Barbie Ken Motorrad Test: Ein umfassender Überblick

Der Dauerfreund von Barbie, Ken (51), hat sich ausgerechnet ein Mini Cabrio zugelegt. Nicht gerade ein Auto für einen echten Kerl.

In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf das "Barbie Ken Motorrad", wobei wir Aspekte wie Leistung, Design und das gesamte Fahrerlebnis berücksichtigen. Ob es sich um ein "hässliches Motorrad von Barbie und Ken" handelt, wie es ein Kollege einst über den Honda Crosstourer schrieb, oder ob es mehr zu bieten hat, werden wir im Folgenden untersuchen.

Design und erster Eindruck

Nüchtern betrachtet sehen Reiseenduros schlechter aus als jedes andere Motorrad. Doch nüchtern betrachtet sehen Motorräder an sich sowieso schlecht aus.

Der Crosstourer ist das hässliche Motorrad von Barbie und Ken.

Was soll man sagen?, denkt man sich, wenn man gefahren ist. Sieht komisch aus, das Ding. Ist das jetzt Straße oder Gelände oder nix? Oder nur gepooost?

Fahreigenschaften und Leistung

Ich freue mich so, Euch wiede zu "lesen"!!! Motorrad ist ganz, bis auf beide Reifen, Bremsen vorne und hinten und ich bin mir nicht ganz sicher, auch mein Kurbelwellenlager ist platt.... Ich kann Euch sagen, es war sooooooo geil. Meine Karre "Barbie, Spitzname von den Harley-Fahrern" war ganz vorne dabei.

Der Crosstourer hatte von allem mehr als die anderen beiden zusammen. Ich denke, so fühlt sich der Reiseendurist in den Alpen am liebsten: „Was hast du? Interessant. Ich habe mehr.“ Geld. Hubraum. Kilogramm.

Der große Unterschied lag jedoch natürlich in der großen Maschine, die gegen die kleineren kontrastierte. Auf der Straße fährt der Crosstourer natürlich viel besser als die 250er.

Easy!, dachte ich, solange der Boden fest und trocken blieb.

Beeindruckt an diesem Tag hatte mich, wie lange sich dieses Motorrad von selbst stabilisiert und wie lange der Fahrer es über diesen Punkt hinaus stabilisieren kann.

Am schönsten passten ihr die Passagen über kleine Sträßchen, bedeckt mit Asphalt oder Schotter, die im Vogesen so üblich sind und für die unsere Motorrad-Altvorderen immer Allrounder empfahlen, was ich heute noch mache: Kauft mehr Street Triples und weniger Tiger Explorer!

Geht gut, liegt stabil, sofort kontrollierbar, bespaßbar.

Erfahrungen im Gelände

Auf der Straße sorgt das für ein tolles Fahrgefühl.

Plötzlich jedoch fuhr mein Hinterrad einen Meter neben der Spur des Vorderrads. Das erhöhte meinen Puls kaum, weil die Honda dabei so aufrecht blieb. Sie blieb auch noch aufrecht, als das Vorderrad einen Meter nach links abglitschte, während das Hinterrad rechts überholte, was ich ganz erstaunlich fand.

Im Glitsch war nichts mehr zu wollen mit den Straßenreifen. Das Hinterrad riss oben das Gras samt Wurzeln aus und fand dann auf dem darunter liegenden nassen Lehm keinerlei Halt mehr.

Wir richteten die Nase des Crosstourers gen Hang, dann rutschte ich bergab den Glitsch hinunter, bis wieder fester Boden kam.

Komfort und Alltagstauglichkeit

Fit waren wir alle, obwohl ich mir Vorteile einbildete, weil mein Anreisekomfort doch besser gewesen sein müsste.

Ich hatte sogar Muskelkater im Schultergürtel vom ständigen Umlegen des Gewichts von einer Seite auf die andere im Asphalt-Geschlängel.

Dieses freudig erregt klingende Fingertrommelgeräusch des V4 im Leerlauf, die Sitzposition für Fahrer wie Beifahrer, die Verarbeitung, die tolle Balance und das Doppelkupplungsgetriebe: Ich habe über die gesamte Tour kein einziges Mal geschaltet.

Technische Details und Innovationen

Traktionskontrolle aus, dann kam auch Vortrieb.

Das von Hondas ATV stammende System hält dir im Gelände den Motor an und liefert Drehmoment ans Hinterrad.

Warum? Wahrscheinlich, wenn man die Buben von MCN kennt, weil die gerne rasen.

Vergleich mit anderen Motorrädern

Stellen wir uns die ebenfalls schwere Triumph Tiger Explorer vor. Ihr Reihendreier bringt viel Masse hoch ins Chassis, eigentlich ein Stück zu hoch. Wenn die Tiger einmal Übergewicht kriegt, ist das wie das Kalben eines Eisbergs vom Gletscher: Du kannst dieser Naturgewalt nur noch hilflos zuschauen.

Hondas Eisberg dagegen kann der Fahrer beim Kalben noch verblüffend lange beeinflussen.

Geländeeignung gibt es beim Crosstourer nur in Anmutung. Meine Duke kommt im Gelände weiter als das Croissant.

Zum ersten Mal verstand ich, wieso Fahrer von GS Adventure und Co. so gerne wie Rennfahrer geradeaus durch S-Schikanen fahren: Wahrscheinlich mögen sie Schräglagen wie wir alle, ihnen ist nur nach einem langen Tag von links nach rechts die Puste ausgegangen.

Auf der Alpentour mit der KTM waren Herr Griesgram auf der 250er und ich auf der 690er immer die Ersten am Wartepunkt, und wir warteten, indem wir Schleifen über die Skipisten fuhren, während der Tiger-Reiter aus dem Sattel rutschte und liegenblieb wie eine lebende Pfütze im Nylon-Sack.

Auf der Straße fährt der Crosstourer natürlich viel besser als die 250er. Oh Wunder mit Straßenreifen, Straßenfahrwerk und Straßenmotorauslegung.

Eignung für verschiedene Fahrertypen

Das Croissant ist mein fetter Kumpel geworden.

Dieses Teil ist ein für Straßen gebautes Fahrzeug mit etwas emotionalem Zuckerguss, das muss einfach gesagt sein.

Natürlich bleibt eine richtige Enduro spaßiger und anstrengungsärmer im Gelände zu fahren, genauso natürlich, wie ich fette Trinker nicht unbedingt zum Klettern oder Joggen einladen würde.

Zusammenfassung der Testergebnisse

Der Croissanttourer ist fett und trinkt zu viel. Aber das ist eben der Punkt: Einige der besten Menschen, die ich kenne, sind zu fett und trinken zu viel. Die würde ich nicht aufgrund dieser zwei Schwächen daheim lassen.

Am wichtigsten ist für mich persönlich, das Motorrad muss sich sauber und leicht fahren lassen.

Vor- und Nachteile

  • Vorteile: Gute Balance, komfortable Sitzposition, Doppelkupplungsgetriebe.
  • Nachteile: Hohes Gewicht, eingeschränkte Geländetauglichkeit.

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