AOK E-Bike Förderung: Angebote und Vorteile für Arbeitnehmer und Versicherte

Die Nachfrage nach E-Bikes steigt stetig, doch die hohen Anschaffungskosten können eine Hürde darstellen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein E-Bike günstiger zu erwerben oder zu nutzen. Besonders attraktiv sind dabei die Angebote der Krankenkassen und die Möglichkeit des Dienstradleasings.

Dienstradleasing bei der AOK und anderen Unternehmen

Das Dienstradleasing erfreut sich wachsender Beliebtheit, da es sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber zahlreiche Vorteile bietet. Die AOK Niedersachsen beispielsweise bietet ihren Mitarbeitenden seit 2020 Dienstradleasing an.

HR Leiter Stefan Altmann betont: "Die Mitarbeitenden hatten schon lange nach Fahrradleasing gefragt, das hatte schon viele Nachfragen gegeben, und im Grundsatz passt es gut zu uns - wir bieten schon lange das Thema ‘Mit dem Rad zur Arbeit' für unsere Versicherten an, insofern schließt sich der Kreis, wenn wir das Fahrradleasing auch für unsere Mitarbeiter anbieten können."

Die Vorteile des Dienstradleasings liegen auf der Hand:

  • Günstige Konditionen: Die Leasingraten werden vom Bruttogehalt abgezogen, was zu Steuer- und Sozialabgabeneinsparungen führt.
  • Gesundheitsförderung: Radfahren hält fit und kann Krankheitstage reduzieren.
  • Nachhaltigkeit: Dienstradleasing leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und unterstützt die Erreichung nachhaltiger Unternehmensziele.

Die AOK Niedersachsen lobt insbesondere die unkomplizierte Abwicklung des E-Bike und Fahrrad Leasings über ein digitales Portal. Minimaler Aufwand, maximaler Benefit!

Johanna, eine Nutzerin des Dienstradleasings bei der AOK Niedersachsen, berichtet: "Durch das neue Fahrrad ist meine Motivation Fahrrad zu fahren nochmal ein bisschen größer geworden, wo ich mich sonst manchmal ein bisschen überwinden musste, fahre ich bestimmt noch einmal öfter, dadurch profitiert auch meine Fitness. [..] Ich würde das Konzept Dienstradleasing auch anderen Personen empfehlen, wenn Sie vielleicht sowieso überlegen sich ein neues Fahrrad zu kaufen oder zum Beispiel auf ein E-Bike umzusteigen, wenn Sie einen längeren Weg zur Arbeit haben und dann damit auch eine längere Strecke zurück legen können."

VERAHmobil - E-Bikes für die AOK-Hausarztversorgung

Ein weiteres Beispiel für die Förderung von E-Bikes im AOK-Umfeld ist das Programm "VERAHmobil". Seit diesem Monat können Praxen, die am AOK-Hausarztvertrag teilnehmen, neben einem Kleinwagen auch ein E-Bike zu Sonderkonditionen leasen. Speziell geschulte Medizinische Fachangestellte - Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) - nutzen die Fahrzeuge für Routinehausbesuche, um den Hausarzt zu entlasten und die Versorgung zu verbessern.

Die erfolgreiche Mobilitätsoffensive läuft seit 2013 unter dem Motto "VERAHmobil - Ihre Hausarztpraxis vor Ort im AOK HausarztProgramm". Bisher wurden bereits über 1.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Partner für das E-Bike-Angebot ist der Dienstradleasinganbieter JobRad, der in Baden-Württemberg mit rund 700 Fachhändlern kooperiert.

Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, betont: "Die Versorgung der steigenden Anzahl von Patienten mit mehreren, oft chronischen Krankheiten ist und bleibt eine unserer zentralen Herausforderungen. Daher ist das VERAHmobil-Angebot ein wichtiger Baustein, der von unseren Hausärzten und Patienten sehr geschätzt wird."

Krankenkassen-Boni für Radfahrer und E-Biker

Auch im Jahr gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von Krankenkassen-Boni zu profitieren. Die gesetzlichen Krankenkassen belohnen gesundheitsbewusstes Verhalten, und besonders Radfahrer können von Bonusprogrammen profitieren. Es gibt Zuschüsse für Vereinsmitgliedschaften oder Sportveranstaltungen, teilweise aber auch digitale Prämien wie Komoot-Premium-Zugänge.

Ein genauer Blick auf die einzelnen Krankenkassen zeigt, welche Programme sich besonders lohnen:

  • Bertelsmann BKK: Fördert sportliche Aktivitäten mit bis zu 50 Euro für eine Vereinsmitgliedschaft (auch Radsportvereine), 10 Euro für die Teilnahme an qualifizierten Sportveranstaltungen und 10 Euro für das Deutsche Sportabzeichen.
  • AOK Plus: Bietet einen 90-tägigen Zugang zu Komoot Premium mit detaillierten Offline-Karten für E-Bike- und Mountainbike-Routen sowie exklusiven Tourenvorschlägen.
  • BARMER: Führt ein neues Bonusprogramm ein, das Radfahrer belohnt, die Mitglied in einem Radsportverein sind, an Volksradtouren teilnehmen und regelmäßige Gesundheitschecks absolvieren (bis zu 150 Euro im Jahr).
  • hkk Krankenkasse: Kombiniert Boni für sportliche Aktivitäten mit Vorsorgeuntersuchungen. Für organisierte Radtouren oder Ausdauersportveranstaltungen gibt es 10 bis 20 Euro.
  • mhplus Krankenkasse: Bietet ein Fitcash-Programm, bei dem schon ab einer einzigen sportlichen Aktivität 10 Euro verdient werden können (z.B. für die Teilnahme an Radrennen oder geführten Touren).
  • Techniker Krankenkasse (TK): Belohnt die Mitgliedschaft in einem Sportverein (auch Radsportvereinen) mit 10 Euro. Weitere 20 Euro gibt es für Gesundheitskurse wie Fahrradsicherheitstrainings.
  • Novitas BKK: Setzt mit ihrem Programm Flexcheck auf bis zu 30 Euro Bonus für die Teilnahme an Sportveranstaltungen oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio (Indoor-Cycling inbegriffen).
  • DAK Gesundheit: Verdoppelt Bonuspunkte, die bei Investitionen in Sportgeräte eingesetzt werden können. Beim Kauf von Fahrradcomputern oder E-Bike-Zubehör gibt es weitere 100 Prozent Bonuspunkte dazu.
  • Mobil Krankenkasse: Bietet ein flexibles Gesundheitsbudget von bis zu 300 Euro im Jahr, das für Präventionskurse wie Fahrradsicherheitstrainings sowie Zuschüsse für Sportgeräte wie Fahrradanhänger genutzt werden kann.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten für E-Bikes

Neben Dienstradleasing und Krankenkassen-Boni gibt es weitere Möglichkeiten, ein E-Bike günstiger zu finanzieren:

  • E-Bike-Kredit: Sofortkredite mit Video-Identifizierung und Bonitätsprüfung sind oft die günstigste Art, ein E-Bike zu finanzieren.
  • Ratenzahlung: Viele Händler und Online-Plattformen bieten unkomplizierte Ratenzahlungen an.
  • Privatkredit: Wer ein E-Bike ohne Bonitätsprüfung und Schufa-Auskunft finanzieren will, kann sich privat Geld leihen.

Staatliche und kommunale Förderprogramme

Anders als bei E-Autos gibt es für E-Bikes in Deutschland keine generelle Förderung vom Staat. Allerdings gibt es vereinzelt Finanzierungsmodelle in einzelnen Bundesländern und Kommunen.

Nordrhein-Westfalen bietet die Förderung etwa gemäß der „Förderrichtlinie progres.nrw - Emissionsarme Mobilität„, sodass E-Lastenräder auch 2025 mit einem Zuschuss gekauft werden können. Die Förderung gilt aber nur für Unternehmen, Kommunen, Freiberufler und Juristische Personen.

Ähnliche Förderprogramme gibt es auch in Sachsen, Brandenburg, Bremen, dem Saarland und Baden-Württemberg. Nur in Hessen, Bremen, Brandenburg und dem Saarland fördert man aktuell auch Privatpersonen beim Kauf eines E-Lastenrads.

Vorreiter sind in diesem Punkt vor allem Städte aus dem Süden Deutschlands, zum Beispiel die Stadt Tübingen. Über die Stadtwerke kann man einen Zuschuss für sein E-Bike absahnen, wenn man zu einem Ökostromtarif der Tübinger Stadtwerke wechselt. Mannheim, Heidelberg, München und Regensburg unterstützen derweil neu gekaufte E-Lastenräder.

Tipps für den E-Bike-Kauf

Wer sich für den Kauf eines E-Bikes entscheidet, sollte einige Tipps beachten, um das passende Modell zu finden:

  • Motor: Die Position des Motors (Vorderrad-, Mittel- oder Hinterradnabe) beeinflusst das Fahrverhalten.
  • Akku: Die Position des Akkus (Rahmenrohr, unterer Rahmen, Sitzrohr oder Gepäckträger) hat Einfluss auf das Fahrverhalten und die Zuladung.
  • Gewicht: E-Bikes sind schwerer als normale Fahrräder, was das Tragen erschwert.
  • Sicherheit: Aufgrund der höheren Geschwindigkeit sind besonders gute Bremsen und vorausschauendes Fahren wichtig.
  • Preis: Qualität hat ihren Preis, was sich unter anderem in Reichweite, Gewicht und Komfort auszeichnet.

E-Bike Typen

E-Bike-Hersteller bringen immer neue Typen auf den Markt. Neben E-MTBs sind etwa City-, Urban-, SUV-, oder Lasten-E-Bikes gefragt.

Es gibt vier verschiedene Elektrofahrrad-Typen:

  • Pedelec: Ein Rad mit einem Elektromotor (maximal 250 Watt), der den Fahrer bis zu einem Tempo von 25 km/h unterstützt. Man muss dafür aber selbst in die Pedale treten.
  • Pedelec mit Anfahrhilfe: Wie beim normalen Pedelec unterstützt der Elektromotor den Fahrenden beim Treten bis 25 km/h. Allerdings erleichtert die Anfahrhilfe den Start und beschleunigt auch ohne Treten bis 6 km/h.
  • S-Pedelec: Beim schnellen Pedelec unterstützt der Motor (maximal 500 Watt) den Fahrenden beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Das S-Pedelec gilt daher rechtlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad.
  • E-Bike: Hierbei handelt es sich um ein Elektro-Mofa (Motorleistung bis 1.000 Watt), das den Fahrer bis 25 km/h unterstützt - auch ohne eigenes Treten.

E-Bike fahren im Alter

Gerade für Ältere ist ein Rad mit E-Antrieb interessant. Vor allem bei bergigen Strecken, längeren Touren und Ausflügen sehen viele einen großen Vorteil. Außerdem sei das Radfahren so auch bei körperlichen Einschränkungen möglich.

Ein E-Bike für Senioren bringt die Gesundheit auf TrabEgal, ob man mit Elektro-Schwung oder purer Muskelkraft radelt: Generell tut Bewegung dem Körper und der Seele gut. Und das in jedem Alter.

Das Fahren trainiert: Herz und Lunge, baut Muskeln auf, senkt Übergewicht, reduziert Ablagerungen in den Gefäßen, sorgt durch die Ausschüttung von Glückshormonen für gute Laune! Außerdem nicht zu vergessen: Der Elektro-Schub ersetzt das Treten nicht. Er macht es je nach gewählter Stufe nur leichter.

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