Was tun, wenn der Motorradauspuff zu laut ist?

Einen Auspuff lauter zu machen ist keine Kunst, aber was, wenn er zu laut ist? Viele Motorradfahrer bevorzugen einen leisen Klang, und es gibt verschiedene Gründe, warum ein Auspuff zu laut sein kann. Dieser Artikel gibt Ratschläge, was zu tun ist, wenn der Motorradauspuff zu laut ist.

Ursachen für einen lauten Auspuff

  • Alterung: Mit der Zeit kann sich die Dämmwolle im Auspuff freibrennen, wodurch er lauter wird.
  • Modifikationen: Zubehörtöpfe sind oft lauter als Originalauspuffe.
  • Defekte: Beschädigungen oder Undichtigkeiten im Auspuffsystem können die Lautstärke erhöhen.

Möglichkeiten zur Reduzierung der Lautstärke

Es gibt verschiedene Ansätze, um einen zu lauten Motorradauspuff leiser zu machen:

1. Dämmwolle erneuern

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist einen Auspuff neu zu stopfen, weil die Töpfe mit Dämmwolle sich nach einer Weile freibrennen. Neu Stopfen ist nicht bei allen Modellen möglich, je nach Aufbau muss der Dämpfer aufgeschnitten werden und anschließend wieder verschweißt . . das lohnt nicht, dann besser wie Lille vorschlägt, nach einem preiswerten Ersatz suchen. Beispiel: Der Dämpfer an den KTM EXC Modellen (ja, ist kein Standard Modell, aber damit hab ich Erfahrung) besteht aus einem einfachen Alurohr, an dem die Eingangs- und Endkappe aufgenietet sind. Im Inneren läuft ein zweites dünneres Rohr aus Lochblech. Zwischen innerem und außerem Rohr ist Dämmwolle eingelegt. Muss die erneuert werden (weil zu laut geworden), bohrt man die Nieten der Kappen aus und zieht den ganzen alten Mist raus. Anschließend wird neue Dämmwolle gestopft, aber nicht zu fest, sonst wirds statt leiser noch lauter als vorher. Zum Schluß die Kappen mit neuen Nieten (Gasdichte) wieder einziehen.

Das ganze ist nicht so einfach, man braucht einen guten Bohrer und eine ordentliche Nietzange. Die Nieten sind sehr hart und man bohrt schnell das dünne Außenrohr kaputt. In der Endkappe steckt meist noch ein kurzer Silencer, der wurde früher genietet oder sogar ganz eingeschraubt wurde. Der sollte nicht verändert oder weggelassen werden, die Kisten werden höllisch laut und das kann nicht nur teuer werden, ggf. wird man erst gar nicht zum Start einer Veranstaltung zugelassen und kann gleich wieder nach Hause fahren.

2. DB-Killer (Dezibel-Reduzierer)

DB killer gibts in massen die man ohne großen aufwand einbauen kann. Theoretisch kann man Glaswolle reinstopfen oder einen längeren dB-Killer. Praktisch ist das mit Hausmitteln nicht durchführbar, außer man arbeitet eh mit Schweissgerät, und lange halten tut's auch nicht. Hat man so ein modernes Mopped mit Klappenauspuff, kann man die sicherilch irgendwie auf "leise" stilllegen, so wie andere sie "laut" stilllegen. Dann hat die S1000XR/R/RR nur noch 150 statt 160 PS (oder 190 statt 200), damit kommt man aber trotzdem noch zurecht.

Re: Hilfe! Mein Auspuff ist zu laut, trotz ABE! Ich war seit dem Umbau das erste Mal beim TÜV für die HU. Dabei ist dem Prüfer der nicht serienmäßig klingende Auspuff ans Ohr gekommen. 94 statt 90db! Aufgrund der vielen Nebengeräusche und dem Schall der Gebäude habe ich dennoch die Plakete bekommen. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr enge Angelegenheit und ich habe keine Lust bei meiner nächsten Tour eine Stilllegung zu riskieren. Ich habe soviel Kohle für die Anlage bezahlt um nach 2 Jahren zu erfahren, dass die db-Grenze event. nicht eingehalten wird!

Hast Recht... Habe soeben im Online-Zubehörkatalog verschiede db-Killer gefunden. Von "sehr leise" über "leise", "serie" bis hin zu "racing". Alles was das Herz begehrt. Die Preise für einen db-Killer finde ich schon gesalzen.

Gibt eine vorgeschriebene Messprozedur und die muss auch vom Schnittlauch eingehalten werden. Der Klassiker ist immer noch. Aber mal nicht den Teufel an die Wand malen. Die meisten Uniformierten sind doch ganz entspannt drauf.

Der DB Eater ist drin - das ist nicht das Problem. Überprüfe erstmal die Montage - vielleicht entweichen vor dem Endtopf schon Abgase, wie schon erwähnt. Oft wird aber auch die Lautstärke subjektiv viel höher wahr genommen, als sie ist. Schau mal in Deine Zulassungsbescheinigung unter Punkt U.1 und U.2 (ansonsten sollte es auch auf einem Aufkleber am Rahmen stehen) nach der zulässigen Lautstärke bei entsprechender Drehzahl (bei mir wären das z.B. 97 dB bei 4750 U/Min). Dann lädst Du Dir eine kostenlose App zur Geräuschmessung für Dein Smartphone herunter, nimmst Dir einen Kumpel zu Hilfe und Ihr messt den Lärm am Auspuff mit einem Abstand von 50cm in einem Winkel von 45 Grad zum Auspuff bei der angegebenen Drehzahl.

Bei dem angegebenen dB Wert gilt dann noch eine Toleranz von 5 dB (was ziemlich viel ist) was aber nicht ausgereizt sein sollte, denn der Auspuff wird mit der Zeit noch lauter - davon abgesehen ist eine Messung mit einem Handy ganz sicher nicht zu 100% genau. Fazit : liegt die Lautstärke bei Eurer Messung bei dem angegebenen Wert, ist alles OK.

Der DB-Killer ist eindeutig erkennbar verbaut. Du erkennst es an der Verschraubung. Auf dem unteren Foto sieht man, dass die Bohrung für die Schraube im äußeren Ring ist. Der DB-Killer hat auch einen inneren Ring ohne Verschraubung. Man erkennts außerdem am äußeren Rand. Sieht man genau hin, sieht man dass dort zwei Kanten sind. Es fehlt offensichtlich der dB-Eater. Ohne, ist die Homologation ungültig.

3. Originalauspuff montieren

Normalerweise sind Original-Modelle leiser und werden nicht so schnell lauter im Laufe der Jahre - warum also nicht Originalauspuff montieren?

4. Rohrreduzierstück

Rohrreduzierstück hinten rein - kann auch etwas bringen. Leistungsverlust möchtest du ja sicherlich vermeiden.

5. KAT im Sammelrohr

Manchmal hilft auch ein kleines rundes Lochsieb (für den Abfluss in Spülen). Das wird einfach vor die Öffnung geschraubt und die Kiste erzeugt deutlcih weniger Lärm. Viele ältere Modelle (oder Sport Enduros . . meistens nicht verbaut, hüstel) haben einen ungeregelten einfachen KAT im Sammelrohr, der wird nur reingesteckt und könnte (wenn der Durchmesser passt) als Zusatzdämpfer dienen.

Rechtliche Aspekte

Bitte vergesst nicht, dass alle Modifikationen an geprüften Bauteilen (also auch öffnen, neu stopfen und wieder verschweißen) zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führt. Das neue Stopfen eines Dämpfers ist nichts außergewöhnliches und damit erlischt m.M. nach auch nicht die BE, wel es letztlich keinerlei Veränderungen gegeben hat. Es wurde der original (unverbrauchte) Zustand wieder hergestellt. Es erlischt die BE, wenn man zu Ungunsten manipuliert.

Die meisten Original-Auspufftöpfe sind Reflektionsdämpfer. Wie wollt ihr denn da etwas leiser machen? Ich denke nicht, dass die Instandsetzung eines bauartgeprüften Teils nicht erlaubt ist. Das finde ich echt arg. Mein Ixil an der Tracer war auch etwas zuu laut und ich hätte den auch neu gestopft... aber: wenn ich den aufmache um den leiser zu machen erlischt eigentlich die BE. Und es werden nicht alle Auspüffe lauter, die Reflektionsdinger normalerweise nicht. Was soll sie da freibrennen?

Bis 2007 führten Manipulationen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis (§ 18 StVZO alt). Bei der Einführung der FZV durch EU-Recht fiel § 18 weg, keiner hats gemerkt, Erlöschen der BE gabs nicht mehr. Es soll Exekutivorgane gegeben haben, einschließlich Bußgeldbehörden, die das nicht bemerkt haben. Diese Vorgehensweise (und alleine damit lässt sich die Horrorstory von ruebe-ruebe erklären) wurde später von Verwaltungsgerichten als unverhältnismäßig und rechtswidrig eingestuft. Zudem wars ein bayerischer Alleingang. Geahndet wird das im Höchstfall mit bis zu 135 Euro und 4 Punkten für den Fahrzeughalter bzw. Bei vorsätzlichen Manipulationen und ggflls. Fälschen der Zulassungspapiere, die eine Urkunde darstellen, sieht das anders aus. Da bewegen wir uns im Strafrecht und nicht mehr im Bereich StVZO/FZV).

Bei einer Kontrolle wurde eine Bikerin mit einem zu lauten Auspuff rausgezogen und jammerte, daß das Ding EU-Zulassung hat und eingetragen ist. Da meinte der Polizist, daß das öfter vorkommt. Grund: Auspuffe müssen nur ein Mal in der EU zugelassen werden, und das machen die immer im Hochsommer in der spanischen Wüste. Je heißer die Luft ist, desto schlechter trägt sie den Schall, und desto leiser ist der Auspuff. Man kann also in Spanien einen Auspuff zulassen, der dann in Deutschland im Frühjahr eben doch um einiges zu laut ist. Ich hab übrigens schon gerüchteweise gehört daß Porsche auch in Spanien seine Lärm-Messungen macht....

Ich wäre in dem Fall völlig entspannt, würde das Ding anschrauben, bei Kontrollen auf das E-Prfz. Ich hab gegen Mitte/Ende letzten Jahres ne Gianelli Komplettanlage an meine RS 125 von 2006 verbaut. Diese hat Serienmäßig 84 dB bei 4200 rp/m eingetragen, jetzt habe ich das ganze mal mit dem Gianelli gemessen (Mit irgendnem Messgerät von Amazon, fraglich ob das so genau ist aber wohl genauer als ein Handy) und da kommen 104 dB heraus. Krümmer hat ne E-Nummer und auch eine ABE von Gianelli, nur steht da nicht drauf wie laut die gute dann sein darf. Was für Strafen drohen mir wenn ich in ner Polizeikontrolle gemessen werde?

20dB zu viel? Das wäre ungefähr 4mal lauter als zugelassen, wenn es denn stimmt! Ob E Nummer vorhanden oder nicht, erheblich lauter als in den Papieren darf die Kiste nun mal nicht sein und es liegt an Dir als fahrer oder Halter, dass diese Werte eingehalten werden. Ob Krümmer und Endtopf zusammen in Kombination immer noch die ABE bzw EG-BE erfüllen bzw. In manchen Ecken musst du bei einer Kontrolle das Teil gleich stehen lassen und abholen, oder vor Ort auf die Serienanlage zurückbauen. Hiernach mindestens 90€ Bußgeld und je nach weiterer Verstöße noch einige Euro zusätzlich. Die Maschine wird vor Ort stillgelegt. Neben dem lächerlichen Bußgeld kommen dann noch Abschleppkosten, Aufbewahrungskosten usw. in einer vierstelligen Höhe auf dich zu. Es ist deswegen 100% illegal und kann für dich selber eine akute Gefahr sein. Auf lange Zeit kannst du durch die Lautstärke Taub werden.

Es fällt mir auf, dass alle Tests den Lärm kritisch sehen, jedoch immer nur über Leistung und Drehmoment berichtet wird. Dezibel-Angaben zum Lärm bzw dessen Steigerung/Reduktion finde ich nicht, lediglich subjektive Beschreibungen (dumpf-bassig o.ä.)

Zulässige Umbauten am Auspuff

Ein Tuning ist grundsätzlich an den Schalldämpfern, am Endrohr und am Katalysator möglich.

Darf ich den dB-Killer ausbauen?

Nein. Ohne dB-Killer ist der Auspuff in der Regel zu laut, weswegen er vorgeschrieben ist.

Normalerweise ist die serienmäßige Einrichtung der Anlagen eher unscheinbar. Aus diesem Grunde finden sich für Tuner auf dem Markt zahlreiche Möglichkeiten, die Optik ihres Fahrzeughecks zu verschönern. Der einfachste Weg bei optischen Anpassung von Ihrem Kfz-Auspuff ist die Anbringung einer sogenannten Auspuffblende. Diese fungiert gewissermaßen als Maskierung für das eigentliche Endrohr und wird lediglich über dieses montiert. Hierbei sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, dass die Blende nicht über das eigentliche Endrohrende am Auspuff übersteht. Dadurch wäre ein Verstoß gegen die festgelegten Fahrzeugmaße wahrscheinlich. Bei einem Verstoß gegen die zulässigen Abmessungen von Fahrzeugen - ohne entsprechende Erlaubnis - können ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und sogar ein Punkt in Flensburg drohen.

Die Anbringung von einem Austauschendrohr ist eine weitere Möglichkeit der Änderung vom Auspuff. Hierbei wird das werkseigene Endrohr abgenommen und ein anderes Endrohr angeschweißt. In jedem Falle bedarf es bei der Änderung jedoch gewisser Voraussetzungen, um nicht die Betriebserlaubnis aufs Spiel zu setzen. Neben der Betriebszulassung für Fahrzeugteile benötigen Ersatzrohr und Blende ein beim Kauf beigefügtes Teilegutachten. Der Prüfer erstellt ein Prüfzeugnis, das darüber Auskunft gibt, dass alle Vorschriften eingehalten und der Anbau des Zubehörs entsprechend vorgenommen wurde. Das Gutachten sollte stets von einer namhaften und seriösen Prüforganisation stammen. Das Prüfzeugnis sollten Sie stets bei sich führen, wenn Sie mit Ihrem modifizierten Fahrzeug unterwegs sind. Das Fehlen einer entsprechenden Bescheinigung kann Sie nicht nur 10 Euro Verwarnungsgeld kosten, sondern auch den Verlust der Fahrzeugzulassung nach sich ziehen. Die Änderung bei der Anbringung eines neuen Endrohrs muss jedoch durch TÜV, DEKRA o.a. abgenommen werden. Besonders auch die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zum Lärmschutz muss mittels eines Prüfzeugnisses nachgewiesen sein.

Der Umstieg auf den Sportauspuff (i. S. v. Endtopf) ist in der Regel unkompliziert. Solange die notwendigen Belege - vor allem ABE und Teilegutachten - beigefügt sind, dürfen Sie die Vorrichtung montieren. Die Abnahme des Anbaus kann möglich sein. Doch ist die leistungssteigernde Wirkung dadurch verringert, dass das restliche Auspuffsystem und neuer Endtpf nicht ideal aufeinander abgestimmt sind. So ist eine tatsächlich Steigerung der Motorenleistung kaum spürbar. Doch seien Sie gewarnt: Derartige Veränderung sind illegal. Sowohl Manipulationen an zulässigen Bauteilen als auch selbstgebaute Ersatzteile sind laut StVZO nicht zulässig.

Die Grenzwerte in Deutschland liegen jedoch so hoch, dass die Feststellung von Manipulationen am Katalysator im Rahmen der Abgasuntersuchung (AU) - mittlerweile Teil der Hauptuntersuchung (HU) - nur schwer feststellbar sind. Dennoch können Verstöße und die besondere Luftverschmutzung zu Sanktionen führen. Selbst durch den erhöhten Schadstoffausstoß halten derart getunte Fahrzeuge die gesetzlichen Bestimmungen zumeist noch ein.

Im Jahre 2013 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten darauf verständigt, die Geräusch-Grenzwerte innerhalb der Europäischen Union schrittweise zu drosseln. Bis zum Jahre 2028 sollen dann nur noch Neufahrzeuge mit einem Lärmausstoß von maximal 68 Dezibel zugelassen werden können. Diese gesetzlichen Bestimmungen betreffen jedoch nur die Neuwagenproduktion. Heutzutage liegt der deutschlandweite Grenzwert des Lärmausstoßes durch Kraftfahrzeuge bei 74 Dezibel.

Verhaltensregeln

Wenn unterwegs der Auspuff abfällt, macht sich dies vor allem durch die veränderten Fahrzeuggeräusche bemerkbar. Welche Verhaltensregeln in dieser Situation gelten und wann Sanktionen drohen, lesen Sie hier.

Die Akustik beim Abgasausstoß wird so verstärkt. Doch auch hier gilt es zahlreiche Aspekte zu beachten - besonders in Bezug auf den sogenannten dB-Killer. Diese Vorrichtung ist im Sportschalldämpfer verbaut und passt die Lautstärke der Vorrichtungen an die Vorschriften der StVZO an. Sie dürfen den Sportschalldämpfer in der Regel an Ihrem Motorrad anbringen, jedoch nicht weiter manipulieren. Das bedeutet, dass auch der Ausbau vom dB-Killer nicht zulässig ist. Die so erzeugte Lautstärke würde gegen die erlaubten Grenzwerte verstoßen. Fahren ohne dB-Eater? Die Strafe kann hoch sein. Neben Fahren ohne Betriebserlaubnis - mit einem Bußgeld von 50 Euro veranschlagt - kommt auch ein Verstoß gegen den Lärmschutz hinzu, für denin der Regel meist weitere 10 Euro fällig sind.

Achten Sie beim Kauf eines Sportschalldämpfers für Ihr Motorrad daher stets darauf, dass die entsprechenden Bescheinigungen beigelegt sind. Hierzu gehören insbesondere die ABE und ein Gutachten für Fahrzeugteile. Die Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile sollten Sie stets bei sich führen, um bei einer möglichen Kontrolle die notwendigen Belege stets zur Hand zu haben. Haben Sie an Ihrem Motorrad einen Auspuff ohne entsprechende ABE montiert drohen ebenfalls Strafen. Das Teilegutachten müssen Sie bei TÜV, DEKRA und Co. vorzeigen um die Änderung an Ihrem Fahrzeug abnehmen zu lassen. Der Prüfer untersucht das Bauteil hinsichtlich der korrekten Anbringung am Fahrzeug und der korrekten Funktionsweise.

Wenn der sattere und sportlichere Sound dem Fahrer suggeriert, dass sein Gefährt wesentlich kräftiger ist, so macht eben dieser auch die Polizeibeamten schnell hellhörig. Ein Verstoß gegen den Lärmschutz ist leicht auch schon mit bloßen Ohren wahrzunehmen. Widerstehen Sie daher dem Drang, an Ihrem Motorrad den Auspuff unbegrenzt lauter machen zu wollen. Sind ABE und Gutachten mit entsprechendem Prüfzeugnis vorliegend, so ist auch das Tuning der Auspuffanlagen zulässig. Weitere Manipulationen an den einzelnen Bestandteilen führen jedoch dazu, das die Belege nichtig sind. Lassen Sie sich sicherheitshalber in einer professionellen und seriösen Tuning-Werkstatt beraten.

Fazit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen zu lauten Motorradauspuff leiser zu machen. Die Wahl der Methode hängt von der Ursache der Lautstärke und dem gewünschten Ergebnis ab. Wichtig ist, die rechtlichen Bestimmungen zu beachten, um die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs nicht zu gefährden.

Das Europarecht hat damit seine große Sympathie auch für Motorradfahrer unter Beweis gestellt und schafft engstirnige deutsche Regelungen ab, die keinerlei präventive Wirkungen haben. Das wichtigste ist, dass man trotz einer defekten Auspuffanlage immer noch eine Betriebserlaubnis hat und diese nicht verliert. Es kann von Euch nur verlangt werden, dass Ihr den Mangel behebt und das Motorrad anschließend vorführt. Einzig und allein teuer wird auch zukünftig das vorsätzliche Ausräumen des Auspuffes oder das Benutzen eines Auspuffes ohne Eintragung, EG-Betriebserlaubnis oder ABE.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0