Neopren-Akkuschutz für E-Bikes im Test: Sinnvoll oder überflüssig?

Die Blätter fallen von den Bäumen und morgens hängt noch der Nebel zwischen den Baumwipfeln, wenn sich Fahrradpendler auf den Weg machen. Handschuhe und Mütze dürfen dann nicht fehlen. E-Biker packen zusätzlich eine Neoprenhülle für den Akku ein, denn auch der mag’s warm. Doch wofür benötigt man eine Schutzhülle für den E-Bike-Akku und welche Hüllen gibt es überhaupt?

Schutz des E-Bike-Akkus

Der Akku ist ein unverzichtbarer und teurer Bestandteil des E-Bikes. Daher ist es wichtig, ihn sorgfältig zu behandeln, um das Maximum aus ihm herauszuholen. Es gibt verschiedene Einflüsse, gegen die man seinen E-Bike-Akku schützen sollte. Stürze sowie Witterungseinflüsse in Form von Wasser, Schmutz und extremen Temperaturen können eine Gefahr darstellen für E-Bike Akkus. Sehr hohe oder niedrige Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung und Stürze können nämlich zu Kurzschlüssen und somit zu Bränden und sogar zu Explosionen führen. Aber keine Sorge - E-Bike Akkus sind an sich sehr sicher.

Neopren-Akkuschutz: Bringt er etwas?

Ist so eine Neoprenschutzhülle für den Akku sinnvoll? Bringt sie was? Ich denke, das es nichts bringt, wenn das Rad einen Arbeitstag lang draußen hat in der Kälte steht. Eine Isolierung hält länger warm oder länger kalt, aber nicht über 8 Stunden. Wenn das Bike im kalten steht über stunden? Da am Focus Jam2 man ja den akku nicht entnehmen kann!

Ein gut isolierter Akku bringt schon was. Bei Kälte (<10°C) ist der Innenwiderstand erhöht (der Akku wird quasi träge). Das äussert sich durch Leistungseinbruch und er wird früher abgeschaltet. Isoliert können die Zellen sicher 10°K auf die Aussentemperatur drauf legen. Bei Kälte ist der Innenwiderstand erhöht, was sich durch Leistungseinbruch und frühere Abschaltung äußert. Isoliert können die Zellen eine Temperatur von 10°K über der Außentemperatur halten.

Also der Akku wird mit Schutz weniger schnell auskühlen als ohne. Das ist Physik. Wenn du den Akku lückenlos isolierst bringt das was, wenn du ihm einen Schal umlegst bringt das nicht ein bisschen was, sondern gar nichts. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass mein Akku bei meinem Fahrprofil bei Kälte eine höhere Reichhöhe hat, wenn er warm gelagert, in die Neoprenhülle gepackt und gleich gefordert wird, also keine Zeit zum Auskühlen hat.

So ein Neoprenschutz könnte was bringen, wenn man bei sehr kalten Temperaturen rum fährt und einen vorgewärmten (Wohnungstemperatur) Akku dabei hat, da kühlt er evtl nicht so schnell ab (....) müsste man testen. Ich denke probieren geht da über studieren.

Einfluss der Temperatur auf die Akkuleistung

Da doch ein akku bei wärmeren temperatuen weniger leistung verliert als bei kalten! Je nach verwendeten Zellen, Streckenprofil und abgerufener Leistung können die Zellen gut warm werden. Von innen heraus, wärmen sich quasi selbst. Und dann bringt so ein Teil etwas nach einer gewissen Fahrzeit. Zumindest messbar in Grad Celsius.

Zwischen 20 und 25 Grad Celsius arbeitet der Energiespeicher am effektivsten, bereits bei unter 10 Grad kann es zu Leistungseinbußen kommen. Der etwaige Energieverlust kommt durch das Verhalten des Elektrolyts, einer dickflüssigen Substanz in den einzelnen Zellen der Lithium-Ionen-Akkus, zustande. Das Elektrolyt wird bei Kälte immer zähflüssiger und es kann von den Ionen schlechter durchdrungen werden.

Weitere Tipps für den Umgang mit E-Bike-Akkus im Winter

Hier sind einige Tipps für den Umgang mit E-Bike-Akkus an kalten Tagen:

  1. Akku voll laden: Startet besonders bei längeren Anfahrten mit einer voll geladenen Batterie. Denn Kälte um und unter dem Gefrierpunkt kann die Reichweite - besonders älterer Akkus - deutlich verkürzen.
  2. Akku möglichst warm halten: Eure Batterie mag keine Kälte. Bewahre sie daher temperaturstabil, warm und trocken auf und montiere sie, sofern möglich, erst unmittelbar vor der Fahrt.
  3. Isolierung hilft: Eine isolierende Schutzhülle, so wie die hier gezeigte aus Neopren von Rose, kann die Batterie zusätzlich vor der Kälte schützen. Neopren ist winddicht, spack um das Batteriefach gezogen schützt sie den Energiespeicher vor Unterkühlung.
  4. Akku aufladen nach der Fahrt: Eisgekühlt an die Ladestation? Bitte nicht! Im Idealfall wärmt ihr den E-Bike-Akku wieder auf Zimmertemperatur auf - unter 15° C würden wir sie nicht ans Ladegerät anschließen, da dies auf Kosten der Lebensdauer gehen kann!
  5. Akku pflegen: Auch in der kalten Jahreszeit muss der Akku richtig gepflegt werden: Ist der Akku Matsch und Nässe ausgesetzt, unbedingt regelmäßig die Oberfläche mit einem feuchten Tuch bei Raumtemperatur reinigen und immer (!) gründlich abtrocknen. Bonus-Tipp: Sind die Kontakte angelaufen, diese leicht anrauen und gegebenenfalls mit einem Kontaktspray reinigen.

Sicherheitshinweise zum Laden von E-Bike-Akkus

Wenn du die Möglichkeit hast, deinen E-Bike Akku in der Wohnung zu laden, ist das die beste Option. Sorge dafür, dass du möglichst Zuhause bist, während du dein E-Bike Akku lädst und dass du den Akku an ein sicheres Stromnetz anschließt. Wie gerade schon erwähnt, ist es wichtig den Akku bei richtigen Temperaturen zu laden und das gilt auch in der Wohnung. Eine Zimmertemperatur zwischen 17°C-20°C ist hier optimal. Vermeide also auch hier zu viel Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung während des Ladens. Idealerweise solltest du deinen Akku unter einem Rauchmelder und im Flur laden, sodass du, falls ein Brand entstehen sollte, rechtzeitig alarmiert wirst und du den Akku schnell nach draußen bringen kannst. Wenn du keine Möglichkeit hast, deinen E-Bike Akku in der Wohnung zu laden und eventuell auf einen Keller, Flur oder Schuppen ausweichen musst: achte darauf, dass es trocken und nicht zu kalt ist. Auch wenn es praktisch und einfacher ist, empfehlen wir dir, den Akku nicht über Nacht zu laden. Sollte es zu einem Kurzschluss und eventuellen Brand kommen, besteht ein höheres Risiko, wenn du schläfst.

Um einen Kurzschluss oder Explosion zu vermeiden, ist ein verantwortungsbewusster Umgang daher mehr als ratsam. Sorge dafür, dass dein Akku nicht nass wird oder überhitzt. Sollte dir dein E-Bike Akku einmal runterfallen, bringe ihn direkt zu einem Fachmann, um den Akku kontrollieren und eventuell reparieren zu lassen. Auch so ist es sinnvoll, den Akku regelmäßig von einem Experten überprüfen und messen zu lassen, um sicherzugehen, dass das Batteriemanagementsystem noch einwandfrei funktioniert. Es verhindert, dass dein Akku überladen oder zu tief entladen wird.

Wir empfehlen, den Akku tagsüber aufzuladen und nach einer oder anderthalb Stunden wieder abzuschalten. Er muss nicht unbedingt zu 100% geladen sein, wenn du keine lange Fahrradtour planst.

Zusätzliche Sicherheitstipps für deinen Akku

  • Lese dir die Gebrauchsanweisung des Herstellers ausreichend durch.
  • Benutze nur das Original Ladekabel zum Laden deines Akkus. Beschrifte es am besten, sodass du es nicht verwechselst.
  • Sorg dafür, dass der Akku genug Platz hat, seine Wärme abzugeben.
  • Ziehe den Stecker des Ladekabels aus der Steckdose, wenn du mit dem Laden fertig bis.
  • Sollte es passieren, dass dein Akku während des Ladens anfängt zu brennen, ziehe sofort den Stecker und lösche nicht selber mit Wasser, sondern rufe die Feuerwehr.
  • Lass deinen Akku regelmäßig von einem Experten kontrollieren.

Denn auch Fahrräder mit elektrischem Antrieb sind für Fahrten bei Regen, Kälte und Schmutz ausgelegt. Allerdings versteht sich von selbst, dass Motor oder Akku niemals unter Wasser getaucht werden sollten! Wer Akku und Motor zusätzlich vor Feuchtigkeit schützen will, ist mit speziellen Neoprenüberzügen gut beraten. Sie schützen außerdem auch vor Kälte. Die Fahrer Neopren Hüllen schützen Motoren und Akkus vor Spritzwasser und anderen Umwelteinflüssen.

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