B10 Neusiedler See Radweg: Informationen und Tipps für Ihre Radtour

Der Neusiedler See-Radweg führt um den größten Steppensee Mitteleuropas und zählt zu den schönsten Radstrecken Österreichs. Er ist wohl der bekannteste und auch meist befahrene Radweg der UNESCO Welterberegion Neusiedler See.

Unter den insgesamt 12 beschilderten Themenradrouten der Region nimmt der Neusiedler See Radweg "B10" eine herausragende Stellung ein. Er zählt zu den beliebtesten Radstrecken Österreichs und ist der einzige mit fünf ADFC-Sternen zertifizierte Radweg des Burgenlandes bzw. einer von nur zwei derart prämierten Radwegen in Österreich. 2012 wurde dieser Radweg mit 5 Sternen des ADFC ausgezeichnet.

Die Re-Zertifizierung des B10 Neusiedler See Radwegs durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ist ein starkes Zeichen für die kontinuierliche Qualitätsarbeit rund um den See. In ganz Österreich gibt es derzeit lediglich zwei Radwege mit der begehrten 5-Sterne-Auszeichnung: den Drauradweg und den B10 Neusiedler See Radweg. Diese Exzellenz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Verbesserungen.

LAbg.Ing. Thomas Schmid, Bürgermeister von Oggau am See, meint dazu:" Sichere, qualitativ hochwertige und direkte Radverbindungen zwischen den Orten und in den Ortskernen sind eine Voraussetzung, um die Anzahl der Radfahrenden zu steigern und das Burgenland als Raddestination weiter zu attraktivieren."

Streckenverlauf und Beschaffenheit

Einmal umrundet habt ihr 117,5 km hinter euch. Die Strecke führt entlang des Schilfgürtels - teilweise mit traumhaften Ausblick zum See - durch Weingärten, Feuchtwiesen und Salzlacken Richtung Ungarn. Die Strecke ist mit wenigen Ausnahmen durchgehend asphaltiert und durwegs gut befahrbar und sie bietet vielfältige Variationsmöglichkeiten.

Vom Campingplatz in Podersdorf fährt man an Naturschutzgebieten entlang nach Illmitz und immer gut beschildert bis nach Pamhagen, zur jetzt offenen Grenze nach Ungarn (ein Reisedokument ist empfehlenswert). Durch Hegykö, Fertöhomok und Balf bis nach Fertörakos zur Grenze wieder nach Österreich. Durch Weingärten an Mörbisch und Rust vorbei nach Oggau.

Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden und Jois werden zum Teil nur berührt. Anschließend führt der Radweg nach Neusiedl am See und über Weiden zurück nach Podersdorf.

Sie führt von den schilfumrahmten Ufern des Neusiedler Sees zu den Donauauen, zwischen Weingärten und idyllischen Kellergassen, vorbei an historischen Stätten und modernen Windrädern. Die Strecke führt durch malerische Weinberge, Schilflandschaften und entlang des Seeufers mit herrlichen Ausblicken und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten.

Die mit einigen Ausnahmen asphaltierte Strecke ist leicht zu fahren – jedoch nicht zu unterschätzen. Entlang der Naturschutzgebiete – durch den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel – führt diese wunderschöne Strecke.

Familienfreundlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Der Neusiedler-See-Radweg gilt aufgrund seiner minimalen Höhenunterschiede als sehr familienfreundlich. Vor allem auf österreichischer Seite ist der Neusiedler See Radweg perfekt für Familien, da es nur wenige, nicht allzu anstrengende Steigungen gibt.

Man sollte sich nur Abschnitte vornehmen, sportliche Fahrer schaffen die Strecke in etwa sechs Stunden. Sportliche Fahrer werden mit 6 Stunden leicht auskommen. Es geht sooo schön eben dahin! Doch dafür kann der Wind ganz schön bremsen und so wird's dann auch anstrengend.

Highlights entlang der Strecke

Auf romantischen Wegen entlang des Schilfgürtels mit einem traumhaften Ausblick zum See und idyllischen Wegen zwischen Weingärten, Feuchtwiesen und Salzlacken fahrt ihr in eine andere Welt. Dies bedeutet nicht nur Entspannung für Geist und Seele sondern auch die „Neuerweckung“ all eurer Sinne!

Ob auf dem B10 rund um den Neusiedler See, vorbei an unzähligen Windrädern in der pannonischen Tiefebene oder von einer kulturellen Sehenswürdigkeit zur nächsten: Auf den unzähligen Radrouten der Region Neusiedler See erfährt man die landschaftlichen Besonderheiten ganz genussvoll. Alle Routen sind beschildert, meistens asphaltiert und bieten ein tolles Rundum-Programm obendrauf. Am Wegesrand warten nämlich nicht nur kulinarische Entdeckungen, sondern auch tolle Aussichtspunkte und kulturelle Stätten.

Vom Sattel aus hat man außerdem die Möglichkeit, unberührte Naturlebensräume und die einzigartige Fauna und Flora rund um den imposanten Steppensee zu erkunden. Rund um den See warten zahlreiche kulinarische und vinophile Genusspunkte darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

In der UNESCO Welterberegion Neusiedler See können Sie die Altstadt von Rust, die Hofgassen von Mörbisch und das historische Kellerviertel von Purbach entdecken. Besonders im Sommer empfiehlt sich ein kurzer Abstecher in eines der Strandbäder am Ufer des Neusiedler Sees.

Highlights, die es auf der B10 zu entdecken gibt:

  • Mörbisch: Heuriger & Gallerie Zentgraf, Andreas Csarda
  • Rust: denkmalgeschützte Altstadt, weltberühmter Süßwein, Seebad, Radfähren nach Podersdorf
  • Oggau am Neusiedler See: Panoramablick von der Weinlaubenkuppel, Weinwanderweg
  • Donnerskirchen: Bergkirche mit Panoramablick, Leisserhof (ehemaliger Edelhof), Keltengräber, Golfplatz, Klettergarten
  • Purbach am Neusiedler See: Purbacher Türke aus dem Jahr 1532, historische Kellergasse, Solarwarmbad
  • Breitenbrunn: Turmmuseum, Art-Galerie in der Ortsvinothek, historische Kellergasse, Schilflehrpfad,Vollnaturschutzgebiet Thenau, Naturseebad
  • Winden am See: Bärenhöhle, Skulpturengarten, Panoramablick
  • Jois: Volkskundemuseum, Weinlehrpfad, Seebad
  • Neusiedl am See: Turmruine Tabor mit Panoramablick, Kalvarienberg, Pfarrkirche mit Fischerkanzel, Seebad
  • Weiden am See: Bienenfresser, Sesselmarkt, Seebad
  • Podersdorf am See: Windmühle, Leuchtturm, Seebad
  • Illmitz: Nationalpark-Informationszentrum, ältestes Bauernhaus des Seewinkels, St.

Praktische Informationen und Tipps

Bereit für das nächste Abenteuer auf zwei Rädern? Dann ab zum Neusiedler See Radweg (B10). Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr beginnt die Radsaison im Burgenland besonders früh und dauert auch besonders lange.

Der Einstieg in den Radweg kann dabei individuell gewählt werden. Ob Sie im oder gegen den Uhrzeigersinn fahren, können Sie spontan entscheiden - je nach aktueller Windrichtung. Wo auch immer Sie starten: Entlang der Strecke erwarten Sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten und besondere Aussichtspunkte.

Dank der vergleichsweise flachen Landschaft braucht es hier nur wenige Schritte, bis man den Blick über die weite Ebene schweifen lassen kann. Nehmen Sie ein Fernglas mit, wenn Sie noch Platz im Gepäck haben. So können Sie von einem Beobachtungsturm einen Blick in die bunte Welt der Vögel werfen. Über 300 Arten wurden im und rund um den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel bis heute gezählt.

Wer nicht die gesamte Strecke fahren möchte, kann mit einer Fahrradfähre bequem über den Steppensee abkürzen. Mit Fahrradfähren kommt man komfortabel von einem Ufer zum anderen.

Vergessen Sie Ihren Reisepass nicht, wenn Sie auch den ungarischen Teil des Radwegs befahren möchten. Dieser ist rund 42 Kilometer lang und teilweise anspruchsvoller.

Die Infrastruktur rund um den Radweg ist ebenfalls gut ausgebaut: Entlang der Strecke finden sich viele Radverleih- und Servicestationen. Hier können Sie sich ein Rad ausborgen oder Ihr eigenes reparieren.

Tipp: Fernglas mitnehmen! Am Neusiedler See Radweg geht es weniger ums Sammeln von Kilometern, sondern darum, die Tour durch diese besondere Region zu genießen. Planen Sie daher genügend Zeit ein, um die vielen Attraktionen und Aussichtspunkte entlang der Strecke gemütlich zu erkunden.

Vergesst nicht, immer wieder Pausen einzulegen - nicht nur der Erholung wegen! Ob ihr nun zur Stärkung in einer der zahlreichen Buschenschenken einkehrt oder auf eurer Fahrt das vielfältige Kulturangebot "einsammelt" - der Genuss kommt auf dieser Strecke sicher nicht zu knapp. Immer einen Abstecher wert ist der See, denn jedes der vielen Seebäder hat seinen eigenen Reiz!

Neben dem Neusiedler See-Radweg (B10) - einem der besten Radwege Österreichs - gibt es zahlreiche ausgewählte Themenradwege, die durch die UNESCO Welterberegion führen.

Um das touristische Angebot entlang des Radweges noch attraktiver zu gestalten, wurden nun völlig neue Übersichtstafeln für 13 Standorte auf Initiative und mit Finanzierung des Tourismusverbandes Nordburgenland erstellt. Neben einem Übersichtsplan der Region Nordburgenland und dem Radwegenetz mit aktuellem Standort finden die begeisterten Radler:innen wissenswerte Informationen zu der jeweiligen Gemeinde.

Wichtige Hinweise zu Infrastruktureinrichtungen wie Apotheken, Radverleihe und -service, Polizeistationen, Campingplätze und Museen runden das Informations-Portfolio ab. Ein besonderes Highlight sind mit dem Mobiltelefon abrufbare QR-Codes, die in Windeseile zu Audiobeschreibungen der Orte sowie entsprechenden Ortsinfos inkl. Kulinarik, Übernachtungsmöglichkeiten und weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden.

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