Akkus für Elektromotorräder: Typen und Lebensdauer

Es gibt sehr viele verschiedene Batteriearten. Wirklich relevant für die Anwendung als Bootsbatterie sind allerdings nur wenige. Wir können Ihnen zwei verschiedene Batteriearten empfehlen, die derzeit am häufigsten auf Booten verwendet werden. Sie alle haben eins gemein: sie sind absolut wartungsfrei, auslauf- und handhabungssicher. Abgesehen davon können sie lageunabhängig eingebaut werden.

Verschiedene Typen von Motorradbatterien

Als Motorradbatterie werden meist Blei-Säure-Akkus als Nass-, versiegelte Gel- oder auch AGM-Batterien eingesetzt. Moderne Motorradbatterien sind schon seit längerer Zeit für 12V-Bordnetze konzipiert. Allerdings kann bei älteren Fahrzeugen auch eine 6V-Batterie zum Einsatz kommen.

Blei-Säure-Batterien

Die Blei-Säure Batterie gilt als Klassiker unter den Motorradbatterien und hat ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Allerdings muss diese Art von Batterie selber mit Säure befüllt werden. Im Regelfall werden die Blei-Säure-Motorradbatterien trocken vorgeladen mit einem separatem Säurepack geliefert. Aufgrund der verwendeten und schon seit langem genutzen Technologie verfügen diese Batterien über eine sehr gute Kaltstartleistung und sind meist wartungsfrei. Sollte trotzdem etwas Wasser verdunsten muss dieses ggf. nachgefüllt werden.

Wie Du eine Blei-Säure Batterie, z.B. Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung 2019/1148 im Februar 2021 ist die Abgabe von Schwefelsäure in einer Konzentration von über 15% nur noch mit Sondergenehmigung erlaubt. Da Batteriesäure ca. 37,5% Schwefelsäure enthält, darf diese nicht mehr verkauft und verschickt werden. Eine Ausnahme hat der Gesetzgeber nur gestattet, wenn diese sich bereits in der Batterie befindet und diese fest verschlossen und versiegelt ist.

Aus diesem Grunde werden bei uns im Hause alle Batterien nach Eingang der Bestellung von unserem Fachpersonal frisch befüllt, nach dem ersten Entgasen verschlossen und versiegelt. Da auch die Entgasungsöffnung mit einem Stopfen verschlossen werden muss, verzichten wir aus Sicherheitsgründen auf das erste Aufladen hier vor Ort. So ist ebenfalls ein schneller Versand (i.d.R. am selben Tag) gewährleistet. Bei Ihnen angekommen, brauchen Sie die Batterie nur noch auszupacken, den Verschlussstopfen der Entgasung an der Seite zu entfernen und die Batterie zum ersten Mal komplett zu laden. Sie sparen sich somit das umständliche und nicht ganz ungefährliche Befüllen mit der Batteriesäure und erhalten trotzdem eine frische neue Batterie.

Wichtig: Eine Blei-Säure Motorradbatterie sollte niemals tiefentladen werden! Sollte das Motorrad über länger Zeit, z.B. über den Winter, nicht gefahren werden, sollte die Batterie unbedingt abgeklemmt und herausgenommen werden.

Gel-Batterien

Bei einer Gel-Batterie wird die flüssige Batteriesäure in einen dauerhaft Gelförmigen, fast festen Zustand überführt. Gel Motorradbatterien eignen sich besonders für den harten Dauereinsatz z.B. im Motocrossbereich. Sie sind extrem robust und können durch die Gelfüllung in allen Lagen montiert werden. Selbst wenn das Gehäuse der Batterie zerstört worden ist, läuft dieser Batterietyp nicht aus. Gegenüber Tiefentladung (>50%) reagiert die Gelbatterie verhältnismäßig unempfindlich. Auch größere Hitze macht ihr nichts aus.

AGM-Batterien

Die Abkürzung AGM bei Batterien steht für "Absorbent Glass Mat" und bedeutet soviel wie "aufsaugendes Glasvlies". Bei diesem Batterietyp ist im Gegensatz zur Standard-Nassbatterie die Batteriesäure in einem Vlies als Gel gebunden, was die AGM-Batterie praktisch auslaufsicher und ausgasungsdicht macht. Weitere Vorteile sind hohe Kaltströme sowie die hohe Zyklen- und Rüttelfestigkeit. Die AGM Motorradbatterie ist absolut Wartungsfrei und wurde speziell für Motorräder mit hohem Energiebedarf entwickelt.

AGM Batterien sind zwar etwas günstiger, dafür deutlich schwerer und bei weitem nicht so langlebig. Wenn sie nicht so häufig fahren (<20 Mal pro Jahr) und Sie das zusätzliche Gewicht auf dem Boot nicht stört, können sie getrost auf eine günstigere AGM Batterie zurückgreifen. Dies empfiehlt sich besonders bei kleineren Motoren und wenn sie generell nicht viel Gesamtkapazität benötigen.

Mittlerweile noch beliebter sind AGM-Batterien, bei denen die Säure in einem Glasfaservlies gebunden ist. Beide Batteriearten sind sie bedeutend zyklenfester als eine Nassbatterie. Die AGM-Batterie kann kurzzeitig höhere Ströme abgeben und ist somit ebenfalls als Starterbatterie geeignet und ist geringfügig preiswerter als eine Gelbatterie. Beide Arten sind aufgrund des großen Blei-Anteils in der Batterie extrem schwer.

Lithium-Ionen-Batterien

Lithium Batterien haben einen gewaltigen Vorteil gegenüber allen anderen Motorrad-Starterbatterien: Sie sind extrem leicht. Konkret heißt das, das eine Lithium Batterie ca. zwei Drittel leichter ist als ein vergleichbarer Akku. Bei Renn- und Sportfahrern sind die Lithium-Leichtgewichte daher im Moment schwer angesagt - denn leichter lässt sich Gewicht nicht einsparen.

In aller Munde sind sogenannte Lithium-Ionen-Batterien - bekannt aus dem Automobil-Bereich. Unter diesem Begriff werden Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Batterien zusammengefasst. Bei Lithium-Ionen-Batterien wiegen nur ca. Lithium-Ionen-Batterien bestehen immer aus mehreren einzelnen Zellen. Ohne Schutzschaltungen sind diese sehr anfällig gegenüber extremer Tiefentladung oder Überladung. Zum Schutz sollte daher immer ein Batteriemanagementsystem (kurz BMS) verwendet werden.Die Zellen werden so nicht frühzeitig irreversibel beschädigt, da das BMS eine Tiefentladung und Überladung verhindert.

Bei Lithium-Ionen-Akkus, welche im Motorradbereich eingesetzt werden, handelt es sich um sogenannte Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4). Diese gelten, im Gegensatz zu anderen Lithium-Batterien, als ausgesprochen sicher. Neben dem niedrigen Gewicht der Batterie haben sie noch weitere Vorteile: so können Lithium-Motorradbatterien in jeder beliebigen Position eingebaut werden, da keine Säure enthalten ist. Weiterhin lassen sie sich in kürzester Zeit aufladen und vertragen sehr hohe Ladeströme. Die Selbstentladung ist gering was zu einer hohen Lebensdauer führt.

Lithium-Batterien sind das Beste, was Sie derzeit nutzen können. Diese sind leicht, klein und sehr langlebig. Besonders für Vielfahrer und für Gewerbetreibende sollte eine Lithium-Ionen-Batterie stets die erste Wahl sein.

Lithium vs. AGM: Was ist besser?

Wichtig ist, dass Sie für E-Motoren eine Traktionsbatterie nutzen. Der bedeutendste Vorteil ist ein geringerer Preis, gerade beim Einstieg in die Elektromobilität oder bei einem knapperen Budget ist dies sehr reizvoll.

Es gibt große Unterschiede innerhalb der Batteriearten, insbesondere bei den AGM und bei den Lithium-Ionen-Batterien. Einige Modellen der AGM Batterien können sogar 80% (Aquamot) oder 100% (Victron Energy) entladen werden. Grundsätzlich kann natürlich jede Batterie vollständig entladen werden, dies empfehlen wir jedoch nicht. Batterien, die nicht dafür geeignet sind, büßen besonders stark an Lebensdauer ein oder sind anschließend irreversibel geschädigt.

Auch bei den Lade- und Entladeströmen und den weiteren Eigenschaften gibt es meist Unterschiede, sodass sich ein Vergleich zwischen verschiedenen Produkten für Sie lohnen kann. Bei der Berechnung der nötigen Kapazität verwenden wir immer die empfohlene Maximalentladetiefe des Herstellers, um die effektiv nutzbare Kapazität der Batterie zu bestimmen.

Die Energiedichte von Batterien ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Mittlerweile sind Energiedichten von bis zu 300 Wh/kg möglich bei Lithium-Ionen-Akkus möglich. Typischerweise liegen dieser aber niedriger bei circa 120-160 Wh/kg. Blei-Batterien, wie auch AGM und Gelbatterien haben eine deutlich niedrigere Energiedichte von ca. 25 - 30 Wh/kg. Dies erklärt das höhere Gewicht von Bleibatterien bei gleicher Kapazität im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus.

Batterietyp Energiedichte (Wh/kg)
Lithium-Ionen Bis zu 300 (typisch 120-160)
Blei-Säure (AGM, Gel) 25-30

Batterien können in puncto Energiedicht jedoch nicht mit Benzin mithalten. Benzin besitzt eine Energiedichte von knapp 12.000 Wh/kg.

Lebensdauer von Motorradbatterien

Viele Menschen fragen sich: Wie lange halten Motorradbatterien? Die durchschnittliche Lebensdauer einer Motorradbatterie liegt zwischen 2 und 5 Jahren für Blei-Säure-Modelle und 5 bis 10 Jahren für Lithium-Ionen-Batterien. Diese Werte hängen von der Qualität, der Chemie, der Konstruktion und anderen Eigenschaften der Batterie ab.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Werte von den Herstellern oder unabhängigen Forschern in einer kontrollierten Umgebung ermittelt wurden. Niemand weiß besser als Sie, wie schön es ist, mit dem Fahrrad zu fahren und das Gefühl von Freiheit und Verbundenheit mit der Straße, der Landschaft und den Elementen zu spüren. Eine schlechte oder leere Batterie kann diesen Moment in einer Sekunde ruinieren, und was noch schlimmer ist: Sie können weit weg von zu Hause gestrandet sein.

Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen

  • Batterietyp: Überflutete oder Nassbatterien sind die ältesten und am häufigsten verwendeten Batterien. AGM-Batterien funktionieren ebenfalls durch eine Kombination aus Säure und Blei. Lithiumbatterien, insbesondere LiFePO4, werden auch häufig verwendet.
  • Wetter: Der Winter und Temperaturen um den Gefrierpunkt wirken sich stark auf die Lebensdauer und Leistung der Batterien aus. Temperaturen über 32 °C können sich ebenfalls auf die Lebensdauer von Batterien auswirken.
  • Externe Faktoren: Feuchtigkeit, Regen, Schnee, Staub, Schutt und andere Elemente bestimmen ebenfalls die Lebensdauer von Motorradbatterien.
  • Fahrgewohnheiten: Die Häufigkeit und die Gewohnheiten beim Fahren beeinflussen die Lebensdauer der Batterie.
  • Selbstentladung: Ungenutzte Batterien haben je nach Typ unterschiedliche Selbstentladungsraten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht alle Motorradbatterien gleich lange halten. Auch wenn Sie die durchschnittliche Lebensdauer Ihrer Batterie anhand der oben beschriebenen Parameter abschätzen können, haben Sie keinen Einfluss auf das Wetter und andere Faktoren.

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