Alpina Rennrad Brille Test: Ein umfassender Überblick

Sportbrillen sind für Rennradfahrer ein Muss. Sie schützen die Augen vor UV-Strahlen, Wind, Wetter, Staub, Dreck und Insekten. Alpina ist ein führender Hersteller von Sportbrillen, und dieser Artikel bietet einen umfassenden Test verschiedener Modelle.

Alpina Turbo Pro V

Die Alpina Turbo Pro V wird in einem praktischen Hardcase geliefert. Ein Brillentuch ist ebenfalls im Lieferumfang dabei. Eine wasserabweisende Beschichtung gibt es hier nicht. Dafür ist die Vario-Scheibe mit einem Antifog-Schutz ausgestattet, der die Brille vor Beschlagen schützen soll.

Zwar sitzen die etwas glatten Bügel recht bequem, doch vorne auf der Nase liegt die Alpina nicht allzu stabil. Bei derberen Schlägen wackelt die Brille auf der Nase und rutscht dabei etwas nach vorne. Die Gummierung der Nasenbügel ist angenehm, hier stören keine Ecken oder Kanten, womit sich die Alpina auch auf Dauer bequem trägt.

An den Bügelenden bietet die Alpina keine Verstellmöglichkeit, trotzdem sitzt die Turbo Pro fest am Kopf. Ein kleines Manko ist die eher flache Scheibe, die unten an den Wangenknochen viel Abstand lässt und somit den Fahrtwind nicht optimal abblockt. Lüftungsschlitze an der oberen Seite der Scheibe sorgen zudem dafür, dass hier etwas mehr Zugluft an die Augen kommt, als sich manch einer vielleicht wünschen wird.

Die Scheibe der Alpina ist mit einer gut funktionierenden Antifog-Beschichtung ausgestattet. Mit Beschlag hatten wir während des Tests nicht zu kämpfen. Auch im Labortest sammelt die Alpina Punkte, denn sowohl beim Abdunkeln als auch beim Aufhellen reagiert die Scheibe recht flott. Die leichte Braun-Tönung verstärkt im Gelände etwas die Kontraste, kann aber an trüben Tagen schon etwas dunkel werden.

Alpina Turbo Pro V: Preis & Infos

Dank ihrer guten Spannkraft sitzt die Alpina auch auf schmaleren Gesichtern sicher. Etwas dunkle Anfangstönung.

Merkmal Details
Preis 139,95 Euro
Hergestellt in China
Gewicht 29,1 Gramm
Breite / Bügellänge 146 mm / 126 mm
Nasenstegbreite / Glashöhe 20 mm / 53 mm
Einstellbarkeit Nasenbügel
Filter / Filterfarbe / Filterklasse Vario Red Mirror / braun, verspiegelt / 1 bis 3
Lichttransmission 74-9 %
Passform schmal bis mittelbreit, Nasensteg variabel
Ausstattung / Besonderheiten Hardcase; Mikrofasertuch / Frontbelüftung

Bewertung & Fazit

  • Selbsttönung (40 %): Note: 2,7
  • Sicht & Schutz (25 %): Note: 1,9
  • Passform & Tragekomfort (25 %): Note: 2,1
  • Ausstattung (10 %): Note: 2,5
  • Gesamtnote: 2,3

Passable Tönungsgeschwindigkeit, guter Schutz und Tragekomfort - aber teils etwas zugig.

Dank guter Spannkraft sitzt die neue Turbo Pro in schicker Retro-Optik recht stabil auch auf schmaleren Gesichtern. Gut: der anpassbare, weich gummierte Nasensteg. Ihre etwas flache Scheibe lässt an den Wangen etwas Zugluft durch, dafür ist sie zuverlässig gegen Beschlagen geschützt. Bei Abdunklung und Aufhellung liegt die Alpina im soliden Mittelfeld.

Alpina Twist Four Shield RL VLM+

Die Alpina Twist Four Shield RL VLM+ begleitet mich jetzt etwa 500 km auf unterschiedlichen Fahrrädern. Bei herbstlich tiefstehender Sonne, in dunklen Wäldern und bei Nachtfahrten. Sie war stets eine zuverlässige Sonnenbrille.

Dank Varioflex Mirror-Scheibe ist die Sonnenbrille verspiegelt und tönt innerhalb kürzester Zeit selbst. Bei wechselnden Lichtverhältnissen perfekt. Zum einen ist die Alpina Brille vom Design deutlich vorteilhafter und zum anderen bietet sie wesentlich bessere Einstellungen.

Oberhalb der Brillengläser gibt es keinerlei Rahmen. Da sie breit ist, schließen die Gläser gut an den Kopfseiten ab. Weil Nasenbügel und Brillenbügel verstellbar sind, kann die Brille sehr gut an den Kopf angepasst werden. Durch die indirekte Luftstromzuführung wird das Beschlagen der Gläser vermieden.

An der Innenseite der Brillenbügel hat Alpina der Sportbrille eine Gummierung spendiert. Diese sorgt einerseits für Halt am Kopf und anderseits macht sie den Druckpunkt weich. Wenn ich die Bügel so neige, dass die Brille von der Stirn wegkippt, verbessert sich die Belüftung der Brille. Neige ich dagegen die Brille zur Stirn hin, verringert sich die Luftströmung.

Die Gläser tönen sich selbst immer so stark, dass es zu den äußeren Lichtverhältnissen passt. Scheint die Sonne, ist die Tönung auf maximaler Stufe. Fahre ich in einen Tunnel, wird es ziemlich duster vor Augen. Es dauert wenige Sekunden und dann die Tönung vollständig verschwunden. Da dieser Vorgang aber sofort beginnt, sieht man auch fast sofort wieder alles, wenn auch für einen Moment abgedunkelt.

Alpina Turbo Pro S Q-Lite

Die Alpina Turbo Pro lässt dich in deiner eigenen Sport-Performance-Welt elegant aussehen. Dabei schützt sie souverän die Augen vor Licht und Wind. Highlights der Turbo Pro S Q-Lite sind die kaum sichtbare Nasenaufhängung und die dezent integrierte Lüftung. Diese sorgt für einen Luftaustausch, ohne dass ein störender Luftzug entsteht.

Für Komfort sorgen die gummierten Bügelenden und ein besonders angenehmer Nasengummi, der verstellbar ist und so gleichzeitig sicheren Halt verspricht. Die Scheibe der Turbo Pro S Q-Lite macht Kontraste im Gelände oder auf der Straße besser sichtbar.

Die schmale Ausführung saß perfekt auf dem Gesicht unseres Testers. Der Sitz der geraden Bügel war stramm, ohne aber beim stundenlangem Tragen unangenehm zu wirken. Beim Laufen gabs so trotz der Erschütterungen kein Verrutschen, zumal dank der gummierten Bügel, des anpassbaren und ebenfalls gummierten Nasenstegs der gute Sitz auch bei starkem Schwitzen garantiert ist.

Die Turbo Pro deckt im Vergleich zu den aktuell vielfach gehypten großen Shield-Brillen deutlich weniger des Gesichts ab. Trotzdem wird der Wind ausreichend gut von den Augen ferngehalten. Der Windschutz war hier immer ausreichend gegeben.

Gut funktionierte zudem die Belüftung. Nur bei sehr feuchtwarmen Bedingungen und geringer Geschwindigkeit, gepaart mit starkem Schwitzen (z.B. an steilen Anstiegen) kam die Belüftung ein paar Mal an ihre Grenzen. Die Q-LITE Scheibe in mirror-silver (Filterkategorie: cat. 2) ist von der Tönung nicht allzu stark, so dass auch bei wechselnden Lichtverhältnissen ein guter Mix aus Blendschutz und ausreichend Lichtdurchlässigkeit garantiert ist, zumal die Q-LITE Technologie die Kontraste angenehm verstärkt.

Obwohl unser Testmuster der Turbo Pro nur 27 Gramm auf unsere Testwaage brachte (Alpina gibt 29 Gramm an), ist ausreichend Stabilität für den harten Trainings- und Wettkampfeinsatz gegeben. Mehrmals knallte die Brille während des Testzeitraums zu Boden. Sichtbaren Schaden (Kratzer) gab es keinen.

Alpina Sonic HR Qlite MTB-Brille

Die Alpina ist sauber gefertigt, Hauptrahmen und die kantig geformten Bügel gehen sauber ineinander über, auch das metallene Finish des Rahmens aus TR 90 Polyamid kann überzeugen. Das Gummi an Bügelende und Nasenflügel wirkt wertig. Weder die Gläser, noch Rahmen oder Gummi-Flächen zeigen nach circa einem halben Jahr nennenswerte Abnutzungsspuren.

Im Gelände sitzt die Alpina Sonic gut auf der Nase. Die gummierten Bügel und die Nasenflügel fixieren die Brille auch bei schwerem Gerüttel sicher, ohne dass die Brille zu drücken beginnt. Top: Auch bei schlechtem Wetter beschlägt die Alpina kaum, lässt andererseits aber angenehm wenig Zugluft unter die Brille. Das Sichtfeld fällt wegen der breiten Bauform üppig aus, der hoch sitzende Rahmen ist so gut wie nicht zu sehen.

Das verspiegelte Glas erwies sich über den Testzeitraum als kratzfest, für den Traileinsatz fällt das Mirror Green Glas aber grenzwertig dunkel aus. An die grüne Tönung gewöhnt man sich gut, wer die Orange- und Brauntöne vieler anderer kontrastverstärkender Gläser gewohnt ist, empfindet das aber als Umstellung. Auch fällt die Kontrastverstärkung selbst eher dezent aus, fleckiges Licht wurde dennoch zum Teil als unangenehm empfunden.

Stärken des Alpina Sonic HR Qlite

  • Sicherer, bequemer Sitz
  • gut verarbeitet
  • fairer Preis

Schwächen des Alpina Sonic HR Qlite

  • Baut breit, kollidiert teils mit an der Schläfe tief gezogenen Helmen
  • getestetes Mirror Green Glas recht dunkel, keine Wechselgläser
  • Kontrastverstärkung könnte stärker sein
  • Kein Hardcase im Lieferumfang

Mit der Sonic HR Qlite zeigt Alpina, dass Qualität nicht teuer sein muss. Die Verarbeitung ist top und die Brille sieht auch nach einem halben Jahr immer noch aus wie neu. Die ausladend-breite Form muss jedoch zum Gesicht passen und mit dem Helm harmonieren. Das Qlite-Glas mit der ungewöhnlich grünen Tönung fällt in Sachen Kontrastverstärkung und bei fleckigem Licht etwas hinter die besten am Markt zurück.

Alpina Scheibentechnologien

Seit Jahrzehnten ist ALPINA ein führender Spezialist bei Scheibentechnologien. Welche Technologie für deine Brille wichtig ist, ist sehr individuell und hängt von deinem persönlichen Empfinden ab. Wir erklären dir, worauf es ankommt und welche Vorteile die einzelnen Technologien mit sich bringen. Alle Brillengläser von ALPINA bieten dir 100% Schutz vor UV-A, UV-B und UV-C Strahlen.

  • Varioflex: selbsttönend (photochrom)
  • Quattroflex: stark kontrastverstärkend
  • Quattro Varioflex: stark kontrastverstärkend, selbsttönend (photochrom)
  • Q-Lite Varioflex: kontrastverstärkend, selbsttönend (photochrom)
  • Q-Lite: stark kontrastverstärkend
  • Fogstop: verhindert Beschlagen der Scheibe
  • hydrophobic Lens: lässt Wasser und Schmutz abperlen

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