Viele Motorradfahrer stehen vor der Frage, welcher Anhänger am besten geeignet ist, um ihre Maschinen sicher und komfortabel zu transportieren. Dabei spielen Aspekte wie Größe, Gewichtsklasse, Komfort und Multifunktionalität eine entscheidende Rolle. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte von Anhängern für drei Motorräder und bietet eine umfassende Testübersicht.
Multifunktionaler Anhänger für Haus und Motorrad
Einige Motorradfahrer suchen nach einem Anhänger, der sowohl für den Transport von Motorrädern als auch für andere Aufgaben rund um Haus und Garten geeignet ist. Dabei ist es wichtig, dass der Anhänger möglichst vielseitig einsetzbar ist und über entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten verfügt. Ziel ist es, einen Anhänger zu entwickeln, der im Alleingang mit Motorrädern beladen werden kann, Platz für zwei BMW R 1250 GS Adventure Motorräder bietet, für Laub und Co geeignet und auch für mindestens eine Tonne Zuladung, wie z.B.
Der Anhänger sollte einen möglichst tiefen Schwerpunkt haben und durch Bordwände, Spiegel, Plane usw. erweitert werden können. Außerdem sollte eine Beladung von „oben“, z.B. für Sand, Kompost, Gartenabfälle usw. möglich sein. Wichtig war mir auch, dass der Anhänger nicht breiter als mein Zugfahrzeug, nicht zu lang und möglichst kompakt ist, um den Anhänger weiterhin platzsparend auf unserem Grundstück abstellen zu können.
Im Dezember 2020 habe ich mich dann, nach dem Verkauf meiner beiden Anhänger, für einen STEMA Doppelachser STP O2 15-25-13.2, mit einer Ladefläche von 251 cm x 128 cm und 1500 kg Gesamtgewicht, entschieden und ihn bestellt. Durch die Luftfederung meines alten Anhängers, bin ich außerdem sehr verwöhnt und wollte keinen hoppelnden Einachser haben.
Sichere Motorradverladung mit SAWIKO Schienensystem
Um nun aber z.B. meine BMW R1250 GS Adventure mit ihren ca. 270 kg ohne Hilfe auf die 60 cm hohe Plattform zu bekommen, benötigt man entweder sehr viel Mut oder eine breite Auffahrrampe. Schließlich habe ich mich dann aber für ein absolut sicheres und geniales Schienensystem von SAWIKO entschieden. Der große Vorteil des SAWIKO Systems ist, dass das Motorrad in einer Wippe gesichert über eine feste Schiene mit einer Seilwinde auf die Plattform hochgezogen bzw. abgesenkt wird.
Auf der 128 cm breiten Plattform habe ich insgesamt drei Schienen fest verschraubt. Damit habe ich die Möglichkeit, ein Motorrad mittig oder zwei (links und rechts) zu transportieren. Durch das Schienensystem können die Motorräder sehr nah am Rand des Anhängers sicher transportiert werden. Im Vorwege habe ich mir eine maßstabsgetreue Zeichnung angefertigt, um zu überprüfen, ob die angedachte Umsetzung möglich ist.
Nachdem alle Schienen fixiert waren, musste ich die erste Funktionsprüfung durchführen. Zum Glück passte alles, nur musste ich danach noch die Wippe an mein Motorrad anpassen. Grundsätzlich müssen Wippe und hintere Fixierung an das Motorrad und die Reifen angepasst werden.
Da der Anhänger für max. zwei GSA Modelle ausgelegt sein soll, habe ich auch Versuche mit dem rückwärtigen Hochziehen unternommen, denn zwei Adventure passen nur entgegengesetzt auf die schmale Plattform. Auch das Reinziehen des Hinterrads mit der Winde in die Wippe hat dann nach ein paar Versuchen geklappt. Die Wippe und die hintere Fixierung habe ich dann wieder entsprechend an die Reifen bzw. das Motorrad angepasst.
Durch das ganze Testen habe ich schnell festgestellt, dass ich noch weitere Verzurrpunkte benötige. Ich bin dann noch eine kleine Runde mit dem Anhänger gefahren, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ganz wohl war mir dabei aber noch nicht, da meine Maschine allein auf der linken Seite stand und somit kein optimaler Schwerpunkt gegeben war.
Für die Montage weiterer Verzurrpunkte an den Seiten und in der Mitte des Holzbodens, habe ich den Anhänger in eine Fachwerkstadt gebracht. Leider hat sich dann gezeigt, dass die Verzurrpunkte im Holzboden bei einseitiger Belastung nicht genügend seitliche Führung hatten, wodurch sich der Halter ins Holz drückte.
Anpassung für normale Transporte
Möchte ich den Anhänger nun für normale Transporte nutzen, ist das durch das fest montierte Schienensystem nicht mehr möglich, da es keine glatte Ladefläche mehr gibt. Deswegen habe ich eine passgenaue Siebdruckplatte auf das SAWIKO Schienensystem gelegt. Damit ich auch die maximale Zuladung von ca. 1,2 Tonnen nutzen kann, sind die insgesamt drei Schienen auch deshalb notwendig, um das Gewicht gleichmäßig auf den Anhängerboden zu verteilen.
Die Begrenzungsanschläge für die vorderen Wippen bestehen aus Kunststoff. Dies wirkt nicht besonders solide, wenn ich mir vorstelle, dass dort bei einer Vollbremsung 270 kg gegendrücken und die Wippen vorne auch noch so geformt sind, dass sie mit ihren Spitzen an den Stoppern anliegen. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass man die Wippen bei einer Leerfahrt nicht auf den Schienen sichern kann und sie deshalb im Kofferraum des Zugfahrzeugs transportieren muss.
Dass die Radkästen bei Stema im oberen Bereich zur Plattform offen sind, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Bei nasser Straße werden transportierte Motorräder durch die offenen Seiten stark eingesaut. Ich habe mir daher passende Blenden aus ABS Kunststoff zugeschnitten und verschraubt.
Für eine solche Speziallösung, die sehr genau auf meine Bedürfnisse angepasst ist, muss man mit ca. 5.500 Euro rechnen, zzgl. Eigenleistung. Für meine Bedürfnisse ist das nun der absolut perfekte Anhänger.
STEMA: Marktführer für Motorradtransporter
Mit der breitesten Produktpalette und mehr als 1.630 pro Jahr verkauften Motorradtransportern ist STEMA Marktführer in Deutschland. Egal ob 1, 2, 3 oder 4 Motorräder, ob hydraulisch absenkbar, universal einsetzbar, ob Hoch- oder Tieflader bei STEMA findet jeder Motorradfahrer den passenden Transporter.
Das MT-Anhängersortiment umfasst allein 7 Serien mit mehr als 83 Modellen! Die Transporter sind in 9 Gewichtsklassen zwischen 750 bis 3500 kg (Nutzlast: 680 bis 2770 kg) und in 13 Nutzabmessungen Länge: 1,94 bis 4,01 Meter / Breite: 1,08 bis 2,03 Meter erhältlich.
Welcher Motorradanhänger für mein Motorrad / unsere Motorräder?
Neben der Frage nach dem Reisekomfort für mich bzw. meinen Motorradanhänger wie z.B. Anhänger- gebremst- ungebremst- 100 km/h- Bodenplatte ja / nein- offen oder geschlossen- mit Rampe oder absenkbarstellt sich oft auch die Frage, wie groß muss mein Anhänger eigentlich sein und welche Gewichtsklasse brauche ich?
Eine Ninja oder Enduro und eine Harley oder Goldwing sind alles Motorräder. Und doch haben sie einen vollkommen anderen Bedarf zum Transport. Die Frage „ich brauche einen 2er Motorradanhänger - was habt ihr da?“ lässt sich so pauschal nicht (mehr) beantworten.
Hier ein paar Standardwerte ohne Sonderausstattung oder Sonderanfertigungen:
- Roller ca 2 m Länge und zwischen 150 kg + 200 kg Eigengewicht - Lenkerbreite etwa 60 cm bis 80 cm
- Normales Motorrad ca 2,2 m Länge und zwischen 230 kg + 280 kg Eigengewicht - Lenkerbreite etwa 80 cm
- BMW GS ca 2,4 m Länge und zwischen 250 kg + 280 kg Eigengewicht - Lenkerbreite etwa 110 cm
- Harley´s ca 2,5 m Länge und zwischen 280 kg + 400 kg Eigengewicht - Lenkerbreite je nach Modell zwischen 100 cm + 150 cm
- Goldwing ca 2,6 m Länge und zwischen 350 kg + 420 kg Eigengewicht - Lenkerbreite ca. 100 cm bis 120 cm.
Bereits hier lässt sich vermuten, dass Sie je nach Motorrad unterschiedliche Anhänger brauchen für Ihr Bike / Ihre Bikes. Pauschal für Standardmotorräder lässt sich festhalten, dass Sie mit einer Anhängerlänge von 2,5 m in den meisten Fällen hinkommen. Bei einem Motorrad reicht die Breite von 1,2 m. Bei zwei Motorrädern reicht in der Regel die Breite von 1,5 m.
Bei einem 2er Motorradanhänger sind die Standschienen oder Wippen bei Clemens & Partner immer versetzt montiert, sodass die Maschinen nie exakt nebeneinander stehen und Sie somit Spielraum mit den Lenkern haben. Welche Maschine besser nach vorne kommt und welche besser etwas weiter zurück, können Sie beim Ladevorgang entscheiden wie´s besser passt.
Jeder unserer Motorradanhänger hat immer mehr als genug Zurrpunkte an den benötigten Stellen, so dass Sie dieses Thema schon mal abhaken können! Wenn Sie unsicher sind welcher Anhänger der Richtige für Ihre Maschinen ist gilt grundsätzlich die Faustformel: Der Anhänger ist besser zu groß als zu klein. Wenn der Anhänger zu groß ist, haben Sie im schlimmsten Fall zu viel Platz. Ist der Anhänger zu klein, haben Sie ganz klar zu wenig Platz. Das bedeutet: Mindestens eine Maschine bleibt zu Hause.
Wenn Sie 3 Motorräder oder mehr verladen wollen, ist die Größe der Maschinen abhängig davon, welchen Anhänger Sie tatsächlich speziell für Ihre Maschinen benötigen. Bei Riesenbrummern ist ein 3er Motorradanhänger manchmal auch nur für 2 Maschinen geeignet.
Z.B. brauchen Sie für zwei fette Harley´s einen 3er Motorradanhänger (Anhänger mit 3 Standplätzen). Gehen Sie folgendermaßen vor: Messen Sie Ihre Maschinen in der Länge + der Breite aus (ausmessen! - nicht Papiere gucken). Wenn Sie pro Motorrad eine Standlänge auf dem Anhänger von 2,2 m berücksichtigen und eine Breite von 80 cm (in der Regel ist der Lenker die breiteste Breite), dann haben Sie schon einen guten Wert für die Größe Ihres benötigen Anhänger.
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, stellen Sie Ihre Maschinen in der Garage so zusammen wie Sie sie auf den Anhänger stellen würden. Haben Sie die Maschine von Freunden nicht vor Ort, lassen Sie sich die Maße telefonisch durchgeben und legen anschließend diese Maße mit einem Zollstock aus (neben, vor oder hinter Ihrer Maschine). So bekommen Sie oftmals einen (erschreckenden) Eindruck, wie groß der benötigte Anhänger sein sollte.
Sie können also in der Regel das Vorderrad Ihrer Maschine etwas versetzt neben das Hinterrad Ihres Mitfahrers stellen. So passen dann auch 4 x 2,2 m Maschinen auf einen 4 m Anhänger.
Rampen + Traglast
Eine Motorradauffahrschiene hat eine Nutzlast / Traglast von 400 kg. Eine Quadschiene 200 kg - für Quad also 2 x 200 kg. Eine Auffahrrampe eines Kofferanhängers, Excalibur oder Taurus etwa 350 - 400 kg.
Die Rampe eines Excalibur oder Taurus ist nur 1,5 m lang. Das heißt: Wenn Sie mit dem Hinterrad rein fahren, ist das Vorderrad bereits im Anhänger, sodass immer nur das halbe Gewicht auf der Rampe steht.
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen um jedes Risiko auszuschließen: Leihen Sie sich Ihren gewünschten Motorradanhänger für einen Tag oder WE aus und verladen Sie ganz in Ruhe zu Hause Ihre Maschinen zur Probe. Alternative: Sie kommen mit Ihren Maschinen bei uns vorbei an einem sonnigen Frühlingstag und laden bei uns auf.
Bei der Einschätzung für die richtige Größe eines Anhängers für Ihre Maschinen haben Sie drei Möglichkeiten:
- Sie schaffen sich Spielraum durch eine ausreichende Länge des Anhängers, weil Sie die Maschinen versetzt stellen können.
- Sie schaffen sich Spielraum durch eine ausreichende Breite des Anhängers, weil Sie weit genug auseinander stellen können.
750-kg-Anhänger im Test
Ungebremste Anhänger der 750-Kilogramm-Klasse werden auch gerne für den Motorrad-Transport hergenommen. Der ADAC hat sechs Einachser mit Preisen bis zu 770 Euro einem Test unterzogen. Zwei davon fielen glatt durch.
Der ADAC-Test zeigte allerdings, dass bei fast keinem Anhänger das genaue Leergewicht angegeben wird. Der Nutzer weiß so nicht, wie viel er zuladen darf, um das zulässige Gesamtgewicht nicht zu überschreiten. Hier hilft nur die Fahrt auf eine öffentliche Waage. Ob das eigene Auto so einen Hänger ziehen darf, verrät der Blick in die Fahrzeugpapiere.
Testergebnisse
Drei der einachsigen Anhänger zeigen deutliche Schwächen, zwei davon fallen sogar durch. Bei den Anhängern MST71A der Firma Stedele und TL - EU2-AR von TPV-Trailer besteht die Gefahr, dass der Reifen bei Ausweichversuchen in voll beladenem Zustand den Rahmen beziehungsweise den Aufbau touchiert. Reifenschäden und Beeinträchtigungen im Fahrverhalten können die Folge sein.
Auch der Unsinn WEB10 als teuerster Anhänger im Test, zeigt Schwächen: Beim Dauerhaltbarkeitstest hatte er die Holzschrauben am Unterboden, die zur Fixierung des Ladebodens dienen, verloren. Die fehlenden Schrauben reduzieren nicht nur die Stabilität des Hängers, sondern können auch den nachfolgenden Verkehr gefährden.
Testsieger mit dem ADAC Urteil „gut“ ist der Stema Variolux 750, der mit dem bestem Fahrverhalten und guten Noten in der Handhabung glänzt. Zweitplatzierter ist der Brenderup 1205SUB750 mit der Note 2,5. Großes Plus: Der Benderup besitzt eine klappbare Deichsel, durch die er platzsparend abgestellt werden kann.
„Befriedigend“ (Note 2,7) lautet das Urteil zum günstigsten Pkw-Anhänger im Test: Den Humbaur Steely gibt es bereits für 429 Euro. Auffallend: die sehr guten Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung und die umfangreiche Zubehörliste. Negativ: Unebenheiten werden beim Fahren kaum abgefedert.
Weitere Erkenntnisse aus dem Test
Zudem sind nicht alle Hänger mit einem Sicherungsseil ausgerüstet, das den Hänger im Falle einer ausgeklinkten Deichsel an der Kupplung halten soll. In einigen europäischen Ländern ist dieses Sicherungsseil bereits gesetzlich vorgeschrieben. Auch noch nicht Standard ist ein 13-poliger Stecker, unverständlich, da alle modernen Autos mit 13-poligen Dosen ausgerüstet sind. Hier wird dann ein zusätzlicher Adapter benötigt. Mangelware ist auch ein sehr praktisches Stützrad, das nur ein Testhänger (Stema) aufweisen konnte. Keile, um den Hänger gegen wegrollen zu sichern, müssen auch zusätzlich erworben werden.
Erfreulich: Bei den Haltbarkeitstests über einen Fahrweg von simulierten 10.000 km im voll beladenen Zustand hielten fast alle Testmodelle stand, lediglich ein paar für die Stabilität des Anhängers weniger wichtige Schrauben oder Nietverbindungen hatten sich gelöst. Befestigungslaschen (sog. Zurrösen) sind jedoch nicht in allen Anhängern selbstverständlich - ohne diese darf aber nur Schüttgut transportiert werden.
UNITRAILER MOTO 3: Motorrad-Anhänger für drei Motorräder
Unser Anhänger UNITRAILER MOTO 3 ist ein sehr praktisches Modell, das ideal für den Transport von drei Motorrädern ist. Speziell für Motorradliebhaber haben wir einen Anhänger für Motorräder entwickelt, mit dem Sie bis zu drei Motorrädern einfach und schnell beladen und transportieren können. Mit dem neuen MOTO 3 Anhänger können Sie Ihre Motorräder überall hin transportieren.
Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte per Internet-Chat oder Telefon. Bei der Bestellung eines PKW-Anhängers geben Sie bitte das ZGG des Fahrzeugs an, das den Anhänger ziehen soll. Die Angaben zum zulässigen Gesamtgewicht finden Sie auf der letzten Seite unter der O.2-Position im Fahrzeugschein.
Wenn Sie sich für unseren neuen Anhänger entscheiden, erhalten Sie eine 2-jährige Garantie. Das bedeutet, dass Sie ihn nutzen können, ohne sich Gedanken über die Folgen einer möglichen Panne zu machen. Wir legen jedem Produkt eine Bedienungsanleitung und ein Garantieheft bei.
Technische Daten des UNITRAILER MOTO 3
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | UNITRAILER |
| Modell | Moto 3 |
| Gesamtlänge | 3160 mm |
| ZGG max. | 750 kg |
| Länge des Laderaums | 2200 mm |
| Breite des Laderaums | 1552 mm |
| Gesamthöhe | 790 mm |
| Reifenart | 155/70 R13 |
| Eigengewicht | 146 kg |
| Gesamtkapazität | 604 kg |
| Anzahl der Motorräder | 1, 2, 3 |
Campingbus-Anhänger im Überblick
Eigentlich kann jeder Campingbus ein Motorrad befördern - wenn er über eine Anhängerkupplung verfügt. Diese Transportart hat Vor- und Nachteile. Alle Möglichkeiten im Überblick gibt es hier.
Um das Bike zur Rennstrecke oder zum Urlaubsort zu transportieren, werden in der Praxis wohl am häufigsten Anhänger verwendet. Sie sind verhältnismäßig günstig, beeinträchtigen die Zuladung des Zugfahrzeugs kaum und lassen sich mit jedem Campingbus ziehen. Abstriche müssen dafür beim Reisetempo gemacht werden. Mehr als 100 km/h sind nicht erlaubt, auf Landstraßen ist Tempo 80 die Grenze. Das Rangieren ist für Ungeübte außerdem eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.
Besonders für Biker bietet der Markt eine breite Auswahl an Spezialanhängern. Sie sind üblicherweise mit Schienen ausgestattet, die die Position des Bikes vorgeben. Eine Auffahrrampe sollte ebenfalls zur Ausstattung jedes Motorradanhängers gehören, wenn er nicht über eine Absenk- oder Kippfunktion verfügt, mit der die Ladefläche bis auf den Boden heruntergelassen werden kann.
Mieten oder kaufen?
Bei der Anschaffung eines Anhängers für den Motorradtransport müssen folgende Kosten einkalkuliert werden: Preis des Anhängers selbst (750 Kilogramm für zwei Bikes ab ca. 750 Euro), Zulassung (26 Euro) und Versicherung (rund 55 Euro im Jahr). Unterm Strich stehen dann schon knapp 900 Euro für ein Standardmodell. Dazu kommen regelmäßig Kosten für den TÜV und gegebenenfalls nötige Reparaturen.
Ein vergleichbarer Leihanhänger kann pro Woche für durchschnittlich 120 Euro angemietet werden. Bis allein die Anschaffungskosten erreicht sind, wären also schon sieben Wochen Miete drin.
Verschiedene Anhängertypen
- Standardanhänger: Motorradanhänger verfügen meist über Schienen und Vorderradhalterungen, die das Verladen und Sichern der Fracht erleichtern. Zwei Bikes passen problemlos auf die gängigen Modelle.
- Absenkanhänger: Das Motorrad über eine Rampe auf den Hänger zu manövrieren kann tricky sein. Bei Absenkanhängern nicht: Die Ladefläche wird auf den Boden abgelassen, das Bike barrierefrei aufgeschoben.
- Faltanhänger: Spezielle Anhänger wie der Cochet Uno von Eiler sind nicht nur absenkbar, sondern zusätzlich auch faltbar. Zusammengeklappt nimmt das Eiler-Modell (2549 Euro) nur 1,2 Quadratmeter (1,85 mal 0,64 Meter) ein.
- Quertransporter: Mit dem Anhänger rangieren ist für Unerfahrene eine Herausforderung. Ein Modell, auf das ein Zweirad quer aufgeladen wird - wie auf einen Heckträger -, macht’s leichter, denn es ist besonders kurz.
Marktübersicht Motorradanhänger
Der private Motorradtransport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Unsere Marktübersicht zeigt, dass es mittlerweile bestechend einfache Lösungen für den privaten Motorradtransport gibt, so wie die im Folgenden gezeigten Motorradanhänger.
Tipps von Anhängerprofis
Gabriele & Jean Eiler (Inhaber eines Fachgeschäfts für Fahrzeuganhänger und Baumaschinen) geben folgende Tipps:
- Anhänger kaufen oder mieten: Für Gelegenheitsfahrer ist die Miete die eindeutig bessere Wahl.
- Klassischer Motorradanhänger mit Schienen: Eine gute Lösung für alle, die häufig und mit stets gleicher Beladung zu Rennstrecken oder Crosspisten unterwegs sind.
- Multifunktionaler Anhänger: Dem würden wir einen multifunktionalen Anhänger mit praktischer Kippfunktion empfehlen.
- Typische Fehler der Hobby-Spediteure: Dass falsch verzurrt wird, Gurte oder Fixierpunkte zu schwach ausgelegt sind und das Zuladungslimit nicht beachtet wird.
Die Marktübersicht listet verschiedene Hersteller von Motorradanhängern auf, darunter Airtrailer, Barthau Anhängerbau, Böckmann Fahrzeugwerke, Boxer-Design, Brenderup, Hermann Harbeck Fahrzeugbau, Heku-Fahrzeugbau, Humbaur, Koch Anhängerwerke, Ostmann Fahrzeugbau, Pongratz Trailer-Group, SMV AG, Stema Metalleichtbau, Unsinn Fahrzeugtechnik, Wörmann und Wolf Anhänger-Großmarkt.
HUMBAUR HM Motorrad-Transportanhänger „Drei auf einen Streich“
Mit seinem Motorrad-Transportanhänger „Drei auf einen Streich“ aus der HM-Serie will HUMBAUR ins Schwarze treffen. Der Anhängerhersteller hat einen Anhänger entwickelt, der sowohl Profis wie Freizeitbikern viele Vorteile bieten soll. Den Motorrad-Transportanhänger gibt es in zwei Gewichtsklassen: mit 750 kg oder 1000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Insgesamt drei Motorräder können zugeladen werden.
Zwei Varianten des neuen Humbaur HM Motorrad-Transportanhängers sind ab Ende Mai 2018 verfügbar: mit einer Nutzlast von 575 kg oder 789 kg, gefertigt aus verzinktem Stahl. Bis zu drei Motorräder können über die ansteckbare Auffahrschiene aufgeladen werden.
Die Auffahrschiene ist in einem Bohlenschacht integriert und damit immer an Bord und dennoch aufgeräumt. Die Motorräder selbst werden auf einer Standschiene mit Bügel, der das Vorderrad fixiert, abgestellt. Kein Wackeln, kein Kippen - für die Ladungssicherung stehen zehn Zurrösen bereit, um die Bikes für den Transport mit Spanngurten zu sichern.
Der HM Motorradtransporter ist in einer ungebremsten und in einer gebremsten Ausführung erhältlich. Beim gebremsten Modell (HM 102113) gehört ein Anhänger-Stützrad zur Serienausstattung. Optionale Schiebestützen sind für alle Modelle als Zubehör erhältlich, ebenso Radstoßdämpfer (mit und ohne 100 km/h-Zulassung) und ein Kunststoff-Werkzeugkasten.
Das Gesamtmaß des HUMBAUR HM Motorradtransporters beträgt in der 750-kg-Version (zulässiges Gesamtgewicht): 3.142 x 1.765 x 980 mm und der größeren 1.000-kg-Variante (zulässiges Gesamtgewicht) : 3.195 x 1.765 x 990 mm.
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