Kraftstoff wird immer teurer und auch die Preise für den öffentlichen Personen-Nahverkehr steigen stetig. Aus diesem Grund steigen viele Menschen auf das Fahrrad um. Das spart zum einen Geld, ist umweltfreundlich und zugleich wird auch für die Gesundheit etwas getan. Für viele Menschen ist es jedoch auch ein Hobby und Wochenend-Vergnügen, mit dem Fahrrad eine Tour zu unternehmen.
Das Problem: Ein gutes und damit qualitativ hochwertiges Fahrrad hat seinen Preis und es ist ein begehrtes Objekt für Langfinger. Der Wert von einem hochwertigen Drahtesel kann gut und gern um die 1.000 Euro und höher liegen und bei einem solch kostspieligen Zweirad lohnt es sich durchaus eine entsprechende Fahrradversicherung abzuschließen.
Jährlich werden gemäß polizeilichen Schätzungen mehr als 1,5 Mio. Fahrräder gestohlen, wobei nur rund 400.000 zur Anzeige gebracht werden. Insgesamt 1,1 Mio. der Fahrradbesitzer bleiben auf den Kosten der Neuanschaffung eines Fahrrades sitzen.
Fahrradversicherung: Schutz vor finanziellen Schäden
Die Kaskoversicherung für das Auto ist jedem bekannt und die Fahrradversicherung funktioniert im Grunde nach dem gleichen Prinzip. Der Versicherungsnehmer versichert sein Fahrrad gegen Zahlung eines Versicherungsbeitrages bei einer Versicherung bspw. gegen Diebstahl und Vandalismus um so den finanziellen Schaden im Fall der Fälle zu minimieren.
Fahrräder sind in der einfachen Hausratversicherung nur bedingt mitversichert. Sollte bereits eine Hausratversicherung bestehen, dann kann durch einen genauen Blick in die Versicherungsunterlagen geklärt werden, wie und wo das Fahrrad gegen Diebstahl versichert ist. Wenn das Fahrrad in Zukunft auf eine günstige Weise versichert werden soll, dann kann das sicherlich auch über einen Zusatz in der Hausratversicherung vorgenommen werden.
Dann gilt der Versicherungsschutz auch außerhalb des Versicherungsortes - also auf öffentlichen Plätzen, wie bspw. vor dem Supermarkt - sofern das Fahrrad dort ordnungsgemäß abgeschlossen wurde und somit vor Diebstahl geschützt ist. Sicherlich ist es möglich, durch einen Zusatzbaustein innerhalb der Hausrat den Versicherungsschutz für das Fahrrad zu erhöhen. Zudem muss sich der Versicherungsnehmer Gedanken über die Summe machen, in welcher Höhe das Bike versichert werden soll.
Fahrräder sind innerhalb der Hausratversicherung prozentual zur Versicherungssumme versichert. Sollte der Versicherungsschutz der Hausratversicherung bspw. 100.000 Euro betragen, dann wird das Fahrrad durch den Zusatzbaustein anteilig mit einer Höhe von 1 % versichert und somit mit einem Wert von 1.000 Euro.
Des Weiteren gilt es auch darauf zu achten, dass die vorgegebenen Pflichten eingehalten werden, die im Versicherungsvertrag vorgegeben sind, denn andernfalls greift der Versicherungsschutz nicht. Die Fahrradversicherung über die Hausrat ist in der Regel sinnvoll, wenn es Fahrrad einen Wert von bis zu max. 500 Euro aufweist. Bei einem Fahrrad, dessen Wert 500 Euro übersteigt, ist dagegen eine separate Fahrradversicherung lohnenswert.
Es kann sehr schnell bei der Durchsicht der Vertragsinhalte festgestellt werden, dass in jeder Versicherung ein Höchstalter für das Bike vorgegeben ist. Die Versicherungssumme sollte den Kaufpreis des Fahrrades entsprechen und das inklusive des Sicherheitsschlosses und dem festverbauten Zubehör und das dann gerundet auf volle Euro. Allerdings ist eine Überversicherung - bspw. Kaufpreis 500 Euro / Versicherungssumme 1.000 Euro - nicht sinnvoll - denn im Schadensfall wird nur der tatsächliche Wert des Fahrrades von der Versicherung gezahlt.
Damit das Fahrrad gegen Diebstahl versichert werden kann, ist es notwendig einen schriftlichen Antrag bei der Versicherung einzureichen, die nach einem entsprechenden Versicherungsvergleich ausgewählt wurde. Im Anschluss wird der Antrag dann versendet und sollte die Einwilligung zum SEPA-Lastschriftverfahren gegeben worden sein, dann besteht bereits ab dann ein sofortiger Versicherungsschutz - jedenfalls bei einigen Anbietern. Dort beginnt der Versicherungsschutz erst dann, wenn der Versicherungsbeitrag eingegangen ist.
Andere Versicherungen bieten den Versicherungsschutz nach Antragstellung erste am 1. des folgenden Monats. Werden Verschleißschäden geltend gemacht, so werden diese erst nach einer gewissen Laufzeit übernommen. Von vielen Versicherungsanbietern wird die Verwendung von Markenschlössern - Abus, Axa, Trelock oder Kryptonite - im Versicherungsvertrag vorgeschrieben. Folglich treten sie nur dann in Leistung, wenn ein solches Schloss nachweislich genutzt wurde und der Versicherungsnehmer das durch die Vorlage der Schluessel beweisen kann.
In einem solchen Fall, haben alle Versicherung eines gemeinsam: Sie ermöglichen die Absicherung des Bikes bis zu einer Höchstversicherungssumme. Das bedeutet, dass das Fahrrad nicht „unverschämt“ teuer sein darf. Was die Höchstversicherungssumme angeht, so variiert diese von Anbieter zu Anbieter und richtet sich nach dem Zeitwert des Fahrrades: beginnend bei 499 Euro bis zu 3.500 Euro, 4.000 Euro und bis zu 5.000 Euro. Die Höchstversicherungssumme kann mit zunehmenden Alter automatisch sinken.
Als Erstes gilt es den Schaden bei der Polizei anzuzeigen. Innerhalb von sieben Tagen muss dann der Schadensfall dem Vertragspartner der Versicherung bzw. dem Fahrradhändler vorgelegt werden, wo dann die Schadensanzeige ausgefüllt wird. Von dem Fachhändler wird dann das Schadensformular zusammen mit den notwendigen Unterlagen zur Versicherung gesendet und innerhalb von fünf Tagen kommt dann entweder die Deckungszusage oder die Ablehnung der Kostenübernahme.
E-Bike Versicherung: Besonderheiten und Vorteile
E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Fast eine Million Pedelecs fahren inzwischen auf Deutschlands Straßen. Senioren können bequem mit dem Fahrrad durch die Stadt, in hügeligen Gegenden ist es generell angenehm, bergauf ein wenig Unterstützung zu erhalten. Allerdings haben die mit einem Elektromotor versehenen Räder auch ihren Preis. Ein E-Bike für 1.500 Euro ist noch vergleichsweise preiswert. Dementsprechend macht eine gute E-Bike Versicherung schon Sinn.
Damit das e-bike oder Pedelec ganz sorgenfrei genossen werden kann, ist es empfehlenswert dieses über eine Fahrradversicherung zu versichern. Grundsätzlich kann diese Frage mit einem „Ja“ beantwortet werden. Doch allerdings wird auch sehr schnell klar, dass der Versicherungsschutz bei weitem nicht ausreichend ist. Denn das E-Bike ist hier ausschließlich gegen Diebstahl versichert und zum anderen richtet sich auch hier die Versicherungssumme nach der des gesamten Hausrates. Sollte der Hausrat mit lediglich 50.000 Euro abgesichert sein, dann ist das Pedelec mit 1 % eingeschlossen und das wären dann gerade einmal 500 Euro. Das heißt im Schadensfall gibt es 500 Euro und das ist nicht gerade viel im Vergleich zum Kaufpreis.
Zudem wird von der Fahrradversicherung der Hausrat keine Zahlung übernommen, wenn das E-Bike bspw. Besonders dann wenn es zu einem Sturz oder Unfall kommt, kann die Folge sein, dass nicht nur der Fahrer verletzt wird, sondern auch das E-Bike Schaden nimmt. Wann ist eine spezielle Fahrradversicherung lohnenswert bzw. Immer dann wenn das Bike in der Anschaffung sehr teuer war - also über 500 Euro.
Doch hier muss beachtet werden, dass das E-Bike nicht schneller als 25 km/h ist und der Motor nur beim Treten zuschaltet. Sollte das E-Bike unter den Bereich Mofa fallen, dann muss es separat versichert werden. Ja, denn durch die Fahrradversicherung ist das Bike nicht nur gegen Diebstahl geschützt, sondern die Versicherung tritt auch bei anderen Schäden ein, die am Fahrrad entstehen können. Dazu zählt bspw. Auch für das E-Bike gilt der bereits vorgenannte umfangreiche Versicherungsschutz. Zudem sind beim E-Bike auch Schäden am Motor oder der Elektronik versichert.
Das ist unterschiedlich und hängt von dem Versicherer ab. Von vielen Anbietern wird eine 12-monatige Laufzeit angeboten und somit kann der Versicherungsnehmer jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob er die Fahrradversicherung weiterlaufen lässt oder nicht. Das ist abhängig von der Höhe der Versicherungssumme ab. Je höher das Bike versichert wird - die Grenze liegt im Durchschnitt bei 5.000 Euro - desto höher fällt der Beitrag zur Fahrradversicherung aus.
Ja, denn von vielen Versicherungen wird ein Nachweis beim Abschluss der Versicherung darüber verlangt, dass das Fahrrad ständig mit einem hochwertigen Schloss gesichert ist. Nur bedingt. So gibt es Fahrradversicherungen die es erlauben, dass ein Fahrrad bis zu einem Jahr nach dem Kauf noch versichert werden kann. Sicherlich, es gibt je nach Anbieter ganz unterschiedliche Leistungen. Dabei ist in der Regel grundsätzlich Diebstahl und Teildiebstahl enthalten. Alle anderen Optionen wie Unfallschäden, Reparaturkosten und Vandalismus sind je nach Versicherungsanbieter optional.
Ja, ähnlich wie bei der Kraftfahrzeugversicherung kann es auch bei der Fahrradversicherung dazu kommen, dass die Beiträge je nach Region unterschiedlich ausfallen. Von einigen Versicherern wird ein bestimmtes Schloss vorgeschrieben, mit dem das Fahrrad gesichert sein muss. Das bedeutet, bevor eine Fahrradversicherung abgeschlossen wird, sollte man sich darüber im Klaren sein, welcher Schutz benötigt wird.
Diebstahlschutz bei E-Bikes
Aufgrund der hohen Preise von E-Bikes bzw. Pedelecs ist der Diebstahlschutz essenziell. Der Diebstahlschutz greift bei Diebstahl oder Raub des gesamten E-Bikes sowie einzelner Teile im öffentlichen Raum.
- Tarifunabhängig: Der Diebstahl fest verbauter Teile (Lenker, Reifen, Sattel, usw.).
- Tarifabhängig: Der Diebstahl loser Teile (Fahrradcomputer, Luftpumpe, Kindersitz, usw.) und Gepäcks.
Für Zubehörteile sind in der Regel Erstattungsgrenzen festgelegt: Im Schnitt liegen sie bei 300 € pro Zubehörteil und bei 2.000 € pro Schadenfall.
Gute Tarife erstatten den Neuwert und können zusätzlich eine Progression bzw. Wiederbeschaffungsklausel beinhalten. Nicht abgeschlossene E-Bikes sind nicht versichert. Das Bike muss in der Regel an einem festen Objekt (z. B. Laternenpfahl) angeschlossen sein. Einige Anbieter schließen Zahlenschlösser aus.
Reparaturkosten und Verschleiß
Viele E-Bikes und Pedelecs sind häufig im Einsatz: für längere Radtouren, zum Pendeln oder Einkaufen. Tarife mit dem Baustein „Reparatur” decken Reparaturkosten ab. Der Versicherungsschutz greift in der Regel sowohl bei mechanischen als auch elektrischen Defekten, sofern diese durch ein versichertes Ereignis verursacht wurden.
Beispiele für abgedeckte Schäden:
- Bedienfehler und unsachgemäße Handhabung: Beim Einsetzen des E-Bike-Akkus bemerken Sie nicht, dass dieser nicht ordnungsgemäß in der Halterung einrastet.
- Produktions-, Material- und Konstruktionsfehler: Nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistungspflicht (zwei Jahre nach dem Kauf) funktionieren die Bremsen nicht mehr richtig.
- Elektroschäden: Sie können durch einen Kurzschluss oder Überspannung beim Laden entstehen.
- Verschleiß von bestimmten Fahrradteilen: Mit der Zeit kommt es zum Verschleiß am Ritzel, dem hinteren Kettenrad, sodass die Kette nicht mehr rund läuft.
- Verschleiß des Akkus: Ihr Akku wird über die Zeit schwächer, sodass bereits kurze Wege nicht mehr mit dem E-Bike zurückgelegt werden können. Die Kosten für den Austausch werden übernommen, wenn das Leistungsvermögen des Akkus signifikant nachgelassen hat - zum Beispiel dauerhaft um 50 Prozent.
- Totalschaden: Bei einer Abwärtsfahrt stürzen Sie unglücklich mit Ihrem Fahrrad. Die Felgen und der Rahmen sind in einem Maß verbogen, dass man von einem Totalschaden spricht.
Pannenhilfe und Schutzbrief
E-Bike Versicherungen mit Schutzbrief-Leistungen greifen bei Pannen sowie Unfällen. Beim Baustein Pannenhilfe gibt es zwischen den Anbietern nur geringe Leistungsunterschiede. Nahezu alle Tarife bieten eine solide Grundabsicherung.
- Pannenhilfe vor Ort: Bei einer Panne organisiert die Versicherung einen Helfer, der Ihnen direkt vor Ort hilft.
- Übernachtung im Notfall: Macht eine Panne die Weiterfahrt während einer längeren Reise unmöglich, kommen leistungsstarke Tarife im Notfall auch für Hotelkosten auf.
Weniger umfassende Tarife beinhalten hingegen ausschließlich Pannenhilfe und Abholservice. Diese Option ist vor allem für E-Bike-Fahrer nützlich, die weite Strecken fahren und beispielsweise Fahrradtouren unternehmen. Bei Radtouren, die eine Distanz von bereits 5 Kilometern zum Wohnort überschreiten, ist ein Schutz ebenfalls sinnvoll.
E-Bike Haftpflichtversicherung
E-Bikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit, doch was ist, wenn Sie mit Ihrem elektrischen Fahrrad einen Unfall verursachen? In diesem Fall greift Ihre Privathaftpflichtversicherung und deckt die Schäden ab, die Dritten zugefügt wurden. Die Privathaftpflicht springt ein, wenn Sie als Fahrer eines E-Bikes anderen Personen oder deren Sachen Schäden zufügen. Egal ob Kratzer am geparkten Auto oder eine Kollision mit einem Fußgänger - die Versicherung reguliert die Ansprüche der Geschädigten.
Was viele E-Bike-Fahrer nicht wissen: In den meisten Haftpflichtverträgen sind Schäden, die im „Wegeverkehr“ entstehen, ausgeschlossen. Darunter fallen Unfälle, die sich auf Straßen, Wegen oder Plätzen ereignen. Damit Ihre Haftpflicht auch auf öffentlichen Wegen greift, sollten Sie die sogenannte „Wegeverkehrshaftpflicht“ mit abschließen.
Achten Sie bei Ihrer Haftpflichtpolice nicht nur auf die Prämie, sondern auch auf die Deckungssummen und Leistungen. Eine Million Euro Deckung für Mietsachschäden sollte das Minimum sein.
Teilkasko- und Vollkaskoversicherung
Die Teilkaskoversicherung deckt zahlreiche Schadensfälle ab, die nicht durch eine einfache Diebstahlversicherung gedeckt sind. Wer eine Teilkaskoversicherung abschließt, kann sein E-Bike somit beruhigt auf jedem Weg nutzen - egal ob auf einer Radtour, dem Weg zur Arbeit oder im Gelände.
Die Vollkasko ist die höchste Absicherungsform für E-Bikes. Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich gerade bei hochwertigen E-Bikes, da die Reparaturkosten schnell sehr hoch werden können.
Zusatzleistungen und Deckungssummen
Eine gute E-Bike Versicherung bietet nicht nur Schutz bei Diebstahl oder Unfall. Dieser kleine Helfer sorgt dafür, dass Sie im Pannenfall nicht im Regen stehen müssen. Bei einer Panne am E-Bike organisieren die Versicherer eine mobile Reparatur vor Ort oder den Abtransport in die nächste Werkstatt. Kann Ihr defektes E-Bike nicht innerhalb eines Tages repariert werden, stellen einige Versicherer wie die ADAC Versicherung Ihnen für die Reparaturdauer ein Ersatzrad zur Verfügung.
Viele Versicherer wie die Allianz erstatten bei Totalschaden oder Diebstahl eines E-Bikes bis zu vier Jahren den Neuwert anhand aktueller Preis- und Wertgutachten. ERGO bietet beispielsweise einen Austausch-Service für kaputte E-Bike Akkus bis zu einem Alter von sechs Jahren. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Beitrag, sorgen im Schadenfall aber für eine schnelle und unkomplizierte Hilfe.
Die Deckungssumme legt die maximale Entschädigungsleistung für Ihr E-Bike fest. Daher sollten Sie diese unbedingt an den aktuellen Neupreis Ihres E-Bikes anpassen. Viele Anbieter wie HUK24 bieten flexible Summen bis 10.000 Euro an. Eine Selbstbeteiligung zwischen 100 und 500 Euro pro Schadenfall ist bei nahezu allen Anbietern möglich. Je höher dieser Selbstbehalt, desto günstiger wird die Prämie. Allerdings müssen Sie im Schadensfall diesen Betrag selbst tragen. Wir empfehlen daher, die Selbstbeteiligung möglichst niedrig zu wählen.
Schadensabdeckung und Tarifvarianten
Das Kernrisiko einer E-Bike-Versicherung ist der Diebstahlschutz. Wird Ihr Elektrorad in Europa gestohlen, übernimmt die Versicherung die Kosten - egal ob es über Nacht auf der Straße oder am helllichten Tag geklaut wurde.
Weiterer Bestandteil der Schadensabdeckung sind Unfälle und mutwillige Beschädigungen durch Dritte. Dazu zählen Sturzschäden, Kollisionen mit Autos oder Wänden sowie Sachbeschädigungen durch Vandalismus. Manche Policen wie von HUK24 decken sogar Bedienungsfehler und Konstruktionsmängel mit ab. Das zahlt sich vor allem bei hochpreisigen E-Bikes aus.
Die Basis jeder Police ist der Diebstahlschutz innerhalb Europas. Weitere gängige Leistungen in den Komplett- und Premiumtarifen sind die Absicherung bei Unfallschäden, Vandalismus und teilweise sogar bei Bedienungsfehlern und Konstruktionsmängeln. Je nach Anbieter und Deckungssumme variieren die Jahresbeiträge von rund 50 bis über 300 Euro.
Laufzeit und Kündigungsfristen
Die meisten Versicherer bieten für Ihren E-Bike-Schutz eine jährliche Vertragslaufzeit an. Das bedeutet, die Police verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn Sie sie nicht rechtzeitig kündigen. Wollen Sie den Versicherungsvertrag jedoch vorzeitig beenden, müssen bestimmte Kündigungsfristen beachtet werden. Diese variieren je nach Anbieter zwischen einem und drei Monaten.
Pedelecs und S-Pedelecs
Pedelecs zählen rechtlich zwar zu den Fahrrädern, unterscheiden sich aber deutlich von klassischenRädern ohne Antrieb. Als Pedelec werden Elektrofahrräder bezeichnet, die bis 25 km/h eine Tretunterstützung durch den Elektromotor erhalten. Darüber hinaus fahren sie wie ein normales Fahrrad.
S-Pedelecs (Schnell-Pedelecs) sind dank ihres leistungsstarken Elektroantriebs von bis zu 4.000 Watt eine eigene Fahrzeugkategorie. Bis 45 km/h unterstützt der Motor den Fahrer. Für S-Pedelecs ist laut Gesetzgeber eine Kfz-Haftpflichtversicherung sowie eine Steuer-Zulassung Pflicht.
Worauf Sie bei der Wahl der E-Bike Versicherung achten sollten
Als E-Bike-Fahrer sollten Sie genau wissen, welche Modalitäten Ihr Versicherer für die verschiedenen Radtypen bietet. S-Pedelecs fallen nicht mehr unter die klassische Fahrradversicherung, sondern gelten rechtlich als Kraftfahrzeuge. Daher ist für diese schnellen E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zwingend eine Kfz-Haftpflichtversicherung erforderlich.
Als E-Bike-Besitzer haben Sie spezielle Anforderungen an Ihre Versicherung. Die Auswahl des richtigen Tarifs hängt von mehreren Faktoren ab:
- Welche Leistungen sind im Schadensfall gedeckt?
- Wie hoch sind die Prämien?
- Gibt es Rabatte oder clevere Zusatzleistungen?
Achten Sie auf den Leistungsumfang der Tarife. Eine Diebstahl- und Reparaturkostendeckung ist Pflicht, bei hochwertigen E-Bikes auch eine Vollkasko-Komponente sinnvoll. Prüfen Sie, ob die Deckungssummen für Ihr E-Bike ausreichend sind. Je nach Neupreis sollten mindestens 2.000 bis 5.000 Euro abgedeckt sein.
Eine Selbstbeteiligung senkt zwar die Prämie, Sie müssen im Schadensfall aber mehr selbst zahlen. Zusatzleistungen: Hierbei zahlt es sich aus, genau hinzuschauen.
Empfehlungen und Testsieger
Um die beste E-Bike Versicherung zu finden, lohnt sich ein gründlicher Blick in unabhängige Tests und Kundenbewertungen. Experten haben zahlreiche Tarife unter die Lupe genommen und ihre Stärken und Schwächen analysiert.
Laut dem aktuellen E-Bike Versicherungstest von CHIP überzeugen insbesondere die Tarife der HUK24, Continentale, ADAC und Europa durch attraktive Leistungen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei der Wertung wurden neben Deckungssummen und Beiträgen auch Faktoren wie der Diebstahlschutz, Reparaturkostendeckung und Zusatzleistungen berücksichtigt.
Service und Vertragsabschluss
Neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis spielen Service-Aspekte eine entscheidende Rolle bei der Wahl der richtigen E-Bike Versicherung. Laut dem aktuellen Test von CHIP schneiden Direktversicherer wie die HUK24 mit 24/7-Hotlines, Online-Portalen und einer hohen Servicedichte sehr gut ab.
Als E-Bike-Fahrer stehen Ihnen verschiedene Wege zum Abschluss einer Versicherung offen - online direkt beim Anbieter oder klassisch über einen Fahrradhändler. Laut dem E-Bike Versicherungsvergleich bieten fast alle namhaften Anbieter wie die HUK24, ADAC und Allianz inzwischen einen digitalen Vertragsabschluss an. Die Online-Police lässt sich bequem von zuhause aus beantragen und verwalten.
Händler wie Zweirad-Stadler oder Sport-Saller kooperieren hingegen meist mit nur einem Versicherer. Der große Vorteil ist die ausführliche persönliche Beratung vor Ort und der vereinfachte Abschluss beim Kauf des E-Bikes.
Digitale Vertragsverwaltung
Als E-Bike-Fahrer möchten Sie Ihre Versicherungsunterlagen stets griffbereit und übersichtlich verwaltet haben. Beim digitalen Vertragsabschluss, wie ihn beispielsweise die HUK24 anbietet, erhalten Sie alle wichtigen Dokumente wie Police, Bedingungen und Nachweise direkt in Ihr persönliches Online-Postfach gestellt.
Viele Versicherer stellen Ihnen zudem eine eigene Kundenapp zur Verfügung. Über die Allianz Produktübersicht lassen sich so bequem der aktuelle Versicherungsschutz, Zahlungsinformationen und Vertragsdaten verfolgen.
Fazit
Beim Abschluss einer E-Bike Versicherung sind zahlreiche Details zu beachten. Eine gute E-Bike Versicherung sollte verschiedene Leistungsbausteine abdecken, um Ihnen eine möglichst umfassende Absicherung zu bieten. Diebstahlschutz ist einer der wichtigsten Punkte, da E-Bikes aufgrund ihres hohen Wertes besonders diebstahlgefährdet sind. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Zusatzleistungen wie eine Fahrzeugaufwertung für aufgerüstete Komponenten oder Sonderzubehör mit zu versichern.
Eine Haftpflichtversicherung bietet Ihnen als E-Bike-Fahrer zwar einen gewissen Grundschutz, deckt jedoch bei Weitem nicht alle Risiken ab. Ein Beispiel: Ein hochwertiges E-Bike mit Neupreis von 4000€ würde bei Diebstahl allein schon zu enormen Kosten führen, die durch eine simple Haftpflicht nicht abgedeckt wären. Nur für sehr günstige E-Bikes unter 1000€ Neupreis kann sich laut Experten eine Haftpflicht eventuell als kostengünstigere Alternative anbieten.
Vergleichstabelle E-Bike Versicherungen
| Anbieter | Jahrespreis (E-Bike bis 3.000€) | Jahrespreis (E-Bike bis 6.000€) | Diebstahl | Verschleiß | Reparatur | Neuwertersatz bis… Jahre | Selbstbehalt | Rad-Schutzbrief |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ADAC | 59€ | 99€ | ✓ | ✓ | ✓ | 3 | 50€ | ✓ |
| Allianz | 69€ | 119€ | ✓ | ✓ | ✓ | 4 | 20% mind. 0€ | ✓ |
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