Die ältesten MotoGP Fahrer

Mit 34 Jahren ist Aleix Espargaro der älteste Stammfahrer im MotoGP-Feld.

Seit dem Jahr 2002 markiert die MotoGP die Königsklasse des zweirädrigen Motorsports für Straßen-Motorräder, doch die Ursprünge der Motorrad-Weltmeisterschaft gehen viel weiter zurück.

Die Ursprünge der Motorrad-WM

Das erste Motorrad mit Benzinmotor, das in Serie produziert wurde, stammt aus dem Jahr 1894 und hört auf den Namen „Hildebrand & Wolfmüller“.

13 Jahre später, im Jahr 1907, fand mit der legendären Isle of Man TT das erste offizielle Motorrad-Rennen der Welt statt.

Es dauerte allerdings bis zum Jahr 1949, bis der Weltverband FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) erstmals eine Weltmeisterschaft für Straßenmotorräder austragen ließ - die inoffizielle Geburtsstunde der MotoGP.

Damals traten die Fahrer in verschiedenen Hubraumklassen an. Unterteilt wurden die Meisterschaften in 50 ccm bzw. 80 ccm, 125 ccm, 250 ccm, 350 ccm und 500 ccm für Solo-Maschinen, beziehungsweise in 500 ccm für Motorräder samt Beiwagen.

In der Anfangszeit dominierten vor allem englische und italienische Marken mit Viertaktmotoren das Geschehen.

Die Geschichte der MotoGP

Was die Formel 1 auf vier Rädern ist, markiert die MotoGP auf nur zwei Pneus. Die Königsklasse des Motorradsports blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.

Dabei löste die MotoGP erst im Jahr 2002 die bisherige Königklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft ab.

Im finalen Jahr der ursprünglichen Motorrad-WM mit 500 ccm Hubraum (2001) krönte sich der „Doctor“ Valentino Rossi zum Weltmeister.

Auch die Anfänge der MotoGP sollten an den Italiener gehen, der zwischen 2002 und 2005 ganze vier Titel als Fahrerweltmeister einheimste, zunächst auf einer Honda-Maschine, dann auf Yamaha.

Zur Saison 2012 wurde der Hubraum dann wieder angehoben. Ab dieser Saison waren die Bikes mit 1.000 ccm Hubraum ausgestattet, gleichzeitig wurde die maximale Zylinderzahl auf vier beschränkt.

Seit 2016 gilt innerhalb der technischen Regularien ein Mindestgewicht von 158 kg für ein Bike in der MotoGP-Klasse.

Schätzungen zufolge leistet ein aktuelles Motorrad in der MotoGP zwischen 260 und 300 PS. Damit sind Geschwindigkeiten von über 360 km/h möglich.

Den aktuellen Rekord stellte der Ducati-Pilot Jorge Martín im Jahr 2022 im italienischen Mugello auf. 363,6 km/h schnell war der Spanier. Damit liegt die MotoGP in Sachen Top-Speed fast auf Augenhöhe mit der Formel 1.

Mit satten 21 Rennen fällt der MotoGP-Kalender so umfangreich aus, wie nie zuvor.

Motorrad-Legende Valentino Rossi war 30 Jahre alt, als er in der MotoGP-Saison 2009 seinen sechsten und letzten WM-Titel in der Königsklasse einfuhr. Damit ist Rossi der bisher älteste MotoGP-Champion der Viertaktära.

Ende 2023 löste Marquez seinen Vertrag bei Honda auf, um bei Ducati einen Neuanfang zu wagen und sich die Frage zu beantworten, ob er noch zu den Spitzenfahrern der MotoGP zählt.

Eigentlich wollte die FICM (heute FIM) den Motorsportwettbewerb noch im Jahr 1938 starten, jedoch wurde die Meisterschaft aufgrund des Zweiten Weltkriegs abgesagt und schließlich 1949 ausgetragen.

Die größten Fahrer in der Geschichte der MotoGP

In der Geschichte des MotoGPs gab es viele Rennfahrer, aber nur wenige konnten diese Welt im Sturm erobern.

Rossi ist ein professioneller italienischer Motorradrennfahrer, der mehrmals die MotoGP-Meisterschaft gewonnen hat. Und er ist der einzige Fahrer in der Geschichte des Motorradrennsports, der die Meisterschaft in vier verschiedenen Klassen gewonnen hat - MotoGP, 500, 250cc und 125cc.

Hinter dem Namen Valentino Rossi stehen 9 Grand Prix Meisterschaften, was ihn zugleich zum erfolgreichsten Rennfahrer weltweit macht.

Seine Karriere begann Rossi mit Honda und einem Sieg im Jahr 2001 in der 500er-Meisterschaft sowie den Meisterschaften 2002 und 2003.

Die Meisterschaften 2004 und 2005 gewann er auch, aber diesmal mit Yamaha.

Neben Valentino Rossi gilt Marc Márquez als einer der erfolgreichsten Rennfahrer im MotoGP. Auf seinem Konto hat er bereits sieben Weltmeisterschaften, fünf davon in der Königsklasse.

Schon in seiner ersten Saison schaffte er es, in der Königsklasse einen Titel zu gewinnen. Im Jahr 2014 gewann er 10 Rennen in Folge.

Der italienische Straßenrennfahrer Giacomo Agostini ist mehrfacher Weltmeister und eine Legende im MotoGP.

Agostini mit dem Spitznamen Ago hält den Rekord von 15 Weltmeistertiteln und 122 Grand Prix Siegen.

Die erste Weltmeisterschaft gewann er in der 175 ccm Klasse 1963 an Bord einer Morini.

In der 350er-Klasse gewann er erneut die Meisterschaft 1964. Danach gewann er den 500er-Titel sieben Mal in Folge als Fahrer für MW August.

Rekorde und Statistiken

500ccm-Klasse wird angeführt vom Italiener Giacomo Agostini. Im Jahr 1965 startete “Ago” erstmals in der schnellsten Klasse der Motorrad-WM und das sogar zeitgleich zur 350-ccm-Klasse.

Noch im selben Jahr konnte der Italiener seinen ersten Sieg beim Grand Prix von Finnland feiern, der Rest ist Geschichte.

Im Laufe seiner aktiven Karriere zwischen 1963 und 1977 gewann Agostini ganze 122 Rennen und kürte sich (klassenübergreifend) 15 Mal zum Weltmeister.

Allein acht Titel entfallen auf die MotoGP- bzw. 500ccm-Klasse.

Niemand startete häufiger als Rossi, der zwischen dem Jahr 2000 und 2021 aktiv war.374 Starts kann der Italiener in der Königsklasse vorweisen und rangiert damit unangefochten auf dem Spitzenplatz.

Die Quote kann sich aber auch sehen lassen: 199 seiner Rennen beendete er auf dem Siegertreppchen, 89 davon sogar ganz oben als Sieger.

Auf Platz 2 bei den meisten Starts rangiert übrigens Rossis Landsmann, Andrea Dovizioso, der zwischen 2008 und 2022 in der MotoGP aktiv war. Er startete insgesamt 250 Mal in der Spitzenklasse.

Von insgesamt 18 Meiterschaftsläufen konnte Márquez ganze 13 gewinnen - was 72,22 Prozent entspricht.

Niemand gewann mehr Läufe in nur einer Saison.

Dass ein Fahrer alle Meisterschaftsläufe eines Jahres gewinnen konnte, hat hingegen Seltenheitswert. Das gab es in der MotoGP nur zwei Mal.

MotoGP-Legende Giacomo Agostini konnte in der Saison 1968 sämtliche (zehn) Läufe der Weltmeisterschaft für sich entscheiden.

Ganze acht Mal gewann der Spanier zwischen 2013 und 2021 am Sachsenring.

Doch auch in dieser Kategorie geht der Rekord an Giacomo Agostini, den ungekrönten König des Grand Prix von Finnland.

Zwischen den Jahren 1965 und 1973, sowie (nach einem Jahr Pause) auch im Jahr 1975 gewann der Italiener insgesamt 10 Mal auf dem altehrwürdigen Tampere Circuit und hält damit den Rekord für die meisten Siege auf derselben Strecke.

Das gelang dem Italiener zwischen den Jahren 1965 und 1976.

Der erfolgreichste davon kommt aus Japan und hört auf den Namen Honda. Bis zum Ende der Saison 2022 kürten sich Fahrer auf Honda-Bikes ganze 25 Mal zum Weltmeister.

Auf Platz 2 folgt MV Augusta aus Italien mit 16 Titeln, auf Platz 3 Yamaha mit 14. 46-Mal fuhr der MotoGP-Weltmeister ein Bike aus Japan, damit liegt das Land des Lächelns unangefochten an der Spitze.

Lediglich den Meisterschaftslauf auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia konnte der Spanier für sich entscheiden und sicherte sich so mit nur einem einzigen Rennsieg in dieser Saison den Titel als Fahrerweltmeister.

Gleichzeitig ist Mir damit der Fahrer mit den wenigsten Siegen innerhalb seiner Karriere, der sich Weltmeister wurde.

Zahlen und Fakten zum Sachsenring

Die MotoGP beeindruckt mit Topspeeds von über 300 km/h.

Der geringste Abstand zwischen Sieger und Zweitplatziertem betrug auf dem neuen Sachsenring 0,060 Sekunden.

Der Sachsenring ist die Strecke mit der „längsten Linkskurve der Welt". 7-mal hintereinander geht es linksherum, ehe mit der Kurve 11 ein schneller Rechtsknick folgt.

8-mal in Folge gewann der achtfache Weltmeister Marc Marquez das MotoGP-Rennen am Sachsenring. Sieben Mal davon von der Pole-Position aus.

Eine maximale Steigung von 10 Prozent und ein maximales Gefälle von 12,8 Prozent machen den Sachsenring zu einer der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken im MotoGP-Kalender.

In 25 Jahren MotoGP auf dem neuen Sachsenring siegten 11 verschiedene Fahrer.

Den Rekord für die meisten Siege beim Motorrad Grand Prix Deutschland hält nach wie vor MotoGP-Legende Giacomo Agostini. Der Italiener gewann insgesamt 13 Rennen in der 350ccm- und 500ccm-Klasse. Beim Großen Preis der DDR auf dem alten Sachsenring triumphierte Agostini elf Mal.

Mit 17 Siegen ist Honda der erfolgreichste Hersteller seit 1998 am Sachsenring. Honda-Piloten qualifizierten sich in diesem Zeitraum außerdem 14 Mal für die Pole-Position.

22 Fahrer aus 11 Teams starten in der MotoGP 2023. Von den Fahrern stammen insgesamt zehn aus Spanien und sechs aus Italien.

Vor 25 Jahren wurde der Motorrad Grand Prix Deutschland zum ersten Mal auf dem neuen Sachsenring ausgetragen und hat seitdem seine Heimat in Sachsen gefunden.

Er verfügt über zehn Links- und nur drei Rechtskurven.

Da die Ausgabe 2020 wegen des Coronavirus ausfiel, findet in diesem Jahr die 25. Grand Prix in Hohenstein-Ernstthal. Von 1958 bis 1972 fand bereits der Große Preis der DDR statt. Die Rennen von 1958 bis 1960 hatten jedoch keinen WM-Status.

304,2 km/h ist der gemessene Topspeed auf dem sehr technischen Sachsenring. Der Rekord stammt von Jorge Martin auf seiner Ducati im Jahr 2022.

Nun ist es also doch passiert - Valentino Rossi beendet mit der Saison 2021 seine unfassbare Karriere!

Der mit Abstand älteste Fahrer in der aktuellen MotoGP-WM, Valentino Rossi wurde 1979 in Italien geboren und zählt mit seinen neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten aller Zeiten!

Es ist daher schwierig, aufzurollen, was The Doctor alles geschafft hat. Bei den, von Valentino Rossi erzielten Weltmeistertiteln (es sind bekanntlich neun Stück) kommt nun auch der erfolgreichste Motorrad-WM-Pilot vergangener Tage, Giacomo Agostini, ins Spiel: unfassbare 15 WM-Titel hält der Italiener, allerdings war es in den 1960ern und -70ern möglich, in verschiedenen Klassen anzutreten (350 und 500 Kubik).

In Sachen Podiumsplätze sieht es allerdings schon wieder anders aus, mit 159 klassenübergreifenden Podien ist Agostini nur der erste Verfolger von Vale, der bereits 235 Podien einfuhr.

Schließlich hat Rossi mit 23 Stück auch die meisten Podiumsplatzierungen in Folge vorzuweisen, absolvierte mit bisher 363 Starts die meisten Rennen in der Königsklasse und hält mit insgesamt 89 Siegen wohl auch noch recht lange diese Bestenliste an.

Giacomo Agostini hält bei 68 Siegen und bereits dahinter folgt Marc Marquez mit 57 Siegen.

Der spanische MotoGP-Fahrer Aleix Espargaro hat überraschend seinen Rücktritt am Ende der Saison 2024 angekündigt.

Nach über 300 gefahrenen Grands Prix wird Espargaro seine beeindruckende Karriere beenden.

"Die letzten zwei, drei Saisons mit Aprilia waren unglaublich. Ich kann mit einem guten Gefühl abtreten. Ich bin sehr glücklich." Dieser Rücktritt markiert das Ende einer Ära für einen der engagiertesten und leidenschaftlichsten Fahrer im MotoGP-Zirkus.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0