Sicher unterwegs mit dem richtigen Fahrradhelm: Banwood im Test

Etwa ab dem Kindergartenalter wird bei vielen Kindern der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit und Mobilität laut. Sie wollen gern Radfahren lernen. Eine Herausforderung für die meisten Eltern, die gar nicht so recht wissen, wie sie ihr Kind dabei unterstützen können. Eltern sollten beim Thema Radfahren keinen Druck verspüren oder auf ihre Kinder ausüben. Wichtig ist, dass das Radfahrenlernen allen Beteiligten Spaß macht - egal, wie lange es dauert.

Ohne Fahrradhelm sollte kein Kind Radfahren lernen - auch nicht auf Privatgrundstücken. Dass der Helm Schutz bietet und dazu gehört, sollten schon die Kleinsten von Anfang an lernen und sich an das Gefühl, etwas auf dem Kopf zu tragen, gewöhnen. Der richtige Fahrradhelm für ein Kind muss ebenfalls individuell einzustellen sein. Bei Gebrauchtkäufen besteht immer das Risiko, dass der Helm schon einen Sturz hinter sich hat und im Ernstfall nicht mehr den notwendigen Schutz bietet. Daher ist es in diesem Fall absolut sinnvoll, einen neuen Fahrradhelm anzuschaffen.

Der Banwood Classic Kinderfahrradhelm im Test

Passend zum Fahrrad haben wir den Fahrradhelm Banwood Classic (für ca. 45 Euro) getestet - der sieht nicht nur richtig cool aus (erhältlich in 9 Farben), sondern bietet einen guten Schutz.

Dieser hübsche Banwood Kinderhelm passt optimal zu den Banwood Lauf- und Fahrrädern. Sein Design ist klassisch und schlicht. Der Helm bietet Ihrem Kind den maximalen Schutz und die maximale Sicherheit, die es benötigt, wenn es mit dem Laufrad oder Fahrrad unterwegs ist. Geeignet ist der Helm für Kinder von ca. 3 Jahren bis 7 Jahren.

Das äußere Material des Helmes ist strapazierfähiges ABS, während der Helm innen mit weichem Futter ausgestattet ist. Er ist angenehm leicht (ca. 338 bis 353 g) und lässt sich mit einem Rädchen leicht an die Größe des Kopfes anpassen.

Material:

  • Obermaterial: ABS
  • Innenmaterial: Schaumstoff mit Samtüberzug
  • Füllung: Schaumstoff

Größe: Anpassbar auf einen Kopfumfang zwischen 50 und 54 cm.

Gewicht: ca. 338 bis 353 g

Sicherheit und Schutz: Worauf es bei Kinderfahrradhelmen ankommt

Kinderfahrradhelme schützen Kinderköpfe bei Stürzen. Kinderfahrradhelme sorgen dafür, dass es bei Stürzen nur bei ein paar Blessuren bleibt.

Laut ADFC ist die Fallhöhe und Geschwindigkeit beim Erlernen des Radfahrens niedrig und damit das Verletzungsrisiko vergleichsweise gering. Das Kind muss das Fallen nämlich genauso lernen wie das Radfahren selbst. Zumal die Kinder so mehr auf sich und ihre Fähigkeiten konzentriert sind, sich dadurch aufmerksamer verhalten und recht schnell merken, dass ein Sturz meist gar nicht so schlimm und schmerzhaft ist.

Wichtige Kriterien beim Kauf eines Kinderfahrradhelms

  • Größe und Verstellbarkeit: Die Größe des Helmes ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Sie ist entscheidend für Sicherheit und Tragekomfort. Stellen Sie sicher, dass der Helm Ihrem Kind gut passt. Dafür sollten Sie vorher den Kopfumfang ausmessen.
  • Design: Auch wenn ein Helm hauptsächlich schützen soll, spielt das Design eine wichtigere Rolle, als man denkt. Wenn dem Kind der Helm nicht gefällt, wird es ihn auch ungern oder seltener tragen. Beziehen Sie Ihr Kind deshalb in den Auswahlprozess mit ein.
  • Gewicht: Wenn das Kind den Helm über längere Zeit tragen soll und damit lange Strecken zurücklegt, sollte der Helm nicht zu viel wiegen. Schon deshalb empfehlen sich Mikroschalenhelme. Ein leicht ertragbares Gewicht sind etwa bis zu 300 Gramm.
  • Belüftung mit Insektenschutz: Der Helm sollte auf jeden Fall über ein gute Belüftungssystem verfügen, um unangenehmes Schwitzen zu vermeiden. Außerdem brauchen die Lüftungsschlitze einen Insektenschutz in Form eines feinmaschigen Netzes, damit beim Fahren keine kleinen Tierchen unter den Helm gelangen.
  • Zustand: Kaufen Sie nur Helme im Neuzustand. Gebrauchte Helme können auch unsichtbar im Inneren beschädigt sein und nicht mehr genug schützen. Deshalb sollten Sie auch nach einem Unfall den Helm Ihres Kindes auf jeden Fall austauschen, auch wenn keine Schäden sichtbar sind.
  • Prüfsiegel: Fahrradhelme müssen ganz bestimmten Sicherheitsstandard entsprechen, um verkehrstauglich zu sein. Dafür brauchen Sie eine Überprüfung vom TÜV, sowie ein CE und GS (Geprüfte Sicherheit) Prüfzeichen. Außerdem sollte ein Hinweis auf die EU-Norm EN 1078 (Fahrradhelme) bzw. EN 1080 (Stoßschutzhelme für Kleinkinder) vorhanden sein.

Konstruktionsarten der Helmschale

  • Softshell-Helme: Weichschalenhelme bestehen lediglich aus einer Schicht aus Hartschaumstoff. Das macht sie besonders leicht. Diese Helme sind auch meistens günstiger als andere. Trotzdem raten wir vom Kauf eines Softshell-Helms ab, da einfach nicht genügend Schutz gewährleistet werden kann. Solche Helme gibt es auch nur noch selten zu kaufen.
  • Hardshell-Helme: Bei dieser Helm-Art hat die Schaumstoffschicht noch einen Überzug aus hartem Kunststoff. Das macht sie robuster, aber auch schwerer als Weichschalenhelme. Solche Helme werden hauptsächlich für Erwachsene im Downhill-Bereich verwendet.
  • Mikroschalen-Helme: Die am meisten verwendete Helm-Variante sind Mikroschalen-Helme. Auch hier ist der Schaumstoffkern mit einer Kunststoffschicht überzogen. Diese ist aber weniger hart als bei Hardshell-Helmen. Mikroschalenhelme schützen deutlich besser als Softshell-Helme und wiegen nicht so viel wie Hartschalenhelme. Am besten ist es, wenn die beiden Schichten mittels In-Mold-Verfahren miteinander verschweißt sind.

Die richtige Größe und Einstellung

Dass der Helm richtig sitzt und bei einem Unfall nicht herunterfällt, ist das A und O der Sicherheitsvorkehrungen für Ihre Kinder beim Radfahren. Wir erklären, wie Sie die richtige Größe finden und den Helm perfekt anpassen.

Größe bestimmen

Zunächst sollten Sie einen Helm in der passenden Größe kaufen. Dabei sind Bezeichnungen wie XS, S oder M nicht immer einheitlich. Achten Sie deshalb auf den angegebenen Umfang in Zentimetern. Um den Kopfumfang Ihres Kindes zu ermitteln, können Sie ein Maßband verwenden. Setzen sie dieses an der Stirn etwa 1 Zentimeter über den Augenbrauen an und messen Sie den Umfang über den Hinterkopf. Eine reine Bestimmung nach Alter sollten Sie nicht vornehmen, da der Kopfumfang variiert. Jungen haben meist größere Köpfe als Mädchen.

Für eine ungefähre Orientierung können Sie trotzdem folgende Angaben verwenden:

  • 0-3 Jahre: 44 bis 52 Zentimeter
  • 2-7 Jahre: 46 bis 57 Zentimeter
  • 5-12 Jahre: 52 bis 60 Zentimeter
  • 12 Jahre oder älter: 52 bis 65 Zentimeter

Feineinstellung des Kopfbandes

Bei den meisten Helmen befindet sich hinten ein Rädchen, um die Größe genauer einzustellen. Setzen Sie Ihrem Kind den Helm auf und drehen Sie an dem Rad, bis der Helm fest sitzt. Drehen Sie aber nicht zu stark, sonst wird das Tragen des Helms schnell unangenehm. Um zu überprüfen, ob der Helm richtig sitzt, lassen Sie das Kind den Kopf in alle Richtungen schütteln. Er sollte sich nicht bewegen.

Einstellung des Kinnriemens

Der Haltegurt sorgt dafür, dass der Helm an Ort und Stelle hält. Dabei sollte er nicht zu fest und nicht zu locker sitzen. Der Riemen sollte unter dem Kiefer gegen den Hals entlanglaufen, nicht auf dem Kiefer auflegen. Verstellen können Sie ihn am Verschlusssystem.

Pflege und Wartung

Reinigen Sie den Helm regelmäßig, um eventuelle Beschädigungen besser zu erkennen. Für die Schale können Sie einfach ein in warmes Wasser getränktes Tuch verwenden. Außerdem sollten auch die Polster regelmäßig gewaschen werden. Dafür ist gut, wenn sie herausnehmbar sind. Entfernen Sie tote Insekten nach einer Fahrt aus den Netzen der Belüftungsschlitze. Wenn der Helm sauber ist, sollten Sie ihn auf beschädigte Stellen oder Risse untersuchen. Falls Sie dabei etwas finden, muss der Helm ausgetauscht werden.

Weitere empfehlenswerte Kinderfahrradhelme

Neben dem Banwood Classic gibt es noch weitere Helme, die im Test überzeugen konnten:

Alpina Pico Flash

Der Pico Flash von Alpina hat einiges zu bieten: eine ausgezeichnete Beleuchtung, viele Lüftungsschlitze, eine hochwertige Verarbeitung sowie ein einwandfreies Verstellsystem im Helm, mit dem man die Passform optimal an die Kopfgröße anpassen kann. Zusätzliche Plastikstreben umschließen den Kopf und sorgen für mehr Sicherheit, Stabilität und Tragekomfort. Ob nun beim Radfahren, Inlineskaten, Rollerfahren oder Skateboarden - dieser Helm sitzt und bietet Schutz.

Micro Rocket

Wenn es nicht nur ein Helm zum Fahrradfahren sein soll, sondern auch Inlineskaten, Rollerfahren oder Skateboarden auf dem Programm steht, ist der Micro Rocket die beste Wahl. Sicherheit wird bei ihm großgeschrieben. Er hat die klassische Form eines Skateboard-Helms, der am Hinterkopf recht weit runtergeht, das gibt noch mehr Schutz bei Stürzen. Dazu ein roter Knopf, mit dem man die Passform hervorragend einstellen kann. Außerdem dient der Knopf auch als Beleuchtung - er kann in drei Variationen blinken und leuchten.

Casco Mini 2

Der Casco Mini 2 ist nicht nur im Sommer als Fahrradhelm einsetzbar, sondern auch im Winter beim Skifahren oder Snowboarden. So sind nur wenige Helme konzipiert. Und es geht noch weiter: Auch im Fahrradsitz macht er auf dem Kopf eines Kindes eine gute Figur, da er eng und bequem anliegt, keinen unbequemen Abstand zwischen Rückenlehne und dem kleinen Beifahrer erzeugt. Mit diesem Helm können die Kleinen ganz groß rauskommen.

Uvex Finale Junior

Der Uvex Finale Junior sieht nicht nur aus wie ein Mountainbike-Helm, er erfüllt auch die gleichen hohen Standards, was Sicherheit, Tragekomfort und Verarbeitung betrifft. Er liefert rundherum eine optimale Performance ab. An den Seiten und am Hinterkopf ist der Kinderhelm etwas tiefer gezogen. Das erhöht Schutz und Sicherheit. Überhitzen? Mit diesem Helm nicht möglich! Elf große Schlitze sorgen für eine hervorragende Belüftung des Kopfes. Zudem sind die vorderen drei Schlitze mit einem Insektennetz bestückt. Verrutschen? Auch da punktet der Uvex-Helm mit einer sehr komfortablen und stufenlosen Größenanpassung für den Kopf. Das sorgt für guten Halt und Sicherheit.

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