Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Fahrradbekleidungssets, insbesondere für den Wintereinsatz. Die vorgestellten Produkte wurden hinsichtlich ihrer Isolationseigenschaften, des Wetterschutzes und der Funktionalität getestet.
Winterjacken-Test für Fahrradfahrer
Der Winter ist da und wer jetzt noch das Rad satteln möchte, braucht nicht nur warme Gedanken, sondern auch warme Sachen. Die getesteten Winterjacken für Stadtradler, Mountainbiker und Rennradfahrer beweisen, dass es auch bei kühlen Temperaturen angenehm warm bleiben kann - ohne ins Schwitzen zu kommen. Hier werden einige der besten Damen-Winterjacken im Alltags-Test vorgestellt:
ION MTB Jacke Primaloft Shelter Damen
Gut durchdachte Details wie die verstellbare Kapuze, die super über den Helm passt, zwei Reißverschlusstaschen, ein integriertes Brillenputztuch und kleines Packmaß machen die Shelter Primaloft MTB-Jacke zur gern gesehenen Begleiterin. Der atmungsaktive Fit verhindert Überhitzen, selbst bei langen Anstiegen. Das Primaloft-Futter der Ion-Jacke hält kuschelig-warm wie echte Daunen, kommt aber ganz ohne tierische Bestandteile aus und besteht laut Hersteller zu 100 % aus recycelten Materialien.
Die Jacke macht auch ganz abseits von zwei Rädern eine richtig gute Figur und wird gerne im Alltag getragen. Die Shelter-Jacke gibt es übrigens auch für Männer!
- Größen: 34 bis 42
- Farben: schwarz, "deep forest"
- UVP: 300 Euro
Gonso Trail Jacket Primaloft W
Die Gonso Trail Jacket ist nun schon das zweite Jahr fester Bestandteil der Wintergarderobe. Die Jacke ist sehr universell einsetzbar: unter einer Hardshell-Regenjacke auf dem City-Bike oder an sehr kalten Tagen im Bikepark, an denen ich im Lift nicht frieren möchte. Sogar auf Skitour macht sie eine richtig gute Form.
Die Jacke hält auch ohne Verwendung von tierischer Daune prima warm. Stattdessen verwendet sie eine Primaloft-Isolation. Dieses synthetische Daunenimitat hält genauso warm wie echte Daune, funktioniert aber auch dann noch, wenn es mal feucht wird - ein Riesenvorteil bei schweißtreibenden Touren oder überraschendem Nieselregen. Apropos Wetter: Die Jacke ist winddicht, wasserabweisend und PFC-frei, also auch ein Statement für umweltbewusstes Biken.
Die verlängerte Rückenpartie mit rutschhemmenden Silikonprints und der enge Saum an den Ärmelenden geben der Jacke einen super Fit, und die atmungsaktiven Einsätze verhindern, dass man sich wie in einer Sauna fühlt. Einzig die etwas schmale Rückentasche könnte für Vielpacker zum Nachteil werden.
- Größen: 34 bis 52
- Farben: sechs verschiedene
- UVP: 170 Euro
ION Shelter 2L Softshell Damen
"Die Shelter 2L Damen-Softshell von Ion ist bei mir im Winter im Dauereinsatz", sagt unsere Volontärin Katharina Binzenhöfer. "Ich kombiniere sie je nach Temperatur mit einer Primaloft-Weste oder -Jacke. Die Ärmel sind lang und haben eine Verschlussmöglichkeit, um die Handschuhe oben abzudichten. Mein Lieblingsfeauture ist aber die große Kapuze mit hohem Kragen, die ich mir bei eisigem Wind über den Helm ziehe. Damit lässt sich auch bei Minusgraden und eisigem Wind die MTB-Ausfahrt genießen. Die Ion fällt etwas größer aus, was sie für mich zur Zwiebel-Außenschicht im Winter macht, da sie noch Platz für einen dicken Base-Layer und Co. hat." Achtung: Die Jacke ist ein Auslaufmodell und nicht mehr in allen Farben und/oder Größen erhältlich. Dafür kriegt man sie derzeit kräftig rabattiert!
- Größen: 34 bis 42
- Farben: lila, rot, blau, schwarz
- UVP: 200 Euro
Gonso Marmora
Und noch eine Jacke aus der Kleiderkammer unserer Volontärin Katharina Binzenhöfer: "Ich bin ein echter Freund von Produkten mit Primaloft-Isolierung. Die "Kunstdaune" hat kein Tierleid verursacht, ist laut Herstelleraussage in manchen Fasern aus Recycling-Material und hält in quasi allen Klamotten, die ich habe, mollig warm. So auch bei Gonsos speziell für Damen geschnittene Marmora-Jacke. Sie ist sportlich-anschmiegsam geschnitten und trägt sich toll. Bei schweißtreibenden Anstiegen helfen Mesh-Aussparungen am Rücken für ein gutes Temperaturmanagement. Löblich finde ich zudem den eher eng geschnittenen Halskragen. Der mag sich zunächst etwas ungewohnt anfühlen, hält den Hals aber schön warm und den Wind draußen. Auch super: das für Gonso übliche sehr breite Größenspektrum. Schade: Die Jacke hat nur eine kleine, eher fummelig zu greifende Tasche am Rücken. Ich nutze die Jacke übrigens auch für andere (Winter-) Aktivitäten wie Wanderungen."
- Größen: 36 bis 52
- Farben: lila, rot, blau, schwarz
- UVP: 200 Euro
Test von Winterbekleidung: Details und Ergebnisse
Für den Test von Winterbekleidung wurden je zwei Garnituren von zwölf Herstellern eingeladen, bestehend aus Jacke und Hose für Frauen und Männer. Die meisten Hersteller führen identische Modelle im Sortiment, die sich nur durch anatomisch angepasste Schnitte oder in Details unterscheiden. Marken wie Dynamics (Zweirad Stadler) oder Van Rysel (Decathlon), die das nicht tun, konnten alternative Modelle ins Rennen schicken.
Testbedingungen
Da eine Testreise in eine Region mit winterlichem Wetter nicht infrage kam, entschloss sich das Testteam kurzerhand, die passenden Bedingungen in Form eines gemieteten Kühl-Lkw zu schaffen, in dem normalerweise Fisch oder Gemüse auf Paletten transportiert werden: Winterwetter indoor, die gewünschten Testbedingungen auf dem Redaktionsparkplatz.
Bewertungskriterien
Die Testprodukte wurden nach verschiedenen Kriterien bewertet:
- Wetterschutz (30 %): Winddichtigkeit und Spraytest
- Isolation (30 %): Wärmeleistung im Praxistest und mit einer Wärmebildkamera
- Ausstattung und Handhabung (30 %): Vollständigkeit der Ausstattung und einfache Bedienbarkeit
- Reflexmaterial (10 %): Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit
Ergebnisse im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der Testergebnisse für einige der getesteten Produkte:
| Marke | Modell | Preis (Euro) | Gesamtnote |
|---|---|---|---|
| Agu (Damen) | Polartec III Thermojacke III Six6 | 230 | 1,6 |
| Agu (Damen) | Winter-Trägerhose lang III Six6 | 180 | 2,8 |
| Agu (Herren) | Polartec III Thermojacke III Six6 | 230 | 1,6 |
| Agu (Herren) | Winter III Trägerhose lang Six6 | 180 | 3,0 |
| Alé Cycling (Damen) | K-Tornado Jacket | 205 | 1,8 |
| Alé Cycling (Damen) | Blizzard Lady Hose | 154 | 2,2 |
| Alé Cycling (Herren) | K-Tornado Jacket | 205 | 1,8 |
| Alé Cycling (Herren) | Nordik Plus Hose | 205 | - |
Die detaillierten Testergebnisse zeigen, dass die aktuellen Winterklamotten im Test auf hohem Niveau abschneiden. Auch die günstigen Sets überzeugen, und das billigste Outfit von Van Rysel erntet sogar mit der besten Ausstattung von allen gute Noten.
Regenjacken für Radfahrerinnen
Regenjacken für Radfahrer und Radfahrerinnen haben einen anderen Schnitt als entsprechende Jacken für Wanderer. In der Regel sind sie vorne kürzer und lassen ausreichend Raum für die Beine. Am Rücken sind sie oft länger, um auch bei leicht gebückter Haltung auf dem Rad Schutz zu bieten. Sie haben schließbare Bündchen an den Ärmeln, damit der Fahrtwind nicht hineingreift. Die sportlichen Modelle sitzen eng an und bieten dem Wind so wenig Angriffsfläche - ein nicht zu unterschätzender Aspekt auf längeren Radtouren, aber auch bei Fahrten ins Büro mit Gegenwind.
Die getesteten Modelle
Die von uns getesteten Modelle sind wasserdicht und teils atmungsaktiv. Eine Regenjacke soll ja erstens nicht nach einer halben Stunde durchnässen, und zweitens wollen Sie nicht übermäßig schwitzen. Keine der getesteten Jacken hat uns in diesen beiden Aspekten komplett im Stich gelassen. Unterschiede gibt es dennoch.
Fast alle Jacken in unserem Test haben eine Kapuze. Deren Verstellbarkeit ist wichtig: Einerseits muss sie eng genug sitzen, um vom Gegenwind nicht zurückgeweht zu werden. Andererseits darf sie auch beim Drehen des Kopfes nicht die Sicht behindern. Und falls Sie einen Helm tragen: Wollen Sie die Kapuze über oder unter dem Helm tragen? Nicht bei allen Regenjacken ist beides möglich.
Alle Regenjacken im Test haben Taschen. Ein Smartphone können Sie jedoch nur bei einigen Modellen sicher und zugleich trocken verstauen. Die Smartphonetasche sollte zudem so hoch sitzen, dass Sie beim Treten nicht ständig mit den Beinen dagegenstoßen. Hier ist bei einigen Herstellern noch Luft für künftige Entwicklungen.
Mit Ausnahme der Mäntel von AGU und Elkline schützen alle Jacken nur bis zur Hüfte. Bei dem Mantel von AGU werden die Beine der Radlerin trotz seiner Länge nass. Richtig geschützt sind Sie also nur, wenn Sie zusätzlich auch eine Regenhose parat haben oder aber den Manteloverall wählen. Hier ist die Hose integriert. Wie so oft kommt es auf den Einsatzzweck an: Wollen Sie sportlich unterwegs sein oder auf eine Radreise gehen? Dann sind die Jacken von Gorewear, Endura (GV 500) und GripGrab die richtige Wahl. Alle drei Jacken halten lange trocken und sind atmungsaktiv. Letzteres ist wichtig, denn der beste Regenschutz hilft nichts, wenn die Feuchtigkeit von innen kommt und nicht abtransportiert werden kann. Das ist im Pendlerverkehr zum Arbeitsplatz nicht ganz so wichtig. Hier kann man beruhigt zu den Produkten von Gonso oder AGU greifen. Die BTWIN City 540 vom französischen Großhändler Decathlon ist eine gefütterte Regenjacke. Wie der Name andeutet, ist sie vor allem für den urbanen Einsatz konzipiert.
BTWIN City 540
Mit ihrem weiten Schnitt und dem doppelten Bund an den Armen ist sie alles andere als windschnittig und daher kaum für den Einsatz auf Rennrädern geeignet. Dafür hat sie breite Reflektorstreifen, die im nächtlichen Straßenverkehr für Sichtbarkeit sorgen sollen, indem sie auch schwaches Licht stark reflektieren. So wird man bei Nacht nicht so leicht übersehen.
Die BTWIN City 540 hat ein wattiertes Innenfutter, gummierte Bündchen an den Armabschlüssen und einen hohen Kragen. Komplett geschlossen, wärmt sie gut, Fahrtwind hat kaum Chancen, einzudringen. Wird es zu warm, kann man links und rechts unterhalb der Achseln Reißverschlüsse auf einer Länge von rund 20 Zentimetern öffnen.
Diese Reißverschlüsse, ein großer vorn und zwei über den seitlichen Taschen, sind nicht abgedichtet, aber jeweils von einem Stück Umschlagstoff geschützt. Über dem Hauptreißverschluss ist dieser Stoff so breit gehalten, dass er auch noch den Reißverschluss der Brusttasche abdeckt. In die wiederum passen auch große Smartphones gut hinein. Bei einer Fahrt durch Regen blieb mein Smartphone darin trocken.
Ich übrigens auch. Allerdings wird der Stoff nach einer Stunde Regenfahrt langsam feucht, aber nur außen. Bei Temperaturen um die sieben Grad wurde es nach einer halben Stunde sehr warm in der Jacke. Die Lüftung unter den Armen hilft etwas, aber für sportliche Fahrten bei herbstlichen Temperaturen ist sie zu warm.
Die Kapuze ist nicht gefüttert. Sie hat einen nicht einstellbaren Gummizug und hinten eine kleine Lasche zum enger Ziehen. Sie sitzt ausreichend stramm, sodass sie bei Gegenwind nicht nach hinten umklappt. Allerdings zieht mir der Gummizug trotz der Einstelllasche den kleinen Schirm so über die Augen, dass mein Sichtfeld eingeschränkt wird. Ich muss den Schirm nach oben klappen, und dann wirkt er nicht mehr. Die Kapuze passt nur unter meinen Helm, nicht darüber. Wer die Kapuze nicht benötigt, kann sie im Kragen verschwinden lassen.
Die Jacke wiegt mit 870 Gramm recht viel, ist aber, anders als viele Konkurrenzmodelle, auch gefüttert.
Das gefällt: Die City 540 ist angenehm zu tragen und schützt gegen Kälte und Fahrwind. Sie ist weitgehend regenfest.Das weniger: Die Kapuze verdeckt leicht das Sichtfeld.Gripgrab EXPLR Waterproof Lightweight
Die EXPLR Waterproof Lightweight ist tatsächlich beides: wasserfest und leicht. Auf meiner einstündigen Pendlerstrecke bin ich darin zumindest nicht nass geworden. Es kommt nach einiger Zeit etwas Feuchtigkeit in das Material, die aber nicht stört. Leicht und gut packbar ist die Jacke auch: Mit 268 Gramm ist sie fast so leicht die weiter unten beschriebene GV500 von Endura.
Der Preis für das geringe Gewicht: Die EXPLR hat nur eine von außen zugängliche Tasche an der Brust. Seiten- oder Innentaschen fehlen. Immerhin kann ich in der Brusttasche mein Smartphone (auch große Geräte passen) trocken aufbewahren. Der Reißverschluss der Tasche ist, ebenso wie der Hauptreißverschluss, abgedichtet. Ich kann die Jacke am Abschluss hinten am Rücken mit einem Gummizug enger ziehen, ebenso die Kapuze. Letztere passt bei mir nur unter den Helm, nicht darüber. Fahre ich ohne Helm, so bleibt die Kapuze trotz Fahrtwind fest am Kopf.
An den Armabschlüssen gibt es Gummizüge, sodass die Ärmel bei mir gut mit meinen Handschuhen abschließen und mit oder ohne Handschuhe kein Fahrtwind an die Arme kommt. Auch bei schneller Fahrt komme ich in der Jacke nicht so schnell ins Schwitzen.
Das gefällt: Die EXPLR ist leicht, sportlich, atmungsaktiv und dennoch fast komplett wasserdicht.Das weniger: Es gibt nur eine Tasche.Für wen sich die Gripgrab EXPLR Waterproof Lightweight eignet: Für sportliche Fahrer und Fahrerinnen.Save Essential
Mit einem eher locker sitzenden Schnitt richtet sich die Save Essential weniger an Rennradfahrer als an Pendler und Radreisende, die auf dem Rad Bewegungsfreiheit schätzen. Der Schnitt ist unauffällig, die Farben modisch. So kann man die Jacke nicht nur auf dem Rad tragen, sondern auch mal in der Mittagspause oder abends auf dem Weg zur Verabredung.
Trotz des lockeren Schnitts flattert der Stoff nicht im Fahrtwind. Das Material ist ausreichend steif, aber gleichzeitig bequem. Das liegt auch an dem netzartigen Innenmaterial, das leicht wärmt, aber auch Schweiß aufnimmt. Atmungsaktiv ist die Außenjacke aber nicht. Das macht sich bemerkbar: Auf meinem Arbeitsweg gerate ich bei Außentemperaturen um zwölf Grad ins Schwitzen.
Der Hauptreißverschluss ist nicht gedichtet, sondern mit einem Überschlag versehen, der unten und oben mit Druckknöpfen, in den mittleren Bereichen mit Klettstreifen, geschlossen wird.
Die Kapuze passt nicht über einen Helm, man kann den Helm aber gut über den dünnen Stoff ziehen. Fährt man ohne Helm, wird die Kapuze mit Gummi-Spannbändern so weit geschlossen, dass der Fahrtwind sie nicht nach hinten pusten kann. Der kleine Schirm hat zumindest für mich die richtige Größe: Er hält bei nicht allzu schneller Fahrt die Tropfen davon ab, direkt in die Augen zu geraten, verdeckt aber kaum die Sicht.
Innen gibt es eine Smartphonetasche. Sie verhindert mit einem kleinen Gummizug, dass die teure Fracht beim Ausziehen der Jacke herausfällt. Vorteil gegenüber einem Reißverschluss: Man kann das Smartphone mit einer Hand herausfischen, wenn der Hauptreißverschluss halb geöffnet ist. Der Nachteil: Große Smartphones wie ein iPhone Pro Max oder Pixel Pro passen kaum hinein.
Im Regen hielt mich die Jacke etwa eine halbe Stunde lang trocken. Anschließend wurde ich nicht direkt nass, aber die Feuchtigkeit drang bei Dauerregen langsam durch.
Gonso bietet die Jacke für Männer in neun Größen und fünf Farben an, die taillierte Version für Frauen gibt es sogar in zehn Größen, aber nur in vier Farben.
Das gefällt: Das Save Jacket Essential ist sportlich, kann dennoch im Alltag als Funktionsjacke getragen werden.Das weniger: Das Material ist wind- und für kurze Strecken ausreichend wasserdicht. Dafür kommt man darin bei höheren Temperaturen beziehungsweise schneller Fahrt ins Schwitzen.Elkline 1Dry2 Manteloverall
Der 1Dry2 Manteloverall ist genau das: Mantel und Overall in einem Kleidungsstück. Ersonnen hat das Konzept die Hamburger Gestalterin Bianca Gabriel. Die leidenschaftliche Radfahrerin wollte ein Kleidungsstück, das auch bei kräftigem Regen den gesamten Körper schützt, gleichzeitig aber bequem ist und nicht nach Funktionskleidung aussieht.
Wir würden die Funktion als Mantel als Basisfunktion sehen, den Einsatz als Overall für Situationen, in denen es auf kompletten Regenschutz ankommt. Als Mantel lässt sich der 1Dry2 einfach anziehen wie jeder andere Mantel auch. Der hochwertige, absolut regendichte Stoff ist weicher, aber auch schwerer, als bei anderen Regenjacken.
Er wird ergänzt durch gedichtete Reißverschlüsse auch an den Taschen, einen Überwurf für den zentralen Reißverschluss, der sich von oben und unten öffnen lässt sowie durch Spanner in der Taille und an der Kapuze, um den Mantel besser anpassen zu können.
Die Kapuze passt sowohl über als auch unter einen Fahrradhelm. Der recht lange Mantel kann im unteren Bereich über einen Reißverschluss enger und weiter geöffnet werden - hier muss man bei leichtem Regen einen Mittelweg finden zwischen der Abdeckung der Oberschenkel und der Beinfreiheit, die man zum Radeln braucht.
Regnet es stärker, so baut man den Mantel zum Overall um. Man muss zwar absteigen, aber nicht die Schuhe ausziehen: Die doppelten Aufschläge des Mantels lassen sich links und rechts zu Beinen verwandeln. Sie sind mit einem Druckknopf und einem Klettverschluss befestigt. Löst man beides, schließt man die Overall-Konstruktion an den Beinen mit Reißverschlüssen und im Schritt mit Druckknöpfen. Zwar ist farbig markiert, an welcher Stelle die Beine wieder an den Aufschlägen befestigt werden - aber intuitiv verständlich ist das nicht. Nach ein paar Proben ist es aber einfach und dauert nur ein paar Sekunden: Je links und rechts die richtige Stelle für die Druckknöpfe finden und das Klettband zusammenziehen. Elkline liefert eine etwas knappe Anleitung in Papierform mit, auf YouTube findet sich zudem ein Erklärvideo.
Den 1Dry2 Manteloverall gibt es nur in einer Farbe (dunkelblau) und nur in einer Größe, »M«. Dem männlichen Tester, 1,80 Meter groß, passte er so gerade noch. Die weibliche Testerin, 1,64 Meter Körpergröße, empfand den 1Dry2 als Overall etwas zu groß. Zu eng sollte er allerdings auch nicht sitzen - immerhin will man sich ja uneingeschränkt bewegen auf dem Rad. Wir würden schätzen, dass Personen zwischen 168 und 182 Zentimetern Körpergröße (je nach Beinlänge) den Manteloverall gut tragen können. Ob und wann Elkline auch andere Größen fertigen will, steht nicht fest.
Das gefällt: Die Idee geht auf. Die Verarbeitung ist durchdacht bis in die Details und sehr hochwertig.Das weniger: Der 1Dry2 ist schwer. Und teuer.Endura GV 500 Waterproof Jacket
Die GV 500 ist ein leichtes Sommermodell für Abenteurer: Sie lässt sich klein zusammenfalten, wiegt nur 228 Gramm und passt so gut zu mehrtägigen Ausfahrten mit wenig Gepäck. Sie lässt sich in die eigene, auf links gedrehte Brusttasche stecken und nimmt dann nur noch wenig Raum ein. Die abgedichtete Brusttasche eignet sich zudem gut für ein Smartphone.
Das Material aus drei dünnen Lagen ist erstaunlich stabil. Verzichtet hat Endura jedoch auf weitere Taschen oder besondere Features: Lediglich die Kapuze lässt sich verstellen. Im Test im Hamburger Dauerregen bewährt sich das atmungsaktive und dennoch komplett wasserdichte Material. Alle Nähte sind versiegelt, der Reißverschluss vorn hat eine Sturmlasche und bleibt ebenfalls dicht.
Die Kapuze kann nur verstellt, aber nicht vorn noch mehr verschlossen werden. Dafür passt das dünne Material sehr gut unter einen Helm. Die Kapuze ist aber auch groß genug, um über einen Rennradhelm gezogen zu werden.
Endura bietet die Jacke in den Farben Schwarz, Olivgrün und »Paprika« an. Letzteres leuchtet hellrot. Das Modell gibt es ausschließlich in einem Schnitt für Männer und in sieben Größen.
Das gefällt: Die GV500 ist leicht, wasserdicht und atmungsaktiv. Und sie ist sehr gut verarbeitet.Das weniger: Die Kapuze könnte besser einstellbar sein. Und das Modell hat nur eine Tasche.Für wen sich die Endura GV 500 eignet: für sportliche Radreisende und Gravelabenteurer.AGU Oversized Rain Shirt
»Was soll denn das sein?«, fragt die Testerin entgeistert, als sie das »Oversized Rain Shirt« überzieht. Tatsächlich hat AGU das Design eines Herrenhemdes in eine Art Regenmantel für Frauen übertragen. Im Testverlauf zeigt sich, dass das Konzept aufgeht: Der Regenmantel lässt sich einerseits gut über bürotaugliche Kleidung ziehen und fällt mit seinem Design andererseits im quirligen Hamburger Stadtteil Ottensen kaum auf.
Die zahlreichen Knöpfe sind zwar alle nur Designelemente, verdecken aber Druckknöpfe: Mit ihnen lassen sich die Schutzlasche auf dem vorderen Zwei-Wege-Reißverschluss schließen, die Armabschlüsse in zwei Stufen verstellen und die beiden Brusttaschen öffnen. Dazu kommen zwei verdeckte Seitentaschen mit Reißverschluss und eine schließbare Innentasche - viel Raum für die Mitnahme von Smartphone, Schlüssel oder Portemonnaie. Zwei Schlitze an den Seiten und der auch von unten zu öffnende Reißverschluss lassen Raum für die Beine, gleichzeitig ist der Beckenbereich vor Regen geschützt.
Das schwere Material (700 Gramm wiegt der Mantel in Größe S) ist mit seinen gedichteten Nähten wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv. Man muss den Mantel nicht gleich ausziehen, wenn sich kurz die Sonne blicken lässt oder ein Anstieg schweißtreibend Kraft erfordert. Allerdings: Einmal ausgezogen lässt sich der Mantel nicht so klein zusammenfalten wie andere Produkte im Test: Es braucht schon eine ausgewachsene Gepäckträgertasche oder einen Fahrradkorb, um das Rain Shirt zu transportieren. AGU bietet den Regenmantel nur in zwei Beigetönen (hell und dunkel) an.
Das gefällt: Das Oversized Rain Shirt ist eine ungewöhnliche Designidee und trotzdem ein sehr praktischer Regenschutz. Das Smartphone sitzt sicher und trocken.Das weniger: Das »Shirt« ist ein recht schwerer Mantel und lässt sich nicht mal eben für schauerartige Regennotfälle mitnehmen.Weitere Produkte von AGU
AGU bietet eine große Auswahl an Fahrradzubehör, Fahrradbekleidung und anderen Freizeitsportarten sowie Regenbekleidung. Die Kollektion berücksichtigt die unterschiedlichen Wetterbedingungen, einschließlich Regen und Wind, und die Produkte sind daher speziell dafür ausgelegt. Alle Produkte werden von der renommierten TNO ausgiebig getestet und tragen oft auch das technische Gütezeichen des TÜV.
AGU GO Regenjacke
Das ist eine Regenjacke, die jede Wetterlage meistert. Dank der Poray 5.000-Membran bist du bei unvorhersehbarem Wetter mit starken Schauern gut geschützt. Wenn es dauerhaft sehr stark regnet, empfehlen wir eine AGU Regenjacke oder einen Anzug mit einer höheren Poray-Zahl. Alle Artikel der AGU GO-Kollektion sind Mix & Match-fähig, wobei du Jacken und Hosen unabhängig von Farbe und Größe miteinander kombinieren kannst.
Die Bedeutung der Isolationseigenschaften
Die Aufnahmen mit der Infrarotkamera machen es sichtbar: Je weniger gelbe und rote Bereiche auf der Aufnahme zu sehen sind, desto wärmer sind die Klamotten. Obwohl alle Hersteller ihre Sets für den Wintereinsatz anpreisen, sind die Isolationseigenschaften von Modell zu Modell sehr unterschiedlich. Die Gründe dafür sind unterschiedliche Futterdicken und Materialien, sowie die unterschiedliche Verteilung von winddichtem Membranmaterial.
Die Ergebnisse sind übertragbar auf die technisch identischen Frauenmodelle der Hersteller, wobei Schnitt und Größe einen Einfluss darauf haben, wie gut Jacke und Hose wärmen. Merke: Das selbe Modell wärmt eine Nummer größer wesentlich besser als mit knapp gewähltem Race-Schnitt.
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