Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer/innen Braunschweiger Land (acm) ist ein Veranstalter des Verkehrssicherheitstages am Salzgittersee in Lebenstedt und der Motorradgedenkfahrt.
Die Motorradgedenkfahrt
Die Motorradgedenkfahrt wird seit Jahren durchgeführt, um auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen und alle Verkehrsteilnehmende anzuregen, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Sie hat sich im Laufe der Jahre nicht nur in Kreisen der Bikerinnen und Biker weit über Salzgitter hinaus herumgesprochen. Tausende teilnehmende Biker/innen und Zuschauer/innen entlang der Strecke durch das Braunschweiger Land begleiten die traditionsreiche Gedenkfahrt im Konvoi an die tödlich verunglückten Motorradfahrenden.
Der Verkehrssicherheitstag am Salzgittersee in Lebenstedt ist der Zielpunkt der Fahrt. Die dortige Veranstaltung ist eine Mischung aus Infos zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr, Unterhaltung, Musik, Vorführungen und vielem mehr.
Ziel der Motorradgedenkfahrt und Ort der Veranstaltung: Die Reppnersche Bucht am Salzgittersee in Lebenstedt.
Gedenk-Gottesdienst und Start der Motorradgedenkfahrt
Der Gedenk-Gottesdienst an die tödlich verunglückten Motorradfahrenden ist am Beginn der Veranstaltung um 13 Uhr (zeitgleich mit der Eröffnung des Verkehrssicherheitstages in Salzgitter). Neuer Ort des Gottesdienstes ist die „mobile Kirche“, die auf dem Harz- und Heidegelände, an der Eisenbütteler Straße, in Braunschweig aufgebaut wird. Sie ist bereits erfolgreich bei Gottesdiensten zu Pfingsten in Salzgitter-Bad getestet worden. Das heißt, dass auch der Aufstell- und Startpunkt der Demofahrt, die nach dem Gottesdienst startet, hier ist. Natürlich dürfen teilnehmende Bikerinnen und Biker schon ab 10 Uhr am Abfahrtsort sein, um sich den besten Platz im Konvoi nach Salzgitter zu sichern.
Zielort ist, wie erwähnt, erstmals das Gelände auf und um den Parkplatz am Salzgittersee an der Reppnerschen Bucht in Lebenstedt. Auch bei der Gedenkfahrt gilt: „Sicherheit geht vor!“ Um sicher zu sein, dass die Route für alle an der Fahrt Teilnehmenden sicher befahrbar ist, fand im Vorfeld Begutachtung der alternativen Route und Orte durch Polizei, Feuerwehr, KVG und andere statt. Ein Zitat zu Route und Orten aus diesem Kreis lässt hoffen: „Alternativlos, dabei sogar noch charmant!“.
Die Fahrstrecke der Biker/innen-Demofahrt startet diesmal am Harz- und Heidegelände, an der Eisenbütteler Straße, in Braunschweig. Danach geht es zum Ort des Verkehrssicherheitstages und der Bikerparty an der Reppnerschen Bucht am Salzgittersee in Lebenstedt. Zuvor findet auf dem Startgelände um 13 Uhr in einer mobilen Kirche der Gedenkgottesdienst an die in 2024 tödlich verunglückten Motorradfahrenden statt.
Keine Angst, bis auf den Startpunkt der Demo-Fahrt und dem Zielort bleibt vieles wie gehabt bei der schon traditionellen und beliebten Veranstaltung. Wer sie noch nicht kennt: Sie ist ein bundesweit einzigartiges Konstrukt aus Verkehrssicherheitstag, Demofahrt, Gedenkgottesdienst und Bikerparty.
Verkehrssicherheitstag und Bikerparty
Beginn des Verkehrssicherheitstages und der Bikerparty am Salzgittersee ist um 13 Uhr. Es wird wieder ein buntes Familienfest, das aber auch den ernsten Hintergrund der Veranstaltung nicht außeracht lässt.
Wieder dabei ist das „Schräglagen-Motorrad“, ein sogenanntes „Wing-Bike“. Mit ihm will Fahrlehrer Michael Trzynka aus Salzgitter den Biker-Fans die Möglichkeit geben, Sicherheit bei der Schräglage in Kurven zu gewinnen. Um 13 Uhr gibt es ein „Roll-In“ des "Oldtimer-Forums Salzgitter". Die gut erhaltenen und gepflegten Fahrzeuge der Mitglieder können bestaunt werden. Ihre Besitzerinnen und Besitzer beantworten außerdem gerne Fragen zu ihren Schätzen. Der 13-jährige Levin Liffers, der seit seinem vierten Lebensjahr Trial fährt, wird seine Geschicklichkeit auf einigen Hindernissen - unter anderem einem PKW - beweisen. Auch Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr Lebenstedt bereichern das Programm. Die Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei Salzgitter, Kathrin Lacey, wird außerdem gemeinsam mit dem Verein „Wir helfen Kindern“ und der Verkehrswacht einen Fahrradparcours für die kleinen Besucher/innen anbieten. Weisser Ring, B.A.C.A (Biker against Child Abuse), Hospiz-Initiative Kinder- und Jugendtrauerarbeit ergänzen die Informationsinsel "Kinderschutz."
Viel geboten wird - neben dem oben genannte Fahrradparcours - den kleinen Besucherinnen und Besuchern: Sich austoben auf der Jump-Anlage, eine Runde auf dem historischen Kinderkarussell drehen, Bauchschmerzen vor Lachen beim Kasperletheater, Vorführungen der Feuerwehr bestaunen und "Willi, dem Piraten" zuhören und bei seinen Liedern mitsingen. Er singt nicht nur für die Kinder sondern bezieht sie aktiv mit Rhythmusinstrumenten in das musikalische Spiel ein.
Live-Musik mit „Ohrenfeindt“ und „Earphoria“
Das darf diesmal auch wieder nicht fehlen: Livemusik vom Feinsten. Diesmal sind um 20 Uhr die Reeperbahn-Rocker von „Ohrenfeindt“ dabei. Sie haben überall gespielt, wo eine Rock´n Roll Band (laut "Ohrenfeindt": „Roggenrohl-Dampframme“) gespielt haben muss. Sie waren bei Open-Air-Festivals wie Wacken, Rockharz, Harley Days Hamburg, aber auch in verrauchten Clubs oder auf Tour mit Nazareth. Ihre Kulthymne "Harley-luja" hat es als einziger deutschsprachiger Titel auf den 100-Jahre-Harley-Davidson-Sampler geschafft (neben großen Namen wie Doro, Judas Priest und UFO). Wieder mit dabei sind die Musikerin und die Musiker von „Earphoria“. Sie treten um zirka 16.15 Uhr und 18 Uhr auf. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich wieder auf Band-Rockröhre Meike Hammerschmidt (Halbfinalistin bei „Voice of Germany“) und ihre Band freuen.
Gedenken an die tödlich verunglückten Motorradfahrenden
Bevor es um 20 Uhr Live-Musik von "Ohrenfeindt" gibt, findet um 19.30 Uhr ein emotionales Innehalten und Gedenken statt. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Salzgitter wird ein Lagerfeuer entzünden, in der die Holzkreuze mit den Namen der in 2023 tödlich verunglückten Motorradfahrenden verbrannt werden. Dabei handelt es sich um die Holzkreuze, die im vergangenen Jahr von den Angehörigen der Todesopfer nicht abgeholt wurden. Auf diese Weise wird der Verunglückten noch einmal gedacht. Auch dieses Jahr sind alle Namen der in 2024 tödlich verunglückten Motorradfahrenden in Holzkreuze eingebrannt. Die Kreuze bilden auf einem Anhänger die Spitze der Motorradgedenkfahrt vom Gedenkgottesdienst in Braunschweig zum Salzgittersee in Lebenstedt. Angefertigt hat sie das „Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e. V.“ (CJD).
Unterstützung der Organisation
Eine gelungene Organisation der Motorradgedenkfahrt braucht viel Unterstützung. Neben einer Vielzahl hauptamtlicher Kräfte, wie zum Beispiel von Polizei und Feuerwehr, sind rund 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von der acm und befreundeten Motorradfahrergruppen, Johanniter-Unfallhilfe, Technisches Hilfswerk, Freiwilligen Feuerwehren sowie weiteren Gruppen und Organisationen an Vorbereitung und Durchführung dieses Tages beteiligt. Weit mehr als 1000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz werden allein am Veranstaltungswochenende geleistet, etwa dieselbe Zeit ist an ehrenamtlicher Tätigkeit zur Vorbereitung nötig. Ohne die finanzielle Unterstützung der Braunschweigischen Sparkassenstiftung wäre ein solch umfassendes Programm trotz des immensen Anteils ehrenamtlicher Arbeit nicht zu realisieren.
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