Autobahngebühren für Motorräder in Italien

Auf den meisten italienischen Autobahnen ist eine Mautgebühr fällig. Schnellstraßen sind nicht gebührenpflichtig. Die durchschnittlichen Mautgebühren betragen etwa 7 Cent pro Kilometer (Stand 2025). In Italien sind die meisten Autobahnen mautpflichtig.

Mautpflichtige Straßen und Tunnel

Die Mautgebühren in Italien richten sich nach der jeweiligen Fahrzeugklasse, die an der Achsenanzahl des Fahrzeugs inklusive Anhänger ermittelt wird. Bei Fahrzeugen mit zwei Achsen findet eine zusätzliche Unterteilung in der Höhe an der ersten Achse bis 1,3 Meter und über 1,3 Meter statt. In den gebührenpflichtigen Tunneln, wie z.B. Mont Blanc oder St. Kategorie A - 2 Assi: Motorräder und Fahrzeuge mit 2 Achsen bis 1,3 m Höhe an der Vorderachse. Kategorie B - 2 Assi: Wohnmobile und Fahrzeuge mit 2 Achsen über 1,3 m Höhe an der Vorderachse.

  • Kategorie 3 - 3 Assi: Fahrzeuge mit 3 Achsen.
  • Kategorie 4 - 4 Assi: Fahrzeuge mit 4 Achsen.
  • Kategorie 5 - 5 o più Assi: Fahrzeuge mit 5 oder mehr Achsen.

Die Maut (Straßengebühr) in Austria wird für bestimmte baulich kostenintensive Streckenabschnitte fällig, wie zum Beispiel bei der Phyrn-Autobahn. Ferner gibt es noch weitere Mautstrecken und Panoramastraßen. Die Mautgebühr für die verkehrsbeschränkte Zone der Innenstadt "Area C" wird wochentags von 7.30 Uhr und 19.30 Uhr erhoben (Feiertage sind ausgenommen), die je nach Schadstoffklasse zwischen 2 und 5 Euro pro Tag beträgt. Das Mautticket ist nur für die verkehrsberuhigte Zone (täglich von 7-20 Uhr gültig) in der Innenstadt ("Zona a Traffico Limitato") erforderlich, welches 6 Euro pro Tag kostet.

Wie funktioniert die Mauterhebung?

Beim Auffahren zu einer mautpflichtigen Straße wird ein Ticket gezogen, für dieses man beim Verlassen oder Wechseln der Mautstraße bezahlt. Wichtig: Nie ohne gezogenes Ticket durch eine Mautstation fahren, auch wenn die Schranke bereits offen ist und die Ampel grün leuchtet. Hinweis: Hier muss immer ein Ticket bzw. Quittung für die Strecke gezogen werden, selbst wenn die Schranke an der Mautstelle bereits offen ist (z.B. Streik Personal, technischer Defekt, Staus)! Die nötige Nachzahlung können Sie mit dem Ticket bzw. Eine exakte Berechnung ist im Voraus leider nicht möglich.

Grundsätzlich sind zweiachsige Fahrzeuge mautpflichtig in Italien. In Italien gibt es in mehreren Großstädten (derzeit z.B. Es gilt ein generelles oder zeitlich beschränktes Fahrverbot. Weitere Information gibt es z.B. In Italien gelten teilweise andere Verkehrsregeln als in Deutschland.

Es gibt teilweise auch das Free Flow-System auf italienischen Autobahnen. Im Free-Flow-System ist eine direkte Bezahlung an der Mautstation nicht möglich. Die Fahrzeuge werden elektronisch gescannt und ihre Kennzeichen automatisch erfasst. Gezahlt werden kann online nach Registrierung mit Angabe des Kfz-Kennzeichens. Bei Elektrofahrzeugen ist dabei unter Umständen das "E" im Kennzeichen wegzulassen. Nach Fahrzeugregistrierung im System "Conto Targa" wird die Maut automatisch von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht. Auf der A36, A59 und A60 ist die Zahlung auch mit der App "Pedemontana Lombarda" möglich.

Zahlungsmethoden

Sie können die Maut entweder bar, mit Kreditkarte oder mit einer Mautbox (Telepass-System) bezahlen. Mautpflichtige Straßen sind in Italien in der Regel gut ausgeschildert.Die Mautgebühr auf eigens gekennzeichneten gelben Spuren bezahlt. Die Gebühren werden automatisch und elektronisch erfasst und abgebucht.

  • Bar/Kreditkarte/Bankkarte: An allen Mautstationen kann bar bezahlt werden. Häufig werden auch die gängigsten Kreditkarten sowie die Bankkarte (Maestro- oder V PAY-Symbol) akzeptiert. Die Fahrspuren sind entsprechend beschildert. Ausnahme ist die Ausfahrt Sasso Marconi Nord, an der nur Telepass-Spuren vorhanden sind.
  • Spur: Blaue Fahrspur: Auf den blauen Spuren mit der Beschilderung "Carte" werden nur Kreditkarten oder ViaCard akzeptiert.
  • Spur: Blaue Fahrspur: Auf der weißen Spur bezahlt man die Maut in bar.

Wählen Sie an den Mautstationen die richtige Spur, denn ein Spurwechsel durch Zurücksetzen oder Wenden ist streng verboten. Im schlimmsten Fall wird es mit einem Bußgeld von 6.000 Euro und ggf. einem Fahrverbot von bis zu zwei Jahren bestraft. Wenn Hilfe benötigt wird, stehen entsprechende Tasten "Aiuto-Help", "Richiesta di intervento", "Assistenza" oder ein roter Knopf an der Station zur Verfügung.

Nochwas. Unbedingt die Quittung kontrollieren, wenn die Kartenzahlung (manchmal) nicht funktioniert, kriegt man einen Zettel, der auf den ersten Blick wie die Quittung ausschaut, aber die Anweisung ist, wie man das online nachzahlen kann. Da hats schon viele erwischt, Die beschweren sich dann, dass sie bezahlt haben und ihnen eine Nachforderung ins Haus flattert.

Telepass und Mautboxen

Die Marke Telepass ist ein elektronisches Mautsystem zur automatisierten Erhebung von Mautgebühren per Funk auf Autobahnen in Italien und weiteren Ländern. Das Telepass-System wurde bereits 1989 eingeführt und kann für alle gängigen Fahrzeugtypen verwendet werden. Die Mautbox, auch Telepass genannt, ermöglicht es Ihnen, die Telepass-Spuren an der Mautstation zu benutzen. Das bedeutet, Sie können, ohne anzuhalten einfach durchfahren. Der Telepass registriert jede Durchfahrt und leitet die Berechnung automatisch an maut1.de weiter.

  • Automatische Bezahlung mit ADAC Mautbox, Telepass, bip&go, Camper Mautbox: Bargeldlos und ohne anzuhalten können die gelb markierten Telepass-Spuren (T-Symbol) befahren werden.
  • Spur: Gelbes T: Jede Spur mit einem gelben T-Symbol kann mit einem Telepass (Mautbox) genutzt werden.
  • Fahrspur: Die gelbe Fahrspur kann ausschließlich mit einer Mautbox oder einem Telepass befahren werden. Oft beginnen diese Fahrspuren bereits mehrere hundert Meter vor der italienischen Mautstation, weshalb Sie den Stau vor der Mautstation mit den manuellen Nutzern umfahren und die Durchfahrt nehmen können.

Dafür ist ein Transponder (Sendegerät) mit Vertrag nötig, mit dem die Maut automatisch vom hinterlegten Konto abgerechnet wird. Es fallen gesonderte Nutzungsgebühren an. Die ADAC Mautbox kann zur Mautabrechnung für alle Fahrzeuge unabhängig von Höhe und Gewicht eingesetzt werden (ohne Sizilien). Sie gilt auch in Frankreich (nur für Fahrzeuge bis 3 m Höhe), Spanien (ohne AP-1) und Portugal.

Ein Telepass-Gerät kann online oder vor Ort an Punto-blu-Stationen und Telepass-Verkaufsstellen sowie gegen Zusatzgebühren bei deutschen Vertriebsportalen erworben werden, eine italienisches Bankkonto ist nicht mehr nötig. Mit dem Service "Telepass Europeo" kann man die Maut auch in Frankreich, Kroatien, Portugal und Spanien bezahlen.

Außerdem gibt es den Transponder des französischen Anbieters bip&go für Italien, Frankreich, Spanien und Portugal für Fahrzeuge bis 3,5 t. Die Maut für Wohnmobile über 3,5 t kann mit der Camper Mautbox des ADAC in Kooperation mit DKV automatisch abgerechnet werden. Die Mautbox wird in mehreren europäischen Ländern zur Mautzahlung akzeptiert.

Viacard

Die Viacard ist eine Guthabenkarte, von der die Gebühren bei der Mautbezahlung abgebucht werden. Aufgrund veralteter Technologie ist sie seit Ende 2024 nicht mehr erhältlich, bestehende Viacards können jedoch bis Ende 2029 eingesetzt werden. Eine Rückerstattung von Restguthaben ist möglich. Die Viacard ist weder personen- noch fahrzeuggebunden.

Mit der Karte kann überall bezahlt werden, außer an vier Mautstationen auf der sizilianischen A18 zwischen Messina und Catania (Roccalumera, Taormina, Giardini di Naxos und Fiumefreddo). Reicht das Kartenguthaben nicht aus, kann der Restbetrag in bar oder mit Kredit- oder Bankkarte an Fahrspuren mit Personal beglichen werden.

Mautnachzahlung

Bei Ticketverlust oder falls bei der Einfahrt an der Mautstation kein Ticket gezogen werden konnte, sind eine Strafgebühr und der höchstmögliche Betrag an der Ausfahrtstation zu bezahlen. Es ist allerdings möglich, die Einfahrtstation selbst zu bescheinigen.

Bei fehlerhaftem Zahlvorgang am Automaten wird eine Quittung ausgegeben, die den noch offenen Betrag ausweist. Zur Ausgabe der Quittung sind an manchen Automaten die Tasten "Aiuto-Help", "Richiesta di intervento", "Assistenza" oder ein roter Knopf zu drücken.

Eine nachträgliche Bezahlung ist innerhalb von 15 Tagen mittels einer EU-Standardüberweisung und bei manchen Autobahngesellschaften auch online möglich. Eine Nachzahlung an Punto-blu-Zahlstationen innerhalb Italiens kann seit 2024 nicht mehr durchgeführt werden.

  • Online-Zahlung bei bestimmten Autobahngesellschaften
  • Nachzahlung Brenner-Autobahn
  • Nachzahlungsmöglichkeiten und Kontodaten italienischer Autobahngesellschaftten

Bei nicht ordnungsgemäß bezahlter Maut können Mautnachforderungen von Inkassobüros verschickt werden. Der ADAC bietet die Möglichkeit, über seinen "Forderungs-Checker" Maut-Nachforderungen zu prüfen und zu bezahlen sowie nichtbezahlte Maut an die entsprechende italienische Mautgesellschaft zu überweisen.

Verkehrsbeschränkungen und Fahrverbote

In mehr als 500 Gemeinden gilt von Montag bis Freitag 7.30-19.30 Uhr ein Fahrverbot für folgende Fahrzeuge: Benzinfahrzeuge Euro 0-1, Dieselfahrzeuge Euro 0-4 (ab Oktober 2025 Euro 0-5), Motorräder und Mopeds Euro 0, im Winter auch z. T. Euro 1. In Städten ab 30.000 Einwohnern gilt von 1.10. bis 31.3. ein Fahrverbot von Montag bis Freitag 8.30-18.30 Uhr für folgende Fahrzeuge: Benzin Euro 2, Diesel Euro 4, Methan- und Flüssiggasfahrzeuge Euro 1, Mopeds und Motorräder Euro 1.

Area B: Ist eine Zufahrtsbeschränkung für das gesamte Stadtgebiet, außer an Feiertagen. Ein Fahrverbot gilt für Benzin Euro 0-2 (ab Oktober 2025 Euro 0-3), Diesel 0-5, Mopeds und Motorräder Euro 0-2 (Zweitaktmotor) Euro 0-1 (Viertaktmotor) und Fahrzeuge über 12 Meter Länge. Area C: Zusätzlich gilt eine Zufahrtsbeschränkung innerhalb des Stadtmauerrings Cerchia dei Bastioni. Benötigt wird ein AREA C Pass (€ 7,50, Mehrtagestickets erhältlich). Fahrzeuge der unter Area B genannten Kategorien und Fahrzeuge und Gespanne über 7,50 m Länge sind nicht einfahrtsberechtigt.

Elektrofahrzeuge, Mopeds und Motorräder (die nicht aus Umweltgründen verboten sind), Hybridfahrzeuge unter 100 mg (Hybridfahrzeuge über 100 mg sind kostenpflichtig) und historische Fahrzeuge dürfen kostenlos einfahren. Ab 1.1.2024 sind Änderungen zu erwarten. Alle zur Einfahrt berechtigten Fahrzeuge benötigen ein Ticket. Die Fahrverbote in den Zonen Area B und Area C gelten jeweils von Mo. bis Fr. von 7.30 bis 19.30 Uhr, außer an Feiertagen.

Ticket per l’accesso alla ZTL erforderlich, Kosten € 6,- für einen Tag, € 15,- für vier aufeinander folgende Tage. Zone aktiv täglich 7-20 Uhr. Generelles Fahrverbot für Benzin Euro 0-2 und Dieselfahrzeuge Euro 0-4. Für die Einfahrt in die ZTL centrale ist wochentags von 8-20 Uhr und freitags von 23-24 Uhr, samstags von 0-6 Uhr sowie 23-24 Uhr und sonntags von 0-6 Uhr,ein Ticket erforderlich, Tagesticket 5 €, Monatsticket 20 €. Fahrverbot für Benzinfahrzeuge Euro 0-2 sowie Dieselfahrzeuge Euro 0-3. Motorräder und Elektrofahrzeuge sind nicht betroffen.

Die Städte Bozen und Brixen haben eine ZTL von Mo. bis Fr. (ausgenommen Feiertage) zu verschiedenen Tageszeiten. Zwischen Vietri und Positano: tägliches Fahrverbot für Wohnmobile und Wohnwagengespanne von 6.30 bis 24 Uhr. Zusätzliche Verkehrsbeschränkung für PKW vom 14.4.-21.4. und 24.4.-2.5.2025 täglich, 1.6.-31.7.2025 an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen, 1.8.-30.9.2025 täglich, 1.10.-30.10.2025 an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Das Fahrverbot gilt jeweils von 10 bis 18 Uhr. Fahrzeuge mit ungeraden End-Nummern auf ihren Nummernschildern dürfen die Strecke zwischen Meta di Sorrento und Vietri sul Mare nur an geraden Daten befahren, Fahrzeuge mit geraden Zahlen auf den Nummernschildern nur an ungeraden Tagen.

Es gilt also als Faustregel: Ungerade Endnummern auf Kennzeichen und ungerade Tage = Fahrverbot. Gerade Endnummern auf Kennzeichen und gerade Tage = Fahrverbot. Das Verbot gilt ebenso für ausländische Kennzeichen und Mietwagen. Eine Tagesgebühr zwischen € 5,- und € 10,- ist für den Stadtbesuch zu entrichten. Es fällt eine Gebühr für Tagestouristen (nicht bei Übernachtung in Venedig) an 54 Tagen zwischen April und Juli an. An folgenden Tagen ist die Tagesgebühr zu entrichten: 18.4-2.6.2025, 6.6.-29.6.2025 und 4.7.-27.7.2025.

Dann kostet der Tagesbesuch von Venedig 10 €. Bei Vorausbuchung bis spätestens 4 Tagen vor geplantem Besuch fallen nur 5 € Tagesgebühr an. Historische Fahrzeuge können teilweise in die ZTL-Zonen einfahren, benötigen jedoch immer eine Registrierung bzw. Vorabgenehmigung bei den jeweilig zuständigen Behörden.

Weniger Maut für Motorräder in Italien?

Der größte Betreiber gebührenpflichtiger Autobahnen in Italien überarbeitet die Gestaltung seiner Mautgebühren. Möglicherweise könnte daraus eine geringere Maut für Motorräder folgen. Wie die italienische Seite gpone.com berichtet, erklärte der Geschäftsführer von "Autostrade per l'Italia" - der größte Betreiber gebührenpflichtigen Autobahnen in Italien -, dass an einer Neugestaltung der Mautgebühren gearbeitet wird und diese auch Motorräder betrifft.

Bisher werden in Italien für Zweiräder genau so hohe Mautgebühren fällig wie für Autos. Weder die Anzahl der Räder noch Größe, Gewicht oder Emissionen spielen bisher eine Rolle. Doch das könnte sich künftig ändern, wie Robert Tomasi, CEO von Autostrade per l'Italia, bei einer Anhörung in der Verkehrskommission andeutete: "Das Unternehmen arbeitet an der Umgestaltung der Maut, auch für Motorräder."

Technische Herausforderung "Fahrzeugerkennung"

Einfach wird die Umsetzung aber nicht, denn die Erkennung von Motorrädern an der Mautstelle sei eine technische Herausforderung. "Es wird ein Netzwerk mit der notwendigen Infrastruktur benötigt, um das Fahrzeug zu erkennen und den am besten geeigneten Tarif anzuwenden, egal, ob es sich um ein Motorrad oder einen Lkw handelt.", so Tomasi. Daher gäbe es aktuell keine automatische Ermäßigung. Die einzige Möglichkeit, die der Autobahnbetreiber derzeit sieht, ist die Anwendung des Telepass mit dem Familien-Tarif, der die Maut um 30 Prozent ermäßigt.

Eine weitere Neuheit, die in der Verkehrskommission angekündigt wurde, betrifft das Prinzip Cashback, wobei es sich hier um die erste Initiative auf europäischer Ebene handele, die die Maut je nach Verkehr anpasse, so Tomasi. Er erklärte, dass Autostrade per l'Italia "ab dem 15.

Mautgebühren in Europa (Überblick)

Wer einen Motorradurlaub in Europa plant, muss auch Mautgebühren einkalkulieren. Die sind in unseren Nachbarländern nicht unerheblich. Richtig teuer wird es aber bei Verstößen. Motorradfahrer sollten sich deshalb vorher gut informieren.

Viele europäische Länder erheben nicht nur für die von uns normalerweise gemiedenen Autobahnen Nutzungsgebühren, sondern auch beispielsweise für ausgewählte Brücken oder Tunnel. Zudem sind Biker zwar in manchen, längst aber nicht in allen Ländern von der Vignettenpflicht befreit. Wir geben einen Überblick über die Kosten in Europa.

In der EU erheben insgesamt neun Länder eine sogenannte streckenbezogene Maut: Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kroatien, Polen und Portugal.

In Österreich, der Schweiz, Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn sind für das Befahren von Schnellstraßen und Autobahnen Vignetten verpflichtend, die vorher gekauft und im Fahrzeug platziert werden müssen. Da das EU-Parlament im Februar 2022 einen neuen Maßnahmen-Katalog verabschiedete, wird es künftig auch Vignetten von kürzerer Dauer, beispielsweise für einen Tag oder eine Woche geben.

Die gute Nachricht für Motorradfahrer: von City-Mauten, die für PKW beispielsweise in Italien und Großbritannien anfallen, sind wir Biker normalerweise befreit.

Innerhalb der EU ist die Antwort auf den ersten Blick recht simpel, hier ist eine grenzüberschreitende Vollstreckung von Geldbußen grundsätzlich möglich. Die Vollstreckung obliegt hier dem Bundesamt für Justiz. Inkassobüros können zwar zur Zahlung auffordern, sie aber nicht vollstrecken. Bußgelder aus Nicht-EU-Staaten wie Norwegen, Liechtenstein oder der Schweiz können nicht vollstreckt werden. Wer jedoch innerhalb der Verjährungsfristen, die je nach Land vier, fünf oder mehr Jahre betragen können, das Land betritt, wird direkt vor Ort zur Kasse gebeten.

Da zur Vollstreckung ein für das jeweilige Land lohnender Betrag erreicht sein muss, werden Bußgelder normalerweise erst ab 70 Euro (inklusive Bearbeitungsgebühr) vollstreckt. Einen Einfluss auf das Flensburger Verkehrsregister haben im Ausland begangene Sünden generell nicht.

Bei Vignettenpflicht dürfen Mautstraßen nur mit einer gültigen Vignette befahren werden. Das gilt nicht für alle Straßen des jeweiligen Landes und die Mautstrecken sind als solche gekennzeichnet. Meist sind hauptsächlich die Autobahnen kostenpflichtig. Auch die entfernungsabhängige Maut, die - wie oben beschrieben - normalerweise direkt an Mautstationen zu entrichten ist, wird vorrangig auf Autobahnstrecken erhoben. In Einzelfällen kostet auch das Befahren von Schnellstraßen, die dann ähnlich gut ausgebaut sind wie Autobahnen, eine Gebühr.

Albanien: Keine Maut für Pkw. Laut dem Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) ist aber die Einführung einer Maut in Albanien geplant.Belgien: Keine Maut für Pkw. Der 1,4 km lange Liefkenshoek Tunnel im Nordwesten von Antwerpen (Teil des Autobahnrings R 2) ist gebührenpflichtig und kostet für Motorradfahrer sechs Euro.Bosnien und Herzegowina: Ja, hier werden Gebühren fällig auf der Mautstraße A1 zwischen Lucani und Josanica. Kosten: 5,40 Euro für Biker. Wer ohne Ticket erwischt wird, kann mit mehreren hundert Euro Strafe rechnen.Bulgarien: keine Vignettenpflicht für Motorräder. Es existieren mautpflichtige Fähren, Kostenpunkt maximal drei Euro.Dänemark: Keine Maut - mit Ausnahme von zwei Brücken. Kosten für Motorräder: Storebaelt-Brücke: 18 Euro, Öresund-Brücke: 30 Euro.Estland: Keine Maut.Finnland: Keine Maut.Frankreich: Ja, entfernungsabhängige Maut sowie Brücken-, Tunnel- und City-Maut ist auch für Motorräder an den Mautstationen zu bezahlen.Griechenland: Ja, entfernungsabhängige Maut zwischen den Städten Thessaloniki, Patras, Athen, Tripoli, Korinth und Kalamata. Zudem existieren Sondermauten für Brücken, Tunnel und Nationalstraßenabschnitte.Großbritannien: Nein, mit Ausnahme eines gebührenpflichten Abschnitts der M6 nördlich von Birmingham. Kosten: Tagsüber drei, nachts zwei Pfund. Brücken und Tunnel sind gebührenfrei, Straßen von Durham und die Ultra Low Emission Zone Londons müssen bezahlt werden.Irland: Ja, die hier gibt es viele Mautstrecken und auch einige Brücken und Tunnel sind gebührenpflichtig.Island: Keine Maut. Lediglich der Unterwasser-Tunnel Hvalfjaroargöng ist mautpflichtig. Kosten für Motorräder: ca. 1,40 Euro.Italien: Ja, hier werden entfernungsabhängige Mauten verlangt - auf fast allen Autobahnen, außer einigen Abschnitten, wie zum Beispiel der A3 von Salerno nach Reggio di Calabria. Einige Pässe und Tunnel sind aber mautpflichtig.Kroatien: Ja, hier werden für alle Kfz entfernungsabhängige Mauten verlangt.Lettland: Keine Maut für Motorräder.Litauen: Keine Maut für Motorräder. Lediglich die Einfahrt in die Kurische Nehrung, Neringa, muss bezahlt werden. Kosten: fünf Euro.Luxemburg: Keine Maut für Motorräder.Malta: Keine Maut für MotorräderMazedonien: Hier muss Maut auf den Mautstraßen M1, M3 und M4 abhängig von der Streckenlänge entrichtet werden. Kosten der Abschnitte für Motorräder zwischen 50 Cent und 1,40 Euro.Moldawien: keine Maut für Motorräder.Monaco: Keine Maut.Montenegro: Hier muss die Nutzung des 4,1 km langen Sozina-Tunnel auf der E 80 zwischen Podgorica und Bar bezahlt werden. Kosten: ein Euro für Biker.Niederlande: Keine Maut. Lediglich der 6,6 km lange Westerscheldetunnel (2,50 Euro) sowie der Kilitunnel (zwei Euro) sind gebührenpflichtig.Norwegen: Motorradfahrer müssen nur am Atlanterhavstunnelen eine Gebühr entrichten, sonst herrscht freie Fahrt.Österreich: Ja, hier herrscht Vignettenpflicht. Kosten: Zehn Tage: 5,30 Euro, Zwei Monate: 13,40 Euro, ein Jahr: 35,50 Euro. Wer sich ohne oder auch mit falsch angebrachter Vignette erwischen lässt, muss 120 Euro Ersatzmaut oder ab 300 Euro Strafe bezahlen. Seit dem 10.11.2017 ist die Digitale Vignette erhältlich, die ausschließlich online bei der österreichischen Straßenbetreibergesellschaft Asfinag sowie über die Asfinag-App Unterwegs erhältlich ist. Wichtig: Sie ist kennzeichengebunden und frühestens ab 18 Tage nach der Bestellung gültig. Für bestimmte Tunnel und Pässe wird eine zusätzliche Maut fällig.Polen: Ja, auf den Mautstraßen wird eine Gebühr fällig. Sie ist an den Mautstationen oder elektronisch zu bezahlen.Portugal: Ja, hier müssen streckenabhängige Gebühren auf Mautstraßen bezahlt werden.Rumänien: Keine Maut, sondern freie Fahrt für Motorräder.Schweden: Nein, auch von den City-Mauten sind Motorradfahrer befreit. Aber: wie schon in Dänemark muss für die Öresundbrücke eine Gebühr entrichtet werden.Schweiz: Ja, hier herrscht Vignettenpflicht, die ausschließlich pro Jahr bezahlt werden muss. Kosten: 36,50 Euro. Gültigkeit: 14 Monate. Zusätzlich fallen Kosten für zwei Verbindungstunnel nach Italien an.Serbien: Ja, hier werden streckenbezogene Gebühren erhoben. Beispiel: Belgrad nach Sid: ca. 1,60 Euro.Slowakei: Keine Maut für Motorräder.Slowenien: Die Benutzung von Mautstraßen ist gebührenpflichtig und kann per Vignette bezahlt werden. Kosten: Sieben Tage: 7,50 Euro, sechs Monate: 30 Euro, ein Jahr: 55 Euro.Spanien: Ja, auf bestimmten Mautstraßen müssen hier streckenabhängige Gebühren bezahlt werden. Allerdings sind seit 2020 viele hundert Kilometer gebührenfrei und 2021 kommen weitere Autobahnen hinzu, die Spanien verstaatlicht und weitestgehend gebührenfrei macht.Tschechien: Keine Vignettenpflicht für Motorräder.Türkei: Ja, hier werden auf vielen Mautstraßen Gebühren fällig, die nur elektronisch zu bezahlen sind. Zusätzlich fallen Kosten für die Überquerung von Brücken an.Ungarn: Ja, hier herrscht E-Vignettenpflicht. Kosten: Zehn Tage: ca. 10,80 Euro, ein Monat: ca. 14,80 Euro, ein Jahr: ca.

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