Antike Motorrad-Lederjacken: Informationen und Stil

Die Wahl der richtigen Motorradbekleidung ist entscheidend, besonders wenn es um antike oder Retro-Motorräder geht. Eine Lederjacke ist nicht nur ein modisches Statement, sondern bietet auch wichtigen Schutz. Hier finden Sie umfassende Informationen zu antiken Motorrad-Lederjacken, von Sicherheitsaspekten bis hin zu stilvollen Retro-Designs.

Die Bedeutung der richtigen Motorradjacke

Das Styling der Fahrer ist wichtig. Viele Motorradfahrer bevorzugen Lederjacken im Stil der 60er Jahre. Eine passende Jacke zu finden, die sowohl sicher als auch stilvoll ist, kann jedoch eine Herausforderung sein.

Es gibt auch Alternativen zu Goretex-Jacken, die von einigen als unpassend empfunden werden. Stattdessen greifen viele zu Protektorenwesten unter einer normalen Lederjacke.

Klassische Kleidung und Accessoires

In der Welt der klassischen Motorräder und Fahrräder spielt die Authentizität eine große Rolle. Dazu gehört auch die passende Kleidung. Für Fahrradfahrer bieten sich Leinenhosen und Hemden im Stil der 30er Jahre an. Auch Knickerbocker sind eine Option, jedoch können diese aufgrund geringer Stückzahlen teuer sein.

Ein passender Hut, wie ein Strohhut oder Filzhut im Stil der 30er Jahre, rundet das Outfit ab. Beim Militärvelo darf die Schirmmütze aus Stoff in Schweizer Flecktarnung nicht fehlen.

Für Motorradfahrer ist die Auswahl an passenden Helmen ebenfalls ein wichtiges Thema. Es gibt sogar originale NSU Helme, die jedoch schwer zu finden sein können.

Sicherheit und Schutz bei Lederjacken

Leder bietet von Natur aus einen guten Abriebschutz. Moderne Retro-Lederjacken verfügen über integrierte Gelenkprotektoren für zusätzlichen Aufprallschutz und sind gemäß der europäischen Norm EN 17092 als Motorrad-Schutzkleidung zertifiziert.

Wichtige Sicherheitsmerkmale:

  • Reißverschlüsse mit Leder hinterlegt
  • Sicherheitsnähte aus reißfestem Garn (doppelt oder dreifach ausgeführt)
  • Materialdoppelungen an sturzgefährdeten Stellen

Obwohl die klassische Lederjacke zu vielen Motorrädern passt, harmoniert sie nicht unbedingt mit einem vollverkleideten Supersportler. Es ist wichtig, auf spezielle Motorradbekleidung zu setzen, die der europäischen Norm EN 17092 entspricht und mindestens Schutzlevel A, besser AA oder AAA bietet.

Geprüfte Markenware mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis ist entscheidend. Optik und Sicherheit sollten optimal zusammenpassen.

Materialien und Verarbeitung

Der große Vorteil von Leder ist seine hohe Abriebfestigkeit. Motorradbekleidung aus Rinds- und Känguruleder gibt es sowohl als Einteiler als auch als Zweiteiler. Die perfekte Passform sorgt dafür, dass die Protektoren immer an der richtigen Stelle sitzen.

Unterschiede zwischen Rindsleder und Känguruleder:

Die Faserstruktur von Känguruleder ist dichter gewebt und bleibt auch bei starker Beanspruchung so, während die Narbenstruktur des Rindsleders mit der Zeit lockerer wird. Känguruleder ermöglicht bessere Abriebwerte bei geringerer Dicke und Gewicht.

Beliebte Marken und Modelle

Es gibt viele Marken, die hochwertige Retro-Motorradlederjacken anbieten. Hier sind einige Beispiele:

  • Modeka: Bietet Kombis aus Leder für den Renn- und Straßensport mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Motorrad Lederjacke WING besteht aus gewaschenem Büffelleder mit herausnehmbarem Thermofutter und zertifizierten SaS-Tec-Protektoren.
  • Grand Canyon Bikewear (GC Bikewear): Bietet Modelle wie die Motorrad Lederjacke CROSBY mit auffälligem Design und CE Level 1 Memory Protektoren.
  • Held: Steht für höchsten Tragekomfort, absolute Sicherheit und innovative Ideen. Die Lederjacke Herren von Held Retro LAX ist aus softem Rindleder im Vintage-Look gefertigt und verfügt über die Held Clip-In Technology.
  • Rusty Stitches: Bietet modische Lederjacken mit abnehmbarer Kapuze und herausnehmbarem Thermofutter.

Testberichte und Bewertungen

Die Zeitschrift "Motorrad" testete die Lederjacke Herren von Modeka HAWKING mit "sehr gut" (Ausgabe 06/2015). Besonders hervorgehoben wurde das qualitativ hochwertige Rindnappaleder mit einer Stärke von ungefähr 1,1 bis 1,3 mm sowie die SAS-TEC Protectoren.

Worauf kommt es bei einer Retro-Motorradlederjacke an?

Klar, auf die Optik. Doch bei allem schönen Schein: Sicherheit muss sein. Darum testet MOTORRAD auch modisch gestylte Biker-Ware wie jede andere Schutzkleidung fürs Motorrad.

Bewertungskriterien im Test:

  1. Sicherheit (30 P.): Bewertung des Obermaterials, Sicherheitsnähte und Protektoren.
  2. Passform und Tragekomfort (30 P.): Schnitt, Anpassungsmöglichkeiten, Bewegungsfreiheit und Gewicht.
  3. Verarbeitung und Ausstattung (25 P.): Haptik, Geruch, Qualität der Fertigung und Extras wie Taschen oder Thermofutter.
  4. Wetterschutz (15 P.): Nässeschutz, Belüftung und Isolation.

Zusätzliche Ausrüstung und Accessoires

Neben der Lederjacke sind auch andere Ausrüstungsgegenstände wichtig:

  • Motorradhose: Eine leichte schwarze Motorradhose oder Kevlar-verstärkte Jeans mit Knie- und Hüftprotektoren.
  • Helm: Ein moderner Vollvisierhelm in einer hellen, gut sichtbaren Farbe.
  • Stiefel: Schwarze, geschnürte Motorradstiefel.
  • Handschuhe: Dünne Handschuhe für mehr Gefühl bei der Bedienung von Helmkamera, Headset und Navi.

Die richtige Wahl treffen

Die Wahl der richtigen Motorrad-Lederjacke hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der persönliche Stil, die Sicherheitsanforderungen und das Budget. Es ist wichtig, verschiedene Modelle und Marken zu vergleichen und auf Testberichte und Bewertungen zu achten. Eine gute Beratung in einem Fachgeschäft kann ebenfalls hilfreich sein.

Vergleich von Lederarten für Motorradjacken
Lederart Vorteile Nachteile
Rindsleder Hohe Abriebfestigkeit, weit verbreitet, günstiger Kann mit der Zeit lockerer werden
Känguruleder Dichtere Faserstruktur, bessere Abriebwerte bei geringerem Gewicht Teurer
Büffelleder Robust, Vintage-Look Kann schwerer sein
Ziegenleder Reißfest, für Biken und Freizeit geeignet -
Schafleder Weich, angenehm zu tragen Weniger abriebfest

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