Yamaha E-Bike Motoren im Test: Modelle, Leistung und Kaufempfehlungen

Yamaha E-Bike-Motoren treten in unmittelbare Konkurrenz zu Bosch, Shimano & Co. In puncto Drehmoment oder Sensorik können sie wunderbar mithalten. Welche Typen gibt es und welche E-Bikes mit Yamaha-Motor sind eine gute Wahl? Wir klären auf und haben konkrete Kauftipps.

Yamaha: Ein Pionier in der E-Bike-Technologie

Die Yamaha Motor Company wurde 1955 aus dem Mutterkonzern Yamaha Corporation heraus gegründet, der bekannt für Musikinstrumente und Audio ist. Zunächst begannen die Japaner mit Zweitakt-Motoren für Motorräder. Allmählich kamen noch weitere Antriebe hinzu, etwa für Boote und Autos. Yamaha startete frühzeitig in die E-Bike-Ära und entwickelte bereits 1989 erste Antriebe, 1993 ging das sogenannte PAS-Fahrrad (PAS steht für "Power Assisted System") an den Start. Dank jahrzehntelanger Erfahrung gehört der Yamaha-Konzern zu den weltweit führenden Herstellern von leistungsfähigen E-Bike-Motoren, bietet aber auch darauf abgestimmte Komponenten, etwa Akkus und Displays an.

Yamaha E-Bike Motoren im Überblick

Wir fassen die Leistungsmerkmale, das Gewicht, die Bauart und die Preise der wichtigsten Yamaha E-Bike-Motoren zusammen und empfehlen ein jeweils passendes E-Bike-Modell.

Yamaha PW-X3: Der Spezialist für E-Mountainbikes

Der Yamaha PW-X3 E-Bike-Motor eignet sich vor allem, um E-Mountainbikes die Berge hochzuwuchten. Mit satten 85 Nm Drehmoment und 2,75 kg Gewicht bietet er eine sehr ähnlich hohe Leistung und Effizienz wie der unmittelbare Konkurrent, der Bosch Performance Line CX. Er hat vier Unterstützungsmodi, die sich in ihrem Unterstützungsgrad stark unterscheiden: ECO, ECO+, STD (für Standard), HIGH. Dazu kommt dann noch der Modus Automatic, der sich dynamisch an Fahrweise und Gelände anpasst. Die Vorteile des PW-X3 sind seine starke Leistung und das geringe Gewicht, welches das Handling verbessert und kraftvolle Unterstützung bei Anstiegen bietet.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem PW-X2, der 80 Nm Drehmoment und 3,1 kg Gewicht bietet, ist der PW-X3 rund 20 Prozent kleiner und 10 Prozent leichter.

Der Yamaha PW-X3 E-Bike-Motor ist häufig in E-Mountainbikes von Haibike und Giant verbaut. Auch wenn der Yamaha PW-X3 im E-Bike-Segment nur bei wenigen Marken verbaut wird, lockt er mit spannenden Eckdaten. Mit 85 Nm Drehmoment und einem relativ leichten Gewicht von 2,75 kg sagt er der Konkurrenz den Kampf an.

Empfehlung: Haibike AllMtn 3

Das Haibike AllMtn 3 ist ein vollgefedertes E-Mountainbike mit Yamaha PW-X3-E-Bike-Motor, Aluminiumrahmen und 29-Zoll-Laufrädern, konzipiert für anspruchsvolle Geländefahrten. Es ist mit Shimano MT420 4-Kolben-Hydraulikscheibenbremsen ausgestattet, die vorne 203 mm und hinten 180 mm Rotoren nutzen, um eine zuverlässige Bremsleistung zu gewährleisten. Das Haibike AllMtn 3 ist mit einem 720-Wh-Akku ausgestattet.

Die Reichweite variiert je nach Faktoren wie Fahrweise, Gelände und Unterstützungsmodus, liegt jedoch typischerweise zwischen 50 und 150 Kilometern. Zu den Vorteilen des Haibike AllMtn 3 zählt seine ausgewogene Geometrie, es lenkt sich dadurch auch auf schwierigen Strecken leicht. Trotz einiger Schwächen bei der Ausstattung, etwa bei der Federung, ist es dank des starken Motors und der guten Reichweite ein solider Allrounder. Es eignet sich besonders für Fahrer, die vielseitige Einsatzmöglichkeiten suchen und sowohl auf Trails als auch auf längeren Touren unterwegs sind.

Yamaha PWseries S2: Der Allrounder

Der Yamaha PWseries S2 E-Bike-Motor wurde 2022 vorgestellt. Der Mittelmotor der neuesten Generation positioniert sich als leichter, kompakter und kraftvoller Allround-Antrieb. Er liefert ein maximales Drehmoment von 75 Nm bei einem Gewicht von nur 2,85 kg, was ihn rund 500 g leichter macht als der Vorgänger PWseries ST.

Für den Motor spricht die kompakte Bauweise, die mehr Freiraum für Rahmendesign und größere Reifen lässt - relevant etwa bei modernen E-MTBs und sportlichen Trekkingrädern. Der Motor unterstützt mit bis zu 280 Prozent Tretkraftverstärkung und ist auf natürliches Fahrverhalten bei allen Trittfrequenzen abgestimmt. Zusätzlich kommt er mit dem Automatic Support Mode, der die Unterstützungsstufe dynamisch anpasst, ohne dass der Fahrer manuell eingreifen muss. Damit ist der S2 eine leichtere, sportlichere Alternative zu Yamahas eher komfortorientierten ST- oder TE-Motoren - ideal für Fahrer, die ein agiles, kraftvolles E-Bike suchen.

Empfehlung: Haibike Trekking 4 (2024)

Das E-Trekkingrad mit dem Yamaha PWseries S2 Mittelmotor liefert ein maximales Drehmoment von 75 Nm. Der integrierte 720-Wh-Akku ermöglicht je nach Fahrweise, Gelände und Unterstützungsmodus eine Reichweite von etwa 50 bis 150 Kilometern. Das Fahrrad verfügt über eine SR Suntour XCM32 ATB DS LO Federgabel mit 100 mm Federweg, Shimano MT200 hydraulische Scheibenbremsen und eine 10-Gang Shimano Microshift Advent X Schaltung. Somit siedelt sich das E-Bike im soliden, alltagstauglichen Durchschnittsbereich an.

Mit 27,5 x 2,3 Zoll Continental Ruban Reflex Reifen und einem zulässigen Gesamtgewicht von 130 kg eignet sich das Rad sowohl für den Stadtverkehr als auch für Fahrten auf unebenem Terrain.Die Preise des Haibike Trekking 4, Modelljahr 2024, variieren stark. Mit etwas Glück schnappen Sie es sich sogar für unter 2.000 Euro, was sehr fair ist.

Yamaha PWseries ST: Der Komfortorientierte

Der Yamaha PWseries ST (ST = "Sport Touring") ist ein vielseitiger, besonders leise Mittelmotor, der für Trekking-, City- und E-Mountainbikes konzipiert ist. Er bietet immerhin noch ein maximales Drehmoment von 70 Nm und unterstützt mit bis zu 280 % der eigenen Tretleistung, wodurch er sich für flaches Terrain ebenso wie für hügelige Strecken eignet.

Ein zentrales Merkmal ist der sogenannte "Quad Sensor", der vier Sensoren (Trittfrequenz, Drehmoment, Geschwindigkeit und Neigung) kombiniert - so reagiert der Motor sehr feinfühlig auf Fahrverhalten und Gelände. Besonders hervorzuheben ist der "Automatic Support Mode", der je nach Fahrsituation selbstständig zwischen den Unterstützungsstufen wechselt, was den Fahrkomfort erhöht.

Der PW-ST ist kein Leichtgewicht (ca. 3,4 kg), dafür aber robust und bekannt für gleichmäßige Kraftentfaltung, auch bei niedriger Trittfrequenz - zum Beispiel beim Anfahren am Berg. Damit eignet er sich besonders für vielfältige Einsatzbereiche, vom Pendelverkehr bis zu Touren mit Gepäck. Der Yamaha PW-ST bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem PWseries SE, höhere Leistung und geringeres Gewicht.

Empfehlung: GasGas TRA 6 SX 12s (2024)

Das vollgefederte E-Mountainbike ist für anspruchsvolle Trail-Einsätze konzipiert wurde. Es verfügt über einen Aluminiumrahmen mit 130 mm Federweg am Hinterbau, ergänzt durch eine RockShox Recon Silver RL Federgabel mit 140 mm Federweg, was für eine ausgewogene Dämpfung auf technischen Strecken sorgt. Der Antrieb erfolgt über den Yamaha PW-ST Mittelmotor mit 70 Nm Drehmoment, der in Kombination mit einem Simplo 630 Wh Akku eine solide Unterstützung und Reichweite für längere Touren bietet.

Die Schaltung besteht aus einer SRAM SX Eagle 12-Gang Gruppe, während SRAM DB8 4-Kolben hydraulische Scheibenbremsen mit 200 mm Rotoren vorne und hinten für zuverlässige Verzögerung sorgen. Mit Schwalbe Nobby Nic 29x2,4 Zoll Reifen und einer Vario-Sattelsstütze ausgestattet, eignet sich das TRA 6 für vielseitige Trail-Bedingungen und bietet dem Fahrer Anpassungsfähigkeit und Kontrolle. Das GasGas TRA 6 SX 12s (2024) ist nicht ganz einfach zu bekommen, nur wenige Händler bieten es an.

Yamaha PW-CE: Der Leichte für die Stadt

Der 2,9 Kilogramm schwere Yamaha PW-CE Mittelmotor ist kompakt, leise und eignet sich gut für City-E-Bikes, in denen er auch überwiegend eingebaut wird. Sein Drehmoment beträgt immer noch gute 50 Nm. Auch dieser Motor kommt mit den fünf Unterstützungsmodi HIGH, STD, ECO, +ECO sowie Automatic.

Im Vergleich zum Vorgänger, dem PW-SE, weist der PW-CE eine geringere Leistung, aber dafür ein geringeres Gewicht auf. Der PW-SE hatte zwar ein Drehmoment von 60 Nm, wog aber auch 3,5 kg.

Empfehlung: Raymon CityRay E 4.0 CB (2024)

Dieses vielseitige E-Bike mit Yamahas leichtestem und leisestem Antrieb, robusten Aluminiumrahmen und 26-Zoll fühlt sich im Stadtverkehr sehr wohl. Es verfügt über eine Nabenschaltung und ist mit 700c Aluminium-Laufrädern ausgestattet. Die Energieversorgung erfolgt über einen Yamaha 500-Wh-Akku, der je nach Fahrweise und Bedingungen eine Reichweite von etwa 50 bis 100 Kilometern ermöglicht. Die Reifen sind reflektierend und bieten gute Sichtbarkeit bei Nacht. Das Display zeigt alle wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit und Akkustand an. Bequemes City-E-Bike mit ausreichend Drehmoment, Nabenschaltung und Rücktrittbremse.

Yamaha PW-XM: Das Flaggschiff für Sportler

Der Yamaha PW-XM ist eine Weiterentwicklung des PW-X3 und der aktuell leistungsstärkste und zugleich leichteste E-Bike-Motor des Herstellers. Mit einem Drehmoment von bis zu 85 Nm und einem Gewicht von nur 2,6 Kilogramm dank Magnesiumgehäuse richtet er sich an sportlich orientierte Fahrer, vor allem im Bereich E-Mountainbike. Der Motor bietet sechs Unterstützungsmodi, darunter den bereits mehrfach schon erwähnten Automatikmodus, der die Unterstützung dynamisch an Gelände und Fahrverhalten anpasst.

Seine hohe Maximaldrehzahl von 170 U/min macht ihn besonders für ambitionierte Fahrer mit hoher Trittfrequenz interessant. Durch die Kombination aus geringem Gewicht und starker Leistung konkurriert der PW-XM direkt mit Top-Antrieben anderer Hersteller wie dem Bosch CX Race oder dem Shimano EP8 RS.

Empfehlung: Haibike HYBE 10.5

Das vollgefederte Haibike HYBE 10.5 ist ein E-Mountainbike für ambitionierte Fahrer im anspruchsvollen Gelände. Der integrierte 720-Wh-Akku ermöglicht je nach Fahrweise und Gelände eine Reichweite von etwa 50 bis 120 Kilometern. Das Bike verfügt über eine RockShox Lyrik Select Federgabel mit 160 mm Federweg und einen RockShox Super Deluxe Select+ Dämpfer, was es neben Trail- auch für Enduro-Einsätze geeignet macht. Für die Schaltung sorgt eine Shimano Deore XT 12-Gang-Gruppe, während Shimano Deore XT M8120 4-Kolben-Scheibenbremsen für zuverlässige Verzögerung sorgen.

Akkus für Yamaha E-Bikes

Energiespeicher für Yamaha und Haibike Elektroräder fügen sich dementsprechend nahtlos in die Formsprache der E-Bikes ein. Ganz gleich, ob City-Rad, Mountainbike oder Trekkingrad. Die hochwertigen Akkumulatoren machen sowohl leistungstechnisch als auch optisch eine ausgezeichnete Figur. Jedes Bike findet bei uns den passenden Akku. Welcher Energiespeicher dabei ideal für Ihren Anwendungszweck ist, entscheidet vor allem die in Wattstunden (Wh) angegebene Kapazität.

Zum Vergleich: Mit einem 400 Wh starken Akku radelt eine Person in der Ebene bei 22 km/h rund 75 Kilometer. Das Gesamtgewicht aus E-Bike und Radler beträgt dabei 100 Kilogramm. Kommt unter den gleichen Voraussetzungen ein Yamaha bzw. Haibike-Powerpack zum Einsatz, sind es bereits knapp 125 Kilometer.

Darüber hinaus unterteilen sich die Yamaha- bzw.

  • PW-TE: Diese Variante eignet sich ideal für alle, die mit ihren Rädern gemütlich über den Radweg oder in der Stadt unterwegs sein möchten.
  • PW-X: Die PW-X-Linie wurde von den Ingenieuren speziell für sportliche Mountainbikes mit Elektroantrieb entwickelt. Dementsprechend bringt der Akku besonders viel Power auf die Kette.
  • PW-SE: Wer sich nicht entscheiden kann oder nach dem Besten aus beiden Welten sucht, ist mit einem PW-SE-Akku ideal bedient.

Die Entwicklung der E-Bike Preise

Bei den Preisen für E-Bikes kommt es vor allem auf die Komponenten an. Ja, es gibt Pedelecs unter 1.000 Euro, sie sind jedoch oft mit schwächeren Motoren ausgestattet, die weniger Leistung bieten und mit denen Sie besser nicht in die Berge fahren. Zudem verfügen Billig-E-Bikes über kleinere Akkus, die eine kürzere Reichweite haben, und andere Einschränkungen wie weniger robuste Rahmen und billige Komponenten.

Hochwertige Markenmodelle unter 2.000 Euro sind selten. Diese E-Bikes bieten in der Regel leistungsstärkere Motoren, die eine bessere Unterstützung beim Fahren bieten und auch bei anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig arbeiten. Die Akkus haben eine größere Kapazität, was längere Fahrten ohne häufiges Aufladen ermöglicht. Außerdem sind die Rahmen stabiler und die Komponenten hochwertiger, was die Haltbarkeit und die Fahrqualität verbessert.

Für ein gutes E-Bike mit einem leistungsstarken Motor und hoher Haltbarkeit müssen Sie in der Regel mindestens 3.000 Euro ausgeben. Diese Modelle sind oft mit neueren Motoren ausgestattet, die Akkus haben eine höhere Energiedichte und ermöglichen lange Fahrten. Die Rahmen sind aus hochwertigen Materialien gefertigt und die Komponenten sind auf Langlebigkeit und Leistung ausgelegt.

Die Preisspanne ist nach oben offen, viele Top-Modelle liegen zwischen 4.000 und 5.000 Euro. E-Mountainbikes sind in der Regel teurer als City-Bikes, da sie speziell für anspruchsvolle Geländefahrten entwickelt wurden und daher besonders robuste Motoren und Akkus benötigen. Trekking-Modelle liegen preislich dazwischen und bieten eine gute Balance zwischen Leistung und Komfort für lange Touren.

Die Geschichte des E-Bikes

Die ersten E-Bikes kamen in den 90er Jahren auf den Markt, waren oft schwer und hatten begrenzte Reichweiten. Mit der Weiterentwicklung der Batterietechnologie und der Motoren wurden E-Bikes immer leistungsfähiger und etwas leichter. Als große Fahrradhersteller in den 2000er Jahren begannen, in die Entwicklung von E-Bikes zu investieren, startete der E-Bike-Boom, der dafür gesorgt hat, dass E-Bikes mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Fahrradmarktes und eine umweltfreundliche Alternative zu Autos, insbesondere in städtischen Gebieten, sind.

Was ist ein E-Bike?

Ein E-Bike oder Pedelec ist ein Fahrrad, das mit einem unterstützenden Elektromotor und Akku ausgestattet ist. Im Gegensatz zu einem Mofa müssen Sie selbst in die Pedale treten, wobei der Motor lediglich eine Tretunterstützung bietet. Diese Unterstützung hilft Ihnen, schneller in Fahrt zu kommen und Steigungen leichter zu bewältigen. Der Motor unterstützt Sie bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, danach sind Sie auf reine Muskelkraft angewiesen. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung ist gesetzlich vorgeschrieben. Für E-Bikes, die über 25 km/h hinaus unterstützen, benötigen Sie einen Mofa-Führerschein. Solche Modelle werden oft als „Speed-Pedelec“ oder „S-Pedelec“ verkauft.

Die Tretunterstützung des E-Bikes können Sie in der Regel ein- und ausschalten, sodass Sie selbst bestimmen können, wann Sie die Motorkraft nutzen möchten. Dies bietet den Vorteil, dass Sie Ihre Fitness trainieren können, indem Sie ohne Unterstützung fahren, oder eine gemütliche Fahrradtour machen können, bei der Steigungen keine Rolle spielen. Besonders für untrainierte oder ältere Fahrer ist dies hilfreich, um mit anderen Radlern mitzuhalten.

Zu den Nachteilen gehört das höhere Gewicht der E-Bikes im Vergleich zu gewöhnlichen Fahrrädern, da sie zusätzlich einen Elektromotor und Akku tragen. Bei längeren Touren kann es problematisch sein, wenn der Akku leer wird und Sie das schwere Fahrrad ans Ziel bringen müssen.

E-Bike Kategorien

Die verschiedenen Bauformen von E-Bikes sind auf unterschiedliche Einsatzzwecke abgestimmt. Ein E-Mountainbike, das für Fahrten über unwegsames Gelände konzipiert ist, muss andere Anforderungen erfüllen als ein Trekking-Bike, das hauptsächlich auf befestigten Wegen genutzt wird. Die Grenzen zwischen den Kategorien sind jedoch oft fließend, da Hersteller ihre Modelle nicht immer strikt für bestimmte Nutzergruppen auslegen. Es gibt zwar eine spezielle Kategorie für vielseitige Modelle, die sogenannten Allroad- oder SUV-E-Bikes, aber nicht alle Hersteller klassifizieren ihre Räder entsprechend.

Die wichtigsten Kategorien von E-Bikes sind:

  • Trekking-E-Bike: Sie eignen sich für entspannte Fahrradtouren in der Natur. Sie bieten Komfort, eine hohe Reichweite und sind ideal für den Transport von Ausrüstung auf dem Gepäckträger. Im Gegensatz zu E-Mountainbikes müssen Trekking-Bikes verkehrstauglich sein, also mit Schutzblechen, Lichtanlage und Reflektoren ausgestattet.
  • E-Mountainbike: E-Mountainbikes sind robust und gut gefedert, um sportliche Fahrten auf Feldwegen und Waldpfaden zu bewältigen. Sie haben breite Reifen und einen starken Motor, der auch steile Anstiege meistert. Die Reichweite ist weniger wichtig, der Fokus liegt auf kurzen, intensiven Fahrten. Oft sind sie nicht StVZO-konform.
  • City-E-Bike: Diese E-Bikes sind für den Stadtverkehr konzipiert, StVZO-konform, haben Gepäckträger und komfortable Sitze. Bei schwierigen Passagen kann der E-Motor zugeschaltet werden.

Yamaha Display Varianten

Bedient wird das Motorsystem über verschiedene Remote- und Display-Kombinationen. Hierbei waren die Japaner vor allem in der Namensgebung sehr kreativ und haben auf das ABC zurückgegriffen.

  • Display A: Das Display A kombiniert Remote und Display in einem und wird links am Lenker befestigt. Es gibt Auskunft über die wichtigsten Informationen wie Akkustand, gewählter Unterstützungsmodus oder Geschwindigkeit.
  • Display B: Das Display B besteht aus einer kleinen Lenker-Remote und einem 3”-Display für den Vorbau. Wie das Display A zeigt es die wichtigsten Informationen an, kann aber zusätzlich Tageskilometer, Kadenz, Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit ausgeben.
  • Display C: Das Display C kombiniert die Lenker-Remote mit einem 2,8”-Farbdisplay und zeigt neben den Standard-Informationen auch Richtungspfeile bei aktivierter Navigation über Komoot an.
  • Interface X: Zu guter Letzt bietet Yamaha noch das Interface X an, das an den meisten E-Mountainbikes zu finden ist. Die kompakte Remote für den Lenker überzeugt mit einer guten Ergonomie und trägt zu einer cleanen Optik bei. Weniger überzeugend ist das minimalistische LED-Display, das für den geringen Informationsgehalt viel zu klobig ausfällt, denn über die LEDs werden nur die Fahrstufe und der Akkustand angezeigt.

Unterstützungsstufen beim Yamaha PW-X3

Ist man mit dem Yamaha PW-X3 unterwegs, hat man insgesamt 5 Unterstützungsstufen - ECO, ECO+, STD, HIGH und einen Automatic-Support-Mode - zur Auswahl. Wie auch bei Bosch oder Shimano passt der Automatic-Support-Mode die Unterstützungsleistung an die jeweilige Fahrsituation an.

Vor- und Nachteile des Yamaha PW-X3

Der Yamaha PW-X3 ist zwar bärenstark, hat aber einige Mankos. Die stürmische Motorabstimmung ist vor allem für Einsteiger schwer zu beherrschen. Yamaha bietet ein wenig zeitgemäßes Hardware-Paket an, gibt aber zum Glück den Herstellern die Freiheit, eigene Lösungen zu entwickeln. Eine dedizierte App gibt es nicht, die Fahrmodi-Auswahl ist umständlich. Damit fährt die Konkurrenz den Japanern in Sachen Connectivity, Integration und Motorabstimmung davon.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0