Inzwischen existieren etliche verschiedene Motorrad Arten und jedes ist für einen bestimmten Zweck konzipiert. Einige Leute benötigen ihr Bike zum Pendeln, während andere Motorräder für Rennen oder Geländefahrten verwenden. Auf dem Markt sind verschiedene Arten unterschiedlicher Motorradhersteller erhältlich, wobei jedes seine eigenen einzigartigen Eigenschaften besitzt. Die Motorradtypen reichen von sportlichen Einsteiger Straßenmotorrädern, bis hin zu Langstrecken Motorrädern. Viele Leute denken, dass alle Motorradfahrer risikofreudige Draufgänger seien. Dies ist selbstverständlich nicht immer der Fall. Einige Menschen fahren Motorräder, um sich in der Stadt fortzubewegen oder Wochenendausflüge zu bestreiten.
Motorradfans haben viele verschiedene Motorrad Arten zur Auswahl. Wenn die meisten Menschen an ein Motorrad denken, stellen sie sich ein typischen Straßenbike vor. Es gibt jedoch viele andere Arten von Motorrädern auf dem Markt. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Arten von Motorrädern und ihre Verwendung.
Straßenmaschinen bzw. Allrounder
Der Allrounder vereint alle positiven Eigenschaften anderer Motorräder und kann zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Aus diesem Grund ist die Maschine beliebt bei Neulingen oder Gelegenheitsfahrern. Zum ersten Mal fand der Allrounder in den 1990er-Jahren Anwendung.
Sportbikes
Sportbikes zählen zu den Motorrad Arten, die auf Geschwindigkeit ausgelegt sind. Sie sind schnell und wendig und ihre starke Motorleistung macht sie zu einem Favoriten unter Motorradfahrern, die Spaß am Fahren haben. Sportbikes existieren prinzipiell in zwei Varianten: Straße und Rennen. Straßensportbikes sind für den täglichen Gebrauch konzipiert, während Rennsportbikes für Wettbewerbe gebaut werden. Sportbikes, auch Superbikes genannt, sind Hochleistungsmaschinen, die auf maximale Geschwindigkeit und Beschleunigung ausgelegt sind. Sie haben typischerweise leistungsstarke Motoren mit einem Hubraum von 1.000 cm³ oder mehr und wiegen etwa 180 Kilogramm. Da sie so schnell und wendig sind, eignen sich Sportbikes am besten für erfahrene Fahrer. Es ist wichtig zu wissen, wie mit so viel Power sicher umgegangen wird. Als Einsteiger Motorrad sind solche Arten von Motorrädern nicht zu empfehlen.
Cruiser
Cruiser-Motorräder haben normalerweise einen V-Twin-Motor, der viel Kraft und Leistung bietet. Sie bieten auch eine entspannte Sitzposition, die sie bequem für lange Fahrten macht. Cruiser haben typischerweise eine niedrigere Sitzhöhe, wodurch sie einfacher zu handhaben und zu fahren sind. Sie sind auch günstiger als einige der anderen auf dem Markt erhältlichen Motorradtypen. Aufgrund der Nutzung für meist längere Fahrten wird viel Wert auf Komfort gelegt.
Beliebte Cruiser Modelle:
- Yamaha XVS 950A Midnight Star: Charakteristisch für die Yamaha XVS 950 A Midnight Star ist die niedrige Sitzposition, durch die ein komfortables Fahrgefühl entsteht. Zudem zeichnet sich das Bike durch seine robuste Lage auf der Straße aus. Die einfache Bedienung sorgt dafür, dass vor allem Anfänger mit diesem Modell ihre Freude haben werden. Die Maschine hat 54 PS unter der Haube und gewährleistet damit eine robuste Beschleunigung. Mit 280 Kilogramm handelt es sich zwar um ein relativ schweres Modell.
- Honda Shadow 750: Ein weiteres Motorrad aus der Klasse der Cruiser ist das Honda Shadow 750. Auch dieses Bike eignet sich perfekt für Einsteiger, ist aber auch bei Liebhabern der Serie beliebt. Die Sitzhöhe beträgt 65 cm und die Maschine bringt es auf 46 PS. Zudem überzeugt sie durch ihre einfache Bedienbarkeit. Bei einem Gewicht von 262 Kilogramm lässt sich die Maschine zuverlässig und schnell beschleunigen.
Chopper
Die beliebten Chopper waren das erste Mal in den 1940er-Jahren auf den Straßen Amerikas unterwegs. Seit dieser Zeit nutzen viele Menschen auf der ganzen Welt die Chopper-Bikes. Ähnlich wie bei dem unten folgenden Caféracer wurden bei der Entstehung der Maschine alle Teile entfernt, die nicht unbedingt zum Fahren benötigt werden.
Chopper sind in erster Linie für längere und entspannte Fahrten gedacht. Sie verfügen über hohe Lenker und einen gemütlichen Sitz.
Beliebte Chopper Modelle:
- Harley Davidson und Yamaha Virago: Wenn über Chopper gesprochen wird, müssen auf jeden Fall die Marken Harley Davidson sowie auch Yamaha Virago genannt werden. Von diesen Herstellern gibt es unterschiedlichste Modelle, die überzeugen.
- Triumph Rocket III Roadster: Ein weiterer sehr beliebter Chopper ist das Triumph Rocket III Roadster. Es bringt zwar ein relativ hohes Gewicht von 367 Kilogramm auf die Waage, dafür aber auch einige Highlights mit sich.
Tourenräder
Tourenräder sind das Beste aus beiden Welten - eine Mischung aus Cruisern und Sportbikes. Sie sind komfortabel genug für lange Fahrten. Darüber hinaus sind sie auch schnell und agil genug, um kurvige Straßen zu bewältigen. Sporträder sind auf Geschwindigkeit und Handling ausgelegt, was sie zur idealen Wahl für Fahrer macht, die gerne schnell fahren und dennoch nicht auf Geländetauglichkeit verzichten möchten. Tourenmotorräder sind sowohl für den Einsatz auf der Straße, als auch im Gelände konzipiert.
Tourer eignen sich besonders für die Fahrt besonders langer Reisen. Wenn Besitzer künftig vorhaben, die ein oder andere längere Tour zu unternehmen, lohnt sich eine solche Anschaffung durchaus.
Naked Bikes
Naked Bikes sind Motorräder ohne Teil- oder Vollverkleidung. Während früher die meisten Motorräder sogenannte „Naked Bikes” waren, erfolgte ab den 80er Jahren immer häufiger die Verkleidung der Maschinen.
Enduro Motorrad
Ein Enduro Motorrad ist für das Fahren im Gelände konzipiert. Die Motorleistung ist viel geringer als bei einem Sportbike oder Cruiser, daher ist es einfacher zu kontrollieren.
Enduro-Bikes sind optimal fürs Gelände geeignet, jedoch genauso für Straßen zugelassen.Fahrer nehmen durch den Bau der Enduro eine aufrechte Sitzhaltung auf der Maschine ein. Käufer mit kleinerer Körpergröße sollten beim Erwerb jedoch aufpassen: Aufgrund der hohen Federwege können sich für kleine Personen durch diese für Enduros typische, hohe Sitzposition Probleme mit dem sicheren Stand ergeben.
Offroad Motorräder
Offroad Motorräder sind für das Fahren auf unbefestigtem Untergrund konzipiert. Sie haben eine höhere Bodenfreiheit und robuste Reifen, die mit unwegsamem Gelände umgehen können. Viele Leute gehen davon aus, dass Offroad-Motorräder nur für Rennen oder Geländefahrten verwendet werden. Tatsächlich werden diese jedoch auch des Öfteren für den Alltag verwendet.
Pocket Bikes
Pocket Bikes sind eine Art Motorrad, welches in der Regel kleiner und leichter im Vergleich zu anderen Straßenmotorrädern ausfällt. Sie werden oft von einem Motor mit geringerer Leistung angetrieben, wodurch sie eher als Motorrad für Anfänger geeignet sind. Pocketbikes können eine großartige Option für diejenigen sein, die ein Motorrad der Einstiegsklasse suchen, das noch für den Straßenverkehr zugelassen ist.
Elektromotorräder
Elektromotorräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ein Elektromotorrad ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein mit Strom betriebenes Motorrad. Einer der Hauptvorteile von Elektromotorrädern besteht darin, dass sie viel sauberer und leiser sind im Vergleich zu Motorrädern mit Benzinantrieb. Dies macht sie ideal für Fahrten in der Stadt, wo niemand die Ruhe stören oder Umweltverschmutzung verursachen möchte. Elektromotorräder haben auch einen viel geringeren Emissionswert im Vergleich zu Benzinern und Diesel. Ein weiterer Vorteil von Elektromotorrädern besteht darin, dass sie viel Drehmoment und Motorleistung darbieten.
Motorradführerscheine in Deutschland
In Deutschland gibt es unterschiedliche Führerscheinklassen für Motorräder, abhängig von Hubraum, Leistung und Alter des Fahrers:
- Kleine Motorräder: Leichtkrafträder mit bis zu 125 cm³ Hubraum und einer Motorleistung bis zu 11 kW und einem Leistung/Leergewicht-Verhältnis von max.
- Krafträder: bis 35 kW Leistung, Verhältnis von Leistung zu Gewicht von max. ab 20 Jahren bei einem Vorbesitz der Klasse A2 von mind.
Wenn Sie einen Pkw-Führerschein der Klasse B haben, dürfen Sie alle Kleinkrafträder mit einem Hubraum bis 50 cm³ fahren. Seit Januar 2020 können Sie nach einem speziellen Kurs bei einer Fahrschule die B196-Erweiterung erwerben. Damit können Sie Krafträder mit einem Hubraum bis 125 cm³ führen. Das entspricht dem sogenannten „kleinen Motorradführerschein“ der Klasse A1. Mit einem alten Autoführerschein der Klasse 3 (wurde vor 1999 ausgestellt) dürfen Sie Kleinkrafträder fahren - und zwar mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h, einem Hubraum von höchstens 50 cm³ und einer Leistung von maximal vier kW (5,5 PS). Haben Sie Ihren Führerschein der Klasse 3 vor dem 1. April 1980 gemacht, haben Sie automatisch auch den Motorradführerschein der Klasse A1.
Welches Motorrad ist für Anfänger geeignet?
Es gibt verschiedene Arten von Motorrädern, die am besten für Anfänger geeignet sind. Als Anfänger Motorrad eignen sich Cruiser, Poket Bikes und Enduro am ehesten. Egal ob ein Motorrad für Frauen Anfänger oder Männer gewünscht ist. Diese Motorräder sind einfach zu handhaben und verfügen über eine niedrige Sitzhöhe, wodurch sie bequem zu fahren sind.
Sicherheitstipps für Motorradfahrer
Fernab der Erfahrung des Fahrers benötigen alle neben Straßenzulassung und einem Führerschein auch die passende Motorradbekleidung. Neben einer Motorradjacke und einer Motorradhose ist die Wahl eines passenden Motorradhelmes essenziell.
Statistisch gesehen ist das Risiko, als Biker bei einem Motorrad-Unfall verletzt oder getötet zu werden, höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Allerdings kann sich jeder Biker auf seine Fahrten optimal vorbereiten und damit sein persönliches Risiko, in einen Unfall zu geraten, reduzieren.
Motorradkauf: Tipps für Anfänger
Grundsätzlich spielt beim Kauf der Nutzungszweck eine zentrale Rolle. Fahranfänger wählen am besten ein Modell mit ABS, da dieses den Einstieg deutlich erleichtert und die Fahrt komfortabler macht. Doch egal, ob die Wahl auf ein neues oder gebrauchtes Motorrad fällt, lohnt sich vor dem Kauf immer eine erste Probefahrt. Wer sich mit der Materie nicht auskennt, nimmt zur Besichtigung am besten einen Fachmann mit. Wenn gravierende Mängel vorliegen, zahlt sich langfristig der Kauf einer Maschine aus, die besser in Schuss ist. Vor dem Kauf einer Maschine lohnt es sich zudem, die voraussichtlichen Kosten für die Motorradversicherung zu kalkulieren.
Sehr von Vorteil ist es zudem, an einem Einsteigertraining teilzunehmen, das zum Beispiel vom ADAC oder auch von diversen anderen Automobilclubs angeboten wird. Dort lernen Neulinge unter anderem auch, wie sie mit der Maschine umgehen und was es alles in Sachen Sicherheit zu beachten gilt.
Wie viel PS darf ein Anfänger-Motorrad haben?
Wer bereits 18 Jahre alt ist, darf den Führerschein A2 für das Motorrad machen. Dann hat er die Erlaubnis, Maschinen mit bis zu 35 KW (48 PS) zu fahren. Nach zwei Jahren fällt auch diese Beschränkung weg.
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