bammax laufrad test: Der ultimative Ratgeber für Eltern

Laufräder sind heutzutage aus Einfahrten und Hinterhöfen kaum noch wegzudenken, denn ihr Vorteil liegt auf der Hand: Die Kids können sich schnell und unabhängig von den Eltern bewegen. Ideal für die ersten Abenteuer sind Laufräder. Damit können Kinder schon ab zwei Jahren munter losdüsen, ohne dass Mama oder Papa ständig hinterherlaufen müssen.

Was ist ein Laufrad?

Als Laufrad bezeichnet man Räder für Kleinkinder mit Sattel und Lenkstange, aber ohne Pedale. Als Fortbewegungsmittel für die Kleinsten sind Laufräder seit Mitte der 90er Jahre immer populärer geworden.

Warum ein Laufrad?

Laufräder sind für Kleinkinder ein erster kleiner Schritt in die Eigen- und Selbstständigkeit. Denn die Kleinen sitzen nicht mehr im Kinderwagen oder laufen an der Hand von Mama und Papa, sondern begeben sich auf kleine Entdeckungsreisen - natürlich im Blickfeld der Eltern. Sie erfahren damit eine ganz neue Art und Weise der Fortbewegung. Dabei lernen die Kids nicht nur Geschwindigkeiten einzuschätzen, sondern vor allem auch die Koordination von Armen und Beinen. Das ist auch der Grund, warum Kinderlaufräder so gut auf das Fahrradfahren vorbereiten.

Ein Laufrad - ob groß oder klein - schult den Gleichgewichtssinn und die motorischen Fähigkeiten. Laufräder sind nicht nur ein Spielzeug, sondern auch ein wichtiges Trainingsgerät für Kinder.

Welches Laufrad ist das Richtige?

Der Laufrad Vergleich soll Ihnen auf einen Blick die wichtigsten Entscheidungskriterien liefern. Die Auswahl der jeweiligen Kriterien sollte möglichst nah am Alltag geschehen und so nützlich wie möglich für den Verbraucher sein. In einem Test sollte dies zunächst immer die Hauptaufgabe sein. Erst danach sollten andere Parameter folgen. Da jedes Magazin eigene Testkriterien und Prüfabläufe festsetzt gibt es oft auch verschiedene Testsieger und Testnoten beim Ergebnis.

Alter und Größe

Die meisten Hersteller empfehlen Laufräder für Kinder ab 24 Monaten. Je nach Modell des jeweiligen Laufrads können Kinder somit schon früher oder erst später ihre ersten Erfahrungen sammeln. Die Angaben vom Hersteller sollten aus diesem Grunde genau beachtet werden, da die jeweiligen Laufräder oft genau auf die angegebene Körpergröße hin konzipiert sind.

Die Größe sollte so sein, dass das Kind den Boden mühelos mit beiden Beinen erreichen kann.

Materialien

Als Materialien für ein Laufrad werden meist Holz, Metall, Kunststoffe oder eine Kombination daraus verwendet. Hier eine Übersicht:

  • Holz: Der Werkstoff Holz ist ein natürliches Produkt. Somit sind Laufräder, die aus Holz bestehen und nicht mit weiteren chemischen Mitteln verarbeitet wurden, oft frei von Schadstoffen.
  • Metall: Laufräder aus Metall haben die Eigenschaft, dass diese oft sehr robust sind und eine lange Lebensdauer haben. Zudem ist Metall oft einfach zu reinigen.
  • Kunststoff: Kunststoff ist oft leichter als Metall und somit sinkt das Eigengewicht des Laufrades. Jedoch sind insbesondere an Kunststoffen oft viele Schadstoffe zu finden.

Reifengröße

Ein weiterer wichtiger Punkt bei einem Laufrad ist die Bereifung bzw. die Radgröße an sich. Die Größe der Räder bei einem Laufrad wird oft in der Einheit Zoll angegeben. Hier eine Übersicht:

  • 8 Zoll: Ein Zoll entspricht dabei 2,54 Zentimeter. Somit beträgt der Durchmesser eines 8 Zoll Rades 20,32 Zentimeter.
  • 10 Zoll: Die Größe von 10 Zoll entspricht einem Durchmesser eines Rades von 25,4 Zentimeter.
  • 12 Zoll: 12 Zoll entsprechen 30,48 cm. Somit hat ein solches Laufrad Räder mit einem Durchmesser von 30,48 Zentimeter.
  • 14 Zoll: Diese Räder sind meist für ältere Kinder geeignet.

Weitere Aspekte

  • Artikelgewicht: Ein wichtiger Bestandteil für die Bewertung von Laufrädern ist nach unserer Meinung das Eigengewicht. Dieses ist zum einen wichtig für die schnelle und unkomplizierte Fortbewegung. Zum anderen ist es auch für einen Transport nicht unerheblich.
  • Design: Das Aussehen spielt bei der Suche nach dem besten Laufrad ebenfalls eine große Rolle. Aus diesem Grund sollte in einem Testbericht auch das Design entsprechend bewertet und angesprochen werden.
  • Allgemeine Verarbeitung: Speziell für die Haltbarkeit ist es wichtig, dass ein Laufrad Testsieger gut verarbeitet ist. Aus diesem Grunde sollte bei einem Test auch diese Komponente einer ausführlichen Prüfung unterzogen werden.

Empfehlungen und Testberichte

Wir haben in mehreren Testrunden inzwischen ganze 54 Laufräder getestet und dabei geprüft, wie sicher, stabil und schnell die kleinen Zweiräder sind.

Puky LR M

Das Puky LR M ist äußerst robust, sehr gut verarbeitet und ein treuer Begleiter. Auch optisch überzeugt der Klassiker, der auf unnötige Spielereien am Rahmen oder beim Zubehör verzichtet. Der Fahrspaß steht hier ganz klar im Vordergrund. Das LR M hat keine Bremse, ist für Kinder ab zwei Jahren, die zum ersten Mal auf einem Laufrad sitzen, aber bestens geeignet.

Puky LR Light

Das sportliche Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen: Das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an - optisch wie fahrtechnisch sorgte es für strahlende Gesichter. Das Puky LR Light ist der aktuelle Testsieger bei der Stiftung Warentest. Das Laufrad ist für Kinder bis füf Jahre geeignet und bis 50 Kilogramm belastbar.

Woom 1

Das Woom 1 ist was für den großen Geldbeutel und von seiner Geometrie her genau auf die Bedürfnisse kleiner Kinder abgestimmt. Es sorgt mit besten Komponenten, einem sehr leichten Rahmen, einer speziellen Hinterradbremse und einem breiten Lenker für viel Fahrspaß.

Kettler Speedy

Das Kettler Speedy ist das richtige Laufrad für Kinder, die es schneller mögen und sich bereits sicher mit Laufrädern fortbewegen können. Wenn Ihr Nachwuchs eher vorsichtig ist, sollten Sie lieber ein anderes Laufrad wählen. Leider ist der Sattel nicht besonders bequem. Das Kettler Laufrad Speedy schnitt im Test von 2018 bei der Stiftung Warentest mit der Durchschnittsnote „gut“ ab.

Weitere Empfehlungen

Neben den genannten Modellen gibt es noch viele weitere empfehlenswerte Laufräder auf dem Markt. Hier eine kleine Auswahl:

  • Banwood: Das Unternehmen Banwood ist bekannt für seine besonders stylischen Produkte.
  • Pinolino Jojo: Der Aufbau des Jojo geht schnell und problemlos vonstatten.
  • Hauck Balance N Ride: Der Rahmen besteht aus einer einfachen, geschwungenen Holzkonstruktion, an der bereits der höhenverstellbare Sattel befestigt ist.
  • Affenzahn Mini-Flitzer: Der Rahmen ist im Spritzgussverfahren hergestellt und besteht laut Hersteller zu 100 Prozent aus recyclingfähigem Material.

Testsieger und Auszeichnungen

Die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Laufräder intensiv geprüft. Besonders auf Grund der hohen Schadstoffbelastung fallen viele Laufräder mit „mangelhaft“ durch. Bei äußerst preiswerten Produkten ist ein Blick auf die Inhaltsstoffe ratsam. Auch das Magazin Ökotest kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich 2 der 10 getesteten Laufräder wirklich empfehlenswert sind.

Stiftung Warentest

Im Dezember 2018 wurden von der Stiftung Warentest 15 Laufräder unter anderem auf Fahrbarkeit, Sicherheit und Haltbarkeit, Handling und Schadstoffe getestet. Testsieger wurde das Puky Laufrad LR1 mit Trittbrett, ein robustes, bequemes Modell für circa 70,-€, das BTWrunride100 für um die 35,-€.

Sicherheitshinweise

Genauso wie später beim Fahrradfahren, ist es auch beim Laufrad wichtig, dass Kinder einen Helm tragen. Bitte lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Laufrad fahren, wenn es einen Helm trägt. Außerdem sollten Kinder laut Ärzten und Experten nicht zu früh auf ein Laufrad steigen. Zwei Jahre ist ein gutes Alter, je nach Entwicklungsstand des Kindes. Denn bevor die Kleinen auf zwei Rädern losrollen, sollten sie bereits gut eigenständig gehen können.

Ein Kind sollte deshalb genau wissen, was es mit seinem Laufrad tun darf und was nicht.

Checkliste für den Kauf eines Laufrads

  • Alter und Körpergröße des Kindes
  • Material des Laufrads (Holz, Metall, Kunststoff)
  • Reifengröße und -art (Luftreifen, Kunststoffreifen)
  • Gewicht des Laufrads
  • Sicherheit (Bremsen, Lenkeinschlagsbegrenzung)
  • Ergonomie (verstellbarer Sattel und Lenker)
  • Testberichte und Auszeichnungen

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