Aventon Level 2 Elektrofahrrad Test: Eine umfassende Bewertung

Die Planung für eine epische Radtour kann bereits im Jugendalter beginnen, aber erst nach einer längeren Radtour durch die Vereinigten Staaten im Jahr 2019 von Seattle, Washington nach San Diego, Kalifornien, nahmen konkrete Pläne Gestalt an. Bis sich allerdings konkrete Pläne entwickelten, dauerte es noch eine geraume Zeit, die auch noch durch die Corona-Pandemie verlängert wurde.

Vorbereitungen und erste Überlegungen

Die Möglichkeit, ab da wieder uneingeschränkt verreisen zu dürfen, machte Mut und so begann ich Stück für Stück, den aberwitzigen Plan für diese große Tour auszuarbeiten. Anfangs wusste ja überhaupt niemand, wie man damit umgehen soll. Manche Zungen orakelten zudem, dass wir nie wieder amerikanischen Boden betreten würden - was zum Glück nicht eintraf, denn im Jahre 2023 wagten wir erstmals nach der Pandemie wieder den Sprung über den Atlantik.

Der ursprünglich gehegte Plan für uns als Vorruheständler, während der Wintermonate Deutschland in Richtung wärmere Regionen zu verlassen, war offensichtlich nur mein Plan. Aber es ist, wie es ist und so werden wir zwar gemeinsam die ersten gut drei Wochen meiner geplanten Mammuttour absolvieren, den Rest fahre ich dann alleine.

Das erste Segment der großen Tour, die Strecke an der Ostküste, von Miami, Florida Richtung Boston, Massachusetts über eine Länge von gut 2000km werden wir als Teststrecke und quasi zum Einrollen benutzen, um zu sehen, wie alles läuft und um gegebenenfalls noch Korrekturen vornehmen zu können.

Meine Frau hat sich nach mehrmonatigem Schwanken nun doch bereiterklärt, diese Strecke gemeinsam mit mir zu absolvieren und mich auf dem Fahrrad zu begleiten. Denn ich weiss, dass es für sie sehr anstrengend wird.

Die Wahl des richtigen E-Bikes

Ich hatte ursprünglich geplant, unsere Fahrräder aus Deutschland mitzunehmen, aber da wir diese Tour diesmal beide mit einem E-Bike absolvieren wollten, scheiterte das Ganze mal wieder am Versenden der Akkus, die als Gefahrgut höchster (und gefährlichster) Kategorie eingestuft werden. Die Vorschriften dahingehend sind derart streng, dass es mich immer wieder wundert, wie es überhaupt erlaubt wird, damit in aller Öffentlichkeit herumzufahren.

Also beschlossen wir irgendwann, zwei passende Fahrräder direkt vor Ort in den USA zu erwerben und da die Auswahl bei weitem nicht so üppig ist wie hierzulande, entschieden wir uns jeweils für ein Aventon, Modell Level 2. Fahrräder von deutschen Marken wie Haibike oder Bulls gibt es zwar auch, aber die haben annähernd den Preis eines Mittelklassewagens aus den 70ern oder sind schlichtweg ungeeignet. Für ein solches Fahrrad mit Beschränkung auf 25km/h und einem mageren 500-Watt-Akku mehr als 7000 Dollar hinzublättern, empfinde ich - gelinde gesagt - als Unverschämtheit.

Unsere Aventon-Fahrräder werden zwar auch in Vietnam zusammengebaut, kosteten allerdings knapp 1700 Dollar das Stück, inklusive jeweils einem Ersatzakku und dem Zusammenbau durch den Händler „Cycling Forza“ in Coral Springs, Florida - welcher, entgegen der allzu oft an den Tag gelegten amerikanischen Oberflächlichkeit, äusserst freundlich, geduldig und hilfsbereit war.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns noch einmal ganz ganz herzlich bei Edward Lai, dem Inhaber von „Cycling Forza“ für seine Unterstützung, die weit über das normale Level hinaus reichte, bedanken.

Planung und Risiken

Ansonsten war die Planung überschaubar, vieles schon ein bisschen Routine, wobei der Fokus bei uns natürlich immer primär darauf liegt, dass die Kosten nicht explodieren.

Die Beantragung des sogenannten B2- Visums war für mich neu, aber bei der diesjährigen Planung inbegriffen, sollte jedoch lediglich eine Vorsichtsmaßnahme sein, da ich nicht wusste, ob die 90 Tage, die einem mit der Einreise in die USA mittels ESTA erlaubt werden, zum Absolvieren dieser langen Tour ausreichen.

Denn ich habe schon des öfteren gehört und gelesen, dass man bitterböse bestraft wird, wenn man länger als es das jeweilige Visum erlaubt, in den USA verweilt. Da sind die Beamten der Homeland-Security gnadenlos.

Im Zuge der Beantragung des B2-Visums, das übrigens 10 Jahre gültig ist und zu einem durchgehenden Aufenthalt von bis zu 180 Tagen im Jahre berechtigt, gehörte auch das Interview in der Botschaft - in meinem Fall in München - und die Vorlage diverser Dokumente, die erklären und belegen, dass man nach dem jeweiligen Aufenthalt wieder in sein Heimatland zurückkehrt.

Ich hatte mich mit folgendem Text auf das Interview vorbereitet: „Ich liebe den nordamerikanischen Kontinent seit ich denken kann. Mich faszinieren die atemberaubenden Landschaften mit ihren vielen Nationalparks und Naturschönheiten genauso wie die Städte entlang der Küsten, die eine unvergleichliche Entwicklung vollbracht haben und immer wieder erkennt man Gemeinsamkeiten...

E-Bike Grundlagen

E-Bike ist der allgemein verwendete Begriff für elektrisch unterstützte Fahrräder. Meistens sind damit Pedelecs gemeint. Pedelec steht für Pedal Electric Cycle. Das Fahrrad verfügt über einen Elektromotor, der lediglich als Trethilfe dient. Dieser Motor wird durch die eigene Tretkraft aktiviert und unterstützt den Radler bis 25 km/h.

Das S-Pedelec beziehungsweise schnelles Pedelec verfügt über eine Motorunterstützung bis zu 45 km/h. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit, die der Motor befördert, wird diese Art Fahrrad den Kleinkrafträdern zugeordnet und benötigt eine Betriebserlaubnis und eine Versicherung.

E-Bikes verfügen über eine Selbstfahrfunktion bis 45 km/h. Der Motor arbeitet auch ohne Pedalkraft. Die Helmnutzung ist beim S-Pedelec und beim E-Bike gesetzlich vorgeschrieben. Laut ADFC ist es jedoch unklar, welche Art Helm als geeignet anzusehen ist.

Wichtige Komponenten und Technik

Ein StVZO-gerechtes E-Bike muss eine Vorder- und Rückbremse, Front- und Rücklicht, eine Klingel sowie genügend Reflektoren vorweisen. Für Radreisen und Alltagsfahrten mit Gepäckmitnahme bietet sich ein Elektro-Trekkingrad an. Hier trifft ein zügiges Rollverhalten auf Sitzkomfort und eine gewisse Geländetauglichkeit.

Ein hochwertiges Fahrrad kostet rund 800 €. Beim Elektro-Bike muss die Motor- und Speichertechnik berücksichtigt werden. Demnach ist ein gutes und solides Modell ab etwa 1700 € erhältlich.

Der Elektromotor ist entweder ein Nabenmotor oder ein Tretlagermotor. Ein Nabenmotor ist in die Nabe des Vorder- oder Hinterrads integriert. Der Schwerpunkt verlagert sich entsprechend nach vorn oder nach hinten. Beim Tretlagermotor, der auch als Mittelmotor bezeichnet wird, ist dies nicht möglich.

Die Leistung eines E-Motors muss ausreichen, um das relativ schwere Elektro-Bike und den Fahrer auch beim Überholen flott voranzubringen. Daher sollte die Leistung des Motors etwa 250 Watt betragen.

Der Akku - in der Regel ein Lithium-Ionen-Modell - liefert die nötige elektrische Energie. Wichtige Faktoren sind hier die Kapazität, die Betriebsdauer und die Ladezeit. Die Kapazität wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Da sich deswegen Preisunterschiede ergeben, sollte die Kapazität an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst sein und entsprechend ausgesucht werden. Der Großteil der Akkus bietet eine Kapazität von ungefähr 9 bis 11 Ah. Für ausgedehnte Radtouren mit schwerem Gepäck oder für Vielfahrer wird es ab einer Kapazität von 12 Ah interessant.

Rekuperation und Fahrgefühl

Beim Thema Rückgewinnung ist Vorsicht geboten. Zwar gibt es in diesem Bereich verlässliche Optionen, allerdings ist die Rekuperationsquote noch recht niedrig. Da die Rückgewinnung während des Bremsvorgangs stattfindet, sind die Effekte im Alltag überschaubar. Auf Touren mit langen, abgebremsten Abfahrten lohnt sich ein Motor mit Energierückgewinnung gewiss.

E-Bikes verleihen jeder Ausfahrt einen spürbaren Boost, damit du schneller und weiter fahren kannst als je zuvor.

Aufgrund der höheren Leistungen und Geschwindigkeiten können die Laufräder, Reifen und Antriebskomponenten von E-Bikes aber schneller verschleißen als die von Fahrrädern ohne Antriebsunterstützung. Daher ist es wichtig, auf eine Marke zu setzen, der du vertrauen kannst.

Alternativen zum Aventon Level 2

Das Trek FX+ 1 ist ein benutzerfreundliches, leichtes und äußerst vielseitiges E-Bike mit Gashebel, das sich für alle Arten von Abenteuern auf befestigten und unbefestigten Straßen eignet. Das Aventon Level.3 Commuter ist ein ähnliches Modell, wiegt jedoch fast 9 kg mehr und ist dadurch schwieriger zu manövrieren und zu kontrollieren.

Das Trek FX+ 2 ist ein leichtes elektrisches Pendlerrad, das ab Werk mit einer umfangreichen Ausstattung kommt und sofort fahrbereit ist. Das schnell rollende FX+ ist ein speziell für den Pendeleinsatz entwickeltes E-Bike, das sich auch unproblematisch die Treppen hinauftragen oder in die Bahn heben lässt.

Das Trek Dual Sport+ 2 ist ein leichtes, vielseitiges E-Bike, mit dem du auf sowohl Straßen als auch Feldwegen mühelos und entspannt unterwegs bist.

Das Trek Marlin+ ist der ultimative Allrounder unter den E-Mountainbikes. Dank Montagepunkten für Gepäckträger und Schutzbleche ist es extrem vielseitig, während größenspezifische Komponenten einer großen Bandbreite an Radfahrern eine optimale Passform bieten.

E-Mountainbikes im Vergleich

Wenn du auf der Suche nach dem besten E-Mountainbike bist, bist du hier genau richtig. In diesem Artikel präsentieren wir dir die besten E-Mountainbikes, die dir nicht nur packenden Fahrspaß, sondern auch beste Leistung auf den Trails bieten.

Empfohlene E-Mountainbikes

  • Rose Bonero Plus: Dieses E-Mountainbike überzeugt mit seiner durchdachten Geometrie und dem unauffälligen Motor, der dir ein nahezu unverfälschtes Fahrgefühl bietet.
  • Rose Root Miller+: Das Rose Root Miller+ präsentiert sich als vielseitiges E-Mountainbike, das für sowohl erfahrene Fahrer*innen als auch Einsteiger*innen geeignet ist.
  • Rockrider E-Expl 520/500S: Diese Modelle sind interessante Angebote für Einsteiger und Freizeitfahrer, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.
  • Specialized Turbo Levo Comp: Das Specialized Turbo Levo Comp überzeugt durch seine Vielseitigkeit und Effizienz, sowie die beeindruckende Reichweite.
  • Canyon Spectral:ON CF 8: Das Canyon Spectral:ON CF 8 überzeugt mit seiner beeindruckenden Kletterfähigkeit. Mit einer optimalen Geometrie und der kraftvollen Unterstützung des Motors gelingt dir das mühelose Überwinden steiler Anstiege, während du gleichzeitig ein sicheres Fahrgefühl behältst.
  • Trek Fuel EXe 8: Das Trek Fuel EXe 8 ist ein äußerst leichtes E-Mountainbike, das dir nicht nur ein beeindruckendes Fahrerlebnis bietet, sondern auch die Wendigkeit eines klassischen Mountainbikes mit einem zusätzlichen Schub durch die E-Unterstützung kombiniert.

Bei der Auswahl eines E-Mountainbikes gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Der Motor sollte ausreichend Leistung bieten, damit wir auch steile Strecken gut bewältigen können. Die Akkukapazität ist ein weiterer wichtiger Punkt. Je größer der Akku, desto länger können wir fahren. Auch die Federung spielt eine große Rolle. Für raues Gelände ist eine vollgefedertes Bike besser, da es mehr Komfort und Kontrolle bietet. Die Reifenbreite beeinflusst die Traktion und das Fahrgefühl. Breitere Reifen sorgen für mehr Grip, sind aber oft langsamer.

Die Reichweite eines E-Mountainbikes variiert je nach Modell, Batteriegröße und Fahrstil. Hochwertige Modelle, wie das Canyon Spectral:ON CF 8, können eine Reichweite von bis zu 900 Wh bieten, was eine beeindruckende Distanz ermöglicht.

CRIVIT E-Bikes

CRIVIT bietet verschiedene E-Bike Kategorien für unterschiedliche Bedürfnisse:

  • Urban E-Bike: Geeignet für Abenteuer im urbanen Dschungel.
  • E-Mountainbike: Ideal für lange Touren und moderate Trails.
  • Classic E-Bike: Ein praktischer Begleiter für Alltag und Ausflüge.

Die Urban E-Bike Modelle von CRIVIT zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Leistungsstarker Akku mit 355 Wh
  • Bis zu 100 km Reichweite
  • Drehmomentsensor für intuitive Kraftübertragung
  • Hinterradnabenmotor für direkte Kraftübertragung
  • Hydraulische Scheibenbremse
  • Leichtes Gewicht (ca. 23 kg)
  • Hochwertiges Designkonzept

Die Urban E-Bikes sind mit einem intelligenten Drehmomentsensor ausgestattet, der ein natürliches Fahrgefühl ermöglicht. Der Drehmomentsensor erkennt intuitiv, wie viel Leistung benötigt wird, ganz ohne Schaltung.

Die E-Bikes von CRIVIT sind in verschiedenen Varianten erhältlich, entweder mit Shimano CUES Kettenschaltung oder Gates Carbon-Riemen.

Fazit

Die Wahl des richtigen E-Bikes hängt stark von den persönlichen Bedürfnissen und dem geplanten Einsatzbereich ab. Der Aventon Level 2 bietet eine solide Basis für längere Touren, während Alternativen wie die Modelle von Trek oder CRIVIT möglicherweise besser für spezifische Anforderungen geeignet sind.

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