Mit dem J.Laverack Aston Martin .1R und der Aston Martin Edition des Fascenario.3 hat der britische Luxusautohersteller Aston Martin in Zusammenarbeit mit renommierten Fahrradexperten zwei außergewöhnliche Rennradprojekte realisiert. Diese Räder verkörpern nicht nur höchste technische Ansprüche, sondern auch ein Höchstmaß an Individualisierung und Exklusivität.
J.Laverack Aston Martin .1R: Eine Skulptur auf zwei Rädern
Das J.Laverack Aston Martin .1R wird als das fortschrittlichste und individuellste Fahrrad präsentiert, das je geschaffen wurde. Entwickelt unter Einbezug des Know-hows von Fachleuten für das Design von Hochleistungsfahrzeugen, setzt es auf eine Reihe von technischen Innovationen. Laut Oliver Laverack setzte der Prozess ganz neue Ideen und Innovationen frei, was das Ergebnis fortschrittlicher als alles macht, was auf dem Markt erhältlich ist.
Marek Reichman, Executive Vice President und Chief Creative Officer bei Aston Martin, sieht im J.Laverack Aston Martin .1R eine Art Titan-Hypercar auf zwei Rädern, dessen Rahmen nicht nur eine außergewöhnliche Mischung aus Agilität und Komfort bietet, sondern darüber hinaus den Maßstab in Sachen Eleganz und Schönheit verschiebt.
Design und Innovationen
Das Ziel der Designer war unter anderem, ein möglichst integriertes und "visuell schraubenloses" Design zu schaffen, das an die Design-Ikonen der legendären Sportwagenschmiede anknüpfen soll. Die Rennmaschine zeichnet sich durch makellos klare Linien aus, die nichts unterbricht: keine freiliegenden Kabel oder Schläuche, keine störenden Befestigungen an Vorbau oder Sattelstütze. Stattdessen ein vollständig integriertes, visuell schraubenloses Design aus Kohlefaser und 3D-gedruckten Titanverbindungen. Viel Mühe verwendeten die Designer daher darauf, die Verbindungsstellen der Komponenten zu verstecken und zu kaschieren: An Vorbau oder Sattelstütze sind tatsächlich kaum noch Schraubenköpfe zu sehen, alle Kabel und Leitungen sind selbstredend im Inneren des Rades versteckt.
Der Rahmen des J.Laverack Aston Martin .1R ist ein Konstrukt aus 3D-gedruckten Titanmuffen und Carbonrohren. So können die Geometrien individuell abgestimmt und die Rahmen auf die Kunden maßgeschneidert werden. Das gilt auch für die Lenkereinheit, die aus einem 3D-gedruckten Titanvorbau mit nahtlos eingeklebten Lenkerhörnern aus Carbon besteht. Durch das 3D-Druck-Verfahren kann der Lenker in Breite und Länge millimetergenau angepasst und gefertigt werden. Auch die Kurbeln sind eine Eigenentwicklung, sie bestehen aus einem Carbon-Kurbelarm mit einer Spitze aus Titan, ebenfalls aus dem 3D-Drucker. Bei der Kurbellänge sind Kunden ebenfalls deshalb nicht auf die 2,5-Millimeter-Schritte etablierter Hersteller angewiesen, sondern können die Länge theoretisch bis auf den Zehntelmillimeter selbst vorgeben.
Technische Highlights
Ein weiteres technisches Highlight des Aston Martin .1R sind die Bremsen. Sie sind eine Eigenentwicklung unter der Mitarbeit von Formel-Eins-Ingenieuren und formschön in Rahmen und Gabel integriert. Sie machen es möglich, dass auch der letzte Millimeter Bremsleitung im Rahmeninneren versteckt bleibt. Die Vierkolben-Bremszangen aus gefrästem Aluminium sollen zudem kräftiger zupacken als die am Rennrad üblichen Zweikolben-Anlagen.
Auch bei den Details lässt der luxuriöse Anspruch der Entwickler nicht nach: Der Sattel ist ein mit Alcantara-Leder überzogenes Modell von Brooks, das in allen Interieur-Farben der Aston-Martin-Sportwagen geordert werden kann - exklusiv angefertigt für das .1R. Der Lenker wird mit dem gleichen Material von Hand eingenäht.
Individualisierung und Exklusivität
Die Exklusivität geht beim .1R aber über den rein technischen Anspruch hinaus. So wird jeder Kunde für die individuelle Anpassung der Maße zu einem intensiven Bikefitting in das Hauptquartier von Aston Martin eingeladen, das etwa einen halben Tag in Anspruch nehmen soll. Auch bei der Farbgebung bieten sich fast unendliche Möglichkeiten: In einem Konfigurator können die Farben von Muffen, Rohren, Sattel, Lenkerband und sogar der Bremsscheiben-Spider individuell gewählt werden. Zu jedem Rad erhält der Käufer zudem einen Transport- und Präsentationskoffer - wahlweise aus Carbon oder Aluminium - sowie eine Standpumpe, deren Griffe mit Alcantara bezogen sind, und eine Holzschatulle für Werkzeug und Ersatzteile.
Kunden können aus einem der drei 12-fach-Gruppensätze wählen, die von Profis im UCI World Tour gefahren werden: Das Rad ist mit Shimano Dura-Ace Di2, Campagnolo Super Record Wireless oder SRAM RED eTap AXS bestellbar. Die maßgeschneiderten Kettenblätter des. 1R sind aus Aluminium gefräst und die Größen können von jedem Besitzer angegeben werden.
Die Rolle des 3D-Drucks
Bei der die Umsetzung wurde auf die 3D-Druck-Metalllösungen von Renishaw gesetzt. Das Design des Rennrads sollte einzigartig und innovativ sein. Ziel war es, den Rahmen des Fahrrads so zu fertigen, dass selbst die Schrauben nicht sichtbar sind. Außerdem sollten die Abmessungen des Rennrads vollständig an den Benutzer angepasst werden können, mit einem individuellen Lenker und individuellen Abmessungen.
Die additive Fertigung erwies sich als die perfekte Technologie, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Laverack betont: „Während der Entwicklung des Fahrrads wurde uns klar, dass wir mithilfe des 3D-Drucks leistungsfähige und geometrisch optimierte Einzelteile herstellen können. Die additive Fertigung erfordert keine Werkzeuge und eignet sich hervorragend für kundenspezifische Anwendungen in kleinen Stückzahlen."
Die Ingenieure von Renishaw stellten die benötigten Teile so her, dass Vorsprünge und interne Abstützungen vermieden wurden. Dies war nur durch den Einsatz der additiven Fertigung möglich, die den Ingenieuren die nötige Designfreiheit gab, um komplexe Geometrien zu erstellen. Diese ermöglichten es zudem, das Gewicht der Komponenten zu reduzieren. Die Komponenten wurden aus 6AI/4V-Titan in 30 Mikrometer dicken Schichten gedruckt, die anschließend wärmebehandelt und maschinell bearbeitet wurden. Die Herstellung erfolgte mit dem Drucker RenAM 500Q, der über ein Gasströmungssystem, eine präzise dynamische Steuerung und eine vernetzte Software für den digitalen Workflow verfügt.
Aston Martin Edition des Fascenario.3: Limitierte Exklusivität
Aston Martin und Storck Bicycle kooperieren für ein gemeinsames Rennradprojekt: Sie bieten die auf 107 Stück limitierte Aston Martin Edition des Fascenario.3 an. Die entstandene Aston Martin Edition ist eine Weiterentwicklung des Fascenario.3 Platinum. Der Rahmen wiegt 770 g und wird mit Leichtbauteilen von THM und ZIPP komplettiert. Das Komplettrad wiegt nur 5,9 kg. Die Rad ist mit SRAM’s drahtloser eTap Red Schaltung und ZIPP 303 Laufrädern ausgestattet.
Technische Details und Besonderheiten
Herzstück des Bikes ist der nur 770 Gramm wiegende „Nanocarbon Technology“ Rahmen von der Idsteiner Edel-Bikeschmiede Storck. Die vollendete Weiterentwicklung des Fascenario.3 kommt mit dem edlen Argentum Nero Lack von Aston Martin, womit auch die Optik auf höchstem Level angesiedelt ist.
So sorgt die hinten abgeflachte Sattelstütze für ein Plus an Fahrkomfort, das Tretlager wurde bei der Sonderedition noch steifer konzipiert. Die drahtlose eTap Schaltung von SRAM erlaubt ein ähnliches Schalten wie bei den Aston Martin Sportwagen: Rechts hoch, links runter! Leistungsstarke THM Fibula Bremsen halten den Flitzer in Zaum, bei den Reifen bleibt Aston Martin der Reifenmarke Pirelli treu: Zum Einsatz kommen die neuen P Zero Fahrradreifen. Aufgezogen sind diese wiederum auf ZIPP 303 NSW Carbon Clincher.
Mark Cavendish als Global High-Performance Ambassador
Aston Martin hat den Radsportler Sir Mark Cavendish zum ersten Global High-Performance Ambassador ernannt. Für Aston Martin ist dies eine Gelegenheit, das Wissen eines der erfolgreichsten Sportler der Welt zu nutzen und ihn in die bestehende Verbindung zwischen der britischen Luxus-Performance-Marke und den höchsten Ebenen des internationalen Sports einzubinden.
Cavendish wird die Präsenz von Aston Martin im internationalen Spitzensport ausbauen, auf der Hochleistungskultur aufbauen und die Marke bei wichtigen Veranstaltungen vertreten.
Zusammenfassung
Die Aston Martin Rennräder, sowohl das J.Laverack Aston Martin .1R als auch die Aston Martin Edition des Fascenario.3, setzen neue Maßstäbe in Bezug auf Design, Technologie und Individualisierung. Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Fahrradexperten und den Einsatz innovativer Technologien wie dem 3D-Druck entstehen außergewöhnliche Fahrräder, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Die Partnerschaft mit Sir Mark Cavendish unterstreicht das Engagement von Aston Martin im Radsport und die Bedeutung von Leistung und Exzellenz.
| Merkmal | J.Laverack Aston Martin .1R | Aston Martin Edition des Fascenario.3 |
|---|---|---|
| Herstellung | J.Laverack in Zusammenarbeit mit Aston Martin | Storck Bicycle in Zusammenarbeit mit Aston Martin |
| Rahmenmaterial | 3D-gedruckte Titanmuffen und Carbonrohre | Nanocarbon Technology Rahmen |
| Besonderheiten | Schraubenloses Design, individuelle Anpassung | Limitierte Edition (107 Stück), Leichtbaukomponenten |
| Gewicht | N/A | 5,9 kg |
| Schaltung | Shimano Dura-Ace Di2, Campagnolo Super Record Wireless oder SRAM RED eTap AXS | SRAM eTap Red |
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