Nach dem überraschenden Tod von Dr. Andreas Schwinn übernimmt eine andere Arztpraxis die Räume in Memmingen. Im April dieses Jahres ist der Memminger Hautarzt Dr. Andreas Schwinn überraschend verstorben.
Fortbestand der Praxis gesichert
Patienten befürchteten zunächst, dass die Praxis in der Kramerstraße 15 dauerhaft geschlossen werden muss. Dies konnte jedoch verhindert werden. Zugleich ist der Fortbestand gesichert, sagt Michael Gmelch auf Anfrage unserer Redaktion.
Der 47-jährige aus Landsberg am Lech ist nach eigenen Worten ein „Praxisaufbauspezialist“ und hat in enger Zusammenarbeit mit Schwinns Tochter Dr. Zugleich ist der Fortbestand gesichert.
Neues Gesundheitszentrum in Planung
Aktiv gegen den Ärztemangel in Memmingen: Die Wissenschaftlerin Dr. Silke Schagen plant, ein Gesundheitszentrum in der Maustadt zu eröffnen. Die LOKALE sprach mit ihr über ihre Pläne.
Dr. Silke Schagen, Sie sind Wissenschaftlerin und haben in der Dermatologie promoviert. Als Partnerin des leider verstorbenen Dr. Andreas Schwinn haben Sie ihn unterstützt.
Ja, wir haben neun Jahre zusammengearbeitet. Wir hatten Forschungsprojekte, die Daten zur Verbesserung der Patientenversorgung analysierten, um neue Versorgungskonzepte anzudenken. Es wurden Schulungen des Praxispersonals in evidenzbasierter Medizin oder die Durchführung von Studien umgesetzt.
Die verbliebenen Ärzte sind überlastet …Es ist bedauerlich, dass es immer weniger Ärzte mit Kassenzulassung gibt.
Dies führt zu einer Überlastung der verbleibenden Ärzte, was sowohl für die Ärzte als auch für die Patienten erschwerend ist. Es wäre wichtig, dass die Gesundheitsversorgung in der Region gestärkt wird, um sicherzustellen, dass alle Patienten die notwendige medizinische Betreuung erhalten.
Vielleicht könnten Initiativen zur Unterstützung der Ärzte oder zur Rekrutierung neuer Fachkräfte in Betracht gezogen werden.
Öffentliche Wahrnehmung als Schlüssel zur Verbesserung
Die Unterstützung bzw. Wahrnehmung der Öffentlichkeit ist in vielen Fällen entscheidend, um die medizinische Versorgung in Städten wie z.B. Memmingen zu verbessern. Wenn die Bevölkerung auf die Dringlichkeit des Bedarfs an Hausärzten und Fachärzten aufmerksam macht, kann dies dazu beitragen, Lösungen zu finden, sei es durch Initiativen zur Anwerbung von Ärzten, durch die Förderung von Ausbildungsplätzen oder durch die Unterstützung von Gesundheitsprojekten.
Ein gemeinsames Engagement kann dazu führen, dass mehr Fachkräfte in die Region kommen und die medizinische Versorgung nachhaltig verbessert wird. Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme erheben und sich für die Gesundheitsversorgung in ihrer Gemeinde einsetzen.
Memmingen braucht dringend Hausärzte bzw. Allgemeinmediziner, HNO-Ärzte, Kinderärzte, Gynäkologen, Rheumatologen und Dermatologen.
Das Konzept des Gesundheitszentrums
Ein Gesundheitszentrum in Memmingen könnte dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung in der Region zu verbessern. Es wäre wichtig, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu analysieren und sicherzustellen, dass das Zentrum die richtigen Dienstleistungen anbietet.
Um das Zentrum aufzubauen, brauchen wir zunächst Ärzte, die bereit sind, die Inhaberschaft zu übernehmen - oder das Klinikum bzw. die Stadt Memmingen als Träger - das Management könnte vom Gesundheitszentrum selbst übernommen werden.
Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Denkbar sind Kooperationen mit Ärzten, Kliniken und der Stadt bzw. Region. Wenn alle Akteure des Gesundheitssystems zusammenarbeiten, könnte sich ein Modell entwickeln, das vielleicht auch deutschlandweit angewendet werden kann, um die Versorgung der Patienten zu verbessern.
Um in diesem komplexen medizinischen System ein Zentrum aufzubauen, das wirtschaftlich und versorgungstechnisch funktioniert, muss man kreativ werden und neue Ideen aufgreifen. Es könnten auch unterschiedliche Fachgruppen zusammenarbeiten.
Ja, in einem solchen Zentrum würden Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen tatsächlich zusammenarbeiten. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, die Patienten ganzheitlich zu betreuen und verschiedene Perspektiven und Fachkenntnisse zu integrieren.
So können die Ärzte gemeinsam an Diagnosen und Behandlungsplänen arbeiten, was zu einer besseren Versorgung der Patienten führt. Ich habe ein funktionierendes Modell in Brandenburg gesehen, in Bayern sind bislang mindestens zwei solche Zentren initiiert worden. Es wäre toll, wenn dies auch in Memmingen gelingen würde.
Realisierbarkeit und Engagement
Die Realisierbarkeit eines Gesundheitszentrums in Memmingen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die lokale Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, die Verfügbarkeit von geeigneten Räumlichkeiten, die Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Zusammenarbeit mit bestehenden Gesundheitsanbietern und der Stadt.
Wenn man will, ist alles möglich. Die Patienten sind mir wichtig, ebenso wie sie Dr. Andreas Schwinn wichtig waren. Wir müssen jetzt die richtigen Leute finden, alle an einen Tisch holen und nach Möglichkeiten suchen.
Dr. Estrada führt die Arbeit fort
Ja, Dr. Estrada hat seit 12. Mai 2025 einen halben kassenärztlichen Sitz hier in der Kramerstraße 15. Sie hat in den Räumen des Forschungsinstituts eine neue eigene dermatologische Praxis gegründet und kann einen Teil der Patientenversorgung mit übernehmen. Das ist schon einmal ein Anfang.
Ja, wer einen Dermatologen braucht, kann unter der Rufnummer 08331 6909902 einen Termin vereinbaren.
Ärzte aller Fachbereiche, die Interesse an einer Mitarbeit im Gesundheitszentrum haben, melden sich bei Dr. Silke Schagen.
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