Wer nachts im Straßenverkehr ohne Licht unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Nicht nur das Gesehen-Werden ist essenziell, sondern auch das Sehen des Weges selbst - natürlich ohne dabei den Gegenverkehr zu blenden. In unserem großen BikeX-Test haben aktuelle 2024er Frontleuchten bis rund 100 Euro untersucht, die für den Straßenverkehr perfekt geeignet sind und auch auf Schotterwegen in der Dämmerung ausreichend Licht bieten.
Allerdings haben nicht alle Lampen, die man im Handel findet, die Zulassung für den Straßenverkehr, da hier gewisse Anforderungen erfüllt sein müssen. So müssen die Lampen eine vom Kraftfahrtbundesamt erteilte Zulassungsnummer aufweisen, damit die Hersteller auch mit „StVZO-zugelassen“ werben können und der Radler sie legal im Straßenverkehr einsetzen darf. So muss z. B. Für das Frontlicht gilt es, eine Höhe zwischen 40 bis 120 Zentimetern, für das Rücklicht eine Höhe zwischen 25 bis 125 Zentimetern einzuhalten.
Wo vor dem Jahre 2017 noch fest angebrachte Lichter am Rad montiert sein mussten, die zwingend über einen Dynamo mit Strom versorgt werden mussten, dürfen heutzutage auch Akku-Leuchten verwendet werden. Wichtig ist noch, dass zwar eine ständige Anbringungspflicht entfällt, es aber je nach Bedingungen notwendig ist, die Lampen anzubringen.
Langsam wird es wieder früh dunkel, weshalb eine StVZO-konforme Lichtanlage am Fahrrad Pflicht ist, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Für Trail-Nightrides sind diese Lampen jedoch nicht empfehlenswert, da der Lichtkegel aufgrund der StVZO-Vorgaben nach oben abgeschnitten ist, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.
Unterstützt wurde der diesjährige Test durch die Lichtprofis von Osram, die ihr Labor für genaue Messungen zur Verfügung stellten. Dort wurde unter anderem untersucht, wie viel Licht die Lampen tatsächlich auf die Straße bringen, wie weit sie leuchten und wie viel Lichtstrom sie aussenden. Damit bietet der Test eine umfassende Analyse, welche Lampen im Straßenverkehr zuverlässig und sicher sind.
Achtung: Die Ergebnisse aus den vorausgegangenen Tests sind mit dem diesjährigen nicht vergleichbar!
Lumen, Candela, Lux: Was bedeuten die Angaben?
Der Lichtstrom bzw. die Lichtleistung wird in Lumen [lm] angegeben. Dieser Wert gibt Auskunft über die Helligkeit eines Leuchtmittels, genauer gesagt wie viel Licht einer Lampe zu allen Seiten hin ausgestrahlt wird und somit generell zur Verfügung steht.
Candela [cd] beschreibt den Lichtstrom, der in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux [lx] angegeben und gibt Auskunft über den Lichtstrom, der auf eine beleuchtete Fläche fällt. Da es sich hier um eine Empfängergröße handelt, ist die reine Lux-Angabe der Lampe wenig aussagekräftig, da sie vom Abstand des Leuchtmittels zur angeleuchteten Fläche abhängt.
Die Beleuchtungsstärke kann jedoch recht einfach mit einem Luxmeter ermittelt werden.
Top Fahrradlichter im Test
Sigma Aura 80 USB und Blaze Rückleuchte
Das Set der Sigma Aura 80 USB-Front- und der Blaze-Rücklampe konnte das Rennen um den Testsieg knapp für sich entscheiden. Beide Lampen sind hervorragend verarbeitet, leicht zu montieren und kommen ohne permanenten Halter am Lenker aus. Die Aura 80 USB verfügt über vier Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 80, 60, 40 und 20 Lux. Die Leuchtdauer bei höchster Stufe betrug in unserem Test knapp über fünf Stunden. Die Ausleuchtung der Frontlampe ist ausreichend, um auch mal nachts im Wald zu fahren. Das Blaze-Rücklicht verfügt über einen Nacht- und einen Tag-Modus und ist zusätzlich mit einer gut funktionierenden Bremslichtfunktion ausgestattet. Leicht zu montieren und schön kompakt.
Die Ausleuchtung der Aura 80 ist besser als bei ihrem kleinen Bruder, der ebenfalls getesteten Aura 60. Auch die Montage der Blaze-Rücklampe ist sehr einfach. Die Lampe wird einfach mittels Gummiband an der Sattelstütze befestigt. Die Rückleuchte verfügt über zwei Modi, den Tag- und den Nacht-Modus. Im Tag-Auto-Modus, welcher beim ersten Klick ausgewählt ist, schaltet sich der integrierte Helligkeitssensor ein. Das heißt, dass je nach Umgebungslicht das Licht ein oder nach 4 Minuten ausgeschaltet wird. Werden keine Bewegungen mehr registriert, schaltet sich die Lampe nach 9 Minuten aus. Weiter verfügt die Lampe noch über eine Bremslichtfunktion. Treten negative Beschleunigungen auf, leuchten im Nacht-Modus für drei Sekunden die zwei unteren LEDs deutlich sichtbar auf, im Tag-Modus leuchten alle drei LEDs auf.
Die Bremslichtfunktion reagiert gut, auch schon bei etwas geringeren Verzögerungen und warnen so den nachfolgenden Verkehr zuverlässig. Insgesamt eine tolles Set mit nützlichen Funktionen und guter Ausleuchtung sowie Leuchtdauer, die jeden Biker, egal ob Rennradfahrer oder Mountainbiker glücklich machen werden.
Wo beim kleinen Bruder die Seitenausleuchtung ein Kritikpunkt war, ist diese beim Aura 80 besser. Dennoch ist in puncto Seitenausleuchtung immer noch etwas Luft nach oben. In der 08/2020-Ausgabe der Stiftung Warentest bekam das Sigma Aura 80 USB-Set die Gesamtnote »gut« (2,0). „Gut, aber nicht fest montiert. Für die meisten Radler gute, im Nahfeld breite Ausleuchtung. Bis 18 Meter Sicht, eher nichts für Raser. Muss nach jedem Abnehmen neu justiert werden.
Cateye GVolt 70 und Rapid Micro G
Das Fahrradbeleuchtungs-Set mit der GVolt-70-Front- und der Rapid Micro-G-Rücklampe hat nur knapp den Testsieg verfehlt. Die Frontlampe verfügt über drei Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 70, 50 und 10 Lux. Bei vollem Akku haben wir eine Brenndauer von knapp 3 Stunden im High-Modus und mehr als 18 Stunden im Low-Modus gemessen. Die Leuchten lassen sich gut montieren und bleiben während der Fahrt an Ort und Stelle. Die Lampen sind gut verarbeitet, leicht und haben eine schlanke Bauform, damit sie auch mal in der Hosentasche getragen werden können.
Beide Lampen fassen sich gut an und machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Die kleine Rückleuchte wird mittels Gummiband an der Sattelstütze befestigt und kann sogar aus dem Halter ein- und ausgeklippt werden. Der beigefügte H-34 Halter der GVolt 70 hat uns besonders gut gefallen. Dieser besitzt ein gut drehbares Kunststoffrad am unteren Ende, in den das gezahnte Band eingeführt werden kann. Das Einlegen der Lampen in den jeweiligen Halter sowie auch das wieder Ausklippen der Lampen geht ausgezeichnet. Schön ist auch, dass der Halter über Kopf am Lenker montiert werden kann und die Leuchte nicht klassisch oben, sondern unter dem Lenker hängt, was ein aufgeräumtes Cockpit erzeugt.
Im Test haben wir die Leuchte zunächst wie gewohnt oberhalb des Lenkers angebracht - das sollte man aber eigentlich nicht tun, da dann der Gegenverkehr geblendet wird und die Leuchte so nicht mehr StVZO-konform ist. Der Einschaltknopf der GVolt 70 ist an der Unterseite des Gehäuses angebracht. Die Frontlampe verfügt über drei Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 70, 50 und 10 Lux in den entsprechenden Stufen High, Mid und Low. Gemessen haben wir eine Beleuchtungsstärke im High-Modus von 85 Lux. Außerdem gibt der Hersteller die Brenndauer mit zwei Stunden im High-Modus, drei Stunden im Mid-Modus sowie 15 Stunden im Low-Modus an. Weiter verfügen beide Lampen über einen Ladezustandsindikator. So leuchtet bei einer Restladung von 20 Prozent eine LED auf, die anzeigt, dass die Lampen geladen werden müssen.
Gut hat uns auch gefallen, dass die GVolt 70 über eine Mode-Memory-Funktion verfügt. Die Ausleuchtung ist mit ein Grund, warum die GVolt 70 so weit vorne gelandet ist. Der Fernbereich wird hell und gut ausgeleuchtet, der Nahbereich etwas weniger. Besonders gut hat uns die Breite der Ausleuchtung gefallen. So sind etwaige Hindernisse am Weg- und Waldrand sehr gut und frühzeitig erkennbar. Letztlich ist das Set mit der GVolt 70 zwar nicht das günstigste im Test, aber überzeugt mit der Einfachheit und den Stärken genau da, worauf es bei einer Lampe ankommt. Das gelingt ohne viel Schnickschnack und sollte jeden Mountainbiker, Rennradfahrer oder auch Bikepacker überzeugen.
Büchel BLC 820
Das Fahrradbeleuchtungs-Set Büchel BLC 820 war eines der hellsten im Test. Das BLC 820 besitzt drei Leuchtmodi. Zwei LED-Leisten in der Frontlampe informieren den Fahrer über den gewählten Leuchtmodus sowie über den Ladezustand des Akkus. Die 121 Gramm leichte Front- und 32 Gramm leichte Rückleuchte werden über dicke Gummibänder fixiert, die die Fahrradbeleuchtung in Position halten. Der besondere Clou der Lampe: Um die Leuchtdauer zu verlängern, verfügt die Frontleuchte über eine automatische Lichtsteuerung und das Rücklicht über einen Tag-Nacht-Modus sowie eine gut funktionierende Bremslichtfunktion.
Im Lieferumfang sind neben den Lampen selbst noch die Halter und ein USB-Ladekabel zum Laden der beiden Li-Ion-Akkus enthalten. Die Montage der Halter ist sehr einfach. Beide werden mittels eines stabilen Gummibands am Lenker bzw. an der Sattelstütze montiert und halten beide Leuchten in Position. Beide Lampen verfügen weiter über eine Ladezustandsanzeige. Beim Rücklicht blinkt eine kleine LED, wenn sie geladen werden muss, beim Frontlicht zeigen vier LEDs den Ladezustand an. Dabei entsprechen vier grüne LEDs einem Ladezustand von 100 Prozent, eine grün leuchtende LED 25 Prozent. Eine rote LED zeigt an, dass der Ladezustand nur noch zehn Prozent entspricht.
Um die Leuchtdauer gegebenenfalls zu erhöhen, verfügt die BLC 820 über eine automatische Lichtsteuerung. Wird der Schalter einmal gedrückt, schaltet sich die Lampe im Auto-Modus ein. Je nach Helligkeit der Umgebung wird die Helligkeit der Lampe dann automatisch angepasst. Durch erneutes Drücken des Schalters kann dann durch die drei Leuchtmodi - High, Mid und Low - geschaltet werden. Eine weitere nützliche Funktion bietet die Rückleuchte. Sie verfügt neben einem Tag- und Nachtmodus auch noch über eine Bremslichtfunktion, die erstaunlich gut funktioniert. Durch einmaliges Drücken des Schalters befindet sich die Lampe im Tag-Modus. Das heißt, sobald es hell ist, ist die Lampe aus - wenn es aber Dunkel wird, schaltet sich die Lampe ein. Durch erneutes Drücken wird in den Nachtmodus gewechselt, bei dem das Rücklicht permanent leuchtet. So kann verhindert werden, dass der Fahrer das Einschalten des Rücklichts unterwegs vergisst. Wie schon erwähnt, verfügt das Rücklicht über eine Bremslichtfunktion.
Die Ausleuchtung ist im Vergleich zum Testsieger nicht ganz so gut. Der Fernbereich wird hell ausgeleuchtet, der Nahbereich etwas weniger. Der Seitenbereich wird leider kaum ausgeleuchtet, zum Fahren auf befestigten Wegen ist das Beleuchtungsbild aber dennoch ausreichend. Seitliche Beleuchtung im Frontlicht sorgt für eine bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Letztlich ist das Set von Büchel mit nützlichen Zusatzfunktionen sehr durchdacht und macht was es soll. Interessant kann das Set für Rennradfahrer sein, die gerne mit mehreren Fahrern im Pulk fahren möchten.
Trelock LS950 Control
Die mit Abstand längste Akkulaufzeit im Test - zumindest beim Frontlicht. Die Trelock LS950 Control hat vor allem eins: eine extrem lange Akkulaufzeit auch bei hoher Leuchtstärke. Daher konnten wir nicht anders, als ihr eine Empfehlung auszusprechen, auch wenn sie ein paar kleine Kritikpunkte mitbringt. Mit 56 Stunden Durchhaltevermögen im Low-Modus und 14 Stunden im High-Modus schlägt sie die Konkurrenz um Längen. Länger leuchten nur batteriebetriebene Leuchten.
Das Set Trelock LS 950 Control kommt mit der Frontlampe und mit der LS 720 REEGO Rücklampe. Die Lampen selbst wirken hochwertig und gut verarbeitet. Das Ein- und Auslegen der 221 Gramm schweren Frontlampe ist kinderleicht und funktioniert von allen getesteten Sets am besten. Bei der Rücklampe ist das jedoch etwas hakelig. Schön ist das LC-Display, das dem Fahrer die Leuchtstufe, den Ladezustand des Li-Ion Akkus und die Restleuchtzeit der Lampe auf einen Blick präsentiert. Im höchsten Modus kann es sein, dass die Lampe überhitzt und automatisch einen niedrigeren Leuchtmodus wählt. Auffällig war hier, dass während des Betriebs ein ständiges, surrendes Geräusch zu hören war. Beim Fahren war das kaum hörbar, aber dennoch präsent.
Die Ausleuchtung der LS 950 Control ist in Ordnung. Der Fernbereich wird gut, der Nahbereich etwas geringer, der Seitenbereich leider kam ausgeleuchtet - was aber dennoch für das Fahren auf befestigten Wegen ausreicht. Warum wir diese Lampe empfehlen, ist ganz klar: Die Trelock LS 950 Control hat mit einem großen Abstand die längste Akkulaufzeit im Test. Im Low-Modus kommt sie auf satte 56 Stunden Laufzeit. Hier muss man also enorm selten zum USB-Kabel greifen. Auch im High-Modus kann sie mit 14 einhalb Stunden weit vor allen anderen Kandidaten glänzen. Es sei noch erwähnt, dass sie die Helligkeit ein klein wenig drosselt, sobald sie zu heiß wird.
Beim Rücklicht kann man sich ebenso wenig beklagen: Fast 13 Stunden hält es durch und wird damit nur von wenigen anderen Modellen geschlagen. Unsere gemessenen 85 Lux Leuchtstärke sind hier außerdem ein sehr guter Wert.
Sigma Aura 60 und Nugget II
Auch den kleinen Bruder des Testsiegers können wir empfehlen. Er kommt logischerweise ebenfalls aus dem Hause Sigma und beinhaltet die Aura 60-Front- und die Nugget-II-Rückleuchte. Gerade die Aura 60 macht unter allen getesteten Lampen den hochwertigsten Eindruck und auch das Design gefällt uns am besten, was aber natürlich immer im Auge des Betrachters liegt. Beide Lampen sind schnell mittels Gummibändern an Lenker und Sattelstütze montiert und auch schnell wieder abmontiert. Das 101 Gramm leichte Frontlicht ist mit ...
Weitere getestete Fahrradlichter (2024)
Hier ist eine Übersicht der getesteten Fahrradlichter im Jahr 2024 mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen:
- Acid/Cube Pro 100 LED Front Light: Top bedienbare, preisgünstige Leuchte mit abnehmbarer Lenkerklemme.
- Axa Down 100: Leichte Leuchte mit etwas fummeliger Bedienung, aber sehr guter Leuchtweite und ausgezeichneter Akkulaufzeit.
- Busch+Müller Ixon Rock: In Deutschland hergestellte, wertige Lampe mit prima Bedienung und breitem Lichtkegel, auch als Powerbank nutzbar.
- Cateye Gvolt 70.1: Gute Leuchtkraft und großer Leuchtwinkel, überragende Akkulaufzeit.
- Giant Recon HL 80 Lux: Extrem breiter Lichtkegel, aber geringe Reichweite und etwas maue Laufleistung.
- Knog Blinder StVZO 120: Hohe Reichweite, bestes Leuchtbild und brutale Leuchtkraft, klarer Testsieger 2024.
- Lezyne Macro StVZO 500+: Breites, helles Lichtfeld und sehr gute Akkulaufzeit.
- Lezyne Macro StVZO 600+: Fast identisches Ausleuchtungsbild wie die günstigere Lezyne, regelt aber nach 30 Minuten runter.
- NG Sports Fahrradlampe Lavandee 50: Kleinste und leichteste Lampe im Test, aber schwächste Reichweite und dunkelste.
- Osram LEDsBike Race 80 Set: Sehr preiswert, gute Reichweite und breite Straßenausleuchtung, Automatik-Modus.
- Sigma Aura 80 USB: Solide Leistung, sehr gute Reichweite und angenehmer Leuchtwinkel, Dauerbrenner.
- Trelock LS 480 Lighthammer USB: Breiter und sehr weit reichender Lichtkegel, hohe Reichweite und lange Akkulaufzeit.
Weitere getestete Fahrradlichter (2022)
- Acid Pro 80 (Testsieger): Überrascht mit spannenden Features und tollem Leuchtfeld.
- Axa Greenline 50 Front: Recht preiswert, aber schmaler, dunkler Lichtkegel und könnte besser sein.
- Busch&Müller Ixon Fyre: Bietet ein breites, aber nicht ganz harmonisches Leuchtbild und hält am längsten durch.
- Cateye GVolt 50: Großem Lichtkegel und hoher Leuchtweite.
- Knog Plug (Tipp Preis-Leistung): Klein, aber oho und überrascht mit homogenem Lichtkegel.
- Sigma Aura 100: Großer Lichtkegel, weniger hell als bei Lezyne, dafür ausgewogener.
- Trelock LS 600 I-Go Vector: Kommt mit digitaler Restzeitanzeige, auch ihre Ausdauer ist klasse.
Die besten Rücklichter fürs Rennrad
Gute Sicht nach vorn ist nicht alles. Mindestens genauso wichtig im Straßenverkehr: gesehen werden. Ein ausreichend helles Rücklicht ist dafür unabdingbar. Die StVZO schreibt unter anderem vor: "Blinkende Schlussleuchten sind unzulässig." Neben einfachen Lämpchen mit Dauerlicht bietet der Markt Modelle mit spannenden Features wie Bremslicht, Notruffunktion oder die clevere Anbindung an die Frontleuchte.
Drei empfehlenswerte StVZO-konforme Rückleuchten zeigen wir hier:
- Cateye X2G Kinetic: Bei Verzögerungen schaltet die Cateye X2G Kinteic automatisch in den helleren "Bremslichtmodus" - und sie lässt sich gut an jeder Sattelstütze befestigen.
- Lezyne Strip Drive StVZO: Fünf LEDs sorgen bei der Lezyne Strip Drive StVZO für sehr gute Sichtbarkeit - in einem Winkel von 270°. Sie passt auch gut an Aero-Sattelstützen an Rennrädern.
Fahrradlichter im Detail
Fünf Frontlichter, ordnungsgemäß zugelassen nach der StVZO, haben wir auf einen im Montageständer geklemmten Rennlenker montiert und exakt gleich ausgerichtet, um die mit Pylonen markierte 30 Meter lange Teststrecke fotogerecht auszuleuchten.
Zum Vergleich haben wir diesen fünf günstigen Modellen von Busch & Müller, Cateye, Lezyne, Sigma und Trelock zu Set-Preisen zwischen 110 Euro (Sigma) und 172 Euro (Cateye) zwei deutlich teurere Top-Scheinwerfer plus Akku gegenübergestellt, um herauszufinden, ob und wie deutlich sich diese in der Leistung unterscheiden: dem SL Nano AF von Lupine für 326 Euro mit einer maximalen Beleuchtungsstärke von 130 Lux und dem M99 Mini Pro von Supernova (579 Euro); für dessen Fernlicht im Powermodus gibt der Hersteller 275 Lux an, im Abblendmodus 150 Lux.
Auch die Strahlkraft der Rücklichter haben wir an derselben Stelle im Forstenrieder Park bewertet.
Ausdauer der Fahrradlichter im Test
Die Ausdauer der Front- und Rücklichter haben wir bei mehreren Leuchtmarathons ermittelt, bei rund 10 Grad nächtlicher Außentemperatur. Zusätzlich haben wir die Leuchten eingewickelt in nasse und kühlende Küchenhandtücher, weil ihre Elektronik die Leistung drosselt, sobald die Scheinwerfer zu heiß werden. Ohne zusätzliche Kühlung passierte uns das bei den Scheinwerfern von Cateye und Lezyne, deren Licht bereits nach Minuten erlosch.
Große Unterschiede gibt es bei der Anzeige der verbleibenden Leuchtdauer. Vorbildlich, übersichtlich und präzise funktionieren hier Sigma und Trelock. Ersterer informiert nicht nur akkurat mit einem Fünf-Balken-Display; am Ende der Akku-Laufzeit bleiben auch noch genug Elektronen übrig für eine gute Stunde Notlicht. Noch präziser funktioniert das Infocenter bei Trelock, bei dem sich der Reststrom minutengenau ablesen lässt. Dafür fällt der Notstrom knapper aus, lediglich 15 Minuten Reserve bleiben für den Heimweg übrig.
Beim Cateye muss die Ausfahrt genau getimt sein, nach exakt zwei Stunden voller Power mahnt der schlecht platzierte Indikator des GVolt 100 zum sofortigen Nachladen.
Montagemöglichkeiten
Bei den Montagemöglichkeiten sind die Hersteller auch 2022 immer noch sehr konservativ und legen ihren Lichtern Halter bei, die sich exklusiv um runde Rohre klammern; für Aerolenker oder integrierte Cockpits ist keiner der serienmäßig beigefügten Halter geeignet. Wer einen damit ausgestatteten Renner pilotiert, muss sich daher im Zubehörsortiment der Hersteller schlau machen und wird bei unserem Testfeld lediglich bei Busch & Müller, Lupine und Supernova fündig. Alle anderen Lichter passen nur an runde und nicht zu dicke Rohre.
Weitgehend unproblematisch lassen sich die Rücklichter an verschiedenen Sattelstützen montieren. Dies funktioniert mit den serienmäßigen Gummiringen bei runden oder aerodynamisch optimierten Stützen gleichermaßen, sofern die Gummis lang genug sind für dickere Stützen. Von Lupine gibt es sogar einen smarten Magnethalter fürs Sattelgestell, mit dem sich die rote Leuchte schick befestigen lässt - sofern man kein Satteltäschchen montiert hat.
Die 7 Lampensets im Überblick
Bewertet wurden Scheinwerfer und Rücklichter der Akku-Beleuchtung nach fünf Kriterien, deren Ergebnisse in unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtnote eingehen.
- Leuchtprofil (30 Prozent)
- Leuchtdauer (25 Prozent)
- Handling (15 Prozent)
- Verarbeitung (15 Prozent)
- Halter (15 Prozent)
Busch & Müller Ixon Rock und Ixxi
- Set-Preis: 127 Euro
- Set-Gewicht: 186 Gramm
- Leuchtmodi: 3/1
- Leuchtdauer: 2:45/22:45 Std.
Cateye Gvolt 100 und Rapid Micro G
- Set-Preis: 172 Euro
- Set-Gewicht: 217 Gramm
- Leuchtmodi: 3/1
- Leuchtdauer: 2:00/5:10 Std.
Lezyne Power Pro 115 und Strip Alert
- Set-Preis: 136 Euro
- Set-Gewicht: 273 Gramm
- Leuchtmodi: 3/3 (mit Bremslicht)
- Leuchtdauer: 3:30/3:00 Std.
Sigma Auro 100 und Blaze Link
- Set-Preis: 110 Euro
- Set-Gewicht: 139 Gramm
- Leuchtmodi: 4/1 (mit Bremslicht)
- Leuchtdauer: 2:30/7:30 Std.
Trelock LS 760 IGo Vision Set
- Set-Preis: 150 Euro
- Set-Gewicht: 200 Gramm
- Leuchtmodi: 5/1 (mit Bremslicht)
- Leuchtdauer: 2:15/9:35 Std.
Lupine SL Nano AF und C14 Mag
- Set-Preis: 451 Euro
- Set-Gewicht: 340 Gramm
- Leuchtmodi: 2 (plus Fernlicht) / 2 (mit Bremslicht)
- Leuchtdauer: 4:05/14:00 Std.
Supernova Lights M99 Mini Pro B54
- Set-Preis: 579 Euro
- Set-Gewicht: 490 Gramm
- Leuchtmodi: 3 (plus Fernlicht)
- Leuchtdauer: 2:10/3:00 Std.
Zusätzlich zu den getesteten Lampen gibt es eine Vielzahl weiterer Optionen auf dem Markt, die je nach Bedarf und Budget in Betracht gezogen werden können.
Weitere Fahrradlichter im Test (2025)
Hier ist eine Analyse der besten Modelle 2025:
| Produkt | Lumen | Lichtmodi | Akku-Laufzeit | Wasserdicht | Wiederaufladbar |
|---|---|---|---|---|---|
| Kryptonite Avenue R-75 | 75 | 6 | 2-10 Std. | Ja | USB |
| Topeak CubiCubi 500 USB Frontlicht | 500 | 6 | 1,5-20 Std. | IPX6 | USB |
| Knog Mid Cobber (Front) | 320 | 11 | 2-8 Std. | IPX5 | USB |
| Bookman Curve LED | 37 | 4 | 3-32 Std. | IPX4 | USB |
| Knog Mid Cobber (hinten) | 170 | 8 | 2-8 Std. | IP67 | USB |
| Sigma Nugget II USB | 50 | 3 | 2-8 Std. | IPX4 | USB |
| Knog Blinder Mini Dot | 20 | 5 | 2.5-11.5 Std. | Ja | USB |
| Sigma Blaze Flash | 50 | 3 | 11-50 Std. | IPX4 | USB |
| Knog Plus Licht-Set | 40 (vorn) / 20 (hinten) | 5 | 4 Std. | IP67 | USB |
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