Beliebte Fahrradwege führen am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang. Sie lassen sich zu einer Tour verbinden, die von der Donau in Kelheim bis zur Regnitz in Bamberg führt. Der alte Ludwig-Donau-Main-Kanal zwischen der Donau in Kelheim und dem Main in Bamberg wurde unter König Ludwig I. erbaut.
Von dem frühreren 173 km langen Ludwig-Donau-Main-Kanal gibt es heute noch einen 65 km langen zusammenhängende Abschnitt, an dessen Ufer man gut Rad fahren und wandern kann. Auf den Treidelpfaden sind heute beeindruckende Radwege ausgebaut. So entstand ein wirklich schöner und leicht zu befahrender Radweg.
Etappen des Radwegs
Die Tour kann in mehrere Etappen unterteilt werden, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen und reizvolle Landschaften durchqueren.
Etappe 1: Kelheim nach Berching
Die erste Etappe der Tour führt zuerst ein Stück auf dem Donauradweg und dann auf dem Fünf-Flüsse-Radweg entlang der Donau von Regensburg nach Kelheim. Der erste Abschnitt der Tour verläuft auf dem Altmühltal-Radweg. Wer per Bahn anreist, startet in Saal a.d. Donau und legt bis zum Startpunkt in Kelheim zusätzlich rund 7 Kilometer mit dem Rad zurück.
Diese Etappe startet in Kelheim und führt zuächst entlang des neuen Main-Donau-Kanal - oft streckengleich mit dem Altmühlradweg - flussaufwärts. Das Tal wird von felsigen Hängen begleitet. Über den Tatzelwurm - der längsten Holzbrücke Europas - überqueren Sie die Altmühl und radeln nach Essing rechts der Altmühl an der Burg Prunn vorbei. In Riedenburg gibt es eine schöne Innenstadt und Schlösser.
Links der Altmühl geht es weiter über Untereggersberg nach Deising. Den Anstieg bei Mühlbach sparen Sie und folgen dem Ludwigkanal, bis an das Industriegebiet von Dietfurt. Ab Dietfurt folgt der Ludwig-Main-Donau-Radweg dem neuen Kanal und berührt historische Orte und Städte.
Etappe 2: Berching nach Nürnberg
Von Kelheim können Sie dann über Essing, Riedenburg und Dietfurt a.d. radeln. Von Kelheim nach Berching radelt man auf der zweiten Etappe weiter auf dem Fünf-Flüsse-Radweg. Dieser verläuft am Ufer des Main-Donau-Kanals über Essing, Riedenburg, Dietfurt a.d.
Auf dem zweiten Abschnitt der Tour folgen die Radler dem Fünf-Flüsse-Radweg. Über Berching und Neumarkt i.d.OPf. gelangen sie in die alte Reichsstadt Nürnberg. Unterwegs zeigt sich der Ludwig-Donau-Main-Kanal von seiner idyllischsten Seite. Entlang der von wilden Wasserpflanzen bewachsenen Fahrrinne geht es vorbei an Schleusen und Schleusenwärterhäuschen, kleinen Brücken und Alleen.
Von Berching aus bleiben Sie am Main-Donaukanal und überwinden die Staustufen. Eine gute Stunde weiter zweigt der Radweg nach Osten ab und erreicht über die Stadt Berngau den alten Kanalverlauf bei Neumarkt. Von hier aus beginnt eine wunderschöne Etappe auf dem ehemaligen Treidelpfad des alten Kanals. Zahlreiche Schleusen sind noch erhalten und das Wasser hat den ursprünglichen Pegelstand.
Über gewagte Flussbrücken, Durchbrüche und Dämme überwindet der alte Ludwig-Main-Kanal den Höhenunterschied bis Nürnberg.
Etappe 3: Nürnberg nach Bamberg
Auf der dritten Etappe der Tour von Berching nach Nürnberg folgen die Radler weiter dem Fünf-Flüsse-Radweg. Über Neumarkt i.d.OPf. gelangen sie in die alte Reichsstadt Nürnberg. Unterwegs zeigt sich der Ludwig-Donau-Main-Kanal von seiner idyllischsten Seite. In Nürnberg wechselt die Tour auf die Talroute des RegnitzRadwegs.
Von Nürnberg aus geht es auf dem RegnitzRadweg weiter. In Erlangen erinnert das Kanaldenkmal an die alte Wasserstraße, von der auf diesem Abschnitt nur wenige Spuren - zum Beispiel trockene Schleusen - erhalten sind. Über Forchheim führt der Weg nach Neuses an der Regnitz: Bis Bamberg nimmt nun der Main-Donau-Kanal den gleichen Verlauf wie sein Vorgänger.
Die dritte Etappe verlässt Nürnberg entlang der Pegnitz bis Fürth. Im Pegnitztal geht es weiter an historischen Wasserschöpfmühlen vorbei bis zur Regnitzmündung. In "Eltersdorf" passieren Sie eine Wehrkirche aus dem 10. Der historische Ludwig-Main-Donaukanal wurde in dieser Gegend in den 50-er Jahren zugeschüttet und mit der Autobahn A73 überbaut. Der Radweg folgt hier dem Main-Donaukanal und führt an Erlangen vorbei. Nach "Möhrendorf" erreichen Sie den Main-Donau-Kanal und fahren weiter in die historisch interessante Fachwerkstadt "Forchheim".
Die vierte Etappe führt von Nürnberg bis Forchheim. Die fünfte und letzte Etappe führt von Forchheim nach Bamberg. In Eggolsheim lohnt ein Abstecher zur heute trockenen und sanierten Schleuse 94. In Pettstadt wird die Regnitz auf einer Gierseilfähre überquert. In Bamberg bildet die Schleuse 100 einen Höhepunkt fast am Ende der Tour.
In Bamberg hat man noch einmal Gelegenheit, wie einst die Kanalschiffer übers Wasser zu fahren: Hier mündete der Kanal bei Schleuse 99 in die Regnitz.
Der Main-Donau-Kanal
Der Main-Donau-Kanal wurde 1960-1964 erbaut und verbindet auf 171 Kilometern Länge den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kehlheim. Der Main-Donau-Kanal beginnt an der Mündung der Regnitz in den Main bei Bischberg im Landkreis Bamberg. Auf den ersten Kilometern in Bamberg und noch einmal zwischen Neuses an der Regnitz und Hausen bei Forchheim verläuft der Kanal im Flussbett der Regnitz.
Der Main-Donau-Kanal passiert Erlangen, Fürth und Nürnberg.
Historischer Hintergrund
Was Kaiser Karl im 8. Jahrhundert mit der "Fossa Carolina" noch nicht gelang, schuf Ludwig I. von Bayern im 19. Jahrhundert zu Beginn der Industrialisierung. Er ließ einem Kanal von Kelheim entlang von Altmühl und Regnitz bauen und verband so die Flusssysteme von Main und Donau. Mit 100 Schleusen, gewagten Flussbrücken, Durchbrüchen und Dämmen überwand er den Höhenunterschied der Landschaften.
Auf Treidelpfaden zogen Pferde die Schiffe von Schleuse zu Schleuse. Da wenig später schon die Eisenbahn erfunden wurde verlor der Schiffsweg mit der Zeit an Bedeutung. Glücklicherweise entschied man sich nach der Stilllegung des Kanals zum Erhalt dieser technischen Meisterleistung.
Sehenswürdigkeiten entlang des Radwegs
- Berching: Historische Altstadt mit erhaltener Stadtbefestigung.
- Freystadt: Wallfahrtskirche Maria Hilf.
- Neumarkt: Pfalzgrafenschloss, Münster St. Johannes.
- Burgthann: Burganlage aus dem 17. Jahrhundert mit Kanal- und Heimatmuseum.
- Nürnberg: Kaiserpfalz, Frauenkirche, Schöner Brunnen.
Besondere Erlebnisse
- Schwarzenbach: Historische Schifffahrt auf dem Ludwig-Donau-Main-Kanal mit dem Treidelschiff "Elfriede".
- Schwarzach: Überquerung des Kanals auf einer Kanalbrücke mit gotischen Gewölben.
Der Ludwig-Donau-Main-Kanal überspannt die Schwarzach auf einer Kanalbrücke über eine Länge von 90 Metern. Die Kanalbrücke wird von über 17 Meter hohen gotischen Gewölben getragen. Eine technische Meisterleistung zur Erbauungszeit!
Radweg Charakteristik
- Fast immer eben, kaum Steigungen.
- Als schöne Tagestour auch für Familien geeignet.
- Fast überall auf solid befestigten Wegformaten, teils auf Radwegen.
- Beschilderung: Wo es möglich ist, dem Fünf-Flüsse-Radweg folgen; zwischen Neumarkt und Plankstetten hinreichend beschildert.
Informationen zu Etappenorten
Berching
Die Gegend um Berching ist schon seit der Jungsteinzeit durchgängig besiedelt. Als Ortschaft „Pirihinga" ist es seit dem 8. Jahrhundert bekannt. Lange war der Ort im Herrschaftsbereich der Eichstätter Bischöfe. Im 14. Jahrhundert wurde der "Berching" ummauert und bald darauf zur Stadt erhoben.
Heute sind noch vier Stadttore und der Großteil der Stadtbefestigung erhalten. Der kleine Fluss Sulz fließt an der Stadtmauer vorbei und bildet zum Teil den Graben. Auf einem gewalzten Weg führt er in Ufernähe weiter.
Freystadt
"Freystadt" wurde im 13. Jahrhundert von den Herren von Stein geplant und als Stadt gegründet. Außerhalb der Stadt liegt die Wallfahrtskirche Maria Hilf, in der oft auch Konzerte stattfinden. Sie entstand ab dem Jahr 1700 nach Plänen von Giovanni Antonio Viscardi und war das Vorbild für die Dresdener Frauenkirche.
Neumarkt
"Neumarkt" wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert gegründet und im 13. Jahrhundert ummauert. Wenig später kam die Stadt an die Wittelsbacher. Ab dem 15. Jahrhundert wurde Neumarkt pfälzische Residenzstadt und Regierungssitz. Der Ludwig-Donau-Main-Kanal machte Neumarkt Mitte des 19. Nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges wurden viele Sehenswürdigkeiten wieder neu aufgebaut. Das gotische Rathaus aus dem 15.
Die historische Innenstadt wurde nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges rasch wieder aufgebaut. Blick in die Altstadt Ursprünglich hieß das Bauwerk "Nürnberger Tor" und stammte aus dem 13. Jahrhundert. Die sogenannten Regelkähne waren etwa 24 Meter lang und gute 4 Meter breit.
Nürnberg
Nürnberg wurde Mitte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Unter Friedrich Barbarossa wurde Nürnberg zur Kaiserpfalz ausgebaut. Die Hohenzollern statteten Nürnberg mit dem Münzrecht, dem Marktrecht und weiteren Privilegien aus und machten es zur Königsstadt. Albrecht Dürer prägte ab dem 16. Jahrhundert am Ende der Gotik und der beginnenden Renaissance die künstlerische Seite Nürnbergs. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fand in Nürnberg das "Friedensmahl" der beteiligten Seiten statt. Die Industrialisierung begann im 19. Jahrhundert. Die erste deutsche Eisenbahn fuhr zwischen Nürnberg und Fürth. Im zweiten Weltkrieg wurde Nürnberg zu 90% zerstört. Heute hat Nürnberg eine wirklich sehenswerte Innenstadt.
Die Frauenkirche steht am östlichen Rand des Hauptmarktes. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Nach der Reformation wurde sie von Protestanten genutzt und entsprechend umgebaut, erst seit dem 19. Jahrhundert dient sie wieder den Katholiken und erhielt z.B. Altäre aus anderen Kirchen. Der "Schöne Brunnen" wurde Ende des 14. Jahrhunderts erbaut. Der ursprünglich aus Sandstein gefertigte Brunnen zeigt in 40 Figuren das damalige Weltbild. Heute steht das Original im Germanischen Nationalmuseum, die Kopie aus Muschelkalk auf dem Markt wurde 1903 gefertigt.
Recht gut ist die Burg auf dem Felshügel über der Stadt erhalten. Ihre Anfänge hatte sie im 10./11. Von der Burg aus überblickt man die Stadt Nürnberg mit ihren vielen Türmen. Am nächsten liegt die Kirche St. Seit dem 15. Jahrhundert sind die typischen Nürnberger Bratwürste bekannt.
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