Andobil Handyhalterung Motorrad Test: Sichere Navigation auf zwei Rädern

Radreisen erfreuen sich großer Beliebtheit. Neben den klassischen Radreisen sind Bikepacking oder Bike-and-Hike-Touren beliebt wie nie zuvor. Wer jedoch kein eigenständiges Fahrrad-Navigationsgerät kaufen möchte, kann in der heutigen Zeit auf sein Smartphone und diverse Apps zur Navigation zurückgreifen.

Warum eine Handyhalterung für das Fahrrad?

Es gibt aber nichts Nervigeres, als alle paar Hundert Meter anzuhalten und sein Smartphone aus der Hosentasche oder dem Rucksack zu holen. Der ein oder andere hat diese Erfahrung bestimmt schon mal gemacht. Genau für solche Zwecke gibt es Handyhalter der unterschiedlichsten Art. Jedoch ermöglichen alle einen permanenten Blick aufs Display, vereinfachen so die Navigation und reduzieren auch das Unfallrisiko.

Beim Fahren mit dem Halter lässt sich schnell erkennen, wer gerade anruft oder eine Nachricht geschickt hat. Welchen Halter man benötigt, richtet sich vorwiegend danach, welche Disziplin ausgeübt wird.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Einfache Halter sind meist auf bestimmte Displaygrößen limitiert - auch in der Dicke des Smartphones. Ein Radreisender ist mehrere Tage oder Wochen unterwegs. Solche Sportler nehmen oft eine zusätzliche Powerbank mit, falls doch mal nachgeladen werden muss.

Hierfür gibt es sogar Handyhalter, bei denen schon eine Powerbank integriert ist oder eine zusätzliche Tasche mehr Stauraum am Fahrradlenker verschafft. Bikepacker, die mehrere Tage am Stück draußen unterwegs sind, ohne in eine Pension oder ein Hotel einzuchecken, wünschen sich vielleicht noch zusätzlichen Stauraum am Oberrohr und greifen deshalb eher zu einer Oberrohrtasche, bei der das Handy sichtbar eingeschoben werden kann.

Somit ist das Smartphone zusätzlich noch vor Regen und Schnee geschützt, sofern die Tasche auch wasserdicht oder wasserabweisend ist. Meist ist jedoch eine Regenhülle im Lieferumfang für Rahmentaschen enthalten.

Die Besten Handyhalterungen im Test

Wir haben verschiedene Handyhalterungen getestet und stellen hier einige der besten Modelle vor:

SKS Germany Compit+

Die SKS Germany Compit+ ist für uns die beste Fahrrad-Handyhalterung im Test und überzeugt vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Die Montage des Halters von SKS ist recht einfach, dauert aber ein paar Minuten. Im Lieferumfang ist alles enthalten, was zur Montage notwendig ist.

Hat man die richtigen Ausgleichsgummis zur passenden Lenkerdicke eingelegt, werden die zwei Kunststoffschellen mit vier Schrauben links und rechts vom Vorbau befestigt. Im Anschluss kann wahlweise nur eine Handytasche oder die Powerbank eingedreht werden. Auch ist es möglich, erst die Powerbank und dann die Handytasche auf dem Halter zu befestigen.

SKS Germany hat hier ein universelles System am Start, welches verschiedenste Kombinationen ermöglicht. So ist es möglich, einen universellen Coveradapter direkt auf die Handyhülle zu kleben, wodurch auch das Handy direkt auf dem Halter oder auf der Powerbank befestigt werden kann. Auch bietet hier SKS Germany extra Handyhüllen für alle gängigen Modelle sowie weiteres Zubehör an.

Während der Fahrt kann das Handy kabellos geladen werden, sofern das Smartphone direkt auf der Powerbank liegt. Während der Fahrt ist das Display, egal ob mit oder ohne Tasche, gut ablesbar und es wackelt nichts. Leider spiegelt das Display stark, wenn die Tasche verwendet wird.

Dadurch, dass sie so universell ist, ist sie für jeden geeignet - egal ob Bikepacker oder Tagestourenradler. Einfach je nach Tour den Halter bestücken und es kann losgehen.

Feschd Universal Bundle

Das Feschd Universal Bundle ist ein durchdachtes und ausgereiftes Produkt. Generell gibt es beim Kauf der Halterung zwei Möglichkeiten. Entweder kauft man die zum eigenen Smartphone passende Hülle direkt dazu, oder man wählt das Universal Bundle.

Hier kann die notwendige Adapterplatte auf jede gängige Handyhülle selbst aufgeklebt werden. Wir hatten beide Varianten im Test, generell würden wir aber eine bereits passende Hülle bevorzugen. Im Universal Bundle ist alles enthalten, was für die Montage benötigt wird.

Die Verarbeitung und Qualität aller Teile sind sehr gut, auch die Handyhülle kann sich sehen lassen. Alles macht einen hochwertigen Eindruck, lediglich ein kleiner unschöner Gieß- oder Angriffspunkt an der Halter-Oberseite direkt über der Schraube könnte bemängelt werden. Auch die Verpackung muss hier erwähnt werden.

Diese sieht sehr wertig aus und beim Öffnen werden alle Teile sehr schön präsentiert. Zunächst wird die Schraube im Halter ganz entfernt, sodass der Halter um den Lenker gelegt werden kann. Die Montage ist sehr einfach.

Gegebenenfalls muss einer der beiden Gummibänder als Ausgleich verwendet werden. Danach wird die Schraube wieder eingedreht und entsprechend der Anleitung festgezogen. Als Nächstes muss der Adapter auf die eigene Handyhülle geklebt werden, sollte man das Universal Bundle und nicht eine von Feschd passende Hülle dazu bestellt haben.

Zunächst wird die Handyhülle mit den beiden Tüchern entfettet und gereinigt, dann wird der Adapter mittig auf die Handyhülle geklebt. Sollte hier etwas schiefgehen, kann die zweite Klebefolie verwendet werden für einen zweiten Versuch. Ist der Adapter aufgeklebt oder das Smartphone in die Feschd-Hülle eingelegt, kann es an den Lenkerhalter fixiert werden - und zwar kinderleicht.

Zum einen ist ein Magnet im Lenkerhalter integriert, sodass der Adapter schon richtig in Position einklickt. Hier kann das Display sowohl parallel in Fahrtrichtung als auch quer dazu eingelegt werden. Der Magnet ist stark genug, um das Smartphone bereits in Position zu halten.

Für den Straßenverkehr ist das schon ausreichend, wirklich sicher fixiert ist das Handy so aber noch nicht. Hierzu haben die Entwickler von Feschd am Adapter beziehungsweise an der Hülle einen kleinen Drahtbügel integriert. Ist das Handy über die Magneten bereits in Position, wird der Fingerbügel einfach ausgeklappt und über das Unterteil des Halters gedrückt.

Der Bügel rastet so in einer kleinen Nut ein, wobei das Smartphone jetzt sicher im Halter fixiert ist. Jetzt macht die Gesamtkonstruktion einen sehr sicheren Eindruck, sodass wir den Halter nicht nur auf unserer eher einfachen Testrunde getestet haben, sondern den Feschd-Halter gleich auf einem verblockten S2-Trail. Selbst bei einem kleinen Sturz hielt der Halter das Smartphone fest, und von Vibrationen oder Wackeln gab es keine Spur.

Das Feschd Universal Bundle ist ein wirklich verlässliches und durchdachtes Produkt, welches einfach in der Anwendung ist, das Handy sicher hält und auch noch preislich fair ist.

SP Connect Micro Bike Mount

Die SP Connect Micro Bike Mount ist eine schnell zu montierende, leichte, aber dennoch sichere Halterung, die sich sowohl am Lenker als auch am Vorbau montieren lässt. Die Montage am Lenker wie auch am Vorbau ist sehr einfach und bis auf die einmalige Montage des notwendigen SPC- oder SPC+-Kopfes werkzeugfrei. Im Lieferumfang sind neben der Halterung selbst noch die wechselbaren SPC- und SPC+-Köpfe, Gummispacer für die unterschiedlichen Lenkerdurchmesser, ein Innensechskantschlüssel sowie eine kurze Anleitung enthalten.

Nachdem der gewünschte Kopf in der richtigen Position montiert ist, wird je nach Lenkerdicke der entsprechende Spacer eingelegt und das Montageband durchgeführt. Dieses wird danach um den Lenker oder den Vorbau gelegt und in das Endstück des Bandes eingefädelt. Der Vorteil hier ist, dass sich der Halter in wenigen Sekunden an ein anderes Bike montieren lässt, sollte man anstelle des Enduro-Bikes mal mit dem Rennrad fahren wollen.

Ein kleiner Nachteil ist, dass man für dieses System eine für das Smartphone passende Hülle benötigt. Wenn man nicht sowieso eine neue Hülle kaufen möchte, dann müsste der Preis für die Hülle zum Anschaffungspreis dazu addiert werden. Ist das Handy in die Hülle eingelegt, wird es in den Halter gelegt und um 90 Grad verdreht, bis die Hülle einrastet.

Das Bajonett- oder Twist&Lock-Verschlusssystem ist dabei simpel, leicht sowie schnell und hält das Handy in jeder Situation fest. Hier kann es unter Umständen sein, dass das Handy am Lenker anstößt und so nicht mehr einzulegen ist. Probleme beim Einlegen des Handys in die Halterung kann es geben, wenn der Lenker etwas stärker gekröpft ist und der Halter nahe dem Vorbau montiert ist.

Während der Testfahrten blieb das Handy an Ort und Stelle und dank der festen Verbindung am Lenker auch recht wackelfrei, wodurch das Display stets gut ablesbar war. Ohne viel Schnickschnack macht sie genau das, was sie soll, und ist sowohl für Rennradfahrer als auch für Mountainbiker gut geeignet.

Velmia Fahrrad Rahmentasche

Die beste Rahmentasche ist die Velmia ‎9235820-1, da sie über ein paar mehr nützliche Details aufweisen kann als die anderen von uns getesteten Taschen. Die Reißverschlüsse laufen leicht und die Tasche lässt sich gut mit einer Hand öffnen. Durchdacht ist hier, dass sich die Tasche zur Seite hin öffnet, wodurch das Einlegen des Handys und weiterer Ausrüstungsgegenstände deutlich angenehmer ist als beim Öffnen nach oben.

Im Lieferumfang ist noch eine Regenhülle enthalten, die sogar über ein zusätzliches Klettband zur Befestigung verfügt. Das Handy wird durch einen großen Kletterverschluss fixiert, wobei ein Teil des Verschlusses über ein Gummiband gestützt wird. Im unteren Teil der Tasche sind drei Netzfächer an den Seiten angebracht, und ein kleiner Schlüsselkarabiner ist auch zu finden.

Am Boden der Tasche sind noch zwei verstellbare Gummibänder, wo zum Beispiel eine Powerbank gegen Umherfliegen in der Tasche gesichert werden kann. So können die in der Tasche transportierten Gegenstände gut organisiert und fixiert werden. Das gilt bei allen getesteten Taschen, da allein die Kabeldurchführung nicht dicht ist und Wasser in unserem Test eintritt. Zwar wirbt der Hersteller mit Wasserdichtigkeit, darauf würden wir uns aber nicht verlassen.

Während der Testfahrt blieb die Velmia stets fest am Rahmen und auch das Smartphone im Inneren der Tasche rutschte kaum. Lediglich ungünstige Lichtverhältnisse machten das Ablesen des Displays schwierig.

Topeak Ridecase Mount TC1021

Die Topeak Ridecase Mount TC1021 kann nicht nur am Lenker oder Vorbau montiert werden, sondern auch als Ahead-Kappe. So kann man sie universell und vielfältig einsetzen. Auch hält er das Smartphone noch recht wackelfrei und sicher an Ort und Stelle, und iPhone-Besitzer können sich über passende Ridecases freuen.

Im Lieferumfang der Topeak Ridecase Mount TC1021 sind nur der Halter und eine längere Schraube für die Montage als Ahead-Kappe enthalten. Um ein Smartphone an dem Halter zu befestigen, muss zusätzlich noch das Topeak Omni Ridecase erworben werden. Darin können dann Smartphones mit einer Displaygröße von 4,5 bis 6,5 Zoll verwendet werden. Der aus Kunststoff und Aluminium gefertigte Halter macht optisch einen recht hochwertigen Eindruck.

Die Montage des Halters ist im Grunde sehr einfach, verläuft aber nicht ohne Werkzeug. An dieser Stelle werden ein 4- und ein 5-Millimeter-Innensechskantschlüssel benötigt. Um den Halter am Lenker oder Vorbau zu montieren, wird eine kleine Kunststoff-Madenschraube entfernt und das Kunststoffband herausgezogen.

So kann das Kunststoffband um Lenker oder Vorbau gelegt und wieder eingefädelt werden. Durch Ein- und Festdrehen der Madenschraube mit einem 4-Millimeter-Innensechskantschlüssel wird der Halter festgezogen. An dieser Stelle sollte man etwas gefühlvoll sein, um die Madenschraube nicht zu überdrehen.

Je nachdem, ob der Halter am Lenker oder Vorbau sitzt, kann es notwendig sein, den Aluminiumhalter auf dem Kunststoffgestell für die Schelle um 90 Grad zu verdrehen. In diesem Test verwendeten wir die Universalhalterung Omni Ridecase, welche das Smartphone über elastische Silikonbänder festhält.

Ist das Telefon eingelegt, kann der Halter in die Ridecase Mount eingeklickt werden. Das Schöne ist, dass hier werkzeugfrei das Display längs oder quer zur Fahrtrichtung verdreht werden kann. Ansonsten wirken die Silikonbänder etwas unterdimensioniert, wir hatten jedoch keine Probleme damit.

Alternativen und weitere Optionen

Neben den genannten Modellen gibt es auch noch weitere Optionen auf dem Markt, wie z.B. wasserdichte Motorrad Handyhalterungen, die besonders für längere Touren bei unterschiedlichen Wetterbedingungen geeignet sind. Es gibt auch smarte Handyhalter, die sich via App mit dem Handy verbinden und Nachrichten vorlesen können.

Zusammenfassung der getesteten Handyhalterungen

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Eigenschaften und Vor- und Nachteile der getesteten Handyhalterungen:

Modell Vorteile Nachteile
SKS Germany Compit+ Vielseitig, Powerbank integriert, universelles System Spiegelt stark, zusätzliches Zubehör notwendig
Feschd Universal Bundle Durchdacht, sicher, preislich fair Kleiner Schönheitsfehler am Halter
SP Connect Micro Bike Mount Schnell montiert, leicht, sicher Spezielle Hülle notwendig
Velmia Fahrrad Rahmentasche Nützliche Details, gute Organisation Nicht wasserdicht
Topeak Ridecase Mount TC1021 Vielseitig montierbar, wackelfrei Zusätzliches Zubehör notwendig

Die Wahl der richtigen Handyhalterung hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Ob für kurze Tagestouren oder lange Bikepacking-Abenteuer, es gibt für jeden die passende Lösung.

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