Motorrad Aufbocken: Eine Anleitung für sicheres Anheben mit Mittelständer

Das Aufbocken deines Motorrads ist eine wichtige Fähigkeit, die jeder Motorradfahrer und Schrauber beherrschen sollte. Es erleichtert Wartungsarbeiten, Reifenwechsel und die Reinigung des Motorrads. Doch ohne das richtige Werkzeug kann ein kleiner Rutsch schnell zu einem großen Problem werden.

Die Grundlagen des Motorrad Aufbockens

Das Prinzip eines Zentralhebers ist recht simpel. Über zwei Punkte wird das Motorrad mit dem Zentralständer verbunden und dann über einen Hebel nach oben aufgebockt. Je nach Motorradmodell unterscheiden sich die Pins zum Aufnehmen.

Warum ein Zentralständer?

Wer schon einmal auf der Rennstrecke war, ist beim Schlendern durch die Boxengasse sicher an dem ein oder anderen Zentralständer vorbeigekommen. Zum Schrauben am Motorrad werden Werkzeuge benötigt, die praktisch, platzsparend, portabel und qualitativ hochwertig sind. Ein Zentralständer muss all das können, egal ob zu Hause oder auf der Rennstrecke.

Ein Zentralständer ist für jeden Motorradfahrer eine hilfreiche Unterstützung. Egal ob für die Rennstrecke, in der eigenen Garage zum Schrauben oder im Winter. Durch die Rollen kann das gesamte Motorrad auf engstem Raum verschoben werden. Das heißt, ab jetzt gibt es keinen großen Wendekreis mehr mit mühseligem hin und her schieben.

Die Vorteile des EVOLIFT Zentralständers

Der EVOLIFT ist die nächste Evolutionsstufe des Zentralständers. Er ist vollständig klappbar und kann platzsparend transportiert oder gelagert werden. So passt der Zentralständer sogar in den Kofferraum eines Kleinwagens. Einmal aufgebockt, kann die Höhe des Motorrads in 7 Stufen verstellt werden.

In der untersten Stufe steht das Motorrad noch fest am Boden, wird aber vom Zentralständer gehalten und kippt nicht um. In der zweiten Stufe werden die Räder entlastet und so kann beispielsweise das Hinterrad bodeneben ausgebaut werden. Zum Überwintern oder Aufziehen von Reifenwärmer bietet sich die oberste Stufe an.

Der größte Unterschied zu anderen Zentralständern liegt im Klappmechanismus und der Qualität. Die meisten herkömmlichen Zentralständer sind nur bedingt klappbar. So sind diese weiterhin sehr sperrig und Platzraubend beim Lagern oder Transportieren. Der EVOLIFT hingegen kann vollständig zusammengeklappt oder gefächert werden, sodass dieser nicht viel Platz einnimmt und auch in den Kofferraum eines Sportwagens passt.

Zur Not kann der EVOLIFT auch in seine Einzelteile zerlegt werden, so wie Du es eben brauchst.

Qualität und Kompatibilität

Die Qualität und Langlebigkeit des Zentralständers steht ganz klar im Vordergrund. Egal ob Gebrauch auf der Rennstrecke oder zu Hause, der Zentralständer ist solide, standfest und ein qualitativer Unterstützer beim Schrauben und Warten. Dass Qualität im Vordergrund steht, zeigt sich an den verwendeten Materialien.

Pins und Hülsen des EVOLIFT sind aus Edelstahl gefertigt, somit rosten diese nicht und sind passgenau aufeinander abgestimmt. Herkömmliche Zentralständer sind mit Pins und Hülsen aus verzinktem Stahl ausgestattet und daher sehr tolerant gefertigt.

Entscheidend vor dem Kauf ist es zu beachten, ob der Zentralständer kompatibel mit Deinem Modell ist. Diese Information findest Du immer im Titel des Artikels. Zum Beispiel ist der Zentralständer für die KTM 1290 Super Duke R 20 - für die 1290 Super Duke R ab Baujahr 2020 bis zum aktuellen Baujahr kompatibel.

Der EVOLIFT Grundständer ist für jedes Modell gleich. Was sich von Marke, zu Modell und Baujahr unterscheidet, sind die Adapterplatten und die Pins. Manche Motorradhersteller ändern bei ihren Baureihen den Rahmen am Motorrad fast nie, andere Hersteller hingegen optimieren den Rahmen regelmäßig.

Wenn der Rahmen über verschiedene Modelle und Baujahre hinweg gleichgeblieben ist, kann das Motorrad mit der gleichen Adapterplatte aufgebockt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aufbocken mit Hauptständer

Bevor du mit dem Aufbocken beginnst, stelle sicher, dass du auf einer ebenen und festen Oberfläche arbeitest. Das verhindert, dass dein Motorrad während des Vorgangs umkippt. Ziehe außerdem Schutzausrüstung an, insbesondere Handschuhe, um Verletzungen zu vermeiden. Überprüfe deinen Motorradständer (Hauptständer oder Montageständer) auf Beschädigungen und Stabilität.

  1. Motorrad auf den Seitenständer stellen: Beginne, indem du das Motorrad auf den Seitenständer stellst. Dies gibt dir die nötige Stabilität, während du den Montageständer vorbereitest. Achte darauf, dass das Motorrad sicher steht und nicht wackelt.
  2. Positionierung: Stelle dich mit dem Gesicht zum Motorrad und greife mit einer Hand an den Lenker und mit der anderen an einem geeigneten Punkt am Rahmen oder Soziusgriff.
  3. Hauptständer betätigen: Drücke mit deinem Fuß kräftig auf den Hebel des Hauptständers, bis beide Füße des Ständers den Boden berühren.
  4. Anheben: Ziehe das Motorrad gleichzeitig nach oben und hinten, während du dein Gewicht auf den Hebel verlagerst. Das Motorrad sollte sich nun leicht auf den Hauptständer heben lassen.
  5. Stabilität prüfen: Nachdem du dein Motorrad aufgebockt hast, überprüfe noch einmal die Stabilität. Wackle leicht am Motorrad, um sicherzugehen, dass es auch feststeht und nicht umkippen kann. Achte darauf, dass beide Füße des Hauptständers den Boden berühren und das Motorrad stabil steht. Kontrolliere auch die Position des Ständers und stelle sicher, dass er nicht verrutschen kann.

Zusätzliche Tipps und Tricks

  • Technik statt Kraft: Denke daran, dass die richtige Technik wichtiger ist als reine Muskelkraft. Übung macht den Meister!
  • Hilfsmittel nutzen: Wenn du Schwierigkeiten hast, kannst du das Vorderrad auf eine kleine Erhöhung (z.B. ein Brett) fahren, um den Winkel zu verringern.
  • Unterstützung holen: Gerade am Anfang ist es hilfreich, wenn jemand das Motorrad zusätzlich sichert, bis du dich sicher fühlst.

Alternativen zum Hauptständer

Nicht jedes Motorrad ist mit einem Hauptständer ausgestattet. Hier sind einige Alternativen:

Montageständer

Es gibt verschiedene Arten von Montageständer, die jeweils für unterschiedliche Aufgaben und Motorradtypen geeignet sind:

  • Heckständer: Wird unter der Schwinge oder der Hinterachse des Motorrads angebracht. Ideal für die Kettenpflege und Hinterradwechsel.
  • Frontständer: Hebt das Vorderrad an. Geeignet für Arbeiten an der Vordergabel und dem Vorderrad.
  • Zentralständer: Hebt das gesamte Motorrad an. Nützlich für umfassende Wartungsarbeiten.

Motorrad Bobbins

Motorrad Bobbins - oder auch Motorrad Ständeraufnahmen genannt - sind kleine, aber essentielle Bauteile, die an der Hinterradschwinge deines Motorrads montiert werden. Sie ermöglichen die Nutzung von Montageständern mit Doppelhaken.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

  • Unsicherer Stand: Achte immer auf einen ebenen und festen Untergrund.
  • Falsche Technik: Vermeide ruckartige Bewegungen und nutze die Hebelwirkung des Ständers.
  • Überlastung: Überschätze deine Kräfte nicht und hole dir im Zweifelsfall Hilfe.

Das Motorrad wieder absenken

Achte darauf, dass der Hauptständer ausgefahren ist und das Gewicht des Motorrades sicher aufnehmen kann. Falls du einen Frontständer verwendet hast, senke diesen zuerst ab. Zum Absenken vom Heckständer drückst du das Motorrad leicht nach vorne und lässt es langsam vom Heckständer herunter. Halte dabei das Motorrad stabil, um ein eventuelles Umkippen zu vermeiden. Beim einem Zentralständer drückst du das Motorrad leicht nach vorne und den Zentralständer langsam nach oben bis das Motorrad wieder auf dem Boden steht.

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