batterien kommen als Starterbatterien für die meisten Fahrzeuge nicht infrage, da sie die hierfür erforderlichen Stromstärken nicht leisten können.

Wird die Gel-Batterie nicht als Starterbatterie eingesetzt, so können Sie diese grundsätzlich in allen anderen für Blei-Batterien typischen Bereichen einsetzen. Dies umfasst sowohl den Einsatz als Versorgungsbatterie (z. B. Gel-Batterien im Wohnmobil oder Gel-Batterie bei Solar Technik) als auch als Notstrombatterie. Vergewissern Sie sich vor dem Kauf und der Nutzung lediglich, ob die Batterie die erforderlichen Stromstärken erbringen kann.

AGM-Batterie: Eigenschaften und Vorteile

All diese Bezeichnungen für den Batterietypus sind wichtig für Sie, damit Sie in Online-Shops eine passende neue AGM-Batterie finden und nicht das falsche Produkt kaufen. Eine AGM-Batterie erreicht genauso wie die Gel-Batterie eine höhere Langlebigkeit als der klassische Blei-Säure-Akku.

Ladeverfahren für AGM-Batterien

  • Konstantspannungsladung: Dies ist das gebräuchlichste Ladeverfahren für AGM-Batterien. Dabei wird die Batterie mit einer konstanten Spannung aufgeladen, während der Ladestrom allmählich abnimmt.
  • Erhaltungsladung: Dieses Ladeverfahren wird angewendet, um die Batterie auf einem hohen Ladestand zu halten, wenn sie nicht in Gebrauch ist. Dabei wird die Batterie mit einer niedrigen Spannung geladen, um den Verlust von Ladung zu verhindern.
  • Schnellladung: Bei diesem Ladeverfahren wird die Batterie mit einer höheren Spannung und einem höheren Ladestrom aufgeladen, um die Ladezeit zu verkürzen.
  • Desulfatierungsladung: Bei diesem Ladeverfahren wird die Batterie mit einer pulsierenden Spannung aufgeladen, um die Ansammlung von Bleisulfatkristallen zu verhindern.

Dabei ist es wichtig, das richtige Ladeverfahren für die AGM-Batterie zu wählen, um ihre Lebensdauer und Leistung zu maximieren.

In puncto Langlebigkeit ist eine Gel-Batterie besser als eine AGM-Batterie, doch die AGM-Batterie hat einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zur Blei-Gel-Batterie hat sie einen geringen Innenwiderstand und ermöglicht derart hohe Spitzenströme, wie sie bei einem herkömmlichen Blei-Säure-Akku vorkommen.

Nachteile der AGM-Batterien

Nachteile der AGM-Batterien sind lediglich die hohe Empfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen sowie das hohe Eigengewicht. Letzteres ist jedoch ein Nachteil, den alle Blei-Batterien aufgrund ihrer geringen Energiedichte pro kg (Wh/kg) gemeinsam haben.

AGM-Batterien darf man in den meisten Einsatzbereichen einbauen, in denen auch Blei-Säure-Batterien eingebaut werden. Die AGM-Batterien erfüllen mit der Möglichkeit zu hohen Entladeströmen die spezifischen Anforderungen für diese Einsatzbereiche. AGM-Batterien sind fast schon ein Muss bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-Automatik und bei Fahrzeugen mit Bremsenergierückgewinnung. Aufgrund der zahlreichen Kaltstarts, die ein Auto mit Start-Stopp-Automatik hinlegt, braucht es eine Batterie, die mehrere Nutzungsintervalle aushält.

Wenn die Batterie im Auto in der Nähe des Motors eingebaut werden müsste, ist auf die Nutzung einer AGM-Batterie zu verzichten. Der Grund hierfür ist die Empfindlichkeit von AGM-Batterien gegen hohe Temperaturen.

Temperaturempfindlichkeit

Die wesentlichen Nachteile der AGM-Batterie und der Blei-Gel-Batterie sind die im Vergleich zu einer Blei-Säure-Batterie stärkeren Anfälligkeiten bei hohen bzw. niedrigen Temperaturen. Während bei Blei-Säure-Batterien im Rahmen der regelmäßigen Wartung das Gas entweichen lassen kann, erhöht sich insbesondere bei den AGM-Batterien bei einer zu hohen Temperatur die Menge an Gas und die Batterien heizen sich von innen auf.

Kosten

Zum vollständigen Vergleich der verschiedenen Batterien gehört außerdem die Tatsache, dass AGM- und Blei-Gel-Akkus in der Anschaffung teurer sind als die Blei-Säure-Akkus. Diesbezüglich ist jedoch einzuräumen, dass der Anschaffungspreis nur minimal höher ist und Sie von einer höheren Langlebigkeit und aufgrund der Wartungsfreiheit einem geringeren Aufwand bei der Nutzung der Batterie profitieren.

Entsorgung

Die Entsorgung von AGM- und Gel-Batterien sollte mit Vorsicht erfolgen, da sie gefährliche Chemikalien enthalten, die schädlich für die Umwelt und die Gesundheit sein können. Bringen Sie die Batterien zu einer Sammelstelle oder einem Recyclingzentrum, das speziell für die Entsorgung von Batterien eingerichtet wurde. Vermeiden Sie es, die Batterien im Hausmüll oder im Freien zu entsorgen.

Anwendungsbereiche: AGM oder Gel?

Die Frage, ob Sie eine AGM- oder Gel-Batterie kaufen und nutzen sollten, richtet sich nach dem Einsatzbereich der Batterie.

Wenn Sie eine Versorgungsbatterie für den Wohnwagen suchen, aus der Sie den Strom für die Küche und bestimmte Gerätschaften beziehen, ist die Gel-Batterie aufgrund ihrer höheren Zyklenfestigkeit eine gute Wahl. Sollte es bei der Nutzung Ihrer Geräte im Wohnwagen kein Problem sein, dass Sie der Gel-Batterie keine Spitzenströme von mehreren Hunderten Ampere entnehmen können und das Aufladen der Batterie etwas Zeit in Anspruch nimmt, so ist dieser Batterietyp optimal für Sie. Andernfalls sollten Sie die AGM-Batterie für den Wohnwagen wählen.

Achtung: Wenn Sie eine Wohnmobil-Batterie als Starterbatterie suchen, dann nutzen Sie in jedem Fall eine AGM- oder eine herkömmliche Blei-Säure-Batterie.

Auf dem Boot sind aufgrund der geringeren Empfindlichkeit gegen tiefe Temperaturen ganz eindeutig die AGM-Batterien vorzuziehen.

Camper sind auf eine gute Versorgungsbatterie angewiesen, womit wir wieder bei den Aspekten wären, die wir unter dem Stichpunkt "AGM- oder Gel-Batterie im Wohnwagen?" thematisiert haben. Grundsätzlich bietet sich aufgrund der höheren Zyklenfestigkeit die Nutzung der langlebigen Gel-Batterie an.

Wartung und Laden

Im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien braucht es bei einer AGM- oder einer Gel-Batterie keine Wartung. Früher mussten diese Batterien mit Flüssigkeit aufgefüllt werden, doch heute sind sie komplett wartungsfrei.

Sowohl die AGM- als auch die Gel-Batterie können auf ca. 50 % ihrer Kapazität entladen werden, was bereits der Möglichkeit zu einer deutlich größeren Energieentnahme als bei Blei-Säure-Batterien entspricht, denen man maximal 35 % ihrer Kapazität entnehmen sollte.

Es ist von Vorteil, regelmäßig die Gel- und AGM-Batterie zu laden, damit diese nicht unter einen kritischen Bereich der Restkapazität fällt.

Um die Gel- und AGM-Batterie laden zu können, finden Sie bei uns sowohl ein passendes Gel- als auch ein AGM-Ladegerät im Sortiment.

Die richtige Motorradbatterie finden

Zuerst einmal, muss eine Batterie in dein Motorrad hineinpassen, d.h. die Abmessungen, Anschlüsse und technischen Daten müssen stimmen. Aber selbst wenn das geklärt ist, bleibt die Qual der Wahl: Meist kannst du mehrere Motorrad-Batterie-Typen einbauen. Eine klassische, nasse Blei-Säure-Batterie hat dabei andere Vor- und Nachteile als eine AGM-, GEL- oder Lithium-Batterie. Welche für dich besser geeignet ist, kommt darauf an, wie du dein Motorrad nutzt.

Wenn wir von Motorradbatterien reden, meinen wir besonders kompakt gebaute Starterbatterien. Ihre Haupt-Aufgabe ist das Starten des Verbrennungsmotors.

Im Benutzerhandbuch sind meist die wichtigsten technischen Daten genannt: die Spannung (Volt), die Kapazität (Ah) und der Kälteprüfstrom (A(EN)).

Blei-Säure-Batterie

Die klassische Starter-Batterie für Verbrennungsmotoren ist eine nasse Blei-Säure-Batterie: ein Gehäuse, gefüllt mit Säure und Blei-Gittern. Strom entsteht nahezu automatisch. Der Vorgang kann umgekehrt werden: Durch Stromzufuhr wird die Batterie geladen. So weit, so gut. Es gibt sie bereits seit den 1850er Jahren, und sie wurde seitdem ständig verbessert.

Der Umgang mit Säure ist gefährlich und aufwändig, inzwischen für Privatpersonen sogar gesetzlich stark eingeschränkt.

Lithium-Batterie

In den 1970er Jahren wurde die extrem kompakte Lithium-Batterie entwickelt, um Strom für Handys, Werkzeuge, Elektrofahrzeuge und vieles mehr zu liefern. Mit Blei und Säure hat sie gar nichts mehr zu tun.

Du siehst, jeder Batterie-Typ hat seine Berechtigung. Welche Vorteile der Aufbau jeweils bringt und welche Sonderformen es noch gibt

intAct Bike-Power Classic

Als Standard-Batterie-Technologie bei Motorrädern ist die intAct Bike-Power Classic vor allem die günstigere Alternative zur GEL- oder AGM-Batterie gleicher Größe und vor allem günstiger als eine Lithium-Batterie. Wenn du den Flüssigkeitsstand im Auge behältst, regelmäßig Wasser nachfüllst und die Batterie lädst, hat sie eine gute Leistung und Lebensdauer.

Ihr Nachteil: Man muss sich mehr um sie kümmern, als um andere Motorrad-Batterien und wenn dein Bike umkippt, läuft eventuell Säure aus und dadurch leidet nicht nur der Lack, sondern auch die Leistungsfähigkeit deiner Batterie. Außerdem müssen nasse Blei-Säure-Batterien kurz vor dem Einbau mit Säure befüllt werden. Das können seit 2021 nur noch Fachbetriebe.

GEL-Batterien

GEL-Batterien sind wie AGM-Batterien absolut wartungsfrei, d.h. nie wieder Nachfüllen. Durch den eingedickten Elektrolyten sind sie außerdem auslaufsicher. Schräg einbauen?

Das eingedickte GEL kann aber noch mehr: Es sorgt für eine deutlich geringere Selbstentladung als bei klassischen Blei-Säure-Batterien oder AGM-Batterien.

Die intAct Bike-Power GEL kombiniert die GEL-Batterie-Vorteile mit hoher Startleistung. Sie ist die hochwertige Motorrad-Batterie-Alternative, vor allem in Bikes mit viel Ausstattung, wie ABS, Griffheizung und ähnlichem. Wir empfehlen die intAct Bike-Power GEL für nahezu alle Motorräder, außer bei vielen Kurzstrecken. Vor allem für gelegentlich genutzte Roller ist sie die beste Wahl.

AGM-Batterien für Kurzstrecken

Obwohl AGM- und GEL-Batterien als wartungsfreie Batterien oft gemeinsam genannt werden, gibt es auch hier wichtige Unterschiede. Durch die aufgequollenen Separatoren, in denen der Elektrolyt aufgesaugt ist, hat die AGM eine besonders hohe Startleistung und sie nimmt Ladung gut wieder auf.

Ein wichtiger Unterschied zur GEL-Batterie ist die Auslaufsicherheit. Die aufgequollenen Separatoren der AGM-Batterie funktionieren ähnlich wie ein Schwamm. Wird die Batterie länger gekippt, “sackt” der Elektrolyt zur Seite. Anders als bei einer GEL-Batterie liegen bei längerer Schräglagerung die Gitter teilweise frei und nehmen Schaden.

Die intAct Bike-Power SLA ist unsere Empfehlung für Kurzstrecken, Gerade für Roller, die vor allem im Stadtverkehr genutzt werden, ist sie bestens geeignet.

Heavy-Duty-Batterien

Bei der speziellen Heavy-Duty-GEL-Batterie ist die gesamte Bauform kompakter und zusätzlich verstärkt. Das sorgt für noch mehr Leistung auf gleichem Raum. Unsere intAct Bike-Power GEL HVT-HD und die intAct Bike-Power HVT (auf AGM-Basis) sind Beispiele hierfür.

Lithium-Batterien: Leicht und Leistungsstark

Lithium-Batterien haben auch eine besonders hohe Start-Leistung und sie können ohne Schaden nahezu auf 0% Ladung geleert werden. Sie laden zwar schneller bis zur vollen Ladung auf als Blei-Säure-Batterien, allerdings gleichmäßig.

Die intAct Bike-Power Lithium ist die perfekte Wahl für Custom Bikes oder andere Situationen, in denen Gewicht und Platz eine große Rolle spielen. Hier findest du mehr Infos über die Batterie in verschiedenen Größen und Stärken. Beide sind nicht ideal, wenn du viele Kurzstrecken fährst.

Tabelle: Vergleich verschiedener Motorradbatterietypen

Batterietyp Vorteile Nachteile Empfohlene Anwendung
Blei-Säure Günstig, gute Kaltstartleistung Wartungsintensiv, Säure kann auslaufen, kurze Lebensdauer Standardanwendungen, wenn Kosten wichtig sind
AGM Wartungsfrei, auslaufsicher, hohe Startleistung, gute Ladeaufnahme Empfindlich gegen hohe Temperaturen Kurzstrecken, Roller, Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik
GEL Wartungsfrei, auslaufsicher, geringe Selbstentladung, unempfindlich gegen Vibrationen Geringere Startleistung, langsamerer Ladestrom Gelegentlich genutzte Roller, Versorgungsbatterie im Wohnwagen
Lithium-Ionen Extrem leicht, hohe Startleistung, lange Lebensdauer, schnelle Ladezeiten Höherer Preis, spezielle Ladetechnik erforderlich Custom Bikes, Rennmotorräder, wenn Gewicht und Platz eine Rolle spielen

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