Der Harz, ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, lockt mit mystischen Gebirgslandschaften, tiefen Tälern und abwechslungsreichen Strecken. Egal, ob man die Herausforderung auf kurvigen Straßen sucht, die Landschaft genießen möchte oder sich für die reiche Geschichte der Region interessiert: Der Harz bietet jede Menge Highlights, motorradfreundliche Unterkünfte und Gaststätten für einen spontanen Einkehrschwung.
Auf rund 2000 Quadratkilometern lockt der Harz mit mystisch anmutenden Gebirgslandschaften mit wie von Geisterhand zusammengesetzten Felsformationen, tiefen Tälern und Wäldern. Farbenfrohe Bergwiesen, Stauseen und Wasserfälle sorgen für reichlich Abwechslung im Programm.
Auf vielfältigen und anspruchsvollen Strecken in einer abwechslungsreichen Naturlandschaft durchqueren die Motorradrouten das Mittelgebirge über Berg und Tal, passieren historische Sehenswürdigkeiten und führen zu besonders schönen Aussichtspunkten, an denen man immer wieder auf Gleichgesinnte treffen kann. Drei ADAC Touren-Tipps widmen sich der beliebten Motorradregion.
Highlights und Sehenswürdigkeiten im Harz
Neben den Kurvenerlebnissen bietet der Harz viele Sehenswürdigkeiten. Ein Highlight für viele Motorradfahrer und -fahrerinnen ist die Fahrt auf der Harzhochstraße, die atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft bietet. Auch die Fahrt zum Kyffhäuser-Denkmal oder zum Brocken, dem höchsten Gipfel des Harzes, ist ein unvergessliches Erlebnis.
Hier lohnt sich ein Besuch des Kornmarkts, um den sich besonders eindrucksvolle Fachwerkhäuser aus vier Jahrhunderten gruppieren. In der Fußgängerzone im historischen Stadtkern kann man herrlich flanieren oder in einem Café einkehren.
Im Höhlenerlebniszentrum können durch Metallablagerungen in Farbe getauchte, faszinierende Stalagmiten und Stalaktiten bewundert werden. Von dort aus führt die Route auf kurviger Strecke nordwestlich über Westerhof nach Willershausen und macht anschließend wieder einen Schlenker nach Osten zur Bergstadt Bad Grund. Hier führt die Tour am Iberg vorbei, wo sich ein Besuch der Iberger Tropfsteinhöhle lohnt.
An dessen Spitze thront eine bronzene Adlerskulptur, die zu Ehren Kaiser Wilhelms I. errichtet wurde. Knapp zwei Kilometer von der Tropfsteinhöhle entfernt, direkt an der B242, ragt der markante Kalksteinfels Hübichenstein, einst ein Korallenriff, in die Höhe. Weiter geht es entlang der Markau nach Seesen, wo der Blinker rechts Richtung Lautenthal gesetzt wird - eine angenehme Waldpartie im Innerstetal mit einigen schön zu fahrenden Kurven folgt.
An der Einmündung auf die B241 bei Kreuzeck wird links abgebogen und der Bundesstraße 14 Kilometer bis Goslar und um die Altstadt herum gefolgt - eine weitere Traumetappe mit vielen tollen Kurven. Von Lautenthal bis Kreuzeck bewegt sich die Tour auf einer spannenden Kurvenstrecke.
Die historische Altstadt Goslars zählt zu den schönsten Deutschlands und erhielt zusammen mit dem Rammelsberger Bergwerk und dem Kaiserpalast den Rang eines Unesco-Weltkulturerbes. In Goslar im Oberharz sollte man unbedingt einen längeren Boxenstopp einlegen und einen entspannten Bummel auf dem Marktplatz einplanen. Die vor mehr als 1000 Jahren gegründete Stadt besticht durch ihr einmaliges Stadtbild mit prachtvollen Fachwerkfassaden. Im Mittelalter trugen die hier geförderten Silbervorkommen wesentlich zum Aufstieg Goslars bei. Heute kann das stillgelegte Bergwerk mit dem besonders eindrucksvollen Roeder-Stollen und seinen imposanten Wasserrädern besichtigt werden. Die Kaiserpfalz, ein prachtvoller romanischer Bau in Goslar, war im Hochmittelalter die am häufigsten aufgesuchte Regierungsstätte der Könige und Kaiser im Norden des Alten Reiches.
Vorbei an der Okertalsperre, einem bekannten Biker-Treffpunkt an der Bundesstraße 498 zwischen Altenau und Goslar, führt die Route entlang des Stausees über Altenau nach Torfhaus. Granitfelsen und der Stausee prägen das Landschaftsbild. Torfhaus ist ebenfalls eine beliebte Anlaufstelle für Motorradfahrer und -fahrerinnen aus ganz Deutschland. Der große Parkplatz links gegenüber der Einmündung auf die B4 lädt auf eine Pause mit ausgedehnten Benzingesprächen ein.
In der einstigen Silberstadt zieren noch heute die schmucken Wohnhäuser der Bergleute den Ortskern. Nach Torfhaus folgt die Tour zunächst der gut ausgebauten Bundesstraße, zweigt dann kurz nach Oderbrück Richtung Sonnenberg auf eine aussichtsreiche Strecke ab und führt am Rehberg vorbei ins idyllisch zwischen Wiesen und Wäldern liegende Sankt Andreasberg, mitten im Nationalpark Harz. Wer in Sankt Andreasberg das Fortbewegungsmittel ändern möchte, kann auf die 550 Meter lange Sommerrodelbahn umsteigen.
Die Fahrt von Sankt Andreasberg nach Herzberg am Harz bietet dank zahlreicher Kurven ein weiteres motorradfahrerisches Highlight, bis schließlich die Kreisstraße 427 nach Osterode am Harz zurückführt.
Motorradtouren im Überblick
Eine Motorradtour im Harz bringt jede Menge rasante Auf- und Abfahrten mit sich - schnell wird klar, warum die Region als Motorradparadies im Herzen Deutschlands gilt. Diese Route führt direkt ins Zentrum des Mittelgebirges und sorgt dank der zu bewältigenden 4000 Meter Höhenunterschiede dafür, dass es an motorradgerechten Bergstraßen nicht mangelt.
Auf zumeist gut ausgebauten Straßen kommt für Tourer und Sportler reichlich Fahrspaß in feurigen Kurven auf, während die großartige Landschaft des Harzes allerlei Uriges und viel Geheimnisvolles bietet: alte Dampfrösser, den sagenumwobenen Brocken und den Hexentanzplatz bei Thale.
Tour 1: Durch die Mitte des Harzes
Als Ausgangsort der Motorradtour im Herzen des Harz bietet sich die Stadt Braunlage mit ihren motorradfreundlichen Unterkünften an. Von dort führt die Route zunächst auf der B27 und ab der Ortschaft Elend auf einer kurvenreichen und schmalen Straße zu Füßen des Brocken nach Drei Annen Hohne.
Der mit 1141 Metern höchste Berg im Harz lässt sich zwar nicht mit dem Motorrad bezwingen, jedoch kann man das Gefährt wechseln und den Gipfel mehrmals täglich ab Drei Annen Hohne mit einer urigen, 700 PS-starken Dampfeisenbahn in rund 50 Minuten erklimmen. Von Drei Annen Hohne aus bietet sich eine Fahrt zum Brocken (oder auch "Blocksberg" genannt) mit seiner markanten, oft nebelumhüllten und sagenumwobenen Kuppe an.
Im Brockenhaus widmet sich ein Teil der Ausstellung dem Hexenkult. Mit der Schmalspurbahn oben angekommen zeigt sich das atemberaubende Panorama des umliegenden Nationalparks, die klare Bergluft am Brocken lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Jedes Jahr zum 30. April finden im ganzen Harz Walpurgisfeiern statt, wobei besondere Zentren Schierke am Brocken und der Hexentanzplatz Thale sind.
Ein Urteil, das sich mit Blick auf die farbenfrohen Fachwerkhäuser des Städtchens bestätigt. Vom Brocken aus führt die Motorrad-Rundtour an den Nordrand des Harzes nach Wernigerode, einst vom Heimatdichter Hermann Löns als "bunte Stadt am Harz" getauft. Das hoch über der Stadt thronende Schloss - ein Paradebeispiel historischer Architektur - und die malerische Altstadt mit charmanten, kopfsteingepflasterten Gassen laden zum Flanieren ein. Inmitten von prächtigen Patrizierhäusern dominiert das mit Erkern und Türmen verspielt gestaltete Renaissance-Rathaus am Marktplatz.
Wenige Kilometer weiter folgt ein weiteres touristisches Highlight: die Rappbodetalsperre, deren Überquerung atemberaubende Ausblicke bietet. Nach einem Boxenstopp in Wernigerode geht es süd-östlich über Elbingerode nach Rübeland, wo die beeindruckenden Rübeländer Tropfsteinhöhlen tief im Herzen der Harzer Berge besucht werden können.
Trittfeste und Schwindelfreie können das Rappbodetal unkompliziert in Motorradmontur auf der Titan RT, einer knapp 459 Meter langen Fußgänger-Hängebrücke, die parallel zur Staumauer verläuft, überqueren. Tickets für die Hängebrücke können vor Ort gelöst werden. Für einen extra Adrenalinkick sorgt eine 120 Meter über dem Abgrund der Rappbodetalsperre verlaufende Zipline, eine der größten Doppelseilrutschen Europas. Um die Megazipline erleben zu können, muss vorher ein Termin gebucht werden. Wer es ruhiger mag, kann etwas Zeit unterhalb der Talsperre auf dem Wasser verbringen.
Ein Thale-Reisetipp, der in keinem Reiseführer fehlt, ist der Hexentanzplatz: ein 450 Meter hohes Felsplateau, auf dem schon die Germanen ihren Göttern huldigten. An der Staumauer Wendefurth vorbei geht es weiter über Hüttenrode Richtung Norden, bis auf kurviger Strecke die Stadt Blankenburg und schließlich Thale erreicht wird. Hier sollen sich der Sage nach einst die Geliebten des Teufels in der Walpurgisnacht zum Besenritt auf den Brocken getroffen haben. Hinauf führt eine Kabinenseilbahn, oben wartet ein wunderbarer Blick über das Bodetal. Wer sich die Seilbahnfahrt oder eine Wanderung zum Hexentanzplatz sparen möchte, kann mit dem Motorrad einen kurzen Abstecher zur Rosstrappe unternehmen, ein dem Hexentanzplatz direkt gegenüberliegender Granitfelsen.
Von hier kann man einen sehr guten Blick auf den sagenumwobenen Hexentanzplatz erhaschen und die Aussicht ins wilde, tief eingeschnittene Bodetal genießen. In rund 15 Minuten Fußmarsch gelangt man vom Parkplatz an der Rosstrappe (in der GPX-Datei als Zwischenziel hinterlegt) bis zum Aussichtspunkt. Nach dem Hexentanz folgt ein wahrer Kurventanz auf teilweise engen Straßen durch eine landschaftliche Szenerie, die für den Nordharz einmalig ist und den Alpen entliehen scheint. Unter den mächtigen Granitfelswänden rauscht der Fluss Bode durch eine canyonähnliche Schlucht. Die Motorradtour folgt der Bode und erreicht Treseburg.
In Stolberg angekommen ist das Schloss sowie die historische Innenstadt, welche mit kleinen Cafés und Restaurants zum Verweilen einlädt, sehenswert. Anschließend werden die Städte Allrode, Stiege und Stolberg im Thyratal passiert.
Das 1996 eröffnete Museum informiert über die 150 Jahre alte Geschichte der Kornbranntweinbrennerei. Über Buchholz führt die Motorradroute nun ins Zentrum von Nordhausen, wo sich ein Besuch der Traditionsbrennerei lohnt. Eine Verköstigung verlegt man besser auf den Feierabend und nimmt sich eine Spirituosen-Spezialität für das Tourenende mit, da nach Nordhausen eine muntere, landschaftlich reizvolle Kurvenstrecke über Netzkater, Rotacker und Trautenstein noch mal volle Konzentration erfordert.
Die kurvige L600 führt schließlich entlang des Sprakelbachs zurück nach Braunlage, wo die ereignisreiche Motorradtour durch die Mitte des Harzes ein Ende findet. In Hohegeiß wird der Blinker links nach Zorge gesetzt.
Tour 2: Kyffhäuser bis Quedlinburg
Vom beschaulichen Kurort Bad Frankenhausen führt die etwa dreistündige Motorradtour zunächst auf kurviger Strecke ins Kyffhäusergebirge am Rande des Thüringer Beckens. Sein höchster Gipfel, der Kulpenberg, ragt 477 Meter aus der fruchtbaren Lössebene empor.
Einige Mauern sowie der 176 Meter tiefe Brunnen sind erhalten, der Rest musste dem imposanten, 81 Meter hohen Kyffhäuser-Denkmal weichen, das 1896 zu Ehren Kaiser Wilhelm I. errichtet wurde. Auf dem Nordkamm befindet sich die ehemals mächtige Reichsburg Kyffhausen. Der zugehörige Parkplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer und -fahrerinnen.
Der hohe Turm bietet einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Goldene Aue und den Harz. Bevor man einen Spaziergang zum nahegelegenen Barbarossaturm unternimmt, kann man sich mit einer Original Thüringer Rostbratwurst stärken und sich ausgiebigen Benzingesprächen widmen.
Die Kyffhäuser-Bergrennstrecke ist eine der berühmtesten und zugleich berüchtigtsten Motorradstrecken Mitteldeutschlands, an Wochenenden ist dementsprechend viel Betrieb. Vom Kyffhäuser-Denkmal geht es anschließend auf der ehemaligen Bergrennstrecke mit ihren 3,8 Kilometern Länge und 36 anspruchsvollen, paradiesischen Kurven Richtung Kelbra - ein Highlight für Biker und Bikerinnen. Ortsunkundige sollten sich an die schwer einschätzbaren Kurven langsam herantasten.
Die Stadt im Unterharz liegt umgeben von dichten Laub- und Nadelwäldern in einer einzigartigen Seenlandschaft mit romantischen Tälern und einer faszinierenden Bergwelt. In Kelbra angekommen führt die Route weiter nach Harzgerode. Hier lohnt sich ein Besuch des Schloss Harzgerode, ein dreigeschossiger Renaissancebau mit Rundturm. Die Schwarze Küche im Schloss ist regelmäßig Schauplatz für Kunst und Kulinarik. Ein Spaziergang durch Harzgerode führt am beeindruckenden Fachwerk-Rathaus und der St.-Marien-Kirche unweit des Marktplatzes vorbei.
Die Altstadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, sollte man sich unbedingt ansehen. Auf kurvig-flotter Strecke entlang der Selke führt die Motorradtour anschließend ins schmucke Quedlinburg, wo sie ihren nördlichsten Punkt erreicht.
In den Cafés am Marktplatz kann man die entspannte Atmosphäre der Stadt zwischen Kultur und Lebensart am besten aufsaugen. Sie besticht durch über 1300 liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, schmale Gassen und das alles überragende Ensemble aus Schloss und Stiftskirche St. Servatius mit seinem weltberühmten Domschatz, der lange als verschollen galt. Ein US-Leutnant hatte ihn nach dem Krieg als Beute mitgenommen. Im Frühjahr 1992 gelang die Rückführung der wertvollen Kunstwerke.
Allgemeine Informationen und Tipps
Der Harz lädt mitten im Schnittpunkt von Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen Biker aus ganz Deutschland zum Kurventanz. Vielseitige Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, eine wunderschöne Landschaft und abwechslungsreiche Strecken machen den Harz zu einer beliebten Destination für Motorradfahrer. Eine Motorradtour durch den Harz führt Biker sowohl vorbei an historischen Fachwerkstädten, Stauseen und Talsperren als auch Wäldern und Tälern, die das Motorradfahrerherz höher schlagen lassen.
Auch für die Pause zwischendurch ist gesorgt, denn auf den Motorradstrecken des Harzes laden zahlreiche Wirtshäuser und Motorradtreffs zur Rast ein. Das Angebot reicht von köstlichen Harzer Spezialitäten und einem kühlen alkoholfreien Bier bis hin zu süßen Verführungen bei Kaffee und Kuchen. Auch für eine Unterkunft ist während Deiner Motorrad-Tour gesorgt, da viele Unterkünfte den Urlauber mit Motorrad herzlich willkommen heißen.
Es erwarten Sie abwechslungsreiche und teils hoch anspruchsvolle Streckenabschnitte mit legendären Bikertreffs. Vielfältige Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele machen den Harz zu einer idealen Destination für Motorradfahrer. Auf Ihrer Motorradtour können Sie kurvenreiche Bergstraßen sowie Landstraßen mit traumhaftem Blick auf die grünen Wiesen und Felder erleben. Der Harz ist mit einer Fläche von über 2.000 km² ein wahres Bikerparadies. Galten viele Strecken vor einigen Jahren noch als echter Geheimtipp unter Motorradfreunden, haben mittlerweile viele Biker den Reiz der vielfältigen Motorradstrecken im Harz erkannt.
Wichtige Hinweise
Eine Fahrt auf den Brocken mit dem Motorrad oder dem Auto ist nicht gestattet. Dieses Verbot gilt für alle Fahrzeuge ohne Sondergenehmigung. Am Beginn der Brockenstraße ist eine Schranke mit einem Ranger, welcher die Ausnahmegenehmigung prüft.
Offroad und Enduro-Touren abseits des öffentlichen Straßennetzes sind - wie auch in ganz Deutschland - im Harz nicht erlaubt. Dies gilt insbesondere, da weite Teile des Harzes als Nationalpark gelten. Dennoch gibt es mehrere private Moto-Cross und Enduro-Anlagen, auf denen im Gelände gefahren werden kann.
Bei einigen der Motorradhändler im Harz besteht die Möglichkeit ein Motorrad vor Ort zu mieten. So zum Beispiel in Bad Harzburg, Bad Lauterberg oder Wernigerode.
Beliebte Motorradtreffpunkte
- Der Parkplatz in Torfhaus direkt an der B 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage ist schon seit vielen Jahren einer der größten Treffpunkt für Motorradfreunde im Harz.
- Am Parkplatz direkt an der Staumauer der Okertalsperre treffen sich Motorradfahrer im “Café Okerterrasse”. Das Café ist aufgrund seiner günstigen Preise beliebt.
- Der Treffpunkt an der Rappbodetalsperre hat in den letzten Jahren durch Attraktionen von Harzdrenalin seinen Fokus vom reinem Bikertreff, hin zum Ausflugsziel für ein breiteres Publikum verändert.
Unterkünfte für Motorradfahrer
Im gesamten Harz gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur Übernachtung während einer mehrtägigen Motorradtour. Neben unzähligen kleinen Pensionen, gibt es verschiedene Motorradhotels. Diese Bikerhotels haben sich besonders auf Motorradfahrer eingestellt und bieten z. B. Das alte Forsthaus in Braunlage bietet spezielle Aktiv-Arrangements mit Lunch-Paketen für Biker an. Im Landhaus Schulze in Herzberg können Bikergruppen ab 20 Personen ein umfangreiches Landhaus Barbecue für alle Mitfahrer buchen, um so nach einer langen Motorradtour den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Etwas abseits des Harzes, in Einbeck, empfiehlt sich das Hotel Freigeist.
Da sich alle Tourenziele im Harz im Rahmen einer Tagestour erreichen lassen, ist gerade für Gruppen ein Ferienhaus ein idealer Ausgangs- und Zielpunkt. Für Motorradfahrer, die für mehrere Tage oder auch nur für ein Wochenende im Harz unterwegs sind, bietet sich auch eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus an. Auch hier verfügen viele Unterkünfte über separate Stellplätze oder Garagen, sodass Motorräder sicher untergestellt werden können.
Tourenvorschläge im Detail
Tour 1: Braunlage - Kyffhäuser-Denkmal - Odertalsperre - St. Andreasberg - Torfhaus
Die Strecke führt von Braunlage zunächst in Richtung Osten entlang der kalten Bode über Elend, Königshütte sowie Tanne und Trautenstein nach Hasselfelde. Von dort verläuft die Tour über die B 242 bis nach Friedrichshöhe und von dort über die L 236 nach Roßla. Kurz hinter Kelbra erreicht man das erste Highlight dieser Motorradroute: die legendäre Bergrennstrecke hinauf zum Kyffhäuser-Denkmal. Auf der nun folgenden rund 3,8 km langen Strecke mit ihren 36 Kurven überwindet man einen Höhenunterschied von ca. 300 m. An Wochenenden ist auf dieser Strecke viel Betrieb. Das Tourenziel ist kurz danach am Kyffhäuser-Denkmal erreicht. Der zugehörige Parkplatz ist ein beliebter Bikertreffpunkt.
Auf dem Rückweg verläuft die Route durch den Südharz, vorbei an Nordhausen und Walkenried über Bad Sachsa und Bad Lauterberg zur Odertalsperre. Nach einer kurzen Pause an der Talsperre geht es weiter nach St. Andreasberg. Wer an dieser Stelle das Gefährt wechseln möchte, unternimmt eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn in St. Danach geht es über Sonnenberg entlang des Oderteichs nach Torfhaus. Auf dem Großparkplatz befindet sich der legendäre Bikertreff Torfhaus.
Tour 2: Braunlage - Okertalsperre - Torfhaus - St. Andreasberg
Die Strecke verläuft über die B 27 entlang des Oderstausees sowie über Bad Lauterberg und Herzberg nach Osterode. Von dort geht es weiter entlang des Sösestausees über Altenau zur Okertalsperre. Weiter geht es über Goslar nach Bad Harzburg. Wer hier einen weiteren Zwischenstopp einlegen möchte, kann z. B. am Baumwipfelpfad in Bad Harzburg halten. Nach dieser Pause führt die Route weiter in Richtung Torfhaus. Hier befindet sich ein weiterer großer Treffpunkt für Motorradfahrer. Um den traumhaften Blick auf den Brocken nicht zu verpassen, sollte ein Stopp in Torfhaus auf keiner Motorradtour durch den Harz fehlen. Zum Abschluss führt die Route entlang des Oderteichs über Sonnenberg und St. Andreasberg zurück zum Ausgangspunkt.
Tour 3: Wernigerode - Quedlinburg - Schloss Blankenburg
Diese Motorradtour durch den östlichen Harz, welche in Wernigerode startet, führt entlang von vielen historischen Schlösser und Burgen. Weiter geht es von dort über Badersleben zum Benediktinerkloster Huysburg. Der nächste Streckenabschnitt führt in Richtung Süden über Halberstadt zum Jagdschloss Spiegelsberge. Das dortige Restaurant lädt zu einer ausgedehnten Pause ein. Der nächste Stopp auf der Strecke ist das Schlossmuseum Quedlinburg. Neben einem Besuch des Museums empfiehlt sich ein Abstecher zur Stiftskirche, in dem der Quedlinburger Domschatz besichtigt werden kann. Nur ca. 15 Minuten Fahrtzeit entfernt liegt das Schloss Ballenstedt: ein barockes Residenzschloss aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Auf dem Rückweg über Thale erfolgt zum Abschluss der Tour ein Stopp an den Barocken Schlossgärten sowie dem großen Schloss Blankenburg. Das 100 Hektar große Parkensemble mit zwei getrennten Schlössern entstand aus einem Jagdpark, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde. Auf der letzten Etappe der Tour führt die Strecke über Heimburg. Der anspruchsvolle Streckenabschnitt verläuft entlang der Elbingeröder Straße und des Teufelsbachs.
Zusammenfassung
Neben den zuvor aufgeführten Touren gibt es noch eine Vielzahl weiterer traumhafter und abenteuerlicher Strecken im Harz zu erkunden. Aufgrund des abwechslungsreichen Straßennetzes ist der Harz ein beliebtes Revier für Motorradfahrer. Wissenswertes rund um das Thema Motorradfahren im Harz hält die Initiative Motorradschutzgebiet bereit. Wer mit dem Motorrad in Richtung Oberharz anreist, wird bereits auf dem Weg begeistert sein. Es erwartet Sie Fahrspaß auf reizvollen Strecken. Folgen Sie den kurvigen Harzer Straßen über Berg und Tal, vorbei an Talsperren, entlang des UNESCO Weltkulturerbes „Oberharzer Wasserregal“, eigentlich wird es mit dem Motorrad im Harz nie langweilig. Zahlreiche Motorradtreffs und Wirtshäuser auf der Strecke laden zu einer ausgiebigen Rast ein. Auf der Suche nach einer motorradfreundlichen Unterkunft sind wir gerne behilflich. Im Oberharz können Motorradfahrer auf etlichen Bergrouten und an fast jedem Parkplatz entlang der Berg- und Talstrecken auf Gleichgesinnte treffen. Berühmt ist etwa der Biker-Treffpunkt in Torfhaus. Die Einkehr an einer der Imbissbuden oder in einer der Gaststätten gehört für Motorradfahrer während einer Harztour zum Pflichtprogramm. Ein weiterer beliebter Biker-Treffpunkt im Oberharz ist der Parkplatz bei der Staumauer der Okertalsperre.
Mit ihren PS-starken Zweirädern finden die Motorradfahrer im Harz ein über 2.000 Quadratkilometer großes Territorium vor, das sich vom Sattel aus zu entdecken lohnt. Und dabei sind es nicht nur die vielfältigen Unterkünfte, die jedem das Passende bieten. Von Seesen bis Kelbra und von Thale bis Osterode liegen viele Straßenkilometer feinstes Gebirge vor den heißen Reifen. Verführerisch schlängeln sich die Straßen durchs Land. Und welches Bikerherz steht nicht auf kurvenreiche Streckenverläufe?
Noch bis vor wenigen Jahren galten die anspruchsvollen Strecken entlang der manchmal verträumten Ortslagen als Geheimtipp. Heute ist es allgemein bekannt: Ob auf einer vierspurigen Bundesstraße, einem schmalen Weg zwischen meterhohen Bäumen oder einer Bergstraße mit insgesamt 36 Kurven auf nur fünf Kilometern - wiederholt sind es herrliche Aussichten auf grüne Täler und glänzende Stauseen, dunkle Wälder und versteckte Höhlen, Felsen und farbenfrohe Bergwiesen, die im Harz zu genießen sind. Das allein macht für Motorradfahrer den Reiz der vielmals mystisch anmutenden Gebirgslandschaft aus.
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