Vorsicht vor gefälschten Aldi E-Bike Gewinnspielen

Im Internet kursieren betrügerische Gewinnspiele, die angeblich von Aldi stammen und bei denen man ein E-Bike gewinnen kann. Diese Aktionen sind jedoch Fakes und dienen dazu, persönliche Daten von Nutzern abzugreifen.

Wie die Betrugsmasche funktioniert

Unter einem offiziell aussehenden Logo der Discounterkette Aldi wird Nutzern im Internet ein verlockendes Angebot vorgegaukelt: Wenn man einige Fragen beantwortet, habe man die Chance, ein E-Bike zu gewinnen. Nach den Fragen wird man zu einer zweiten Seite umgeleitet, auf der man seine persönlichen Daten angeben soll.

Aldi warnt seine Kunden eindringlich vor einem falschen Angebot. Im Netz kursieren derzeit zu einem ganz bestimmten Produkt nämliche viele Fake-Seiten. Gleichzeitig warnt der Supermarkt-Riese die Kunden davor, auf Links zu klicken oder ihre persönlichen Daten weiterzugeben.

In einem Bild dazu werden verschiedene Beispiele von Fake-Seiten aufgezeigt. Bei allen Anzeigen wird damit geworben, dass Aldi ein E-Bike verschenke. Kunden werden darauf hingewiesen, dass es einige Details gibt, an denen der Schwindel zu erkennen ist. Eine schlechte Bilddarstellung oder viele Rechtschreibfehler im Text können ein Hinweis sein.

Ein weiteres Indiz sind falsche Seitennamen: ALDI_DE, ALDI Fans, ALDI Club oder ALDI Deutschland sind nicht die offizielle Seite. Zudem hat die offizielle Seite von Aldi Süd einen blauen Haken, der die Verifizierung des Accounts sicherstellt.

Aktuell ist in den sozialen Netzwerken ein falsches Gewinnspiel im Umlauf, mit dem Datensammler persönliche Informationen abgreifen wollen. Inhalt der Meldung: Man sei angeblich „zufällig ausgewählt" worden, um an einer Umfrage teilzunehmen, bei der man anlässlich des 60. Geburtstags von ALDI einen Preis gewinnen könne. Dieser sei ein Einkaufsgutschein, Smartphone oder ähnliches. Das Ganze ist ein Fake und ALDI SÜD steht damit in keinem Zusammenhang.

So erkennen Sie Fake-Gewinnspiele

Auf den ersten Blick sind solche Gewinnspiele oft nicht als „Fake“ zu erkennen. Datenfallen im Internet wie diese erkennt man oft an Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Unseriöse Gewinnspiele erkennt man oft auch an Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

Gewerblich genutzte Webseiten müssen grundsätzlich ein Impressum haben, in dem der Betreiber unter anderem seine Adresse und Kontaktdaten angibt. Bei dieser Webseite ist jedoch kein Impressum vorhanden.

Bei einem echten Gewinnspiel ist der Veranstalter eindeutig erkennbar und muss in den Teilnahmebedingungen sowie im Impressum angeben sein. Außerdem dürfen aus Datenschutzgründen nicht einfach so persönlichen Daten wie Adresse oder gar Kontodaten abgefragt werden. Die Internetadresse des angeblichen Gewinnspiels beginnt mit "al-sued.club", was keine offizielle Adresse des Lebensmittelhändlers ist.

Die Gefahren von Fake-Gewinnspielen

Wer auf eine solche Fake-Seite hereinfällt, könnte am Ende eine bitterböse Überraschung erwarten. Nicht nur, dass das versprochene E-Bike sicherlich niemals ankommt - mit den vertraulichen Daten könnten Betrüger im schlimmsten Fall auch an das Geld ihrer Opfer kommen.

Datenhändler können die angegebenen persönlichen Daten an andere Unternehmen verkaufen. Oft soll zudem ein Haken gesetzt werden. Im Kleingedruckten steht dann, dass man seine Zustimmung für den Empfang von Mitteilungen per SMS, Post oder per Telefonat abgibt.

Je nach Fake-Gewinnspiel droht dann Folgendes:

  • Man bekommt in Zukunft vermehrt Werbung über verschiedene Kanäle.
  • Oft können auch Kosten entstehen, da man zum Beispiel in ein Zeitungs- oder Gewinnspiel-Abonnement gelockt wird.
  • In anderen Fällen schlägt die Abo-Falle direkt zu und man bucht unbeabsichtigt durch das Setzen des Hakens einen kostenpflichtigen Dienst.
  • Manchmal wird man kontaktiert und über einen Gewinn informiert, den man jedoch nur gegen die Zahlung einer Gebühr oder Buchung eines Abonnements erhalten kann. Normalerweise entstehen so hohe Kosten, ohne dass man jemals Aussicht auf einen Gewinn hat.
  • Versucht man entsprechende Telefonate abzuwimmeln, geht man nicht auf die „Angebote“ der Anrufer ein und gibt keine weiteren Daten oder Zusagen, wird man am Telefonhörer oft eingeschüchtert. Dann wird man entweder direkt beleidigt oder es wird mit rechtlichen Schritten gedroht, da man angeblich bereits ein Gewinnspiel-Abo oder Ähnliches gebucht haben soll. In solchen Fällen sollte man locker bleiben und einfach auflegen.

Was tun, wenn Sie in die Falle getappt sind?

Seid ihr in die Gewinnspiel-Falle getappt, unternehmt Folgendes:

  • Lasst euch zu keiner Zahlung überreden, die angeblich zur Übergabe des Gewinns notwendig ist. Bei seriösen Gewinnspiel entstehen Teilnehmern keine Kosten.
  • Lasst euch auch nicht dazu verleiten, kostenpflichtige Service-Nummern mit Vorwahlen wie 0180 anzurufen, um dort angeblich den Gewinn abzuholen. Hier werden euch teure Gebühren für den Anruf abgebucht.
  • Generell sollte man verhindern, bei unbekannten Anrufen „Ja“ zu sagen. Betrüger können diese Aussage aus dem Telefon ausschneiden und in ein Fake-Gespräch einfügen, in dem man zum Beispiel die Buchung eines kostenpflichtigen Dienstes bestätigt.
  • Bestätigt keine Forderungen am Telefon.
  • Gebt am Telefon keine persönlichen Daten weiter. Neben dem Namen und der Telefonnummer gehören dazu auch Kontodaten oder Kreditkartennummern. Angeblich sollen Gewinne darauf überwiesen werden, oft werden so aber Bezahldaten gestohlen.
  • Habt ihr versehentlich einen Vertrag abgeschlossen, weil ihr zum Beispiel einen Haken gesetzt und bestätigt habt, ohne den Begleittext genauer zu lesen, könnt ihr ihn wegen arglistiger Täuschung anfechten.
  • Nummern dubioser Anrufer könnt ihr in eurem Telefon sperren. Falls die Betrüger mit wechselnden Telefonnummern anrufen, könnt ihr auch Rufnummerngassen oder generell unbekannte Nummern blockieren.
  • Blickt regelmäßig auf Kontoauszüge und die Telefonrechnung, um unbekannte Abbuchungen rechtzeitig zu entdecken. Unberechtigte Zahlungen könnt ihr durch eure Bank oder den Kreditkartenanbieter rückgängig machen. Stellt ihr solche Abbuchungen fest, kontaktiert eure Bank oder den Telefonanbieter.
  • Bei Betrugsfällen solltet ihr euch zudem an die Polizei wenden und gegebenenfalls eine Anzeige stellen.

Aldi geht gegen Fake-Seiten vor

Aldi verspricht, den Fake-Seiten auf der Schliche zu sein: „Wir geben unser Bestes, die Fake-Anzeigen so schnell wie möglich zu stoppen und hoffen, hier zeitnah eine Lösung zu finden“, heißt es von Seiten des Discounters.

Ein Sprecher teilte mit, «dass es sich bei diesen Gewinnspielen nicht um offizielle Aktionen von ALDI Nord oder ALDI SÜD handelt. Wir haben die Information unverzüglich an unsere IT-Ansprechpartner weitergereicht, um Schritte dagegen einzuleiten.»

Fazit

Seien Sie wachsam und hinterfragen Sie Gewinnspiele, die Ihnen zu gut erscheinen, um wahr zu sein. Geben Sie niemals persönliche Daten auf unbekannten Webseiten preis und informieren Sie sich im Zweifelsfall direkt bei Aldi, ob es sich um eine offizielle Aktion handelt.

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