Auspuff Dichtband Motorrad Anwendung

Ist Ihr Auspuff undicht oder macht er störende Geräusche? Mit dem richtigen Auspuff Dichtband können Sie Risse, Löcher und Undichtigkeiten im Handumdrehen beseitigen - ganz ohne aufwendige Demontage!

Auspuff Dichtband: Schnelle Hilfe bei Undichtigkeiten

Das asbestfreie, umweltfreundliche und hitzebeständige Material sorgt für eine gasdichte Versiegelung, damit Ihr Fahrzeug wieder leise und effizient unterwegs ist.

Vorteile des Auspuff Dichtbands

  • Schnelle & unkomplizierte Reparatur: Einfaches Anbringen, ohne den Auspuff auszubauen.
  • Nachhaltige Abdichtung: Gasdichte Versiegelung von Rissen und Löchern für langfristige Ergebnisse.
  • Hitzebeständig & asbestfrei: Umweltfreundlich und sicher in der Anwendung.
  • Kosteneffektiv: Spart teure Werkstattbesuche und verlängert die Lebensdauer Ihrer Auspuffanlage.
  • Universell einsetzbar: Für Pkw, Nutzfahrzeuge und Motorräder geeignet.

Anwendung des Auspuff Dichtbands

  1. Entfernen Sie Schmutz und losen Rost von der Schadstelle und feuchten Sie die Umgebung leicht an.
  2. Tragen Sie anschließend Auspuff-Kitt auf und umwickeln Sie die Stelle fest mit dem Auspuff Dichtband (Glasseidengewebeband).
  3. Danach erneut Auspuff-Kitt auftragen und aushärten lassen.

Die Aushärtung erfolgt durch Abgaswärme während der Fahrt. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf. Bitte Schutzhandschuhe und ggf. eine Schutzbrille tragen.

Einsatzgebiet

Das Auspuff-Dichtband ist ideal, um Undichtigkeiten an sämtlichen Auspuffanlagen von Pkw, Nutzfahrzeugen und Motorrädern zu beheben. Ob kleine Risse oder Löcher - dieses Produkt sorgt für langfristige Ruhe und Dichtheit im Abgassystem.

Hitzeschutzband am Motorrad

In letzter Zeit gab es wieder häufiger Diskussionen über das Für und Wider von Hitzeschutzband. Hier sind einige Erfahrungen und Informationen zur korrekten Anbringung.

Warum Hitzeschutzband?

  1. Hitzeschutzband wird im Rennsport schon seit ewigen Zeiten eingesetzt. Gerade in den Motorräumen von Sportwagen ist Hitze ein echtes Problem. Die Folge: Benzin fängt an zu kochen, Elektronik versagt und Motoren überhitzen.
  2. Krümmer und Auspuff werden deshalb dick mit Hitzeschutzband umwickelt, damit die heißen Abgase die Wärme nicht in den Motorraum sondern in die Umwelt abgeben. Bei Motorrädern kann Hitzeschutzband unter der Verkleidung helfen, Hitzenester zu verhindern.

Je heißer ein Gas ist, umso beweglicher ist es. Kann ein Krümmer seine Wärme nicht nach außen abgeben, wird das Abgas natürlich heißer, strömt also schneller und ungehinderter durch den Auspuff.

Bei einem hochgezüchteten Motor, dessen Aufgabe es ist, möglichst viel Sprit in möglichst kurzer Zeit zu verbrennen, ist das verbesserte Strömungsverhalten also durchaus von Vorteil. Wie groß der Effekt tatsächlich ist, hängt natürlich ganz vom Motor ab.

Hitzeschutzband als optisches Gimmick

In der Café Racer-Szene und darüber hinaus hat sich Hitzeschutzband als optisches Gimmick etabliert, das keinen tieferen Sinn verfolgt. Es ist halt mal was anderes, wirkt ein bisschen “organischer” als blanker Stahl und kann vor allem an einem Ratbike das “rattige” Aussehen schön unterstreichen.

Nachteile von Hitzeschutzband

Ein echtes Gegenargument gibt es aber: Das Hitzeschutzband saugt Wasser auf wie ein Schwamm. Bei einem Motorrad, das trocken in der Garage steht und hauptsächlich bei schönem Wetter gefahren wird, ist das überhaupt kein Problem. Problematisch wird es nur, wenn das Motorrad dauerhaft im Freien parkt.

Dann sorgt das Hitzeschutzband dafür, dass jeder kleine Regenschauer den Kümmer tagelang nass hält. Ein normaler Stahlkrümmer hält das nicht lange aus und rostet unter dem Band im Zeitraffer weg. Ähnlich sieht es bei Winterfahrern aus: Das Salzwasser wird vom Hitzeschutzband aufgesaugt, das Wasser verdunstet und das Salz bleibt zurück.

Ein eher theoretisches Problem: Das Hitzeschutzband kann natürlich auch andere Flüssigkeiten aufnehmen. Sollte der Motor Öl verlieren oder Benzin aus dem Tank tropfen, könnte sich das Band vollsaugen und bei laufendem Motor durch die Hitze Feuer fangen.

Farbe und Breite von Hitzeschutzband

Ich kenne nur schwarzes, braunes und weißes Hitzeschutzband. Das weiße bzw. eher cremefarbene wird nach meiner Erfahrung sehr schnell dreckig und sieht dann richtig schäbig aus. Das taugt höchstens für Showbikes, die nie wirklich fahren, und für richtige Ratten. Beim braunen ist es ähnlich, aber nicht ganz so extrem. Insofern kann das ein Kompromiss sein, wenn man unbedingt ein helles Band verwenden will.

Mein Favorit ist schwarzes Band, wobei man klar dazusagen muss, dass es schon im Neuzustand nicht tiefschwarz sondern eher dunkelgrau ist und bei der Benutzung noch weiter ausbleicht. Üblich ist Hitzeschutzband mit 25 mm und mit 50 mm Breite. Meine klare Empfehlung: Das dünne mit 25 mm!

Länge und Qualität von Hitzeschutzband

Es gibt Rollen mit 5, 10, 15 oder mehr Metern Länge. Wie viel man benötigt, hängt davon ab, was man umwickeln will: Ein Krümmerrohr? Zwei? Drei? Vier? Oder gar sechs? Nur die Krümmer oder auch den Sammler, den Vorschalldämpfer oder den Auspuff?

Ich kaufe gerne günstige NoName-Ware, aber beim Hitzeschutzband habe ich bislang immer das etwas teurere von Thermo-Tec genommen. Es gibt im Internet viele Erfahrungsberichte von Bastlern, die billiges gekauft haben, das dann aber innerhalb kürzester Zeit ausgehärtet und zerbröselt ist. Das von Thermo-Tec wird mit der Zeit natürlich auch ein bisschen spröde, löst sich deshalb aber nicht auf und kann auch nach Jahren noch am Stück abgewickelt werden.

Montage von Hitzeschutzband

Bevor es losgeht, ein wirklich ernstgemeinter Hinweis: Bitte bitte bitte zieht bei der Montage Handschuhe an (einfache Gummihandschuhe sind völlig ausreichend) und setzt einen Mundschutz auf (auch hier reicht ein ganz billiger). Bei meinem ersten Versuch habe ich darauf verzichtet und habe dank der winzigen Glassplitter im Band noch Tage später ein fieses Stechen in den Fingern und der Lunge gehabt.

  1. “Sicherheitsausrüstung” anlegen, das Hitzeschutzband aus der Packung nehmen und ins Wasser legen. Dabei darauf achten, dass sich die Rolle nicht abwickelt, sonst wird es schwierig mit der Handhabung. Das Wasser hat den Sinn, dass das Band leicht aufquillt. Nach der Montage zieht es sich dann beim Trocknen wieder zusammen und sitzt bombenfest auf dem Krümmer.
  2. Wenn sich das Band richtig vollgesogen hat, beginnen wir mit dem Wickeln. Angefangen wird oben am Krümmer. Erst eine komplette, gerade Runde rum, dann spiralförmig nach unten. Dabei darauf achten, dass das Band möglichst straff gewickelt ist, keine Falten wirft und gleichmäßig überlappt. Ich habe es immer knapp 1 cm überlappen lassen.
  3. Wenn man wirklich straff wickelt, muss es oben eigentlich nicht zusätzlich gesichert werden, aber für den Fall der Fälle sollte man es trotzdem sichern. Da diese Sicherung nur temporär ist, reicht ein normaler Kabelbinder oder ein Stück Draht.
  4. Wenn der erste Krümmer bis unten umwickelt ist, wird das Band auch hier temporär fixiert, da es sich sonst wieder lösen würde. Ein kurzes Stück vom Band lassen wir als Reserve stehen und schneiden es dann sauber ab. Danach kommt der nächste Krümmer dran und so weiter, bis alle umwickelt sind.
  5. Wenn ein Sammler oder Ähnliches umwickelt werden soll, kommt der als Letztes dran. Für meinen Geschmack sieht es doof aus, wenn große Vor- oder sogar Endschalldämpfer umwickelt werden, und auch Interferenzrohre oder andere Verbindungen lasse ich frei.
  6. Wenn alles umwickelt ist, fixiert man die Enden endgültig. Dabei kann man Kabelbinder aus Metall nehmen, Schlauchschellen oder einfach Wickeldraht. Ganz wichtig ist nur, dass es sich um rostfreien Edelstahl handelt, denn am Krümmer rostet alles andere sehr schnell und ruiniert dann die schöne Optik.

Anschließend kann der fertige Krümmer montiert werden. Bei der ersten Probefahrt nicht erschrecken: Das neue Band qualmt und stinkt ganz gewaltig!

Wichtiger Hinweis

Wenn man gefragt wird, warum man den Krümmer umwickelt hat, unbedingt darauf hinweisen, dass das ganz viel Mehrleistung bringt. Dabei auf keinen Fall lachen!

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