Basso Venta R: Ausgewogenes Handling zum erschwinglichen Preis
Das "ultimative Fahrgefühl eines Basso" zu einem erschwinglichen Preis - so bewirbt Basso das im Frühjahr präsentierte Venta R. Dieser Carbon-Renner ist mit Shimanos aktueller 12-fach-Gruppe 105 ausgestattet. Das Venta R überzeugt mit angenehmem, sehr ausgewogenem Handling und einer entspannten, aber nicht unsportlichen Sitzposition, die den meisten Hobbysportlern entgegenkommt.
Die aerodynamisch optimierten Rohrprofile des Rahmens tragen dazu bei, dem Fahrwind ein Schnippchen zu schlagen. Optisch auffällig ist das ums Hinterrad herumgezogene Sitzrohr, das sogar bis zu 35 mm breite Reifen aufnehmen kann - ideal für gelegentliche Gravel-Abenteuer.
Fahreigenschaften und Komfort
Bergab liegt das Venta R satt und sicher auf der Straße. Es folgt Lenkbefehlen auch durch enge oder schnelle Kurven stets präzise und lässt selbst bei Top Speed keine Unsicherheit aufkommen. Am Heck sorgt die Carbon-Sattelstütze für sehr guten Komfort, und auch an der Front gab es keinerlei Beanstandungen.
Die Laufräder dürften aber leichter sein. Komplettrad und Laufräder sind recht schwer. Beides bremst das Venta R bei Antritten und bergauf spürbar aus.
Für faire 2849 Euro ist das Basso Venta R erhältlich. Dafür bekommt der Kunde ein sehr ausgewogenes und komfortables Rennrad, dass auch auf längeren Touren Spaß bereitet.
Das gefällt:
- Sitzgeometrie und Handling treffen die goldene Mitte, was sehr vielen Fahrern gefallen dürfte.
Das weniger:
- Komplettrad und Laufräder sind recht schwer. Beides bremst das Venta R bei Antritten und bergauf spürbar aus.
Das perfekte Rad für...
Basso Diamante: Leichtgewichtiger Kletterer
Das leichtgewichtige Basso Diamante ist auf dem Papier prädestiniert für schönste Kletterpartien in den Bergen. Optisch kommt das Diamante von Basso recht unscheinbar daher: in schlichtem, aber elegantem Mattschwarz. Denn mit seinen inneren Werten weiß der Italiener sehr wohl zu überzeugen und setzt dabei einige Glanzlichter.
Das fängt beim sehr niedrigen Gesamtgewicht von nur 7,1 Kilo an. Auf der Straße fühlt sich der Italiener sogar noch leichter an, einige Tester schätzten ein Gewicht von unter 6,8 kg. Einer der Gründe: die mit nur 2655 Gramm im Komplett-Setup sehr leichten ARC 1100-Laufräder von DT Swiss, die, so ein der Tester, "den Pedaltritten gefühlt keinen Widerstand entgegensetzen". In Kombination mit den aufgezogenen Continental GP 5000 in 28er-Breite rollen sie extrem leichtfüßig und lassen das Diamante schon bei leichtem Pedaldruck explosiv nach vorne gehen.
Aber auch sonst lässt das Rad den Fahrer sein Leichtgewicht jederzeit spüren, vor allem bergauf macht dieser Charakterzug extrem viel Spaß: Leichtfüßig und mit lässiger Eleganz schraubt man sich Kehre um Kehre nach oben, im Wiegetritt setzt das Diamante jedes aufgebrachte Watt effizient in Höhe um.
Der Rahmen fühlt sich allerdings etwas härter an, Unebenheiten der Straßen dringen kaum gefiltert zum Fahrer durch. Gut für ein direktes Fahrgefühl, aber nicht unbedingt komfortabel. Auch in Sachen Handling sortiert sich das Diamante eher auf der agilen Seite ein und reagiert direkt auf Lenkbefehle. Wer gerne epische Touren unternimmt, dürfte sich dagegen etwas mehr Laufruhe und auch einen etwas nachgiebigeren Rahmen wünschen. Sitzrohr und Sattelstütze selbst liefern hingegen im RB-Labor einen guten Komfortwert.
Viel Lob gab es auch für das auffällige, sehr angenehm zu greifende Levita-Cockpit. Funktional überzeugend, erlaubt es jederzeit sehr gute Kontrolle. Der vergleichsweise voluminöse Vorbau ist Geschmackssache.
Das gefällt:
- Wer es liebt, mit extrem leichten Rädern zu fahren, wird das Diamante von Basso sofort in sein Herz schließen.
Das weniger:
- Das Rad gibt direktes Feedback von der Straße; wer lieber etwas geschmeidiger rollt, sollte woanders suchen.
Das perfekte Rad für...
- alle, die einen eleganten und dabei sehr leichten italienischen Renner suchen, der sich mit seinem besonderen Charakter von der breiten Masse abhebt.
Basso Astra: Italienisches Glanzstück für Marathonfahrer
Das Basso Astra ist ein Marathonrad, dessen Rahmen in Italien gefertigt wird. Typisch für einen Endurance-Renner ist die Rahmengeometrie: Für ein italienisches Rennrad sitzt man ausgesprochen aufrecht im Sattel, ein Resultat des langen Steuerrohrs. Beim Fahrverhalten zeigt das Astra seine Marathon-Gene und präsentiert sich als laufruhiger Begleiter.
Die Schwächen beim Federkomfort kann es damit allerdings nicht kaschieren. Zwar lässt sich durch eine andere Carbon-Sattelstütze mit Versatz und maximal 35 Millimeter breite Reifen noch etwas Dämpfung herausholen, insgesamt ist das Basso aber relativ hart abgestimmt. Wie die Version mit Campagnolos Chorus-Gruppe fällt auch das Testrad mit elektronischer 105 überdurchschnittlich schwer aus. Durch den robusten Carbonrahmen und das Zusatzgewicht der Shimano-Komponenten zählt das Astra zu den Schwergewichten im Testfeld und beschleunigt entsprechend träge.
Ohne die aufpreispflichtigen Carbonlaufräder (1054 Euro) würde eine Neun vor dem Komma stehen. Dafür ist kein anderes Marathonrad im Test schnörkelloser verarbeitet als das Basso, an dessen Lenker-Vorbau-Einheit die Leitungen integriert verlaufen - das aber leider auch keine Montageösen für Schutzbleche oder Taschen besitzt.
Details zum Basso Astra
Preis: 5249 Euro
Gewicht: 8,8 Kilo
Gewicht Rahmen/Gabel/Steuerlager*: 1278/460/90 Gramm
Rahmengrößen**: 45, 48, 51, 53, 56, 58, 61
Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 565/560/180 Millimeter
Stack/Reach/STR***: 605/381 Millimeter/1,59
Radstand/Nachlauf: 985/55 Millimeter
Ausstattung
Antrieb/Schaltung: Shimano 105 Di2 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
Bremsen: Shimano 105 (160/160 Millimeter)
Laufräder/Reifen (Gewichte)****: Microtech RE38/Continental Ultra Sport 28 mm (v./h.: 1328/1795 g)
Stärken und Schwächen
Stärken:
- große Reifenfreiheit
- sehr viele Größen
Schwächen:
- schwerer Rahmen
- mäßiger Komfort
- einfache Reifen
- teuer
Das Basso Astra bekommt eine TOUR-Gesamtnote von 2,2.
Basso Tera: Vielseitiges Gravelbike für Abenteuer
Das Basso Tera ist ein Gravelbike mit breiten 45er Maxxis-Schlappen, hochwertigem Alu-Rahmen mit innenverlegten Zügen und einem SRAM Apex 1×11 - Antrieb zum Preis von €2.395,-.
Das Tera hat im Vergleich zu seinem Bruder aus Carbon, dem Palta, eine vielseitigere, mehr auf Komfort ausgelegte Geometrie und kommt bereits mit Komponenten wie einer SRAM Apex oder einer Shimano GRX, die keine besonderen Vorkenntnisse vom Anwender verlangen, sondern einfach immer funktionieren.
Die abwechslungsreichen Pfade im Pfälzer Wald gelten als MTB- und Wanderparadies. Von faustgroßem Schotter bis hin zu erdnussbutterhaftem Schlamm, haben wir in drei Tagen einiges geboten bekommen. Bepackt mit allem was man für zwei Übernachtungen braucht und Verpflegung für die einsamen Etappen zwischen den kleinen Käffern südlich von Kaiserslautern, haben wir dem Eigengewicht des Tera von knapp zehn Kilogramm noch einmal ca. sieben Kilogramm an Gepäck aufgeladen.
Der flache Lenkwinkel kombiniert mit komfortablem Stack und Reach machen das TERA zu einem extrem vielseitigen Begleiter. Wer sich nicht zu den Tempobolzern zählt, sondern ein Bike für fast alles sucht, ist hier richtig.
Bemerkenswert ist der Komfort, was sicher zu gleichen Teilen den breiten Maxxis Rambler ( nicht tubeless aufgebaut ) und dem Carbon-Hinterbau mit sogenannter fixed pivot semi suspension zuzuschreiben ist. Im Gegenzug haben sich die breiten Pneus auf den kurzen Asphaltpassagen als hinderlich erwiesen, hier gibt es sicher bessere Reifen.
Überzeugt haben auch Ihn die vielen Anforderungen, die mit dem Tera erfüllt werden können. Vom Bikepacking über das Pendeln bis hin zur Feierabendrunde auf jedem Untergrund. Und dabei ist das Basso Tera nach Andis Erfahrung ein deutlich antrittsstärkeres Bike als die meisten der Wettbewerber in dieser Klasse.
Das Basso Tera gehört auf Deinen Wunschzettel, wenn Du für einen fairen Kurs viel Bike möchtest und heute noch nicht weisst, wie Deine Welt des Gravelns morgen aussieht. Einen Bogen um das Basso Tera machst Du, wenn Du einen Gewichtsfetisch hast und auch bei der entspannten Ausfahrt mit Kumpels immer die Strava-Segmente live auf Deinem wahoo verfolgst. In diesem Fall haben wir passendere Vorschläge für Dich.
Basso E-Bikes: Elektrische Unterstützung für Stadt und Gelände
Basso bietet auch eine Reihe von E-Bikes an, die sich für verschiedene Einsatzbereiche eignen. Das Vega Urban e Bike ermöglicht eine flotte Fortbewegung im Stadtverkehr, während das Volta Road e Bike grenzenloses Fahrvergnügen auf Straßen jeglicher Art bietet.
Basso setzt voll und ganz auf italienische Herstellerqualität. Zum Einsatz kommen Motoren von Polini mit 250 W Leistung und einem Drehmoment von 75 Nm. Bei dem integrierten Akku handelt es sich um eine 500 Wh Lithiumbatterie mit 5 Unterstützungsstufen und einer Reichweite von bis zu 220 km. Der Akku ist komplett in den Rahmen integriert.
Modelle und Einsatzbereiche
Basso bietet vier Modelle: Volta Gravel und Vega Gravel für Geländefahrten und überwiegend holprige Straßen, Volta Road für asphaltierte Straßen und Vega Urban für hocheffiziente Stadtfahrten.
Technische Details
Höchstgeschwindigkeit: Jedes E-Bike erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.
Motor: Das Basso E-Bike nutzt einen Mittelmotor.
Schaltung: Die Schaltung zählt 11 Gänge.
Bremsen: Beim Bremsen kommen hydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz.
Gewicht: In der kleinsten erhältlichen Rahmengröße wiegen die E-Bikes um die 18 kg. Das Vega Urban e Bike ist mit einem Gewicht von knapp 22 kg etwas schwerer, da es mit zusätzlichen Accessoires für den alltäglichen Einsatz ausgestattet ist.
Reichweite: Die Reichweite wird mit bis zu 220 km angegeben. Deshalb ist eine Reichweite von 60 bis 200 km realistischer.
Basso Sempre Veloce (SV): Aerodynamik, Komfort und Leichtbau vereint
Das Basso Sempre Veloce (dt.: immer schnell) ist im Vergleich zum bisherigen Top-Modell vielschichtiger, indem es Aerodynamik, Komfort und Leichtbau vereint. Das neue Vorzeigemodell der Italiener versteht sich als Wandler zwischen den Welten.
Daten & Fakten zum Basso SV
Gewicht Komplettrad: 6,9 Kilo (gewogenes Gewicht, Größe 56)
Gewicht Rahmen/Gabel: 780/370 Gramm (unlackiert, Größe 53)
Stack/Reach/STR: 585/382 Millimeter/1,53 (Größe 56)
Stack+/Reach+/STR+: 619/565 Millimeter/1,10 (Größe 56)
Max. Reifenfreiheit: 35 Millimeter
Rahmengrößen: 45, 48, 51, 53, 56, 58, 61
Preise Komplettrad: 7949 bis 11999 Euro
Preis Rahmen-Set: 4999 Euro
Das geringe Gewicht, kantige Rahmen-Design und aggressive Cockpit verorten das SV einerseits klar als Rennmaschine. Die langstreckentaugliche Rahmengeometrie, üppige Reifenfreiheit und erstklassige Dämpfung wiederum rücken das Basso in die Nähe eines Marathonrads.
Als Basis dient ein Rahmen-Set in hochwertiger Carbonqualität (Torayca T1100/T1000). Für den unlackierten Rahmen in Größe 53 nennt Basso ein Gewicht von 780 Gramm, die Gabel soll 370 Gramm wiegen. Insgesamt ermittelten wir für das Top-Modell mit Shimano Dura-Ace und Aero-Laufrädern von DT Swiss ein Gesamtgewicht von 6890 Gramm.
Laut Hersteller bietet das Basso Sempre Veloce dem Fahrtwind 16 Prozent weniger Angriffsfläche als das Diamante SV. Kammtail-Profile an allen Carbonrohren und eine dezente Aussparung am Unterrohr für das vordere Laufrad sollen die Neuerscheinung zudem schnell machen.
Komfort und Fahrverhalten
Ein Highlight und astreines Erkennungsmerkmal eines Wettkampfrads ist die kompakte Lenker-Vorbau-Einheit, die an die Steuerzentrale des geländetauglichen Rose Backroad FF erinnert. Über dem nur 370 Millimeter schmalen Cockpit mit eingedrehten Griffhöckern können sich Fahrer und Fahrerin wunderbar kleinmachen, um dem Fahrtwind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.
Neben der Sitzposition ist der hohe Federkomfort das absolute Alleinstellungsmerkmal des SV. Durch die abgeflachte, lange Sattelstütze aus Carbon und einem in der Klemmung integrierten Gummi werden Unebenheiten spür- und messbar geschluckt. Mit einem Federweg von 10 Millimetern bei einer Prüflast von 80 Kilogramm lässt das Basso sogar viele Marathonräder alt aussehen.
Allerdings gehört das Italo-Bike nicht gerade zu den steifsten Wettkampfrädern und neigt auf rasanten Talfahrten zu einem etwas nervösen Lenkverhalten.
Details zum Basso Sempre Veloce
Preis: 11.799 Euro
Gewicht Komplettrad: 6,9 Kilo
Rahmengrößen: 45, 48, 51, 53, 56, 58, 61 (Testgröße gefettet)
Geometrie
Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 532/565/170 Millimeter
Stack/Reach/STR: 585/382 Millimeter/1,53
Stack+/Reach+/STR+: 619/565 Millimeter/1,10
Radstand/Nachlauf: 990/61 Millimeter
Ausstattung
Antrieb/Schaltung: Shimano Dura-Ace Di2 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
Bremsen: Shimano Dura-Ace (160/140 mm)
Reifen: Continental Grand Prix 5000 S TR 28 mm (eff.: 29 mm)
Laufräder: DT Swiss ARC1100 Dicut 50
Laufradgewichte: 1143/1502 (v./h.)
Messwerte
Gewicht Komplettrad: 6890 Gramm
Fahrstabilität: 7,1 N/mm
Komfort Heck: 101 N/mm
Komfort Front: 117 N/mm
Antritt/Tretlagersteifigkeit: 52 N/mm
Vor- und Nachteile
Plus:
- geringes Gewicht
- beeindruckender Sattelkomfort
Minus:
- nicht besonders fahrstabil
- hoher Einstiegspreis
Die Optionen zur Individualisierung und die Made in Italy-Produktion haben ihren Preis. Das Einstiegsmodell mit Ultegra und Fulcrum-Laufrädern kostet bereits 7949 Euro. Das Testrad mit Dura-Ace und schnellen DT Swiss ARC 1100 liegt bei 11.799 Euro.
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