Alte Triumph Motorrad Modelle: Eine Legende auf zwei Rädern

Die deutsch-englische Traditionsmarke Triumph hat nach einer bewegten Unternehmensgeschichte bis hin zur zwischenzeitlichen Geschäftsaufgabe nichts vom ursprünglichen Kultstatus eingebüßt. 1889 gründete der nach England ausgewanderte Nürnberger Kaufmann Siegfried Bettmann eine Fertigungsfabrik für Maschinen und Fahrräder. Er hatte früh die hohe Zweirad-Nachfrage erkannt und der Erfolg des kleinen Unternehmens, der "Triumph Cycle Company“ in Coventry beflügelte ihn dazu, 1896 in seiner alten Heimatstadt Nürnberg neue Produktionskapazitäten zu erschließen.

Die frühen Jahre und die ersten Modelle

Die ersten Motorradmodelle unterschieden sich kaum von Fahrrädern. Das erste motorisierte Modell entstand 1902, ausgestattet mit einem Belgischen Minerva-Motor - später auch als No. 1 bezeichnet. In Nürnberg wie auch in Coventry entstanden nach und nach besser entwickelte Motorräder, seit 1907 auch mit eigenem Einzylinder-Viertakt-Triumph-Motor mit 450 ccm. Stetig wuchs die Englische Produktionsstätte innerhalb der nächsten 20 Jahre auf eine Jahresproduktion von 30.000 Maschinen an.

Mit dem drohenden Ersten Weltkrieg wurde das Deutsche Werk 1913 von der Englischen Muttergesellschaft losgelöst und in Nürnberg widmete man sich znehmend der Herstellung von Büromaschinen, produzierte aber weiterhin auch legendäre Modelle wie die Triumph "Knirps".

Turbulente Zeiten und Neuanfänge

1936 wird der Englische Motorradbereich an Jack Sangster verkauft, bis dato ein großer Name in der Zulieferindustrie. Der Verkauf war eine Reaktion auf die vorherrschende Wirtschaftsdepression. 1951 wird die finanziell strauchelnde Mark Triumph schließlich von BSA übernommen, bleibt aber eigenständig und bis in die 1960er Jahre sehr erfolgreich.

Triumph meistert die turbulenten 1970er und 80er Jahre, wurde 1973 zwischenzeitlich von Norton übernommen, überstand nahezu ruhende Produktionsstraßen der 1980er Jahre und präsentiert sich seit 1990 unter der Leitung von John Bloor mit neuen Entwicklungen in bewährter Qualität - als echte Englische Traditionsmarke - in Privatbesitz.

Die Klassiker von Triumph

Als "Die Klassiker" von Triumph gelten ohne Zweifel die von Turner entworfene 500 ccm Speed Twin (T100) von 1937, die Triumph Thunderbird 650 von 1956, die durch den Film "The Wild One" über Nacht berühmt wurde, sowie die legendäre Triumph Bonneville, das schnellste Motorrad des Weltrekordrennens auf dem gleichnamigen Lake Bonneville in Utah, USA im Jahr 1955. Aber auch nachfolgende Modelle moderneren Charakters erfreuten sich hoher Beliebtheit. 1969 erscheinen unter der BSA/Triumph Führung die Dreizylinder-Modelle Trident 750 und T150 Trident. Unter Bloors Führung erscheinen 1990 auf der Kölner Motorradmesse Neuauflagen der Klassiker Trident, Trophy und Daytona in je zwei verschiedenen Motorisierungen. Das Comeback von Triumph ist eingeläutet.

Triumph im Rennsport

Bereits im Jahr 1907, dem Gründungsjahr der TT Isle of Man konnten zwei Triumph-Fahrer die Plätze zwei und drei für sich entscheiden. 1908 folgte mit Jack Marshall der erste Sieg, der bis 1951 auch für lange Zeit der letzte in der Triumph-Renngeschichte sein sollte. Erst Ken Arber schloss 1951 an die TT-Erfolgsgeschichte an. Es folgten weitere Titel, besonders Anfang der 1970er Jahre überzeugte Triumph in der 750 ccm Klasse mehrfach.

Beispiele aktueller Angebote für gebrauchte Triumph Motorräder

Hier sind einige Beispiele für aktuelle Angebote für gebrauchte Triumph Motorräder (Stand: Oktober 2024):

Modell (Baujahr)PreisKilometerstandLeistung
Triumph (01/1967)€ 14.5007.773 km35 kW (48 PS)
Triumph (06/1970)€ 7.50030.000 km37 kW (50 PS)
Triumph (02/2018)€ 8.30034.417 km59 kW (80 PS)
Triumph (07/2017)€ 8.70020.000 km59 kW (80 PS)
Triumph (04/2017)€ 9.30032.251 km59 kW (80 PS)

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