Das Bandana ist ein dünnes, quadratisches Tuch aus Baumwolle, typischerweise mit einer Kantenlänge von 50 bis 60 cm. Das vielseitige Accessoire ist für den Großteil modebewusster Trendsetter unverzichtbar geworden, da es mit seinen unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten jedes Outfit auf einfache, aber modische Art aufwertet. Typisch für Bandanas ist das verspielte Paisleymuster, mittlerweile gibt es Bandanas jedoch auch in vielen anderen Designs.
Die Herkunft des Bandanas
Das Wort Bandana kommt aus dem Hindi und bedeutet übersetzt "binden". Es war ursprünglich als Halstuch insbesondere bei Feldarbeitern, Cowboys und Lokführern populär, um Schweiß aufzufangen und vor Staub zu schützen. Während des Zweiten Weltkriegs benutzten Frauen in amerikanischen Fabriken die praktischen Bandanatücher, um ihre langen Haare zurückzubinden. Später in den 1970ern wurden die Bandanas als Erkennungszeichen bei populären Banden wie den Bloods und Crisps eingeführt, wodurch sie ihre Gruppenzugehörigkeit signalisierten.
Heute wird das Bandanatuch nicht mehr nur um den Hals oder ins Haar gebunden, sondern es lässt sich durch die unterschiedlichen Styling-Varianten und Bindetechniken im Rockabilly Style, im Biker-Style oder auch im lässigen Alltags-Look kombinieren.
Wie binde ich ein Bandana richtig?
Bandanas sind ein vielseitiges Accessoire, welches sich mit unterschiedlichen Bindetechniken auf dem Kopf tragen lässt und jedem Outfit das gewisse Etwas verleiht. Doch wie bindet man das Bandana als Kopftuch oder Haarband? Bevor es mit den verschiedenen Bindetechniken losgehen kann, erklären wir, welche Schritte zur Vorbereitung der verschiedenen Styles notwendig sind:
- Zu Beginn das viereckige Bandana zu einem Dreieck falten, indem eine Ecke auf die gegenüberliegende Ecke gelegt wird. Jetzt könnte das Bandana bereits zu einem Piratentuch oder einem Mundschutz gebunden werden.
- Ist kein Piratentuch oder Mundschutz gewünscht, einfach die Spitze des Dreiecks in Richtung der langen Kanten legen.
- Zuletzt das Tuch erneut in der Mitte falten, sodass ein längliches Band entsteht.
Nun ist das Bandana bereit, um als Stirnband, Haarband und vieles mehr gebunden zu werden.
Das Bandana als Haarband
Ob mit offenen Haaren oder auch zum Zopf gestylt - als klassisches Haarband lässt sich das Bandana ganz einfach um den Kopf binden:
Das Bandana als Stirnband
Ähnlich wie bei der Haarband-Variante kann das Bandanatuch ganz einfach zu einem Stirnband gefaltet und geknotet werden.
Das Bandana als Haargummi
Die Haare stören im Gesicht, doch ein Zopfgummi ist gerade nicht zur Hand? Kein Problem, denn auch mit dem Bandanatuch kann ganz einfach ein Zopf gebunden werden.
Das Bandana als Piratentuch
Voll im Trend und auch noch ein super Sonnenschutz für den Scheitel ist das Bandana als Piratentuch gebunden.
Weitere Styling-Varianten des Bandanas
Das Bandana kann jedoch nicht nur auf dem Kopf getragen werden, sondern lässt sich auf andere vielfältige Weisen in jedem Outfit integrieren. Es kann als Choker-Ersatz um den Hals getragen, lässig um die Handtasche gewickelt oder auch als Mund-Nasenschutz verwendet werden.
Als Halstuch
Das Bandana kann auch als cooler Ketten-Ersatz präsentiert werden. Dazu wird das Tuch in einer beliebigen Farbe zusammengefaltet und dann ganz einfach um den Hals geknotet. Voilá, fertig ist der Halsschmuck!
Als Mundschutz
Schutz vor Kälte oder Staub? So cool kann ein Mundschutz aussehen. Dazu einfach das Bandana an den Spitzen zusammenlegen und hinten am Nacken verknoten. Braucht man den Mundschutz mal nicht, kann man das Tuch ganz einfach herunterziehen.
Am Handgelenk
Auch ums Handgelenk lässt sich das vielseitige Tuch in der Lieblingsfarbe tragen. Dazu einfach das Bandana falten, ums Handgelenk legen und verknoten. Praktischerweise kann das Tuch so auch als stylisches Schweißband dienen.
Als Hutband
Der Lieblingshut ist zu langweilig geworden, sitzt aber immer noch perfekt auf dem Kopf? Kein Problem, denn auch als Hutband ist das Bandana einsatzbereit und peppt jeden schlichten Hut mal so richtig auf.
Das Bandana für Herren
Das Trend-Accessoire ist nicht nur den Damen vorbehalten, auch bei den Herren ist das Bandana ein beliebtes Utensil. Dabei ist das Tuch mehr als nur etwas für Piraten oder Biker - es ist auch ein zeitloses Accessoire für jeden Anlass. Auf die vielfältigen Möglichkeiten, das Bandana zu binden, können Männer natürlich ebenfalls zurückgreifen und so mit dem beliebten Accessoire das Outfit stilvoll aufpeppen.
Die schönsten Frisuren mit Bandana
Die ersten vier Bandana-Looks funktionieren nur, wenn Sie mindestens mittellanges Haar haben. Für Zöpfe und Co. braucht es eben leider lange Haare. Alle anderen Binde-Methoden können Sie allerdings auch bei kurzen Haaren anwenden.
1. Bandana binden: der einfache Zopf
Im ersten Schritt (dieser gilt auch für die nächsten vier Frisuren) falten Sie das Tuch. Legen Sie das Bandana so zusammen, dass eine etwa fünf Zentimeter breite Binde entsteht. Nehmen Sie Ihre Haare hinten im Nacken zusammen, machen Sie mit einem Haargummi einen Zopf und knoten Sie das Tuch darum. Auch eine Schleife sieht sehr schön aus und lässt die Frisur romantisch und verspielt wirken.
Styling-Tipp: Beachten Sie, dass ein Bandana bei vielen Haaren keinen Haargummi-Ersatz darstellt. Einmal gebunden, kann es schnell rutschen oder locker werden. Darum sollten Sie für den festen Halt immer einen dünnen Haargummi unter dem Tuch tragen - das gilt auch für die folgenden drei Frisuren.
2. Der Dutt
Nehmen Sie alle Haare zusammen und drehen Sie diese zu einem Dutt ein. Binden Sie diesen fest und wickeln Sie das Bandana darum. Mit einem festen Knoten fixieren Sie das Tuch. Dieser Style sieht übrigens nicht nur bei einem hohen Dutt, sondern auch bei einem Nacken-Dutt schön aus.
3. Bandana binden: der Pferdeschwanz
Alle Haare am Hinterkopf zu einem hohen Zopf zusammenbinden und das gefaltete Tuch um den Haargummi wickeln. Beim hohen Pferdeschwanz sieht es toll aus, wenn Sie keine Schleife binden, sondern die Bandana-Enden einfach links und rechts lose runterfallen lassen.
4. Der geflochtene Zopf
Dieser Look ist etwas für Fortgeschrittene. Man braucht eine ruhige Hand, da das Styling nicht so leicht ist. Das Endergebnis ist dafür aber besonders schön und hat einen tollen Effekt, da sich das bunte Tuch durch das Haar schlängelt. Binden Sie sich einen tiefen Zopf im Nacken und knoten Sie das Tuch um den Haargummi. Teilen Sie die Haare in ZWEI gleichgroße Strähnen auf.
Die beiden Enden des coolen Haar-Accessoires nehmen Sie zusammen - sie ergeben den dritten Strang, den Sie für eine klassische Flechtfrisur brauchen. Legen Sie nun immer links-rechts-abwechselnd die äußere Strähne über die beiden anderen und fixieren Sie am Ende alles mit einem Haargummi.
Die besten Frisuren für kurze oder offene Haare
Die letzten vier Bandana-Looks eignen sich sowohl für kurze Haare als auch für lange und offene Haare. Bei Kurzhaarfrisuren wirken Bandanas sehr cool, während sie bei einer langen Mähne eher romantisch wirken. Besonders schön können die Stylings aussehen, wenn Sie ein paar lockere Haarsträhnen vorne oder seitlich ins Gesicht fallen lassen.
5. Bandana binden: der Piraten-Look
Sie haben einen Bad-Hair-Day? Dann ist das genau die richtige Frisur für Sie. Falten Sie das Tuch von Eck zu Eck zu einem Dreieck. Die Seite mit der Falte zeigt nach vorne und im Nacken binden Sie die Tuch-Enden zusammen. So ist das Deckhaar komplett verdeckt - perfekt bei einem fettigen Ansatz, aber auch als Schutz vor der Sonne.
Styling-Tipp: Auch bei dieser und den folgenden drei Frisuren kann es sehr gut sein, dass das Tuch nicht perfekt hält und mit der Zeit locker wird und verrutscht. Wir empfehlen, mit Bobby Pins das Tuch hinten an den Kopf zu fixieren.
6. Das Stirnband
Eine ganz klassische und praktische Frisur: Sie können das Bandana auch als Ersatz für ein Haarband nehmen, das die Haare aus dem Gesicht hält. Auch hier binden Sie es im Nacken wieder zusammen.
7. Bandana binden: der Hippie-Look
Mit diesem Twist sieht das klassische Stirnband umwerfend aus. Dieser Look ist definitiv ein Hingucker. Falten Sie das Tuch, legen Sie es um den Hinterkopf, führen Sie es nach vorne und wickeln Sie es auf der Stirn einmal um sich selbst. Danach führen Sie die Enden wieder am Kopf zurück nach hinten und verknoten sie dort. Wenn Sie das Haarband tief in die Stirn ziehen, dann ist Ihr Hippie-Look perfekt. Aber auch zu einem klassischen oder edlen Outfit können Sie es gut tragen.
8. Das Knoten-Band
Das Beste haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben: Die wirklich stylische Witwe-Bolte-Frisur. Auch hier gilt: Das Trend-Accessoire falten, von hinten um den Kopf legen und am Scheitel knoten. Die Stelle des Knotens können Sie auch variieren ihn leicht schräg oder seitlich setzen.
Bandana für Männer: Looks zum Nachstylen
Ob lässig um den Hals, als Stirnband im Stil von Tupac oder subtil aus der Hosentasche hängend wie bei A$AP Rocky - Bandanas feiern ihr Comeback als modisches Statement. Dieser Guide zeigt die besten Möglichkeiten, ein Bandana zu binden: vom Festival-Look mit Kopftuch bis zum Armband im Skater-Stil.
1. Klassisch um den Hals
So geht’s: Zwei gegenüberliegende Enden des quadratischen Bandanas aufeinanderlegen, sodass ein Dreieck entsteht. Von der langen Seite her mehrmals einschlagen, bis ein länglicher Streifen entsteht. Das Bandana von hinten um den Hals legen und vorne locker verknoten.
Wollen Männer ein Bandana binden, können Sie sich recht kreativ ausleben. Denn das vielseitige Accessoire lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise tragen und verschafft Ihnen um den Kopf herum oder auch an der Hose einen lässigen Look.
Der Klassiker für Männer: Bandana um den Kopf oder Hals binden
Ein Bandana ist ein stilvolles Accessoire mit vielen Facetten. Ob am Hals, auf dem Kopf, unter einer Cap oder locker aus der Tasche: Es verleiht Ihrem Outfit das gewisse Etwas und kann unterwegs gleichzeitig recht funktional sein. Typischerweise können Sie als Mann das Bandana um Ihren Hals oder Ihren Kopf binden.
- Bandana im Dreieck um den Hals binden: Falten Sie das Bandana diagonal zu einem Dreieck, legen Sie es sich locker um den Hals und knoten Sie die Enden entweder vorne oder hinten.
- Halstuch im Biker-Stil: Legen Sie das Bandana diagonal zusammen, sodass ein Dreieck entsteht. Platzieren Sie die breite Seite des Dreiecks über Mund und Nase und verknoten Sie die Enden im Nacken.
- Bandana im Headband-Style: Soll der Look etwas rockiger sein, können Sie Ihr Bandana um den Kopf tragen. Besonders gut wirkt dieser Look bei Herren mit Locken. Falten Sie ein Baumwoll-Bandana mehrmals der Länge nach zu einem schmalen Streifen. Binden Sie es dann um den Kopf, etwa in Stirnhöhe, und fixieren Sie die Enden mit einem einfachen Knoten am Hinterkopf.
- Bandana im TUPAC-Style: Besonders beliebt ist zudem, das Bandanas ähnlich wie damals Rapper Tupac um den Kopf zu knoten. Für diesen Style falten Sie das Bandana zunächst zu einem Dreieck. Dann legen Sie das Bandana auf Ihren Kopf, wobei sich die Hauptspitze des Tuchs über den Augenbrauen befindet.
- Bandana unter Hut oder Cap: Ein gefaltetes Bandana unter einem Hut oder einer Cap ist sowohl funktional als auch modisch. Es absorbiert zuverlässig Schweiß und schützt die Kopfhaut.
Bandana als Armband
Wer ein besonders schönes Highlight setzen möchte, kann ein Bandana aber auch als Armband tragen. Hierzu falten Sie das Bandana zum Dreieck und rollen es zu einem Schal zusammen. Im nächsten Schritt legen Sie das Bandana um das Handgelenk und verschließen es mit einem Knoten.
Materialien, Farben und Muster von Bandanas
Sie wissen sicherlich selbst, dass das Material einen großen Einfluss darauf hat, wie sich ein Kleidungsstück anfühlt. Das ist bei Bandanas nicht anders. Gleichzeitig beeinflusst das Material die Stilwirkung, genauso wie Muster und Farbe.
- Baumwoll-Bandanas sind atmungsaktiv, pflegeleicht und wirken sportlich-lässig.
- Bandanas aus Seide oder Leinen wirken deutlich eleganter und lassen sich hervorragend mit Anzügen, Sakkos oder stilvollen Sommeroutfits kombinieren.
Muster und Farbe haben natürlich auch Einfluss darauf, wie Ihr Gesamtoutfit wirkt. Paisley-Muster, das traditionelle Tropfen- und Blumenmotiv, steht für Retro-Flair und kulturelle Tiefe.
Das Tolle dabei ist die Vielfalt an Stilen, zu denen Männer das Tuch kombinieren können. Das quadratische Tuch soll vor allem wie eine Erweiterung Ihres Stils aussehen. Überlegen Sie, wie Sie es farblich auf den Rest Ihres Outfits abstimmen und es zu passenden Anlässen stylen können.
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