Albrecht Schnitzers Laufrad: Informationen und Hintergründe

Das Sollso® ist ein Laufrad, das als flotte und stabile Fortbewegungsmittel überraschend anders ist und richtig Freude macht.

Entwickelt wurde es als alternative Gehhilfe für Senioren, macht aber auch großen Kindern und Erwachsenen Spaß. Beide Beine halten beim Fahren bzw. Mit dem Laufrad unterwegs sein ist wie zügiges zu Fuß gehen.

Albrecht Schnitzer, 85 Jahre alt und Erfinder des Sollso®, schnappte den ungewöhnlichen Namen „Sollso“ bei seinen ersten Testfahrten durch das Hamburger Schanzenviertel auf, als ihm zugerufen wurde: „Kaputt oder soll so?“.

In Folge #44 von Bertram Kaspers Podcastreihe „Gelassen älter werden“ erzählen Heinrich Schnitzer, Sohn des Sollso-Erfinders, und Kathrin Bardt, Co-Gründerin von Age of Style, warum es wichtig ist, neue Produkte für Menschen mit Einschränkungen zu entwickeln. Beweglichkeit sorgt in jedem Alter für Lebensqualität, einfach Teil des gesellschaftlichen Alltags sein.

Das Sollso® ist eine überzeugende Alternative zu altbekannten Gehhilfen, wobei auch mit einem Elektromotor unterstützte Dreiräder das Potential haben, Selbständigkeit und Lebensfreude zu bewahren.

Genau wie das sollso® Laufrad für Erwachsene wurde es von einer „Betroffenen“ entwickelt.

Als Albrecht Schnitzer (89) begann, sich auf dem Fahrrad unsicher zu fühlen und immer wieder mal stürzte, kam ihm die Idee, die Pedalen in einem Fahrradgeschäft abmontieren zu lassen.

Albrecht Schnitzer zog seinen Sohn Heinrich zurate, der sich gut mit technischen Dingen auskennt. Der recherchierte im Internet, wie für seinen Vater ein schickes Laufrad aus leichterem Material gebaut werden könne.

Das erste Laufrad für Albrecht Schnitzler wurde geliefert. „Es war aus Carbon, ein sehr teures und superleichtes Einzelstück“, erinnert sich Sohn Heinrich. Mit diesem Rad-Prototyp lief Albrecht Schnitzer einige Wochen durch die Stadt.

So entstand der Markenname für das Laufrad für Erwachsene der sollso® Laufrad UG, die in der norddeutschen Stadt Moorrege ihren Sitz hat.

Albrecht Schnitzer wollte eine ganz neue Fortbewegung für ältere Menschen, die auf einen Rollator keine Lust haben, sich aber im Straßenverkehr trotzdem sicher fühlen möchten. Die Nutzer des Laufrads haben mit den Füßen Bodenberührung.

Ziel des Laufrades ist, sicher mobil zu sein, auch wenn ein wenig Mut dazu gehört. Das Sollso-Laufrad (ab 850 Euro, 5,2 KG) hat keine Straßenzulassung und wird ausschließlich auf dem Gehweg benutzt. Grundlage ist die Straßenverkehrsordnung.

Ein Rollator zum Beispiel kann aber auch schon in jungen Jahren notwendig werden. Doch viele Menschen trauen sich damit nicht auf die Straße. Es ist ihnen zu peinlich. Verständlich: Schließlich ist Stil keine Frage des Alters.

Menschen, die an MS oder leichtem Parkinson leiden oder Personen mit Gleichgewichtsschwankungen können sich damit auf einfache Weise fortbewegen, ähnlich wie auf einem Fahrrad mit Stützrädern.

Albrecht Schnitzer nutzt es zum Einkaufen, für Arzt-Gänge und fährt damit sogar zum Theater.

Vor wenigen Wochen gingen Sie mit ihrem „sollso“ zur TV-Sendung ‚Die Höhle der Löwen‘, Albrecht ist der älteste Erfinder in der Geschichte von DHDL! Einen Deal bekamen sie nicht, die Löwen hatten die Sorge, dass das Laufrad zu schnell kopiert werden kann.

Kunden sind nicht nur Ältere, sondern auch Menschen mit Gehbehinderungen oder Krankheiten, wie Downsyndrom und Multiple Sklerose. Fanpost erhalten Vater und Sohn aus ganz Deutschland. Einige Käufer nehmen ihr Laufrad mit in den Urlaub und nehmen damit an Stadtführungen teil.

Als Albrecht Schnitzer durch die Sternschanze in Hamburg düste, rief ihm jemand zu: „Kaputt oder soll so?‘“ Albrecht antwortete „Soll so!“.Die aktuelle Version kostet 950 Euro.

Ziel des Gründer-Duos ist es, ein Laufrad mit elektrischem Antrieb zu schaffen. Insbesondere für Bergauf-Fahrten, soll es dann leichter sein, zu treten. Eine Ausstattung mit Einkaufskorb und Getränkehalterung soll es demnächst auch noch geben.

Und wenn man mit dem Fahrrad nicht mehr so richtig kann und mit dem Rollator noch nicht so recht will, dann ist das Laufrad eine tolle Alternative.

Der Lenker wird ebenfalls passend zur Körpergröße eingestellt. Los geht’s! Atmung beleben und die Muskeln stärken, ohne sich zu verausgaben.

Es steht IMMER ein sollso Elan für Probefahrten zur Verfügung.

Diese Farbe fällt auf. Und zwar anderen Verkehrsteilnehmern. Haben Sie daher Mut zur Farbe. Lassen Sie sich sehen!

Das Laufrad hat darum auch keine Klingel, es soll niemand beiseite gehen. Es hat auch kein Licht, ich habe noch keine beleuchteten Fußgänger gesehen. Ich bin nicht auf Geschwindigkeit aus. Ich beherrsche meine Bewegung, ich stehe, wann ich will, auch brauche ich keine Angst vor dem Umkippen zu haben.

Der erste, federleichte sollso®-Prototyp, -so soll das Laufrad von jetzt an heißen-, habe ich bereits mit meinem Selbstgemachten ausgetauscht.

Mit Sollso ist eine bessere Teilhabe an der Welt “da draußen“ wieder möglich. Bei einem Spaziergang mit Freund*innen oder der Familie nebenher rollen geht wunderbar und es ist wie bei den Kids - manchmal ist man sogar etwas schneller.

Mit dem Laufrad sind diese Entfernungen kein Problem mehr. Selbst Stadtführungen, Schotterwege und Kopfsteinpflaster haben ihre Schrecken verloren.

Das Laufrad Sollso ist nicht nur für Betagte sinnvoll, sondern auch für Menschen, die Probleme mit dem Gehen oder mit dem Gleichgewicht haben.

Sollso wurde vom Hamburger Albrecht Schnitzer (88) mehr durch Zufall erfunden. Auf dem Fahrrad fühlte er sich nicht mehr sicher und hat kurzerhand alles abschrauben und zu einem Laufrad umbauen lassen.

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