Auf eine 75-jährige Firmengeschichte können die Enkelin des Firmengründers Jakob Schwinn, Stephanie Wiederhold, und ihr Ehemann Jürgen in diesem Jahr stolz zurückblicken. Das Unternehmen ist seit 2008 zertifiziert und seit 50 Jahren Standox Vertragspartner im Saarland.
Auch beim Peugeot-Autohaus Schwinn in Lebach sind kleine Modelle wie 107 und 207 nahezu komplett ausverkauft. "Wir haben aber bereits neue Fahrzeuge bestellt, und die Lieferung wurde uns vom Hersteller auch zugesagt", berichtet Elisabeth Schwinn.
Die Umweltprämie, im Volksmund auch "Abwrackprämie" genannt, ist Teil des Konjunkturpakets II und soll den Neuwagenverkauf ankurbeln. Sie beträgt 2500 Euro und kann ausschließlich von privaten Kfz-Haltern beantragt werden.
Die Centralgarage übernimmt für ihre Kunden die komplette Abwicklung, füllt die Anträge aus und kümmert sich um die Verschrottung des Altfahrzeugs. Aber sie tritt - wie die meisten anderen Händler auch - nicht in Vorlage: "Bei der Masse an Autos, die wir derzeit verkaufen, können wir das nicht. Das wäre eine Riesensumme, von der wir nicht wissen, wann wir sie wieder auf dem Konto haben."
Ausschließlich Kleinwagen sind auch im Saarlouiser Hyundai-Autohaus Emrich gefragt: "Die Nachfrage ist da, allerdings werden fast ausschließlich die zwölf und mehr Jahre alten Zweitwagen der Ehefrau gegen kleine und billige Ersatzwagen ausgetauscht", berichtet Geschäftsführerin Claudia Emrich. "Es gibt kaum jemanden, der ein großes Auto verschrottet." Dank der großen Nachfrage sind hier kaum noch Kleinwagen vorrätig.
"Es ist mehr geworden, aber bei uns als kleinem Familienbetrieb lief das Neuwagengeschäft eigentlich die ganze Zeit in einem vernünftigem Rahmen", sagt Harald Himbert, Chef des gleichnamigen Seat-Autohauses in Saarwellingen. Hier seien nicht nur Kleinwagen, sondern alle Fahrzeuge quer durch die gesamte Modellpalette gefragt.
Bei der Kreissparkasse Saarlouis ist die Zahl der Autokredite im Januar gegenüber Dezember und dem Vorjahresmonat ebenfalls gestiegen. Es sei aber zu früh, dies nur auf die Umweltprämie zurückzuführen.
Der ADAC warnt davor, dass die Umweltprämie für viele Autokäufer zur Lotterie werden könnte. Der Zuschuss werde erst bei Zulassung und nicht schon beim Kauf des Autos fällig. Das könne dazu führen, dass Käufer von Autos mit langen Lieferzeiten leer ausgehen, wenn am Tag der Zulassung der Prämientopf bereits leer ist.
Zudem sollten folgende ADAC-Tipps beachtet werden:
- Bei der Kaufberatung Preise und Angebote verschiedener Händler vergleichen.
- Rabatte sind trotz der Umweltprämie möglich, denn die Umweltprämie ist kein Entgegenkommen des Händlers.
- Bei Sonderaktionen der Händler genau prüfen, was versprochen wird und weitere Angebote zum Vergleich einholen.
- Viele neun Jahre alten Autos sind möglicherweise mehr wert als 2500 Euro.
- Nicht vorschnell ein Auto verschrotten lassen, das auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen höheren Preis erzielen kann.
Insgesamt stehen dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, was rein rechnerisch für 600 000 Autos reichen würde. Tatsächlich dürfte die geförderte Zahl aber niedriger liegen, da aus diesem Topf auch die Verwaltungskosten finanziert werden. Informationen und Antragsformulare im Internet.
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