Balance Go Laufrad Test: Die besten Laufräder im Vergleich

Die große, weite Welt entdecken - das wollen nicht nur Erwachsene, sondern auch schon die Kleinsten. Ideal für die ersten Abenteuer sind Laufräder. Damit können Kinder schon ab zwei Jahren munter losdüsen, ohne dass Mama oder Papa ständig hinterherlaufen müssen.

Was macht ein gutes Laufrad aus?

Entscheidend ist, dass die Größe des Laufrads zur Größe und zum Alter des Kindes passt. Hierbei ist tatsächlich das Alter des Kindes weniger maßgeblich als die Größe bzw. Schrittlänge. Schließlich sind Kinder sehr unterschiedlich groß. Laufräder gibt es bereits für Kinder ab einer Körpergröße von ca. 85 cm.

5-Punkte-Check für das perfekte Laufrad:

  1. Kindgerechte Rahmengeometrie: Viele Laufradhersteller arbeiten mit Kinderärzten zusammen und erforschen das Bewegungsverhalten von Kindern ganz genau.
  2. Ergonomische Komponenten: Damit das Kind richtig greifen kann, sollten die Hersteller das Laufrad mit altersgerechten Anbauteilen ausstatten.
  3. Geringes Gewicht: Je leichter ein Fahrzeug ist, desto leichter lässt es sich bewegen! Ein gutes Laufrad zeichnet sich auch durch ein geringes Gewicht aus.
  4. Option zum Mitwachsen: Ein Laufrad sollte von Anfang an passen, d.h. es sollte auf keinen Fall zu groß sein. Damit es dennoch eine Weile passt, sind viele Laufräder mit einer verstellbaren Sattelstütze und einem höhenverstellbaren Lenker ausgerüstet - sie wachsen also mit deinem Kind mit!
  5. Robustheit und Ersatzteile: Laufräder haben kein leichtes Leben! Eine gut sortierte Ersatzteilversorgung ist wichtig!

Die Top-Laufräder im Test

Puky LR M

Das Puky LR M ist äußerst robust, sehr gut verarbeitet und ein treuer Begleiter. Auch optisch überzeugt der Klassiker, der auf unnötige Spielereien am Rahmen oder beim Zubehör verzichtet. Der Fahrspaß steht hier ganz klar im Vordergrund.

Das LR M hat keine Bremse, ist für Kinder ab zwei Jahren, die zum ersten Mal auf einem Laufrad sitzen, aber bestens geeignet. Durch die lange Sattelstütze und die verstellbare Höhe des Lenkers können Nachwuchsrennfahrer auf dem Puky recht lange Vollgas geben.

Schon beim Zusammenbau hat man ein gutes Gefühl, da die Befestigungen an der Sattelstütze und am Lenker durchdacht und hochwertig sind. Es gibt keine unnötigen, scharfen Kanten, keine windigen Verschraubungen und vor allem keinen überflüssigen Schnickschnack. Das Puky ist genau das, was es ist - ein Laufrad!

Beim Puky-Bike lassen sich Sattel- und Lenkerhöhe problemlos verändern. Durch die hochwertige Verarbeitung sind solche kleinen Montageschritte sehr einfach und schnell umsetzbar.

Außerdem brauchen die Befestigungen beim Puky keine billigen Plastikschutzkappen, die vor scharfen Kanten und Schrauben schützen. Beim Puky sind die Schrauben am Lenker und Sattel jeweils abgerundet. Das Sattelrohr hat einen Spielraum von 15 Zentimetern. Auch die 8,8 Zoll großen Vollgummireifen mit Kunststofffelgen und breiten Kunststoffspeichen überzeugen.

Er ist vorne hochgezogen und sorgt dafür, dass die kleinen Rennfahrer nicht herunterrutschen und dass sie ihren Schwung behalten, da dieser direkt auf das Laufrad übertragen wird. Wenn dann die Kinder schon etwas schneller unterwegs sind, können sie ihre Füße bequem auf das Trittbrett stellen. Das wirkt sich auch günstig auf den Schwerpunkt aus und erhöht die Fahrsicherheit.

Im Vergleich zu allen Laufrädern im Test liegt das Puky LR M gewichtstechnisch ziemlich genau in der Mitte, gehört aber zu den kleineren Modellen und bringt für die Größe relativ viel auf die Waage.

Das Puky LR M ist ein Klassiker unter den Laufrädern und überragt aufgrund seines Gesamtpakets alle anderen Konkurrenten hier im Test. Qualität, Verarbeitung, Handhabung, Fahrspaß und Preis sind einfach eine Wucht.

Puky LR Light

Das sportliche Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen: Das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an - optisch wie fahrtechnisch sorgte es für strahlende Gesichter.

Fangen wir mit den Luftreifen an: Sie geben dem Laufrad eine Menge Fahrkomfort und sorgen für Spaß bei jeder Tour, ob nun in der Stadt auf Asphalt oder Kopfsteinpflaster, im Park auf Kieswegen oder Rasenflächen, bei Spielplätzen auf Sand und sogar im Wald, wenn es über Stock und Steine geht.

Mit 3,6 Kilogramm gehört es für diese Größe zu den Leichtgewichten. Dafür sorgen Rahmen, Gabel und Naben, die aus Alu gefertigt sind. Neben den sehr hochwertigen Verschraubungen am Steuersatz, an den Achsen und bei der Sattelstütze sind auch die Kunststoff-Sicherheitsgriffe am Lenker toll verarbeitet. Gleiches gilt für das sehr kleine Trittbrett für die Füße zwischen Lenker und Sattel, das ebenfalls aus Kunststoff besteht.

Sattel und Lenker sind zudem in der Höhe verstellbar. Doch es gibt auch Minuspunkte. So ist das Puky LR Light mit knapp 150 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings: Die Qualität, Funktionalität und das Design dieses kleinen und langlebigen Flitzers dürften sich auszahlen.

Wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt das LR Light auch mit Bremse - eine V-Brake. Ein dickes Plus gibt es dagegen für die Montage: Ohne großen Verpackungsmüll steht das Puky LR Light mit zwei Handgriffen einsatzbereit vor einem. Perfekt!

Woom 1

Das Woom 1 ist was für den großen Geldbeutel und von seiner Geometrie her genau auf die Bedürfnisse kleiner Kinder abgestimmt. Es sorgt mit besten Komponenten, einem sehr leichten Rahmen, einer speziellen Hinterradbremse und einem breiten Lenker für viel Fahrspaß.

Der Bremshebel des Woom 1 ist speziell auf die kleinen Hände und Bedürfnisse der jungen Laufradpiloten angepasst. Er kommt bereits mit geringer Kraft zur Wirkung. Für die gute Bremswirkung ist allerdings auch die V-Bremse im Miniformat verantwortlich, die jedem großen Mountainbiker, Rennradler oder Tourenfahrer bestens bekannt sein dürfte.

Der Einstieg beim Woom 1 ist sehr niedrig gehalten, damit bereits die Kleinsten eine Runde auf dem Flitzer drehen können. Zudem verhalten sich der Steuersatz - also die Lenkung - als auch die Räder extrem geschmeidig. So lässt sich das Woom 1 ohne großen Aufwand bewegen.

Der einzige Nachteil an diesem Flitzer ist der hohe Preis. Doch dafür bekommt man von der österreichischen Edelschmiede ein echtes Top-Laufrad geliefert.

Elvent Balance Go 12

Dem Elvent Balance Go 12 spendierten die Unternehmensgründer kurzerhand einen Rahmen aus einer leichten Magnesium-Legierung und sparen im Vergleich zu Aluminium damit 30% an Gewicht ein. Auch der Rest ist durchdacht: Reichlich Komfort auf unebenem Terrain liefern die Luftreifen und durch die lange Sattelstütze wächst das Laufrad mit.

Es hat eine Schritthöhe von 32,5 bis 45,5 cm und ist damit für Kinder von ca. 1,5 bis 4 Jahren bzw. 80 bis 100 cm ideal geeignet. Der ergonomische Sattel ist höhenverstellbar und bietet viel Komfort für ausgiebige Touren in der Stadt sowie in der Natur.

Um genau zu sein handelt es sich um ein Laufrad aus Magnesium. Der Rahmen aus Magnesium ist ca. 30 Prozent leichter als ein vergleichbarer Rahmen aus Aluminium und so bringt das BalanceGo leichte 3,0 Kg auf die Waage. Trotzdem ist das Elvent Laufrad ein solides Modell, welches laut Hersteller maximal mit 30 Kg belastet werden darf.

Bei den Rädern handelt es sich um 12 Zoll Luftreifen. Diese bieten viel Komfort und ein Fahrgefühl ähnlich wie bei einem normalen Fahrrad.

Elvent Balance Go 14

Das BalanceGo 14 Zoll Laufrad ist sehr ähnlich zum 12 Zoll Modell von Elvent. Es verfügt ebenfalls über komfortable Luftreifen sowie über einen bequemen Sattel für längere Ausflüge. Damit das Rad nicht so schnell in der Abstellkammer landet, ist der Sattel ebenfalls höhenverstellbar und bietet eine Schritthöhe von 34 bis 48,5 cm. Ideal für Kinder ab 3,5 jahren bzw. ab einer Körpergröße von 95 cm.

So ist das Elvent BalanceGo 14 Zoll mit einer Handbremse ausgestattet. Diese ist mit dem Hinterrad verbunden und so kommt das Fahren mit dem BalanceGo Laufrad, dem Fahren mit dem Fahrrad noch ein Stückchen näher.

Weitere Laufrad-Modelle im Überblick

Neben den bereits genannten Modellen gibt es eine Vielzahl weiterer Laufräder auf dem Markt. Hier eine kurze Übersicht:

  • Kettler Speedy: Geeignet für Kinder, die es schneller mögen.
  • Pinolino Jojo: Laufrad aus Holz, robust und zuverlässig.
  • Hauck Balance N Ride: Holzkonstruktion mit Luftreifen für Fahrkomfort.
  • Affenzahn Mini-Flitzer: Verzichtet auf Schnickschnack, setzt auf hochwertige Materialien.

Worauf sollte man beim Kauf eines Laufrads achten?

Beim Kauf eines Laufrads sollten Sie auf folgende Aspekte achten:

  • Alters- und Größeneignung: Das Laufrad sollte zur Größe und zum Alter des Kindes passen.
  • Material: Achten Sie auf hochwertige und schadstofffreie Materialien.
  • Gewicht: Ein leichtes Laufrad erleichtert dem Kind die Handhabung.
  • Ausstattung: Zusätzliche Features wie Trittbrett oder Lenkeinschränkung können nützlich sein.
  • Preis: Das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte stimmen.

Tipps zum Laufradfahren lernen

Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihr Kind beim Laufradfahren lernen unterstützen können:

  • Stellen Sie Sattel- und Lenker entsprechend der Körpergröße ein.
  • Suchen Sie eine passende Umgebung (verkehrsberuhigter Bereich, Park).
  • Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit, indem Sie bei den ersten Versuchen mitlaufen.
  • Laufradfahren nur mit passendem Kopfschutz!

Sicherheitshinweise

Genauso wie später beim Fahrradfahren, ist es auch beim Laufrad wichtig, dass Kinder einen Helm tragen. Bitte lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Laufrad fahren, wenn es einen Helm trägt. Außerdem sollten Kinder laut Ärzten und Experten nicht zu früh auf ein Laufrad steigen. Zwei Jahre ist ein gutes Alter, je nach Entwicklungsstand des Kindes. Denn bevor die Kleinen auf zwei Rädern losrollen, sollten sie bereits gut eigenständig gehen können. Außerdem sollte das Laufrad nicht zu oft benutzt werden.

Laufrad-Empfehlungen nach Alter

Einige Laufräder sind eher für ganz junge und kleine Fahrer geeignet als andere. Die verfügen dann »nur« über die wichtigsten Basics - soll heißen: Diese Laufräder brauchen keine Extras wie Bremsen oder Klingel. Das hat den einfachen Grund, dass Kinder mit zwei Jahren noch so kleine Hände haben, dass sie nicht gleichzeitig den Lenker greifen und klingeln oder bremsen können.

Dabei ist aller Anfang schwer. Auch das Fahren mit dem Laufrad muss erst gelernt werden. Seien Sie nachsichtig und geduldig mit Ihrem Kind, wenn es nicht sofort klappt. Kinder sind ausdauernder als wir Eltern glauben.

Tabelle: Laufrad-Vergleich

Modell Altersempfehlung Gewicht Besonderheiten Preis (ca.)
Puky LR M Ab 2 Jahren 3,5 kg Robust, klassisch Ab 104,99 Euro
Puky LR Light Ab 2,5 Jahren 3,6 kg Leicht, sportlich Ab 219,99 Euro
Woom 1 1,5 - 3,5 Jahre 2,95 kg Sehr leicht, ergonomisch Ab 199,00 Euro
Elvent Balance Go 12 1,5 - 4 Jahre 3,0 kg Magnesiumrahmen, leicht Ab 159,00 Euro
Elvent Balance Go 14 Ab 3,5 Jahre K.A. Magnesiumrahmen, Handbremse K.A.

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